Schlagwort: Weltmeisterschaft

  • „Sport“ mal anders.

    Von 04. bis 07. Oktober fand in Seattle zum sechten mal das Grand Final der World Cyber Games (kurz: WCG) statt, das noch vor dem Electronic Sports World Cup (kurz: ESWC) größte und wichtigste eSport-Event der Welt, die Weltmeisterschaft der Computerspieler sozusagen.

    Bereits im März hatte ich ja geschrieben, dass mich besonders das „Command & Conquer 3: Tiberium Wars“-Turnier interessiert, da ich selbst recht gern die ein oder andere Partie im LAN oder Internet zocke. Zwar war ich am Wochenende selbst noch im Urlaub, allerdings hab ich gleich danach mal alle Ergebnisse nachgeschlagen. Und die können sich sehen lassen: Zwar hat’s nicht ganz für den Weltmeisterschaftstitel für die deutschen Vertreter in dieser Disziplin gereicht, allerdings konnte mit Silber und Bronze ein Groß der deutschen Medaille eingefahren werden. Vor allem die Silbermedaille durch Leon „Xeon“ Machens sorgte für eine positive Überraschung, da er erst durch eine Nachnominierung in den deutschen Kader nachrückte. Aber auch die Bronzemedaille durch den deutschen Topfavoriten Pascal „Dackel“ Pfefferle verdient alle Beachtung.
    Im Moment bin ich fleißig am warten, bis die Replays der Command & Conquer-Partien online gestellt werden.

    Insgesamt lief’s allerdings nicht so gut für das deutsche Team, das diesmal in der Nationenwertung nur Fünfter wurde, das schlechteste Ergebnis bisher bei einer WCG. Zwar sorgte wie fast jedes Jahr mit Daniel „SK_hero“ Schellhase einer der beiden Schellhase-Zwillinge für eine Goldmedaille in FIFA ’07 und Christoph „Mondragon“ Semke sorgte mit seiner Bronzemedaille in „Starcraft: Brood War“ für eine kleine Sensation, allerdings reichte dies nicht, um am Gesamtsieger USA, dem Überraschungsland Brasilien oder der eSport-Nation schlechthin, Südkorea, vorbei zu ziehen.
    Jedoch muss man auch sagen, dass Spiele wie „Tony Hawk’s Project 8“, „Gear of War“ oder „Carom3D“, in denen beispielsweise die USA ein Groß ihrer Medaillen errangen, jetzt nicht gerade klassische eSport-Titel sind und dass ein Sieg in ihnen wohl auch nicht so bemerkenswert wie einer in „CounterStrike“ oder „Warcraft 3“ ist.

    Nächstes mal kommt das Grand Final der WCG übrigens nach Köln, der Hauptstadt des deutschen eSport und damit das erste mal nach Deutschland. Ich denk zwar nicht, dass ich da hochfahren werde, obwohl’s mich stark interessiert, aber vielleicht tritt somit der eSport in Deutschland in der breiten Öffentlichkeit in ein positiveres Licht.

    Kleine Notiz am Rande: Auch die Süddeutsche Zeitung befasst sich mit den World Cyber Games, natürlich eher aus der Sicht von Nicht-Computerspielern.

    Nachtrag I:
    Zwar sind auf der offiziellen Homepage der WCG immer noch keine Replays des Turniers aufgetaucht, allerdings findet man mittlerweile auf den Seiten von GameReplays.org für Tiberium Wars das Halbfinale von Dackel gegen Apollo, das Spiel um Platz drei und das Finale.

    Nachtrag II:
    Mittlerweile gibt’s auch auf der offiziellen Website der World Cyber Games die Replays. Neben allen Spielen von „Command & Conquer 3: Tiberium Wars“ findet man auch die Aufzeichnungen zu „Age of Empires 3: The War Chiefs“, „Carom3D“, „StarCraft: Brood War“ und „WarCraft 3: The frozen Throne“.

  • AoE3 und C&C3 auf der WCG.

    Der eSport hat ja mittlerweile viele nationale und internationale Ligen hervor gebracht. Einig kann man sich jedoch sein, dass die jährlich statt findenden World Cyber Games praktisch die Weltmeisterschaft der elektronischen Daddler ist. Zwar sind die Spiele meiner Meinung nach nicht 100% repräsentativ (nur ein einziger Ego-Shooter ist vertreten, wobei es mit ConterStrike, UnrealTournament und Quake eigentlich drei namhafte Vertreter gibt), aber einer richtigen Weltmeisterschaft kommt die WCG meiner Meinung nach schon recht nahe.

    In der Vergangenheit schnitten deutsche Teams bei den WCG gar nicht mal so schlecht ab, vor allem mit dem Hintergrund, dass Computerspieler hier zu Lande eher als Gefahr für die nationale Sicherheit gesehen werden als dass man sie als Wettstreiter sieht.

    Vor ein paar Tagen nun wurden die Disziplinen für die diesjährige WCG bekannt gegeben, deren Finalspiele vom 03. bis zum 07. Oktober 2007 in Seattle statt finden. Positiv überrascht hat mich, dass sowohl „Age of Empires 3: The War Chiefs“ als auch „Command & Conquer 3: Tiberium Wars“ auf der Liste der aus zu tragenden Turniere auftauchen. Damit bekommen die Strategiespiele zwar ’nen leichten Überhänger („StarCraft: BroodWar“ und „WarCraft3: The frozen Throne“ sind auch wieder vertreten), aber das finde ich nicht wirklich schlecht.

    Dank ‚m Tom spiel ich selbst recht viel AoE3, auch wenn ich dafür wohl nicht wirklich gut bin und die vor kurzem erschienene Demo zu C&C3 lässt multiplayertechnisch einiges hoffen. Mir hat sie auf jeden Fall äußerst gut gefallen, auch wenn ich bisher nur gegen den Computer und noch gegen keinen menschlichen Spieler gespielt habe.

    Auf jeden Fall freu ich mich schon auf die paar Tage im Oktober, an denen die WCG Finalspiele statt finden und drück natürlich unseren teutonischen Landsleuten die Daumen.

  • Deutschland, ein Wintermärchen.

    Was unsere Fußballer im vergangenen Sommer leider nicht erreicht haben, ist unseren Handballern gestern nach 29 Jahren wiedermal gelungen: Der Gewinn der Weltmeisterschaft.

    Zwar lief das Ganze nicht mit so großem medialen Interesse ab, spannend war’s aber allemal. Ich selbst bin leider nur dazu gekommen, mir das Finale gestern live anzusehen denn alle anderen wichtigen Spiele unserer Nationalwerfer- und blocker kollidierten leider bei mir mit der Uni. Dafür hab ich die Ergebnisse immer brav im Internet nachgeschlagen und die Freude über den Einzug ins Finale war deswegen nicht weniger groß.

    Das Finale gestern war dann über weite Strecken ’ne recht klare Sache: Kein einziges mal im Rückstand, zeitweise sieben Tore Vorsprung, das sind schon recht eindeutige Fakten.
    OK, man muss sagen, dass die Polen nicht gerade vom Glück verfolgt waren (zahlreiche Latten- und Pfostentreffer, (wiedermal) überragende deutsche Torwartleistung). Trotzdem hätte ich mir ein ein wenig spannenderes Finale gewünscht, vor allem nach dem Krimi im Halbfinale gegen Frankreich. Bis auf die Mitte der zweiten Halbzeit war die Sache aber recht klar und das Endergebnis von 29:25 spricht für sich.

    Trotzdem ist die Freude groß. Gratulation an die deutsche (Handball-) Nationalmannschaft. Ihr habt’s euch verdient. Wir sind Weltmeister.

  • Mein persönlicher Jahresrückblick 2006.

    Das Jahr neigt sich dem Ende zu und der Tradition vieler Medien folgend, lass auch ich das Jahr nochmal Revue passieren. Aber natürlich fällt mein Rückblick etwas persönlicher aus und beschäftigt sich weniger mit den politischen, sozialen und sportlichen Ereignissen dieses Jahres.

    Karrieremäßig, wenn man das bei mir schon so nennen kann, war’s ein überaus erfolgreiches Jahr 2006: Im März hab ich mein Informatikvordiplom in drei einzelnen Prüfungen abgelegt. Zusammen mit meinen Noten aus Medizin (Nebenfach) und Mathematik war sogar ein Vordiplom mit Auszeichnung drin. Zwar bin ich mit der Zwischenprüfung erst ein Semester später fertig geworden, als es die Regelstudienzeit vorsieht, bis jetzt hat sich das aber keinesfalls als Nachteil erwiesen. Im Gegenteil!

    Eines der Highlights, naja, nennen wir’s mal Besonderheiten, dieses Jahres war der ungewöhnliche Winter gleich zu Beginn des Jahres. Dabei dürfte es sich in der Tat um wohl einen der schneereichsten seit 200 Jahren handeln. Viel mehr Schnee hätte wohl auch nicht mehr vom Himmel fallen können. Eigentlich bin ich ja ein großer Fan des Winters und auch gegen ’ne ordentliche Ladung Schnee hab ich nichts. Aber wenn selbst die krisenerprobte Bevölkerung des Bayerischen Waldes überfordert ist und massenhaft Hausdächer zusammenbrechen, hat man schon ’n grummeliges Gefühl im Bauch. Die Schneemassen hatten dann auch zur Folge, dass die letzten Reste erst im Mai verschwunden waren. Dafür wurde dann kurzerhand der Frühling übersprungen und gleich in den Sommer gestartet…

    …Denn pünktlich zur „Weltmeisterschaft im eigenen Land“ kam zum 09.06.2006 das gute Wetter, welches uns bis Anfang August verwöhnte. Aber eigentlich will ich ja gar nicht über das Wetter sondern über die WM schreiben: Dass die bei uns stattgefunden hat, dürfte wohl niemand verschlafen haben vor lauter Fanmeilen, Kliensmännern und einem erwähnenswerten dritten Platz der deutschen Nationalkicker. Auch ich war voll dabei, zumindest als Fan. Highlight war natürlich das Halbfinale, welches ich in der Regensburger Donauarena verfolgt hab. Leider blieb uns da der Sieg verwehrt. Aber auch abseits unserer Nationalmannschaft war die WM äußerst verfolgenswert. Und ein wenig Schadenfreude beim Ausscheiden der Brasilianer konnte ich mir nicht verkneifen.
    Außerdem hat die WM auch ihren moralischen Zweck nicht verfehlt: Die eher als pessimistisch geltenden (und so ganz unbegründet ist das ja auch nicht) Deutschen sind so richtig aufgetaut. Für mich als eher optimistisch eingestellten Menschen sehr schön zu sehen.
    Auf jeden Fall wohl das Highlight dieses Jahres.

    Mir selbst hab ich dieses Jahr einiges an technischen Utensilien gegönnt: neuer Fernseher, endlich eigener MP3-Player, im 21. Jahrhundert angekommen indem ich auch endlich mobil via Handy erreichbar bin, jetzt zu Weihnachten meine Digitalkamera, der Vorverstärker für mein HiFi-System (und fast müsste ich das System selbst auch noch erwähnen, denn das gab’s erst Weihnachten 2005) und meine Monsteruniversalfernbedienung. Hört sich an nach „Mein Auto, mein Boot, mein Haus“.
    Da dürfte ich für’s erste mal ausgesorgt haben. Allerdings: So ’n neuer, schön spielefähiger neuer Rechner samt schickem 19″-LCD-Monitor für 2007, das hätte schon was.

    Ansonsten hat’s dieses Jahr noch einiges an kleinem Krimskrams geboten:
    Ich bin zu ’nem kleinen Serienjunkie mutiert. OK, das trifft wohl auf recht viele zu, aber mittlerweile hab ich recht viele Stammserien, von denen ich mir immer die englischen Episoden besorge, kurz nachdem sie zum ersten mal ausgestrahlt wurden.
    Im Zuge meines Informatikstudiums hab ich mich neben meinem Nebenfach „Medizinische Informatik“ auf mein Vertiefungsgebiet „Bild- und Signalverarbeitung“ eingeschossen, welches genau mein Ding ist, auch wenn sich nicht all zu viele Studenten dafür entscheiden.
    Natürlich muss ich auch erwähnen, dass ich im Oktober diesen Blog gestartet hab und zumindest bis jetzt hab ich fleißig in regelmäßigen Abständen neue Artikel aus den verschiedensten Bereichen verfasst.
    Auch privat/familiär hat sich einiges getan. Da ist aber dieser Blog hier wohl nicht die richtige Plattform, um das der Welt kund zu tun.

    Zum Schluss möchte ich aber doch noch ’n paar „globale“ Ereignisse nennen, die für mich das Jahr 2006 ausgemacht haben. Keine Sorge, sind nur Stichwörter. Wer mehr wissen will, schaut am besten mal bei web.de vorbei. Also:

    • Die Mohammedkarrikaturen führten zu einem Sturm der Entrüstung eines Großteils der islamischen Welt gegen Dänemark, wobei viele „Zornige“ wohl gar nicht gewusst haben dürften, wo Dänemark liegt.
    • Die Vogelgrippe hat sich nicht mit einem für den Menschen gefährlichen Influenzavirus verschmolzen. Die Pandemie blieb aus.
    • Die olympischen Winterspiele in Turin bestätigten: In sich mit ’nem Metallgefährt ’nen Eiskanal hinabstürzen ist Deutschland unschlagbar.
    • Wie Abu Ghraib vorführte, sind Kriege etwas Schmutziges und Menschen nunmal keine moralisch korrekten Maschinen. Wer hätte das gedacht.
    • Der Atomstreit mit dem Iran und Nordkorea überführte (leider) wiedermal die Weltgemeinschaft, dass sie bei weitem nicht so abschreckend und handlungsfähig ist, wie man sich das wünschen würde.
    • Der FC Bayern München wurde zur Abwechslung wiedermal deutscher Fußballmeister und -pokalsieger
    • Der Problembär Bruno versetzte die südbayerische Bevölkerung in blanke Panik.
    • Im Nahen Osten demonstrierte der offene Konflikt Israel vs. Libanon und umgekehrt, wie weit man dort von Vernunft, Kooperation und einem Springen über den eigenen Schatten entfernt ist.
    • Die vereitelten Bahnbombenanschläge in deutschen Nahverkehrszügen zeigen, wie einfach sich junge Leute manipulieren lassen, zu töten.
    • Der Fall Natascha Kampusch „schockt“ nicht nur den deutschsprachigen Raum.