Mein persönlicher Jahresrückblick 2006.

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Das Jahr neigt sich dem Ende zu und der Tradition vieler Medien folgend, lass auch ich das Jahr nochmal Revue passieren. Aber natürlich fällt mein Rückblick etwas persönlicher aus und beschäftigt sich weniger mit den politischen, sozialen und sportlichen Ereignissen dieses Jahres.

Karrieremäßig, wenn man das bei mir schon so nennen kann, war’s ein überaus erfolgreiches Jahr 2006: Im März hab ich mein Informatikvordiplom in drei einzelnen Prüfungen abgelegt. Zusammen mit meinen Noten aus Medizin (Nebenfach) und Mathematik war sogar ein Vordiplom mit Auszeichnung drin. Zwar bin ich mit der Zwischenprüfung erst ein Semester später fertig geworden, als es die Regelstudienzeit vorsieht, bis jetzt hat sich das aber keinesfalls als Nachteil erwiesen. Im Gegenteil!

Eines der Highlights, naja, nennen wir’s mal Besonderheiten, dieses Jahres war der ungewöhnliche Winter gleich zu Beginn des Jahres. Dabei dürfte es sich in der Tat um wohl einen der schneereichsten seit 200 Jahren handeln. Viel mehr Schnee hätte wohl auch nicht mehr vom Himmel fallen können. Eigentlich bin ich ja ein großer Fan des Winters und auch gegen ’ne ordentliche Ladung Schnee hab ich nichts. Aber wenn selbst die krisenerprobte Bevölkerung des Bayerischen Waldes überfordert ist und massenhaft Hausdächer zusammenbrechen, hat man schon ’n grummeliges Gefühl im Bauch. Die Schneemassen hatten dann auch zur Folge, dass die letzten Reste erst im Mai verschwunden waren. Dafür wurde dann kurzerhand der Frühling übersprungen und gleich in den Sommer gestartet…

…Denn pünktlich zur „Weltmeisterschaft im eigenen Land“ kam zum 09.06.2006 das gute Wetter, welches uns bis Anfang August verwöhnte. Aber eigentlich will ich ja gar nicht über das Wetter sondern über die WM schreiben: Dass die bei uns stattgefunden hat, dürfte wohl niemand verschlafen haben vor lauter Fanmeilen, Kliensmännern und einem erwähnenswerten dritten Platz der deutschen Nationalkicker. Auch ich war voll dabei, zumindest als Fan. Highlight war natürlich das Halbfinale, welches ich in der Regensburger Donauarena verfolgt hab. Leider blieb uns da der Sieg verwehrt. Aber auch abseits unserer Nationalmannschaft war die WM äußerst verfolgenswert. Und ein wenig Schadenfreude beim Ausscheiden der Brasilianer konnte ich mir nicht verkneifen.
Außerdem hat die WM auch ihren moralischen Zweck nicht verfehlt: Die eher als pessimistisch geltenden (und so ganz unbegründet ist das ja auch nicht) Deutschen sind so richtig aufgetaut. Für mich als eher optimistisch eingestellten Menschen sehr schön zu sehen.
Auf jeden Fall wohl das Highlight dieses Jahres.

Mir selbst hab ich dieses Jahr einiges an technischen Utensilien gegönnt: neuer Fernseher, endlich eigener MP3-Player, im 21. Jahrhundert angekommen indem ich auch endlich mobil via Handy erreichbar bin, jetzt zu Weihnachten meine Digitalkamera, der Vorverstärker für mein HiFi-System (und fast müsste ich das System selbst auch noch erwähnen, denn das gab’s erst Weihnachten 2005) und meine Monsteruniversalfernbedienung. Hört sich an nach „Mein Auto, mein Boot, mein Haus“.
Da dürfte ich für’s erste mal ausgesorgt haben. Allerdings: So ’n neuer, schön spielefähiger neuer Rechner samt schickem 19″-LCD-Monitor für 2007, das hätte schon was.

Ansonsten hat’s dieses Jahr noch einiges an kleinem Krimskrams geboten:
Ich bin zu ’nem kleinen Serienjunkie mutiert. OK, das trifft wohl auf recht viele zu, aber mittlerweile hab ich recht viele Stammserien, von denen ich mir immer die englischen Episoden besorge, kurz nachdem sie zum ersten mal ausgestrahlt wurden.
Im Zuge meines Informatikstudiums hab ich mich neben meinem Nebenfach „Medizinische Informatik“ auf mein Vertiefungsgebiet „Bild- und Signalverarbeitung“ eingeschossen, welches genau mein Ding ist, auch wenn sich nicht all zu viele Studenten dafür entscheiden.
Natürlich muss ich auch erwähnen, dass ich im Oktober diesen Blog gestartet hab und zumindest bis jetzt hab ich fleißig in regelmäßigen Abständen neue Artikel aus den verschiedensten Bereichen verfasst.
Auch privat/familiär hat sich einiges getan. Da ist aber dieser Blog hier wohl nicht die richtige Plattform, um das der Welt kund zu tun.

Zum Schluss möchte ich aber doch noch ’n paar „globale“ Ereignisse nennen, die für mich das Jahr 2006 ausgemacht haben. Keine Sorge, sind nur Stichwörter. Wer mehr wissen will, schaut am besten mal bei web.de vorbei. Also:

  • Die Mohammedkarrikaturen führten zu einem Sturm der Entrüstung eines Großteils der islamischen Welt gegen Dänemark, wobei viele „Zornige“ wohl gar nicht gewusst haben dürften, wo Dänemark liegt.
  • Die Vogelgrippe hat sich nicht mit einem für den Menschen gefährlichen Influenzavirus verschmolzen. Die Pandemie blieb aus.
  • Die olympischen Winterspiele in Turin bestätigten: In sich mit ’nem Metallgefährt ’nen Eiskanal hinabstürzen ist Deutschland unschlagbar.
  • Wie Abu Ghraib vorführte, sind Kriege etwas Schmutziges und Menschen nunmal keine moralisch korrekten Maschinen. Wer hätte das gedacht.
  • Der Atomstreit mit dem Iran und Nordkorea überführte (leider) wiedermal die Weltgemeinschaft, dass sie bei weitem nicht so abschreckend und handlungsfähig ist, wie man sich das wünschen würde.
  • Der FC Bayern München wurde zur Abwechslung wiedermal deutscher Fußballmeister und -pokalsieger
  • Der Problembär Bruno versetzte die südbayerische Bevölkerung in blanke Panik.
  • Im Nahen Osten demonstrierte der offene Konflikt Israel vs. Libanon und umgekehrt, wie weit man dort von Vernunft, Kooperation und einem Springen über den eigenen Schatten entfernt ist.
  • Die vereitelten Bahnbombenanschläge in deutschen Nahverkehrszügen zeigen, wie einfach sich junge Leute manipulieren lassen, zu töten.
  • Der Fall Natascha Kampusch „schockt“ nicht nur den deutschsprachigen Raum.

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