Schlagwort: Jahresrückblick

  • Mein persönlicher Jahresrückblick 2010: Christoph in der großen Stadt.

    Wirft man einen Blick auf meine Blogeinträge des heute zu Ende gehenden Jahres, vor allem auf die der letzten Wochen und Monate, so kann man den Eindruck gewinnen, dass 2010 ein recht ereignisloses und langweiliges Jahr bei mir war, zumindest wenn man das Ganze quantitativ betrachtet. So waren Oktober und November 2010 die ersten beiden Monate überhaupt, in denen ich keinen einzigen Artikel geschrieben habe. Dass jedoch die vergangenen 364 Tage gerade diejenigen mit den größten Änderungen in meinem Leben überhaupt waren, das will ich in meinem Jahresrückblick nochmal unterstreichen.

    Das Jahr begann gleich mit einer Großbaustelle: Der Fertigstellung meiner Diplomarbeit. Sie war der letzte Akt meines Studiums. Da Großbaustellen nun mal Zeit brauchen, bis sie fertig gestellt sind, beschäftigte mich meine Diplomarbeit bis Anfang April, genauer gesagt bis zum 7. April. Zwei Tage früher als die Deadline konnte ich meine Abschlussarbeit abgeben. Somit war mein Informatikstudium abgeschlossen und ich konnte mich meiner nächsten beruflichen Herausforderung widmen.

    Die lautet: Promotion an der Technischen Universität München. Seit Juni arbeite ich dort am Chair of Scientific Computing I5 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter. Einerseits ist das der Grund für die stark zusammengeschrumpfte Blogfrequenz, andererseits ergeben sich durch die Arbeit zahlreiche bloggenswerte Ereignisse: Organisation gleicher zweier Absolventenfeiern (die große der Fakultät für Informatik und die für den Masterstudiengang Computational Science and Engineering) und einer Weihnachtsfeier, das Leben als Programmkoodinator eines internationalen Masterstudiengangs, das Arbeiten an der TUM im Allgemeinen und vieles, vieles mehr.

    Auch meine beiden Umzüge (zuerst von Tittling nach Neuperlach, dann von Neuperlach nach Schwabing) wären ein paar Blogeinträge wert gewesen. Aber leider: keine Zeit. Ebenso wie für die privaten Erlebnisse, die ich im letzten halben Jahr in München hatte.

    Auf jeden Fall gefällt es mit sehr sehr gut in München. Der Sprung von der Provinz in die Metropole ist geglückt. Ich habe eine Top-Wohnung, Spitzen-Kollegen und meine neue Arbeit macht mir trotz des ganzen Stresses und der unzähligen Überstunden sehr sehr viel Spaß.

    Glücklicherweise besteht das Leben nicht nur aus Arbeit. Freizeitevent des Jahres war ganz eindeutig die Fußball Weltmeiersterschaft 2010 in Südafrika. Zwar kam die Stimmung und die Begeisterung nicht ganz an die von vor vier Jahren heran (vor allem während der Vorrunde), jedoch waren die Turnierwochen im Juni und Juli wieder grandios. Nicht zufällig stammt auch mein Foto des Jahres 2010 aus dieser Zeit. Dank der zahlreichen Jahresrückblicke, die einem traditionell im Dezember um die Ohren gehauen werden, wurde mir erst wieder bewusst, wie genial, spannend, aufwühlend und freudig die beiden Partien gegen England und Argentinien waren. Spanien wurde verdient Weltmeister, jedoch wäre ein Finale mit deutscher Beteiligung bestimmt ansehnlicher gewesen *gg*.

    Mein persönliches Highlight neben der Fußball Weltmeiersterschaft war mein diesjähriger Sommerurlaub. Mit meiner Meerjungfrau ging’s zum dritten mal auf Deutschland’s 17. Bundesland, ähhh…, die größe Baleareninsel Mallorca.

    Nicht nur die Anzahl meiner Blogeinträge hat unter meinen neuen Lebensumständen (hmm, Umstände klingt immer so negativ, dabei sind meine „Umstände“ ja was äußerst positives) gelitten, sondern auch meine Sportlichkeit. So sprang in den letzten zwölf Monaten nur ein einziges privates Großevent heraus, die Wanderung auf den Berchtesgadener Hochthron. Radfahr- und joggingtechnisch war dagegen so wenig los wie schon seit Jahren nicht mehr.

    Im nun zu Ende gehenden Jahr, gingen auch zahlreiche Serien zu Ende: Nip/Tuck, Lost und Heroes, um nur einige zu nennen. Einen richtigen Ersatz für diese Serien habe ich diese Season allerdings noch nicht gefunden. Dafür habe ich mir die original Star Trek Serie und vor ein paar Tagen, wie es sich für einen Neumünchner gehört, alle Folgen Monaco Franze reingezogen.

    Hmm, blicke ich so auf meinen bisherigen Jahresrückblick muss ich tatsächlich feststellen, dass dieses Jahr tatsächlich nicht soo viel los war, also rein von der Anzahl der Ereignisse her. Dafür handelt es sich fast ausschließlich um Großevents. Und was war sonst so in der Welt los? Einiges, wie jedes Jahr:

    • Seit Bestehen meines Blogs könnte ich mich nicht daran erinnern, dass es in einem Jahr so viele so große Naturkatastrophen gegeben hätte. Ob nun die Erbeben in Chile, China und vor allem Haiti, der Ausbruch des Eyjafjallajökull auf Island, die Waldbrände in Russland oder das Hochwasser in Pakistan: Dieses Jahr kam’s knüppeldick.
    • Nachdem 2009 das Krisenjahr war, waren dieses Jahr die Nachwirkungen zu spüren: Sowohl Griechenland und Irland musste von der Europäischen Union massiv unter die Arme gegriffen werden. Die nächsten Kandidaten stehen schon in der Schlange: Portugal, Spanien und Italien.
    • Hatte ich schon erwähnt, dass 2010 Fußball Weltmeisterschaft in Südafrika war? Aber natürlich gab’s noch andere sportliche Großereignisse. So fanden Anfang des Jahres die Olympischen Winterspiele in Vancouver statt und Sebastian Vettel tritt als Formel 1-Weltmeister endgültig in die Fußstapfen Michael Schumachers. Besonders die Winterspiele lockerten meinen Diplomarbeitsalltag doch deutlich auf.
    • Nach 28 Jahren gewinnt mit Lena Meyer-Landrut wieder eine Deutsche den Eurovision Song Contest.
    • Der Untergang der Ölbohrplattform Deepwater Horizon führt zu einer gigantischen Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, die erst nach Monaten gestoppt werden kann. Von den Dauerölkatastrophen im Nigerdelta berichtet komischerweise kaum jemand.
    • 2010 ist das Jahr der innenpolitischen Rücktritte: Horst Köhler, Roland Koch und Ole von Beust sind nur die prominentesten Beispiele.
    • Das Sommerloch wurde dieses Jahr (etwas verspätet) durch eine Integrationsdebatte gefüllt, angestoßen durch das Buch „Deutschland schafft sich ab“ des ehemaligen Bundesbankers Thilo Sarrazin. Wenn man so wie ich jeden Tag mit Studenten aus aller Welt zu tun hat, dann wirkte im Nachhinein diese Diskussion, naja, wie soll ich’s ausdrücken: grotesk.
    • Das Wort des Jahres 2010 ist „Wutbürger“. Anlass sind die Proteste gegen Stuttgart 21 und den Ausstieg aus dem Atomausstieg.
    • Der FC Bayern München ist wieder einmal Deutscher Fußballmeister geworden. Und DFB-Pokal Sieger. Und beinahe auch Champions League Sieger. Das gelang dafür den Damen von Turbine Potsdam.

    So, das war das Jahr 2010 und auch mein letzter Blogeintrag überhaupt. Wie gestern angekündigt, plane ich, meinen Weblog aufzugeben. Allen meinen Lesern wünsche ich ein erfolgreiches Jahr 2011 und bedanke mich abschließend für die 4½, in denen ihr mein Onlinetagebuch besucht habt.

    Mein Hauptziel für 2011 ist das Finden einen lohnenswerten Dissertationsthemas. Klingt nach nicht all zu viel, nach dem Jahr 2010 kann man’s jedoch auch mal ein bisschen ruhiger angehen lassen.

  • Mein persönlicher Jahresrückblick 2009: Krise wohin man blickt.

    Ganz traditionell gibt’s am letzten Tag des Jahres (Jahresrückblick 2008, Jahresrückblick 2007, Jahresrückblick 2006) mein persönliches Resümee der vergangenen 8760 Stunden. Also fackel ich nicht lange sondern lege gleich los.

    Insgesamt gab’s dieses Jahr relativ wenige Artikel in meinem Blog. Ein Hauptgrund dafür ist, dass ich die ersten vier Monate des Jahres 2009 am Schreibtisch verbrachte um mich auf meine Diplomprüfungen vorzubereiten anstatt aufregende Dinge zu erleben. Pünktlich am 02. Januar ging’s los mit den Vorbereitungen für das Großprojekt „Diplominformatiker werden“. Dieses Vorhaben wurde jedoch bereits nach zwei Tagen von einem grippalen Infekt kurzzeitig verzögert, dem ersten seit vielen Jahren. Am 30. April konnte die Operation dann jedoch äußerst erfolgreich zu Ende gebracht werden, wie in meinen drei „Siegesblogeinträgen“ nachgelesen werden kann (Etappe 1, Etappe 2, finale Etappe).

    Der zweite Grund für den diesjährigen Mangel an Lesestoff in meinem Blog hat wieder mit der Uni zu tun. Denn mündliche Abschlussprüfungen allein machen noch keinen Diplominformatiker. Dazu bedarf es noch einer Diplomarbeit an der ich nun seit drei Monaten intensiv werkel. Zwar habe ich den Sommer über schon einiges an Vorarbeit geleistet, richtig produktiv bin ich jedoch erst seit Anfang Oktober. Drei Monate wird mich dieses Kapitel noch beschäftigen, dann wird auch diese Herausforderung gemeistert sein. An welchem Thema ich genau arbeite habe ich an dieser Stelle zwar noch nicht geschrieben, zwei große Durchbrüche (Nummer Eins, Nummer Zwei) zeugen jedoch von meinem guten Vorankommen.

    Zwischen diesen beiden universitären Großprojekten lag der Sommer und der musste im Mai mit einem wahren Partymarathon eingeläutet werden: Star Trek Premiere in Nürnberg, letzte Semester-Opening/Closing-Party bei den Zwillingen und Geburtstag vom Andi in München.

    Sportlich war dieses Jahr auch einiges geboten: Aufgrund eines durchaus passablen Sommers wurde viel im tittlinger Dreiburgensee geschwommen, zusätzlich zum obligatorischen Joggen. Außerdem war ich bei zwei Fußballturnieren mit von der Partie. Zuerst in Untergriesbach, dann in Passau beim SC Batavia. Auch wenn wir da nicht gerade die Erfolgreichsten waren hat’s irrsinnig viel Spaß gemacht. Und wie sagen die Verlierer immer: „Dabei sein ist alles“. Von den drei geplanten Radtouren mit’m Stefan ließ sich leider nur eine nach Regensburg realisieren. Die hatte es dafür in sich. Außerdem wurde der Halbmarathon nachgeholt, der 2008 noch verschoben werden musste.

    Wer viel Sport macht, der darf auch mal faul auf der Couch sitzen und in die Glotze starren. Neben meinen Stammserien, über die ich ja auch öfter blogge, standen dieses Jahr zwei Fernsehproduktionen auf dem Programm, deren letzte Folge bereits abgedreht wurde. Mit Babylon 5 gab’s eine Science Fiction Serie, Six feet under war dann eine Dramaserie. Außerdem hab ich mir South Park komplett reingezogen (dazu gibt’s allerdings keinen gesonderten Artikel) und bei Alias bin ich mittlerweile auch schon bei der fünften und damit letzten Staffel. Eine Zusammenfassung gibt’s dann wohl recht bald in neuen Jahr. Und es stehen schon weitere abgeschlossene Serien auf meiner Anschauwunschliste.

    Den Abschluss des Sommers bildete dann ein spitzenmäßiger Urlaub in Kroatien mit vielen schönen Erinnerungen, dringend benötigter Erholung und einfach einer guten Zeit. Nach so langer Zeit ohne richtigen Urlaub ein wahres Highlight.

    Das war’s dann mal mit dem persönlichen Teil. Der Tradition meiner Jahresrückblicke folgend gibt’s abschließend wie immer noch eine Zusammenfassung des Weltgeschehens der vergangenen Monate Januar bis Dezember. In meinem Leben dreht sich halt dann doch nicht alles nur um mich *g*.

    • Das Schlagwort, das dieses Jahr definitiv am besten trifft ist „Krise“. Krise wohin man blickt und Insolvenzen am laufenden Band. So waren das Ende von Quelle, Schiesser und Merklin Dauerbrenner in den Nachrichtentickern, genau so wie die Zukunft des Autobauers Opel. Und auch im nächsten Jahr dürfte sich an dieser Brisanz wenig ändern. Naja, mein Motto: Ruhig bleiben, abwarten und Diplomarbeit schreiben.
    • Innenpolitisch taucht ganz oben die Kundusaffäre auf, die mittlerweile neben zahlreichen anderen Personen auch einen Verteidigungsminister des Stuhl gekostet hat. Auf jeden Fall kann man nun sicher nicht mehr behaupten, dass der Afghanistaneinsatz in den deutschen Medien nur ein Nischendasein fristet.
    • Zweites Innenpolitischen Topthema war das Superwahljahr 2009. So wird Deutschland nun von einer schwarz-gelben anstatt einer schwarz-roten Koalition regiert. Die Kanzlerin bleibt mit Angela Merkel jedoch die selbe. Selbiges gilt für unseren Bundespräsidenten Horst Köhler. Außerdem zog neben drei Landtagswahlen auch die Europawahl das Volk in die Wahlkabinen.
    • Einer Wahl hat auch der neue amerikanische Präsident sein Amt zu verdanken, womit wir bei der Außenpolitik angekommen wären. Gewählt wurde Barack Obama zwar bereits 2008, vereidigt aber erst im Januar diesen Jahres. Kaum im Amt hat er dann gleich mal den Friedensnobelpreis abgeräumt. À propos Nobelpreis: Dank Herta Müller gingen die Deutschen bei dieser Preisverleihung dieses Jahr auch nicht leer aus.
    • Außenpolitisch stand dieses Jahr im Zeichen der Proteste gegen die Machthaber. Ob nun die Opposition im Iran oder die Uiguren in China, vielerorts macht man sich Luft über den Unmut gegen die Obrigkeit. Beide male jedoch mit reichlich wenig Erfolg.
    • Die durch’s Dorf getriebene Sau des Jahres ist eindeutig die Schweinegrippe (man beachte das ach so geniale Wortspiel). Ich will gar keine neue Diskussion über Für und Wider von Impfungen lostreten oder ob es sich bei dieser Krankheit um reine Panikmache handelt oder nicht. Stattdessen freue ich mich, dass es doch nicht so schrecklich gekommen ist, wie viele befürchtet haben.
    • Abschließend noch ein bisschen Boulevard: Denn dieses Jahr stand auch im Zeichen zahlreicher verstorbener Stars und Sternchen. OK, auch bei denen ist irgendwann der letzte Tag gekommen, bloß dieses Jahr fiel’s mir irgendwie besonders auf. Allen voran Michael Jackson, aber auch Patrick Swayze, eben erst Brittany Murphy (die mir jedoch bis vor zwei Wochen überhaupt nichts sagte) oder hier zu Lande Robert Enke.

    Sodala, das war’s dann wohl für dieses Jahr. Abschließend muss ich sagen, dass 2009 ein sehr erfolgreiches Jahr für mich und turbulent für die Welt war. Die bereits letztes Jahr sichtbaren Herausforderungen konnten mehr als zufriedenstellend gemeistert werden. Mit dem heutigen Tag geht nicht nur ein Jahr sondern gleich ein ganzes Jahrzehnt zu Ende. Schnell war’s rum muss ich zugeben.

    Das kommende Jahr wird ganz bestimmt auch wieder sehr spannend: Es gilt meine Diplomarbeit abzuschließen. Anschließend steht dem Einstieg ins Berufsleben nichts mehr im Wege.

    Allen meinen Lesern wüsche ich zum Abschluss viel Erfolg im kommenden Jahr und Jahrzehnt.

  • Mein persönlicher Jahresrückblick 2008: Menschen, Bilder, Emotionen.

    Rechtzeitig am letzten Tag des Jahres 2008 wird’s wieder mal Zeit (meinen Jahresrückblick zum Jahr 2007 gibt’s hier, den zu 2006 kann man hier lesen) die vergangenen 365 Tage Revue passieren zu lassen.

    Am Anfang des Jahres hielt mich mein Programmierpraktikum in Atem. Eine „never ending story“ die wesentlich mehr Zeit in Anspruch genommen hat, als veranschlagt. Aber damit folgte ich nur der Tradition zahlreicher anderer Programmierpraktikanten. Letztendlich konnte ich dieses Projekt jedoch zu einem zufriedenstellenden Abschluss bringen. Im Endeffekt habe ich genau die (und noch viel mehr) Erfahrungen gesammelt (unter anderem C programmieren lernen), die ich sammeln wollte. So soll’s sein.

    Urlaub war dieses Jahr Mangelware. Nur im Februar ging’s wie letztes Jahr für ein paar Tage nach Hinterstoder zum Snowboarden. Das wird diese Saison leider aufgrund des (verschobenen) Lernstresses für meine Diplomprüfungen im Hauptfach nicht drin sein.

    2008 wurde es auch Zeit für einen neuen PC, denn mein altes treues Notebook zeigte mehr und mehr Alters- und Ausfallerscheinungen. Nichts desto trotz leistet es noch immer hervorragende Dienst, wenn auch nicht mehr so oft wie vor meiner digitalen Zeitenwende. Seitdem gehören wieder aktuelle Spieleblockbuster zu meiner Freizeitgestaltung. Im Moment daddel ich Dead Space, von dem’s von mir bestimmt bald einen eigenen Artikel geben wird. Der Umstieg auf einen neuen PC war für mich auch Anlass für einen Umstieg von Windows XP auf seinen Nachfolger Windows Vista sowie einer dauerhaften Installation von Ubuntu Linux auf Notebook und Desktop.

    Der Juni stand dann ganz im Zeichen der Fußball Europameisterschaft in der Schweiz und in Österreich die freizeittechnisch dieses Jahr wohl mein größtes Highlight war. Von meinen Erlebnissen während diesem sportlichen Event habe ich ja ausführlich berichtet. Deshalb muss ich das an dieser Stelle nicht mehr nachholen.

    Einen Monat darauf stand gleich des Highlight meines HiWi-Jobs an, den ich in der zweiten Jahreshälfte bestritten habe: Der Lehrstuhl meines „Chefs“ war Gastgeber einer 43-köpfigen Teilnehmergruppe der Bayerischen Forschungsstiftung und ich durfte einen nicht unwesentlichen Teil der Betreuung übernehmen.

    Zu Beginn des Schuljahres 2008/09 hat meine Karin ihr Referendariat in München angetreten, was für uns beide zu der ein oder anderen Gelegenheit führte, die Attraktionen der Stadt zu erkunden.

    Sporttechnisch bin ich dieses Jahr eigentlich ganz zufrieden mit mir. Mein Saisonziel, einen Halbmarathon zu laufen hab ich zwar nicht ganz erreicht, meine neuen Laufschuhe wurden aber trotzdem emsig genutzt. Außerdem war ich das ein oder andere mal mit’m Fahrrad unterwegs, unter anderem zum Moldaustausee. In den letzten Monaten habe ich dann (rechtzeitig zum Ende meines Studiums) den Unisport entdeckt und versuche seitdem zwei mal die Woche das Zirkeltraing (neudeutsch: circuit training) zu besuchen.

    Außerhalb des Riesinger’schen Kosmos hatte das Leben natürlich auch was zu bieten. In der ersten Jahreshälfte eher weniger, dafür umso mehr in den zweiten sechs Monaten des Jahres:

    • China stand in den vergangenen zwölf Monaten mehr denn je im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit. Nicht nur die olympischen Spiele fanden statt, die von vorausgegangenen blutigen Unruhen in Tibet und einem zum Skandal verkommenen Fackellauf begleitet wurden sondern man konnte weiterhin das stetige Aufsteigen Chinas zur Wirtschaftsmach beobachten.
    • Neben den Olympischen Spielen in Peking fand im Juni die bereits erwähnte Fußball Europameisterschaft als weiteres sportliches Großereignis statt.
    • Mehrere Naturkatastrophen suchten dieses Jahr die unterschiedlichsten Regionen der Erde heim. Ob nun das Orkantief „Emma“ hier zu Lande, der Zyklon „Nargis“ in Myanmar oder der Hurrikan „Gustav“ in den vereinigten Staaten: Alle Ereignisse verhinderten ein abflauen der im Vorjahr richtig groß aufgekommenen Debatte um den Klimawandel.
    • Zahlreiche neue Staatsoberhäuper gab’s dieses Jahr zu bewundern: Während uns aus Italien ein alter bekannter vom Chefsessel begrüßt wurde in Russland Wladimir Putin durch seinen Nachfolger und Ziehsohn Dmitri Medwedew abgelöst. Und auch der Stuhl des „mächtigsten Mann’s der Welt“ wurde neu besetzt: Mit Barack Obama wird erstmals ein Schwarzer Präsident der USA. Last but not least: In Bayern gibt es mit Horst Seehofer einen neuen Landesvater.
    • Topthema des Jahres war (und ist) aber ganz eindeutig die Weltwirtschaftskrise. Viel will ich dazu gar nicht schreiben. Meiner Meinung nach wird da von den Verantwortlichen ein ganz schöner Wirbel veranstaltet während das Gros der Bevölkerung (so bekomme ich das zumindest mit) genau das richtige tut und so gut es geht die Ruhe bewahrt. Eine gute Sache hat die Krise auf jeden Fall: Autofahren macht bei den aktuellen Benzinpreisen wieder mehr Spaß.
    • Abschließend der Rest der nationalen und internationalen Nachrichten des noch nicht ganz abgelaufenen Jahres in Schlagworten: Der menschliche Abgrund von Amstetten. Russland und Georgien führen nicht nur auf dem Schlachtfeld einen Krieg. Indiens Metropole Bombay wird Opfer von massiven terroritischen Anschlägen. Bei uns in Passau wird der Polizeitchef Manichel Opfer einer beinahe tödlichen Messerattacke. Wie 2007 befindet sich Israel wieder im Krieg; diesmal mit der Hamas im Gaza-Streifen

    Zum Schluss noch ein kurzer Ausblick ins Jahr 2009, das hat nämlich einiges zu bieten: Diplomprüfungen, Diplomarbeit und (hoffentlich) der Einstieg ins Berufsleben und damit verbunden der Ausstieg aus dem Elternhaus.

  • Mein persönlicher Jahresrückblick 2007.

    Das ist das Gute an so ’nem Blog: Will man einen persönlichen Jahresrückblick machen, liest man sich einfach durch die Einträge der vergangenen 365 Tage, pickt das wichtigste und interessanteste heraus und bastelt daraus diesen Blogeintrag. Also los geht’s:

    Von vielen Seiten hört man ja, dass das Jahr 2007 für viele eine Art Übergangsjahr war. So zwischen WM 2006 in Deutschland und EM 2008 in Österreich und in der Schweiz. Für mich privat trifft das auch irgendwie zu.

    In Sachen Karriere kann man sagen, dass es jetzt in die heiße Phase meines Studiums geht. Neben zwei Hauptseminaren (Themen: Verteilte Angriffserkennung und Content Delivery Networks) habe ich im Oktober meine Diplomprüfung im Nebenfach Medizinische Informatik abgelegt. So richtig zur Sache geht’s aber erst nächstes Jahr: Bis Mitte Februar bin ich jetzt noch mit meinem Programmierpraktikum beschäftigt. Anschließend wird für die mündlichen Diplomprüfungen gelernt und ab Oktober heißt’s dann an der Diplomarbeit werkeln.

    Wer arbeitet, der darf auch Urlaub machen. Allerdings viel der dieses Jahr etwas spärlich aus: Im März war ich zwar für ’ne Woche in Hinterstoder zum Snowboarden und nach meinem Medizindiplom stand ein Wellnesswochenende auf’m Programm, der große Sommerurlaub musste dieses Jahr allerdings ausfallen. Dafür gab’s zwei Kurztrips zuerst zu meiner Tante nach Thüringen und dann zum Party machen nach Franken.

    Zur weiteren Stressbewältigung mussten zahlreiche Serien, Computerspiele und sonstige multimediale Unterhaltung herhalten. Regelmäßig zeigt die Flimmerkiste nun 24, 4400, Desperate Housewives, Dexter, Dr. House, Heroes, Lost und Nip/Tuck, auch wenn diese Saison die Episoden eher rar gesät sind. Dafür gab’s ein paar Ausflüge in Serien meiner Kindszeit (Captain Future, Es war einmal… das Leben).
    Außerdem hab ich nun mit Command & Conquer 3: Tiberium Wars auch mein eigenes Computerspiel, das ich regelmäßig online spiele.
    Zu guter letzt hab ich mit Offenbarung 23 die Hörspiele wieder entdeckt. Dazu gibt’s zahlreiche „Die drei ???“-Nachfolger Episoden (Die Dr3i).

    Aber natürlich bin ich nicht nur vor der Flimmerkiste versauert: Nachdem ich mir im Herbst 2006 einen eineinhalbfachen Außenbandriss im linken Fuß zugezogen habe, habe ich diesen Sommer mit’m Joggen angefangen und dabei über’s Jahr gesehen doch noch über 90.000 kcal verbrannt.

    Nachdem ich mich im letzten Jahr mit allerlei technischen Utensilien eingedeckt habe gab’s dieses Jahr nur ein einziges richtiges Männerspielzeug: Einen HDTV-DVB-S-Receiver.

    Abschließend bleibt noch zu erwähnen, dass ich wohl noch nie so viel Mozzarella gegessen habe, wie dieses Jahr. Warum ich das erwähne? Nun, denn das war’s eigentlich schon mit meinem persönlichen Jahresrückblick. Zum Schluss gibt’s noch ein paar Ereignisse, die mehr Menschen als mich und meinen Freundeskreis erreicht haben.

    • Bayern hat einen neuen König, ähh Ministerpräsidenten. Edmund Stoiber, gestürzt von der Führter Landrätin musste gehen, dafür kam der Franke und Protestant Günther Beckstein.
    • Der Klimawandel tritt immer mehr in den öffentlichen Fokus, getragen durch zahlreiche extreme Wetterereignisse wie den Orkan Kyrill im Januar oder den Waldbränden in Griechenland (August) und Kalifornien (Oktober).
    • Licht und Schatten gibt’s dieses Jahr im Sport: Während die Tour de France zur Tour de Doping mutiert werden die deutschen Handballmänner (die später auch zur Mannschaft des Jahres gekürt werden) und die deutschen Fußballfrauen Weltmeister ihrer Disziplinen.
    • Ein kleines weißes Fellkneul entzückt Deutschland und die Welt: Die Knut-o-Manie bricht aus.
    • In Deutschland entbrennt die Debatte über den gläsernen Bürger, angestoßen durch die Einführung des Bundestrojaners.
    • Die gewaltsam niedergeschlagenen Proteste in Birma zeigen leider wiedermal, dass auch heute noch ein Diktator oder ein Regime tun und lassen kann, was es will, ohne wirkliche Sanktionen befürchten zu müssen.
    • Nachdem 2006 der Streik bei der Telekom die Öffentlichkeit in Atem hielt, sind dieses Jahr die Lokführer dran. Fortsetzung folgt.
  • Mein persönlicher Jahresrückblick 2006.

    Das Jahr neigt sich dem Ende zu und der Tradition vieler Medien folgend, lass auch ich das Jahr nochmal Revue passieren. Aber natürlich fällt mein Rückblick etwas persönlicher aus und beschäftigt sich weniger mit den politischen, sozialen und sportlichen Ereignissen dieses Jahres.

    Karrieremäßig, wenn man das bei mir schon so nennen kann, war’s ein überaus erfolgreiches Jahr 2006: Im März hab ich mein Informatikvordiplom in drei einzelnen Prüfungen abgelegt. Zusammen mit meinen Noten aus Medizin (Nebenfach) und Mathematik war sogar ein Vordiplom mit Auszeichnung drin. Zwar bin ich mit der Zwischenprüfung erst ein Semester später fertig geworden, als es die Regelstudienzeit vorsieht, bis jetzt hat sich das aber keinesfalls als Nachteil erwiesen. Im Gegenteil!

    Eines der Highlights, naja, nennen wir’s mal Besonderheiten, dieses Jahres war der ungewöhnliche Winter gleich zu Beginn des Jahres. Dabei dürfte es sich in der Tat um wohl einen der schneereichsten seit 200 Jahren handeln. Viel mehr Schnee hätte wohl auch nicht mehr vom Himmel fallen können. Eigentlich bin ich ja ein großer Fan des Winters und auch gegen ’ne ordentliche Ladung Schnee hab ich nichts. Aber wenn selbst die krisenerprobte Bevölkerung des Bayerischen Waldes überfordert ist und massenhaft Hausdächer zusammenbrechen, hat man schon ’n grummeliges Gefühl im Bauch. Die Schneemassen hatten dann auch zur Folge, dass die letzten Reste erst im Mai verschwunden waren. Dafür wurde dann kurzerhand der Frühling übersprungen und gleich in den Sommer gestartet…

    …Denn pünktlich zur „Weltmeisterschaft im eigenen Land“ kam zum 09.06.2006 das gute Wetter, welches uns bis Anfang August verwöhnte. Aber eigentlich will ich ja gar nicht über das Wetter sondern über die WM schreiben: Dass die bei uns stattgefunden hat, dürfte wohl niemand verschlafen haben vor lauter Fanmeilen, Kliensmännern und einem erwähnenswerten dritten Platz der deutschen Nationalkicker. Auch ich war voll dabei, zumindest als Fan. Highlight war natürlich das Halbfinale, welches ich in der Regensburger Donauarena verfolgt hab. Leider blieb uns da der Sieg verwehrt. Aber auch abseits unserer Nationalmannschaft war die WM äußerst verfolgenswert. Und ein wenig Schadenfreude beim Ausscheiden der Brasilianer konnte ich mir nicht verkneifen.
    Außerdem hat die WM auch ihren moralischen Zweck nicht verfehlt: Die eher als pessimistisch geltenden (und so ganz unbegründet ist das ja auch nicht) Deutschen sind so richtig aufgetaut. Für mich als eher optimistisch eingestellten Menschen sehr schön zu sehen.
    Auf jeden Fall wohl das Highlight dieses Jahres.

    Mir selbst hab ich dieses Jahr einiges an technischen Utensilien gegönnt: neuer Fernseher, endlich eigener MP3-Player, im 21. Jahrhundert angekommen indem ich auch endlich mobil via Handy erreichbar bin, jetzt zu Weihnachten meine Digitalkamera, der Vorverstärker für mein HiFi-System (und fast müsste ich das System selbst auch noch erwähnen, denn das gab’s erst Weihnachten 2005) und meine Monsteruniversalfernbedienung. Hört sich an nach „Mein Auto, mein Boot, mein Haus“.
    Da dürfte ich für’s erste mal ausgesorgt haben. Allerdings: So ’n neuer, schön spielefähiger neuer Rechner samt schickem 19″-LCD-Monitor für 2007, das hätte schon was.

    Ansonsten hat’s dieses Jahr noch einiges an kleinem Krimskrams geboten:
    Ich bin zu ’nem kleinen Serienjunkie mutiert. OK, das trifft wohl auf recht viele zu, aber mittlerweile hab ich recht viele Stammserien, von denen ich mir immer die englischen Episoden besorge, kurz nachdem sie zum ersten mal ausgestrahlt wurden.
    Im Zuge meines Informatikstudiums hab ich mich neben meinem Nebenfach „Medizinische Informatik“ auf mein Vertiefungsgebiet „Bild- und Signalverarbeitung“ eingeschossen, welches genau mein Ding ist, auch wenn sich nicht all zu viele Studenten dafür entscheiden.
    Natürlich muss ich auch erwähnen, dass ich im Oktober diesen Blog gestartet hab und zumindest bis jetzt hab ich fleißig in regelmäßigen Abständen neue Artikel aus den verschiedensten Bereichen verfasst.
    Auch privat/familiär hat sich einiges getan. Da ist aber dieser Blog hier wohl nicht die richtige Plattform, um das der Welt kund zu tun.

    Zum Schluss möchte ich aber doch noch ’n paar „globale“ Ereignisse nennen, die für mich das Jahr 2006 ausgemacht haben. Keine Sorge, sind nur Stichwörter. Wer mehr wissen will, schaut am besten mal bei web.de vorbei. Also:

    • Die Mohammedkarrikaturen führten zu einem Sturm der Entrüstung eines Großteils der islamischen Welt gegen Dänemark, wobei viele „Zornige“ wohl gar nicht gewusst haben dürften, wo Dänemark liegt.
    • Die Vogelgrippe hat sich nicht mit einem für den Menschen gefährlichen Influenzavirus verschmolzen. Die Pandemie blieb aus.
    • Die olympischen Winterspiele in Turin bestätigten: In sich mit ’nem Metallgefährt ’nen Eiskanal hinabstürzen ist Deutschland unschlagbar.
    • Wie Abu Ghraib vorführte, sind Kriege etwas Schmutziges und Menschen nunmal keine moralisch korrekten Maschinen. Wer hätte das gedacht.
    • Der Atomstreit mit dem Iran und Nordkorea überführte (leider) wiedermal die Weltgemeinschaft, dass sie bei weitem nicht so abschreckend und handlungsfähig ist, wie man sich das wünschen würde.
    • Der FC Bayern München wurde zur Abwechslung wiedermal deutscher Fußballmeister und -pokalsieger
    • Der Problembär Bruno versetzte die südbayerische Bevölkerung in blanke Panik.
    • Im Nahen Osten demonstrierte der offene Konflikt Israel vs. Libanon und umgekehrt, wie weit man dort von Vernunft, Kooperation und einem Springen über den eigenen Schatten entfernt ist.
    • Die vereitelten Bahnbombenanschläge in deutschen Nahverkehrszügen zeigen, wie einfach sich junge Leute manipulieren lassen, zu töten.
    • Der Fall Natascha Kampusch „schockt“ nicht nur den deutschsprachigen Raum.