Kategorie: Serien/Filme/Musik/Spiele

Dies ist der Platz für Serien-, Film-, Musik- und Spielekritiken. Kurz: Alles aus dem Bereich Popkultur.

  • Willkommen in der Zone.

    Stalker.Seit ein paar Wochen hab ich ja jetzt ’nen neuen PC. Gelegenheit also, die PC-Spiel Blockbuster der letzten Jahre nachzuspielen. Letztes Wochenende habe ich „Stalker: Shadow of Chernobyl“ durchgespielt. Gelegenheit, etwas über das Spiel zu resümieren.

    Über die Story will ich nicht all zu viele Worte verlieren, die sollte ohnehin hinlänglich bekannt sein: 20 Jahre nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl ereignet sich an gleicher Stelle ein weiterer Vorfall, in dessen Folge im ganzen Gebiet um den Unglücksreaktor, die sogenannte Zone, Anomalien auftreten, allerlei mutiertes Getier umherstreunt und diverse Artefakte Jäger, die sogenannten Stalker, auf den Plan rufen.

    In die Rolle eines solchen Stalkers schlüpft man selbst und kann ziemlich frei ein großes Areal der Zone erkunden. Da ich recht lange keinen aktuellen Spiele-PC hatte, war Stalker so ziemlich das erste Spiel für mich, das mir solche Freiheiten bot, auch wenn es ganz bestimmt nicht das erste Spiel ist, das ein solches Feature bietet. Jedoch wird das Spiel im letzten Drittel, wenn man den Reaktor ansteuert, wieder ziemlich linear, was sich aber wohl in Anbetracht der Story des Spiels nicht ganz vermeiden lässt.

    Zuvor kann man in der Zone diverse mehr oder weniger kreative Aufträge von allerlei NPCs annehmen. Überhaupt lebt das Spiel von den NPCs, die massig in der Welt von Stalker rumlaufen und das Spiel sehr lebendig machen. Das gibt einem ständig das Gefühl, nicht allein zu sein, auch wenn man natürlich die meiste Zeit allein kämpft.

    Grafisch ist das Spiel nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit, was nach dem Release des Titels noch anders war, nachdem der Titel mehrmals verschoben wurde. Neben der tollen Wettersimulation wissen vor allem die Innenlevels (naja, wohl eher unter-der-Erde-Levels) zu überzeugen. Mit allerlei Shadern erzeugt das Spiel eine derart beklemmende Stimmung, dass man schon Angst bekommt, überhaupt in den Untergrund hinab zu steigen.

    Überhaupt erzeugt das Spiel eine richtig gute Atmosphäre: Seien das jetzt die düsteren Innenlevels, das weitläufige Areal der Zone, in der man meistens unterwegs ist, die verlassene und verkommene Stadt Pripyat, der mutierte rote Wald oder die rivalisierenden Stalker-Fraktionen. Besonders gut hat mir der Vormarsch auf den Hirnschmalzer gefallen, einer Sicherheitseinrichtung, die mittels Psi-Kräfte verhindern soll, dass Personen weiter in die Zone vordringen können. Dank einer Spezialapparatur kann man sich dem Hirnschmelzer zwar annähern, diese verhindert aber nicht diverse Psi-Erscheinungen wie Visionen von gefährlichen Feinden oder eine äußerst stimmungsvolle Hintergrundmusik. Gleichzeitig muss man sich auch noch gegen zahlreiche Elitekämpfer behaupten.

    Weniger gut gefallen hat mir, dass es kein Schnelltransportsystem in Stalker gibt. Will man viele Aufträge ausführen, ist man die meiste Zeit durch die immer selben Areale zu Fuß unterwegs. Zum Schluss lagen bei mir im Wildgebiet bestimmt 300 Banditen tot rum, da es der einzige Weg zu zahlreichen Aufträgen war.

    Dafür wissen die sieben unterschiedlichen Enden zu überzeugen, denn je nachdem, wie man sich im Spiel mit seinen Freiheiten verhalten hat, sieht die Abschlussequenz anders aus. Vor allem das Ende mit dem Geheimnis der Monolithen und der abschließenden „Jagd nach Strelok“ ist spielenswert, da man so noch zusätzliche Zeit direkt beim Reaktor verbringt und das tolle Leveldesign bewundern darf.

    Fazit: Zwar nicht mehr ganz neu, dafür fesselnd und absolut spielenswert. Ich freu‘ mich schon auf das Add-On „Clear Sky“, das im August erscheinen soll.

  • Der Serienjunkie empfiehlt…

    Bis in die Spitzen.Heute möchte ich meiner Leserschaft eine weitere Serie empfehlen. Gestolpert bin ich über sie beim Durchstöbern von diversen Kritiken, die allesamt gut bis exzellent ausgefallen sind. Und da die Serie schon nach 13 Folgen aufgrund mangelnden Zuschauerinteresses abgesetzt wurde, war mir klar, dass sie mal einen Blick wert ist. Schließlich ist dieses Argument im Zeitalter von Reality-, Casting- und Dokushows eher ein Qualitäts- als abwertendes Kriterium, verspricht es doch mal ’ne Serie mit etwas mehr Tiefgang. Von welchem TV-Event ich spreche? Von „Bis in die Spitzen“.

    Die Grundhandlung ist schnell erzählt: Der Weiberheld Finn kehrt nach Berlin zurück um sich seine Flamme und einzig wahre Liebe aus Jugendzeiten unter den Nagel zu reißen. Die ist mittlerweile erfolgreiche Unternehmerin und glücklich verheiratet, verfällt aber trotzdem Finns Charme. Die Story an sich ist jetzt vielleicht nicht die neueste und innovativste, aber die Umsetzung und vor allem die schauspielerische Leistung ist überragend, von der bedrückenden Atmosphäre gar nicht zu sprechen.

    Zahlreiche Nebencharaktere sorgen für tolle Sidestories abseits vom Hauptplot. Das bietet viel Potential für abwechslungsreiche Unterhaltung. Weiterer Pluspunkt der Serie ist, dass immer was weitergeht. Da wird nicht die halbe Staffel gewartet, bis mal ein schmutziges Geheimnis an die Oberfläche kommt. Außerdem verhalten sich alle Rollen sehr authentisch, abseits von übertriebenen Gefühlsgedusel oder Verhalten à la „Zwei bei Kallwass“.

    Dass die Serie in Deutschland gefloppt ist, kann ich mir gut denken, denn man muss viel „zwischen den Zeilen lesen“ und viele interessante Aspekte werden nur angedeutet, oft aber nicht explizit erwähnt. Das macht die Serie äußerst vielschichtig und führt dazu, dass in wenigen Episoden sehr viele äußerst komplexe Personen eingeführt werden.

    Mit ihren 13 Episoden fällt die Serie recht kurz aus, weshalb sich jeder Serienjunkie ruhig mal ein Bild von ihr machen sollte. Bereuen dürften’s wohl die wenigsten. Zwar basiert „Bis in die Spitzen“ auf einer BBC-Serien, nichts desto trotz mal eine äußerst erfreulichen deutsche Fernsehproduktion.

  • Vielleicht fressen Koyoten keine Mexikaner.

    No Country for old Men.Da da Hagi nach langer Zeit wieder mal hier in Passau war, war’s mir eigentlich relativ egal, welchen Film wir uns ansahen, als da Johannes am Dienstag vorschlug, wir könnten doch ins Kino schau’n. Denn normalerweise wäre „No Country for old Men“ nix für mich gewesen. Zumindest glaubte ich das. Da aber da Johannes seit langer Zeit wieder mal in Passau war und der Film nur 4,50€ kostete, brauchte es nicht viel Überredungskunst, mich in den Film zu bringen. Immerhin hat der Streifen vier Oscars abgeräumt, unter anderem den für den besten Film.

    Und ich hab’s nicht bereut mitzukommen. OK, der Soundtrack des Films ist jetzt nicht gerade der beste aller Zeiten (kurz gesagt, es gibt wohl auch gar keinen) und all zu laut durfte man auch nicht mit seiner Chipstüte rascheln, denn das bekam bei der Stille, die meistens im Film vorherrschte, jeder im Kino mit. Dafür schaffte es der Film ohne jeglichen Schnickschnack wie CGI-Effekte, bombastischen Explosionen oder eben epischer Musikuntermalung eine hervorragende Atmosphäre aufzubauen. Obwohl nicht viel Aktion im Film vorkommt sind zumindest die ersten beiden Drittel extrem spannend und Javier Bardem als Serienkiller Anton Chigurh hat seinen Oskar für die besten männliche Nebenrolle mehr als verdient, schon allein wegen seiner 70er Fönfrisur. Allerdings flacht der Film zum Schluss etwas ab: Nach Llewelyn’s Tod, über dessen Flucht mit gestohlenem Drogengeld der Film erzählt, der etwas zu unspektakulär ausfällt, fällt die Spannungsstütze Nummer Eins im Film weg und die letzte halbe Stunde plätschert der Film dann leider etwas dahin.

    Nichts desto trotz eine klare Empfehlung auch an diejenigen (wie mich), die eher das actiongeladene Jerry Bruckheimer Kino bevorzugen. Die Atmosphäre des Films ist überragend und (ohne Ausnahme) jede Figur im Film kommt so real rüber, dass man’s mit der Angst bekommt.

  • Es war einmal: „Es war einmal… das Leben“.

    Es ist doch immer wieder schön, wenn man dank digitalem Zeitalter auf all die multimediale Unterhaltung zurück greifen kann, die man sich in seiner Kindheit zu Gemüte geführt hat. Und nach einer kleinen Anregung vom Corny hab ich mir gedacht, ich könnte mir mal wieder ein paar Folgen von „Es war einmal… das Leben“ reinziehen. Kennt ihr die noch: Drei rote Blutkörperchen auf der Wanderschaft durch den menschlichen Körper? Und währenddessen bekommt der Zuschauer allerlei Infos über die besuchten Organsysteme. Das macht die Serie wohl zur (inoffiziellen) pädagogischen Grundlage eines jeden Mediziners, der in diesem Jahrtausend zum studieren angefangen hat und allen anderen *gg*.

    Allerdings war das Wiedersehen zuerst etwas ernüchternd: So wurden mir die Funktionsweise des menschlichen Körpers erstmals beigebracht? Naja, das Ganze ist natürlich schon auf Kinder getrimmt, sprich, der Spiel- und Herumtollfaktor der Protagonisten ist relativ hoch. Aber an ein paar Stellen wag‘ ich doch sehr zu bezweifeln, dass Kinder verstehen, was da so gezeigt wird (zum Beispiel bei der Zellteilung). Und meine Karin bestätigt mich dabei. Und sie muss ’s ja schließlich wissen. Darüber hinaus drückt sich auch diese Serie geschickt um das Thema, wie denn nun das weibliche Geschlecht schwanger wird *gg*.

    Naja, aber unter’m Strich kann man wirklich recht viel spielerisch lernen. Wo gibt’s sowas heute noch für Kinder. Ansonsten gibt es noch 80er-Sprüche von der Marke „Saltos machen Spaß, da geben wir richtig Gas“ am laufenden Band und ein paar Leute haben sich da wirklich mal Mühe beim Zeichnen gegeben. Zu guter letzt ist auch noch der Nostalgiefaktor zu erwähnen, der natürlich enorm ist. Deswegen hab ich mir „Es war einmal… das Leben“ wieder angesehen.

  • Das war’s dann auch schon wieder: 4400 – Die Rückkehrer.

    4400: Die Rückkehrer.

    Erst letzten Sommer, in den Semesterferien, hatte ich angefangen, mir „4400: Die Rückkehrer“ anzusehen. Leider hat nun aber der Heimatsender von 4400, USA Network, nach diversen Vorzeichen die Serie nach der vierten Staffel abgesetzt.

    Das bittere daran: Die vierte Staffel endet mit einem Cliffhanger, auf den die ganze vierte Staffel hingearbeitet hat. Mehr noch: Eigentlich dient die vierte Staffel nur als Vorbereitung für die fünfte. Der Stil von 4400 in der vierten Staffel mit all seinen religiösen Elementen unterscheidet sich doch recht stark von dem der ersten drei Staffeln. In denen geht’s eigentlich mehr darum, erstmal Charaktere aufzubauen und zu zeigen, welche sozialen Folgen das Auftreten der 4400 hat. Außerdem wird das 4400 Universum aufgebaut und erste grundlegende Fragen beantwortet wie zum Beispiel die 4400 ihre Fähigkeiten erlangt haben. Ich hätte schon noch gerne gesehen, ob Tom nun wirklich das Promizin nimmt und wie es mit der Prophezeiung weitergeht. Nun gibt es weder eine fünfte Staffel, noch einen abschließenden Spielfilm, ja nicht mal eine abschließende (Doppel-) Folge.

    Wie gut 4400 war sieht man daran, dass ganz ganz viele Storyelemente in der Serie Heroes übernommen wurden, die im Moment, wenn sie nicht gerade dem Drehbuchautorenstreik zum Opfer fällt, äußerst erfolgreich ist. Praktisch alle Konflikte, die die Charaktere in Heroes mit ihren Fähigkeiten haben und die Fähigkeiten selbst kommen bereits bei 4400 vor.

    Dass die vierte Staffel der Serie noch auf deutsch auf ProSieben läuft ist indes eher unwahrscheinlich, nachdem zuletzt die Ausstrahlung der dritten Staffel aufgrund zu geringem Interesse (und einer falschen Sendestrategie seitens des Senders) vorzeitig abgebrochen wurde. Aber zum Glück gibt’s ja noch Premiere.

    Aber alles von der guten Seite sehen: Vielleicht kommt dann in absehbarer Zeit eine preiswerte DVD-Box mit allen Episoden der Serie raus. Sind ja gerade mal 45 Stück. Das wär dann schon was für mich, vor allem, weil die Episoden nur auf der DVD im Originalformat 16:9 gezeigt werden und nicht so wie bei ihrer Erstausstrahlung auf USA Network in 4:3.

  • Kaum sind die neuen Serienstaffeln da, sind sie auch schon wieder weg.

    Eigentlich sollte das hier ja mein Blogeintrag zum Start der diesjährigen Seriensaison werden. „Dank“ des Drehbuchautorenstreiks in Hollywood jedoch kann ich auch gleich mal mein Resumé zu den meisten Serien, die diesen Winter laufen/liefen, abgeben.

    Ganz allgemein kann man sagen, dass dieser Serienwinter qualitativ ein richtig guter ist: Alle Serien können das hohe Niveau der letzten Staffel halten (zum Beispiel Heroes), es sogar übertreffen (wie Dexter) oder einen temporären Durchhänger gut überwinden (bestes Beispiel ist da Nip/Tuck).

    Allerdings sind gleich zwei meiner Lieblingsserien Opfer des schon eingangs erwähnten Drehbuchautorenstreiks geworden, nämlich Desperate Housewives und Dexter. Bei beiden Serien merkt man voll, dass in den erschienenen Folgen zahlreiche Handlungsstränge aufgebaut wurden, die jedoch mit dem unfreiwilligen Ende der Staffel abrupt zunichte gemacht wurden (beziehungsweise werden mussten). Zwar hat man es geschafft, das vorzeitige Staffelende halbwegs vernünftig mit den ohnehin geplanten Folgen zusammen fallen zu lassen, ein gewisses „Abhacken“ ist aber trotzdem voll zu spüren. Sehr schade, denn die aufgebauten Handlungsstränge in beiden Serien hatten sehr sehr viel Potential. Aber nun zu den Serien im Einzelnen:

    Dexter.Die beste Serienstaffel dieses Winters ist meiner Meinung nach die zweite Staffel von Dexter. Das soll nicht heißen, dass die zahlreichen anderen Serien, die ich mir anschau‘ diesen Winter nicht gut sind, aber Dexter sticht nochmal positiv heraus.
    Obwohl die Episoden mit über 50 Minuten Spielzeit immer etwas Überlänge haben war diese Staffel so dermaßen kurzweilig, dass ich es wie bei keiner anderen Serie nicht mehr erwarten konnte, bis die nächste Episode ausgestrahlt wird. Soo oft stand man kurz vor dem Punkt an dem man sagte, dass das dunkle Geheimnis von Dexter jetzt einfach auffliegen muss. Eine richtig richtig spannende Krimiserie.
    Da kam es mir ganz recht, dass ich an die zwölfte und letzte Episode der Staffel frühzeitig ran gekommen bin, in der sich sehr viel in Wohlgefallen auflöst aber ohne, dass dies künstlich wirkt. Nur dass Sgt. Doakes stirbt, find‘ ich etwas schade. Den mochte ich recht gern, weil er irgendwie, vor allem in dieser Staffel, der Antiheld im Vergleich zu Dexter war, der für sich selbst ja eigentlich schon irgendwie ein Antiheld ist. Aber zum Glück starb Doakes nicht durch die Klinge Dexter’s.

    Desperate Housewives.Eine Serie, die ich erst seit letztem Sommer schaue ist Desperate Housewives. Naja, eigentlich ist das ja mehr die Serie von meiner Meerjungfrau, aber da es sich bei Desperate Housewives um leichte, schön beschwingte und seichte Handlung handelt, eigenet sie sich sehr schön zum Abschalten.
    Auch in der vierten Staffel wurden viele verstrickte Fäden von Verschwörung und Geheimnistuerei gesponnen, die jedoch abrupt durchschnitten wurden, denn nach gerade einmal neun Episoden fiel Desperate Housewives dem Drehbuchautorenstreik zum Opfer. Das tat der Serie gar nicht gut, denn viel war in den ersten neun Episoden eigentlich nicht passiert. Dafür gibt’s am Ende nochmal ’ne richtig spektakuläre Folge und ’nen richtig tollen Cliffhanger.

    Heroes.So richtig hart vom Drehbuchautorenstreik getroffen wurde auch Heroes. Gerade bei einer Serie mit so vielen Charakteren ist es wichtig, dass so eine Staffel gut durchdacht ist was natürlich nichts nutzt, wenn die Season nach gerade einmal elf Episoden vorzeitig abgebrochen wird.
    Viele haben geschimpft, dass sie es lieber gehabt hätten, wenn sich die Story an den bisher bekannten Charakteren weiter entwickelt anstatt eine Vielzahl neuer Personen und Fähigkeiten einzuführen. Mir gefiel das jedoch recht gut weil ich finde, dass die neuen Charaktere gut in die bisher bestehenden Handlungen eingebaut wurden. Außer vielleicht die Sache mit Caitlin. Aber das ist ja auch ’ne Sache, die mit Peter zu tun hat und den ich ohnehin nicht so gern mag. Dafür war der Handlungsstrang von Hiro wiedermal grandios.

    Nip/Tuck.It’s back: Nip/Tuck. Nach einer eher durchwachsenen viertel Staffel letzten Winter tut der Locationwechsel nach Los Angeles der Serie richtig gut. Und das Beste: Da Pruduzent und Drehbuchautor bei Nip/Tuck die selbe Person sind, braucht man ein unvorhergesehenes Ende der Staffel nicht befürchten, die diesmal ohnehin mit fast doppelt so vielen Episoden wie sonst aufwartet.
    Viele neue Aspekte fließen in die Staffel ein, was natürlich aufgrund der neuen Location in Hollywood ein Must ist. Dies gewürzt mit typischen Nip/Tuck-Tugenden wie Sex, Skandale, Provokation, Verführung und Christian Troy ergibt äußerst unterhaltsame und amüsante 45 Minuten. Nur die Patienten kommen meiner Meinung nach wieder etwas zu kurz, was der Serie in den ersten beiden Episoden viel Charme gab. Aber das hab ich ja auch schon bei den letzten Staffeln bemängelt.
    Bis Januar und dem Start von 24 ist Nip/Tuck jetzt die einzige englischsprachige Serie, die bei mir im Terminkalender steht.

    Dr. House.Ein bisschen aus der Reihe tanzt die Serie Dr. House. Denn hier sehe ich im Moment erst die im deutschsprachigen Raum ausgestrahlte dritte Staffel anstatt der in den USA laufenden vierten. Das hängt damit zusammen, dass ich ja aufgrund meines Nebenfachs ein wenig Ahnung von Medizin hab und deswegen auch den Krankengeschichten folgen will, was mir in der englischen Version beim besten Willen nicht gelingt. Zwar hab ich gehört, dass die vierte Staffel wieder grandios sein soll, für mich gibt’s die dann aber aller Voraussicht nach erst nächstes Jahr zu sehen.
    Auch die dritte Staffel ist ähnlich den ersten beiden Staffeln aufgebaut: In der ersten Hälfte gibt es eine mehrere Episoden überspannende Nebengeschichte, während es bei der zweiten Hälfte eigentlich egal ist, in welcher Reihenfolge man die Folgen sieht. Das ist wohl auch der Grund, warum es keinen Satz „previously on House“ gibt. Diesmal wird die Vicodin-Sucht von Greg House beleuchtet, genauer gesagt, wie er mit ihr und dem Gesetz in Konflikt gerät. Natürlich geht’s dabei wiedermal um die Prinzipientreue und Dickköpfigkeit von House. Aber ich will hier nicht zu viel verraten. Dafür hat man die damalige echte Verlobung der Schauspieler von Cameron und Chase für eine kleine Liebesgeschichte in der Serie verwendet.
    Es sind ja nur noch wenige Episoden der dritten Staffel, die mir jetzt noch fehlen und ich muss sagen, dass sie das Niveau der ersten beiden Staffeln meiner Meinung nach halten kann. Also freu ich mich schon riesig auf die vierte, in der’s ja einige personelle Änderungen gibt.

    Bleibt nur zu hoffen, dass die beiden von mir favorisierten Serien, die erst nächstes Jahr anlaufen (24 soll im Januar kommen, Lost sogar erst im Februar), nicht so stark vom Drehbuchautorenstreik betroffen sind wie Desperate Housewives und Heroes. Außerdem dürfte es im Sommer wohl eine fünfte Staffel 4400 geben. Genügend Handlung wär ja vorhanden.

    Von vielen Seiten hab ich schon gehört, dass es zahlreiche Bestrebungen gibt, die geplanten Inhalte der dem Streik zum Opfer gefallenen Serien doch noch an den Mann, als an’s Fernsehpublikum zu bringen. Allerdings weiß ich da nichts näheres. Wer sich da im Moment besser auskennt als ich, kann ja ’nen Kommentar verfassen.

  • Hi, ich bin Christoph und ich bin süchtig.

    Logo von Command & Conquer 3: Tiberium Wars.

    Naja, ganz so schlimm ist’s nicht aber als große Leidenschaft (zumindest im Moment) kann man’s schon bezeichnen.

    Die Rede ist von Command & Conquer 3: Tiberium Wars. Nun hab ich ja schon ein paar mal hier in meinem Blog über dieses Spiel berichtet, z.B. im Zusammenhang mit der WCG und dabei auch erwähnt, dass auch ich des öfteren die ein oder andere Multiplayerpartie zocke. Darüber hinaus interessiere ich mich auch recht stark für die Command & Conquer 3 eSport Szene, besonders in der ESL.

    Was liegt da also näher, als selbst auch ein bisschen online gegen Gleichgesinnte zu zocken. Bisher habe ich Command & Conquer 3 nur im LAN gezockt. Aber schließlich bietet Command & Conquer 3 ein Onlinelobbysystem sowie ein implizites Ladderranking. Einem schnellen Spiel in den Weiten des Internets steht da also nichts im Wege, vorausgesetzt natürlich, man besitzt eine originale Serial. Und da ich ein ehrgeiziges Kerlchen bin und niemand gerne verliert, trainiere ich im Moment fleißig, um meine Sk1llz zu verbessern. Heißt also Stärken und Schwächen der drei Parteien im Spiel (meine Lieblingsfraktion ist GDI, dicht gefolgt von der neuen Rasse der Scrin, NOD ist aber seit dem neuen Patch 1.09 auch sehr interessant geworden) bestens kennen, wissen, wie man auf welcher Map vorgeht und natürlich Produktionsabläufe, Micro- & Makromanagement verbessern sowie Hotkeys trainieren bis die Tastatur glüht. Taktik ist bei Strategiespielen schon mehr als der halbe Sieg und da jede Fraktion zahlreiche Spezialeinheiten hat ist es auch wichtig, Spezialtaktiken zu entwickeln, mit denen der Gegner im Allgemeinen nicht rechnet bzw. auf die er sich nur schwer einstellen kann.

    Ich muss nur schau’n, dass ich meine sozialen (da heißt’s doch immer, dass das ein eindeutiges Suchtindiz ist *g*) und universitären (da hab ich im Moment ohnehin eine schwere Schaffenskrise) Aktivitäten nicht vernachlässige.

    Falls es jemanden interessiert, der kann hier meine Fortschritte begutachten oder mich sogar zu einem Match herausfordern, was mich sehr freuen würde. Jeder ist willkommen.

    Bleibt nur noch zu sagen: “NODs Städte werden wachsen” und “Dieses magische Leuchten”.

    Nachtrag (am 27.04.2008):
    Mittlerweile ist ja auch das Add-On Kane’s Wrath erschienen. Bei der Gelegenheit wurde auch eine neue Ladder gestartet. Darüber hinaus habe ich mir noch ein zweites Spielerprofil zugelegt. Wer also meine Fortschritte unter die Lupe nehmen will, der findet hier alle Links zu meinen Accounts.

    Tiberium Wars Kane’s Wrath
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  • „Sport“ mal anders.

    Von 04. bis 07. Oktober fand in Seattle zum sechten mal das Grand Final der World Cyber Games (kurz: WCG) statt, das noch vor dem Electronic Sports World Cup (kurz: ESWC) größte und wichtigste eSport-Event der Welt, die Weltmeisterschaft der Computerspieler sozusagen.

    Bereits im März hatte ich ja geschrieben, dass mich besonders das „Command & Conquer 3: Tiberium Wars“-Turnier interessiert, da ich selbst recht gern die ein oder andere Partie im LAN oder Internet zocke. Zwar war ich am Wochenende selbst noch im Urlaub, allerdings hab ich gleich danach mal alle Ergebnisse nachgeschlagen. Und die können sich sehen lassen: Zwar hat’s nicht ganz für den Weltmeisterschaftstitel für die deutschen Vertreter in dieser Disziplin gereicht, allerdings konnte mit Silber und Bronze ein Groß der deutschen Medaille eingefahren werden. Vor allem die Silbermedaille durch Leon „Xeon“ Machens sorgte für eine positive Überraschung, da er erst durch eine Nachnominierung in den deutschen Kader nachrückte. Aber auch die Bronzemedaille durch den deutschen Topfavoriten Pascal „Dackel“ Pfefferle verdient alle Beachtung.
    Im Moment bin ich fleißig am warten, bis die Replays der Command & Conquer-Partien online gestellt werden.

    Insgesamt lief’s allerdings nicht so gut für das deutsche Team, das diesmal in der Nationenwertung nur Fünfter wurde, das schlechteste Ergebnis bisher bei einer WCG. Zwar sorgte wie fast jedes Jahr mit Daniel „SK_hero“ Schellhase einer der beiden Schellhase-Zwillinge für eine Goldmedaille in FIFA ’07 und Christoph „Mondragon“ Semke sorgte mit seiner Bronzemedaille in „Starcraft: Brood War“ für eine kleine Sensation, allerdings reichte dies nicht, um am Gesamtsieger USA, dem Überraschungsland Brasilien oder der eSport-Nation schlechthin, Südkorea, vorbei zu ziehen.
    Jedoch muss man auch sagen, dass Spiele wie „Tony Hawk’s Project 8“, „Gear of War“ oder „Carom3D“, in denen beispielsweise die USA ein Groß ihrer Medaillen errangen, jetzt nicht gerade klassische eSport-Titel sind und dass ein Sieg in ihnen wohl auch nicht so bemerkenswert wie einer in „CounterStrike“ oder „Warcraft 3“ ist.

    Nächstes mal kommt das Grand Final der WCG übrigens nach Köln, der Hauptstadt des deutschen eSport und damit das erste mal nach Deutschland. Ich denk zwar nicht, dass ich da hochfahren werde, obwohl’s mich stark interessiert, aber vielleicht tritt somit der eSport in Deutschland in der breiten Öffentlichkeit in ein positiveres Licht.

    Kleine Notiz am Rande: Auch die Süddeutsche Zeitung befasst sich mit den World Cyber Games, natürlich eher aus der Sicht von Nicht-Computerspielern.

    Nachtrag I:
    Zwar sind auf der offiziellen Homepage der WCG immer noch keine Replays des Turniers aufgetaucht, allerdings findet man mittlerweile auf den Seiten von GameReplays.org für Tiberium Wars das Halbfinale von Dackel gegen Apollo, das Spiel um Platz drei und das Finale.

    Nachtrag II:
    Mittlerweile gibt’s auch auf der offiziellen Website der World Cyber Games die Replays. Neben allen Spielen von „Command & Conquer 3: Tiberium Wars“ findet man auch die Aufzeichnungen zu „Age of Empires 3: The War Chiefs“, „Carom3D“, „StarCraft: Brood War“ und „WarCraft 3: The frozen Throne“.

  • Voll Web 2.0, eyy!

    Da’s ja voll Web 2.0 ist, in seinem Web 2.0 Blog selbst gedrehte Web 2.0 Videos, die’s auf Web 2.0 YouTube gibt, über den Web 2.0 RSS-Feed seinen Freunden zugänglich zu machen, will ich auch Web 2.0 sein und das tun:

    Na? Erkennt? Leider sind zum Schluss raus Bild und Ton nimma ganz synchron. Auf jeden Fall dürfte somit auch die Frage beantwortet sein, was ich so mache wenn ich mich mal nicht mit Medizin lernen rumschlage: Meinen Hexenmeister (Meisterschaft Erde & Geist) in Titan Quest aufleveln und brav Items sammeln.

  • Schön schräg: Schräger als Fiktion

    Schräger als Fiktion.Letzten Freitag war kleiner Filmabend bei mir angesagt. Nur zu dritt: Hagi, Karin und ich. Die Frage aller Fragen dabei ist natürlich wie immer: Welcher Film wandert in den DVD-Player? Die Wahl für auf „Schräger als Fiktion“: Karin hatte schon ’nen Trailer zu dem Film gesehen, der recht vielversprechend war, da Hagi ist schon über ein paar Ausschnitte aus dem Film gestolpert und ich bin per Zufall in meiner Videothek auf den Film aufmerksam geworden.

    Der Film war äußerst kurzweilig, was nicht zuletzt an der mal ganz anderen Story lag, die man so vorher noch nicht all zu oft gesehen hat (Achtung! Spoiler!): Der Steuerprüfer Harold Crick führt ein mathematisch äußerst korrektes Leben bis zu dem Tag, an dem er beginnt eine Stimme zu hören, die ganz offensichtlich sein Leben in Echtzeit erzählt. Richtig los geht’s aber erst, als sich herauskristallisiert, dass er nicht unter Schizophrenie leidet sondern diese Erzählerstimme sich als neuster Text der Buchautorin Karen Eiffel herausstellt. Deren neueste Romanfigur ist ganz offensichtlich er, Harold. Umso dramatischer ist es, dass alle Protagonisten der Autorin Karen am Ende ihrer Romane sterben. Und auch der Tod von Harold ist schon skizziert, er muss nur noch in einen Text gegossen werden.

    Der Film ist Komödie und Tragödie zugleich und mit bekannten Hollywoodgrößen wie Will Ferrell, Dustin Hoffman und Emma Thompson auch ganz gut besetzt. Auf alle Fälle ist dieser Film eine Empfehlung, denn die Geschichte bietet wirklich sehr viel Potential, das auch gut ausgeschöpft wird.