Von drauß‘, vom (bayerischen) Walde komm ich her, ich muss euch sagen, es wintert sehr.

OK, muss zugeben, dass sich der Winter nichtnur auf mein heimatliches Tittling beschränkt, denn in Passau sind die Dächer auch „gezuckert“, aber das ist’s mir ’nen Blogeintrag wert.

Kaum wird der Monat November auf Handydisplays und Digitaluhren angezeigt, schlägt Väterchen (Nacht-) Frost zu und beschert uns den ersten Schnee des Winters 2006/07 (Zu behaupten, das wäre der erste Schnee des Jahres, wäre wohl nicht treffend in anbetracht der Tatsache, dass der große Tittlinger Schneeberg auch Anfang Mai 2006 noch nicht komplett abgeschmolzen war, was noch nichtmal ein Jahr her ist.). Auf jeden Fall hat uns der erste Nachtfrost auch die ersten gezuckerten Landschaften gebracht. Zugegeben, von über zwei Metern Schnee wie letzten Jahr sind war noch ’n ganz schönes Stückchen entfernt, aber immerhin bleibt der Schnee schonmal bis Mittag liegen. Dabei haben die meisten Bäume noch nichtmal ihr Blattwerk zu Laubwerk verarbeitet. Ja der Ahorn am Ludwigsplatz hat noch nichtmal daran gedacht (oder wohl eher verpasst), seine Blätter zu verfärben.
Kann mir jetzt schon gut vorstellen, dass viele aufgrund der Kälte (die im Moment ja noch äußerst moderat ausfällt) wieder ’s Jammern anfangen. Der wirklich sehr lange und warme goldene Herbst hat denen wohl nicht gereicht. Da werden wohl bald wieder die Wünsche nach Weihnachten unter Palmen laut.

Kann ich irgendwie nicht verstehen denn ich mag den Winter voll gern. Das mag wohl auch daran liegen, dass ich halt im Januar geboren bin und ’s da tendentiell frostig ist. Außerdem hat der bayerische Wald auch im Winter seine äußerst schönen Zeiten. Als Freund des Wintersports kommt mir Schnee im Winter auch sehr gelegen, sofern das mein Außenbandriss im linken Sprunggelenk diese Saison zulässt. Überhaupt bin ich ein Freund der extremen Temperaturen. Konkret heißt das, dass es im Winter ruhig mal -15°C oder noch weniger haben darf. Wie heißt’s so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter sondern nur schlechte Kleidung.

Da Dom hat neulich gemeint, dass die Meteorologen einen besonders kalten Winter prognostizieren. Weiß zwar jetzt ned, ob das stimmt, aber dagegen hätt ich eigentlich nichts.

Nur ganz so viel Schnee wie im letzten Winter muss nicht wieder sein: Es ist wirklich depremierend die Einfahrt zu räumen, den Schnee auf bereits drei Meter hohe Schneeberge zu werfen nur um festzustellen, dass man gleich wieder von vorne anfangen kann, wenn man fertig ist, weil Schneewehen und Neuschnee schon wieder die Einfahrt verstopfen.

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