Kategorie: Serien/Filme/Musik/Spiele

Dies ist der Platz für Serien-, Film-, Musik- und Spielekritiken. Kurz: Alles aus dem Bereich Popkultur.

  • Offenbarung 23: Christoph ist infiziert!

    Vor ein paar Tagen hab ich ja von dem Hörspiel Offenbarung 23 geschrieben, welches damals gerade begann, mich so richtig in seinen Bann zu ziehen.

    Mittlerweile habe ich alle zwölf bisher erschienen Hörspielfolgen durch und ich muss sagen, dass die Geschichte auf konstant hohem Niveau blieb, ja sogar noch einiges drauflegen konnte: Eine Vielzahl von untypischen und sehr überraschenden Wendungen sorgt für Entertainment XXL. Richt gute und neue Ideen machen dieses Hörspiel zu einem wirklich brandheißen Tipp!!!

    Da es zu der Hörspielreihe auch einen Roman gibt („Offenbarung 23 – Die Wahrheit ist unsterblich“ von Jan Gaspard), ich aber zu faul zum lesen bin, hab ich mir die gekürzte Hörbuchfassung „Machiavelli“ unter den Nagel gerissen. Dort übernimmt nicht T. Rex die Rolle des Hauptdarstellers sondern der ominöse Zeitgenosse Ian G., den man im Hörspiel schlecht in Gut oder Böse einordnen kann. Aber bei wem kann man das schon bei Offenbarung 23? Auf jeden Fall wird das ganze Szenario mal aus ’nem anderen Winkel beleuchtet und das bei konstant hohem Niveau.

    Ich kann also nur nochmals sagen: Offenbarung 23 und alles drum herum ist eine echte Empfehlung. Und das Jahr 2007 wird einiges an Nachschub bieten: Neben einem zweiten Roman „Offenbarung 23 – Die Wahrheit ist nicht genug“ wird es im März, Mai, September und November jeweils zwei neue Hörspiele geben.

  • Was einen Anfang hat, hat auch ein Ende: Nip/Tuck.

    Sodala, gestern lief (wohl) die letzte Episode von Nip/Tuck. Nach vier Staffeln ist nun Schluss, auch wenn Ryan Murphy, der Schaffer und Produzent von Nip/Tuck sich noch nicht so ganz festlegen möchte.

    Aus diesem Anlass möchte ich ein wenig Revue passieren lassen, denn schließlich war/ist Nip/Tuck eine meiner absoluten Lielingsserien:

    Auf Staffel eins bin ich wohl wie die meisten hier in Deutschland über ProSieben gestoßen. Am Anfang konnte ich allerdings nicht all zu viel mit der Serien anfangen: Zu viel Sex, zu viele Skandale und ’n reichlich schlechter Sendeplatz um 22.15h für ’nen (damals noch) Schüler. Aber irgendwie konnte ich doch nicht von der Serie lassen und spätestens ab Mitte der Staffel war Mittwochabend Nip/Tuck-Abend.

    Da ich damals noch nicht wusste, dass das Internet ’ne reichhaltige Quelle für amerikanische Serien ist wartete ich praktisch ’n komplettes Jahr, bis auf ProSieben die zweite Staffel anlief, welche jedoch nach der vierten Episode aus den verschiedensten Gründen abgesetzt wurde. Andere deutschsprachige Sender wie z.B. die Österreicher und die Schweizer haben’s da wesentlich besser gemacht. Aber zum Glück gibt’s ja Premiere.

    Und zum Glück gibt’s Serien-DVDs, denn zu dem Zeitpunkt, als die zweite Staffel auf ProSieben abgesetzt wurde dauerte es nichtmehr lange, bis diese Staffel auf DVD in Deutschland erschien. Und in den USA war zu diesem Zeitpunkt schon Staffel 3 gelaufen und da mir jetzt bekannt war, wie ich an die Episoden komme, habe ich mir gleich mal die komplette dritte Staffel besorgt. Dass das Ganze auf Englisch war, war kein wirkliches Problem, denn damals hab ich auch begonnen, mir Lost auf Englisch anzusehen. Also hab ich mir innerhalb von vier Tagen die komplette dritte Staffel rein gezogen, obwohl ich ja eigentlich am Lernen für mein Mathevordiplom war, was sich jedoch (glücklicherweise) nicht negativ auswirkte.

    Staffel vier bildete dann wieder eine Ausnahme, denn nun war ich von Anfang an am Ball. Heißt also: Jede Woche eine Episode, was auch ganz schön ungewohnt war, wenn man’s gewohnt ist, Nip/Tuck staffel- und nicht episodenweise zu sehen. Da bekommen Cliffhanger natürlich ’ne ganz andere Bedeutung, auch wenn die in Staffel vier eher selten gesäht waren.

    Beste Staffel war meiner Meinung nach die erste. Zwar gibt’s in dieser Staffel mit Ausnahme von Escobar Gallardo keinen richtig roten Faden (in Staffel zwei war das ja Ava, in Staffel drei der Schlitzer/Carver und in der letzten Staffel Connor und die Geschichte rund um James, Burt und Michelle), allerdings hatte die Serie da noch am meisten Stil, schockte mit ihren OPs und ausschweifenden Sexszenen und war halt eben noch neu.

    Mein Lieblingscharakter ist Escobar Gallardo, der sich praktisch durch die ganze Serie zieht, auch wenn er selbst nur in der ersten und letzten Staffel leiblich auftritt. ‚Nen Fiesling mit mehr Moral gibt’s höchstens noch bei Dexter. Aber auch die Geschichten rund um Matt und seine Veränderungen fand ich äußerst kurzweilig.

    Eine beste Folge zu finden ist schwer denn man kann ohne Übertreibung sagen, dass die meisten Folgen ein ziemlich hohes Niveau haben. Leider fällt die Serie in der letzten Staffel ein wenig ab. Besonders erwähnenswert sind eigentlich immer die Seasonfinals, die immer ziemlich viele Überraschungen hatten. Auch die Folgen, die immer ’n bisschen aus dem eigentlichen Handlungsstrang heraus fielen (z.B. die Folge in der man sieht, wie alles gelaufen wäre, wenn Julia sich für Christian und nicht für Sean entschieden hätte oder die Episode, in der das Flugzeug abstürzt in dem Julias Mum (vermeindlich?) stirbt. Leider fällt auch hier die Episode, in der man Connors Zukunft sieht ’n bisschen negativ aus’m Rahmen) waren äußerst unterhaltungsreich.

    Die Geschichten rund um Kit und Michelle haben mir weniger gefallen, dafür mehr alles rund um Matt, Kimber, Ava und natürlich der Schlitzer höchstpersönlich. Bei der Frage ob Sean oder Christian muss ich mich ganz eindeutig für letzteren entscheiden. Zwar ist Sean keinesfalls der perfekte Familienmensch, der er immer sein will, aber Christian hat halt Stil, ist der Chicksterminator und seine Spüche sind halt einfach der Hammer (zumindest im Englischen).

    Abschließend kann ich sagen, dass Nip/Tuck ’ne richtig gute Dramaserie ist mit höchstinteressanten und tiefgehenden Charakteren. Sehr abswechslungsreich ist sie auch, mit vielen Krimielementen und ’nem prägenden Stil. Wie immer sieht man so ’ne Sache mit ’nem lachenden und ’nem weinenden Auge: Schön, dass die Serie bis auf den Schluss nie ’nen richtigen Durchhänger hatte und jetzt wohl auch nimma haben wird; schade, dass es keine weiteren genialen Nip/Tuck-Episoden mehr geben wird.

    Ab Januar läuft auf FX ja Dirt, die inoffizielle Nachfolgeserie zu Nip/Tuck. Werd mir auf jeden Fall mal die ersten Episoden zu Gemüte ziehenm, vielleicht isse ja was.

  • Helden gut! Alles gut?

    Superman Returns.Als im Sommer Superman Returns im Kino lief, hab ich im Radio ’ne Kritik zum Film gehört. All zu gut viel die aber nicht aus: Der Film hätte von allem etwas, ein wenig Komödie, ein wenig Drama, ein wenig Action und bei all dem finde der Film nicht seinen richtigen Stil. Außerdem wäre die schauspielerische Leistung ned so machtig und langatmig sei er auch.

    Im Kino hab ich mir damals den Film ned angesehen, des wär er mir mit oder ohne Kritik nicht wert gewesen, denn der all zu große Supermanfan bin ich nun doch nicht. Aber da er vor ein paar Tagen auf DVD raus kam, hab ich ihn mir aus der Videothek besorgt. Da er ja auch irgendwie von den selben Machern kam, wie Batman Begins und ich den ziemlich gut fand, ging ich auch nicht ganz ohne Erwartungen in den Film.

    Da ich neugierig war, hab ich, bevor ich mir den 2 1/2 Stunden Schinken rein gezogen hab, ’n bisschen im Internet nach weiteren Kritiken gesucht. Normalerweise mach ich das nicht zu einem Film, denn ich kann immer noch am besten entscheiden, was mir gefällt und was nicht. Aber diesmal hab ich ’ne Ausnahme gemacht. Dabei ist mir aber was aufgefallen: Während die meisten deutschen Medien den Film eher negativ bewerteten (mit ähnlichen Argumenten wie oben schon erwähnt), kam er bei den meisten amerikanischen Kritikern äußerst positiv weg. Das hat mich ganz schön gewundert. Liegt das vielleicht daran, dass Superman halt ein Held ist und sowas in den USA im Moment recht gut ankommt, für Europäer das ganze aber dann doch zu schmalzig ist?

    Und wie war der Film jetzt? Meiner Meinung nach? Naja, gut fand ich ihn nicht, überhaupt nicht mein Stil was aber wohl mehr daran lag, dass ich eben überhaupt kein Supermanfan bin und auch schon die alten Filme ned soo machtig fand. Oben beschriebenes Genrewirrwarr ist mir auch negativ aufgefallen. Außerdem fand ich ihn streckenweise arg unrealistisch. OK, er ist ’n Superheld aber vor allem in Szenen ohne ihn wurde ich diesbezüglich echt enttäuscht. Das war so’n „Mission Impossible 2“-Unrealismus. Zu guter letzt hatte ich auch irgendwie an keiner einzigen Stelle des Fims das Gefühl, mal was wirklich Neues präsentiert bekommen zu haben, was man sich von so ’nem Film eigentlich erwarten kann. Dafür hab ich die Flugzeugabsturzszene recht gut gefunden (ok, ich geb’s zu, die war auch nicht ganz realitätsnah). Aber da hatte meine Anlage immerhin was zu tun und recht actionreich war die Szene dann ja auch.

  • Offenbarung 23.

    In meiner Kindheit waren Hörspiele das Kulturgut Nummer Eins: Wer die meisten „Die drei ???„-Folgen kannte, war der King und auch „TKKG„, die Funkfüchse und wie sie alle heißen mögen, standen hoch im Kurs.

    Als ich vor ein paar Tagen von ’ner Bekannten aus ’nem Forum den Hinweis bekommen hab, mal „Offenbarung 23“ unter die Lupe zu nehmen, denn das könne mir gefallen, war ich anfangs eher skeptisch. Also mal die bisher erschienenen zwölf Episoden besorgt und das Anhören mal auf später verschoben.

    Bei „Offenbarung 23“ handelt es sich nicht um ein Kinderhörspiel sondern wendet sich eher an die Altersgruppe 14+. Es geht viel um Verschwörungsthrorien: Geheimnisse, die zu Lebzeiten von dem berühmten Hacker Tron gelöst wurden (z.B. die Umstände rund um das Sinken der Titanic), dieser die Entdeckungen aber mit ins Grab nahm, werden nun vom Hacker und Wirtschaftsinformatikstudenten T-Rex wieder aufgegriffen.

    Nachdem ich nun ein paar Folgen gehört habe muss ich sagen, dass ich richtig begeistert bin: Die Folgen sind richtig spannend und actionreich und man muss echt aufpassen, nicht doch noch an die ganzen Verschwörungstherien zu glauben denn das ganze wird so realistisch geschildert, dass man sich wirklich wie mittendrin fühlt. Viele verschiedene Parteien, die man nie so wirklich einschätzen kann, ob sie nun gut oder böse sind, verstärken diesen Effekt noch.
    Auf jeden Fall freu ich mich schon auf die restlichen Folgen, die noch vor mir liegen und für März und Mai 2007 sind jeweils zwei weitere Teile geplant. Da ist die Vorfreude groß.

  • Evolution statt Revolution: Need for Speed – Carbon.

    Als vor ziemlich genau einem Jahr „Need for Speed: Most wanted“ rauskam, gab’s für mich wochenlang kein anderes Spiel: Gute Grafik, coole Rennen, abwechslungsreiche Rennmodi und natürlich die adrenalinpumpenden Verfolgungsjagten mit den Ordnungshütern.

    Deshalb stieg in den letzten Wochen die Vorfreude auf den Nachfolger „Need for Speed: Carbon“ immer mehr, auch wenn mich jetzt die Vorberichte nicht vom Hocker hauten: Nurnoch Nachtrennen, vom Canyonmodus war ich noch nicht so überzeugt und das mit den Teammitgliedern? „Schau ma mal“, denkt sich da der (Nieder-) Bayer.

    Die Demo hatte mich dann aber erstmal eines besseren belehrt: Dass die Rennen nur Nachts stattfinden kriegt man in der Hitze des Gefechts garnicht so mit. Das Canyonrennen war der Hammer: Wenn man grad mal mit 1000 Punkten Vorsprung über die Ziellinie rast, tangiert der Puls die 180er-Marke. Auch mit den Driftrennen konnte ich nach ’n bisschen Eingewöhnung einiges anfangen. Übung macht den Meister und nach ’ner Zeit, kriegt man echt saugeile Slides hin.

    Nun hab ich seit ein paar Tagen die Vollversion, und muss sagen, dass wieder ein wenig Ernüchterung eingetreten ist: Beste Neuerung finde ich den Karrieremodus: Während man in „Most wanted“ immer wieder nach dem selben Schema die Blacklistfahrer abarbeitete (einitzige Abwechslung war dann eigentlich das finale Rennen samt anschließender Verfolgungsjagd) hat man in „Carbon“ nun wirklich das Gefühl, im Kampf mit den anderen Crews zu liegen. Und denen Stück für Stück Stadtteile abzujagen ist wirklich viel besser, als ich anfangs erwartet habe. Allerdings ist der Schwierigkeitsgrad, zumindest in den ersten 3 Stadtteilen, viel zu einfach. Die hatte ich nämlich schon nach einem Tag erobert.

    Dafür gefällt mir ganz allgemein der Stil, den der zenhte Teil der „Need for Speed“-Serie präsentiert: Weg vom Hip-Hop-Gangster-Style hin zu mehr Neuem. Hab das ja auch schon in meinem Post zum aktuellen „The Fast and the Furious“-Film positiv bemerkt, den Carbon an vielen Stellen kopiert. Allerdings hatte ich bei „Most wanted“ das Gefühl, dass der Soundtrack umfangreicher war. Muss halt die eigene Musiksammlung herhalten.

    Was wohl zu den Stärken des neuen Teils gehört ist die Story: Für ’nen NFS-Teil ist die recht umfangreich, auch wenn die Wendungen ziemlich häufig gesäht sind, was dazu führet, dass man gern mal den Überblick verliert, wer Freund und Feind ist.

    Die Nachtrennen wirken sich dann doch negativ aus: Anfangs kennt man halt die Stadt noch nicht, später führt die Nacht aber dazu, dass vieles gleich aussieht. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass die Stadt monoton ist was vielleicht auch daran liegt, dass es nunmehr kaum Autobahnen aber auch kaum enge Gassen gibt. Das macht die Stadt irgendwie kleiner als Rockport City.
    Viele neue Autos gibt’s: Die Einstiegsklasse aus dem Vorgänger wie Punto und Standartgolf wurde zu Gusten vieler neuer und vor allem auch exotischer Luxusschlitten geopfert. Allerdings werden die meisten und vor allem auch Interessanten erst sehr spät, dafür in zu großer Anzahl freigeschaltet. Das führt dazu, dass man die erste Hälfte des Spiels eigentlich nur mit einer einzigen Karre unterwegs ist, sich zum Ende des Spiels aber garnichtmehr entscheiden kann vor lauter Qual der Wahl.

    Die Spezialität von „Most wanted“ waren ja die Verfolgungsjagten. Die wurden in „Carbon“ leider ziemlich kastriert. Eigentlich wird man nun nornoch bei den Rennen erwischt und versucht halt dann, die lästigen rot-blau-schwarzen Verfolger so schnell wie möglich los zu werden. Versuche, sich -zig-Minuten lange Scharmützel zu liefern, gibt’s nun nichtmehr. Das macht die Verfolgungsjaden zu ’ner eher nervigen als spielbreichernden Sache, noch dazu, dass die Polizeistopper nun ’nen viel kleineren Radius haben.

    Auch mit dem Konzept der Teammembers kann ich noch nicht so viel anfangen: Die Abkürzungen kennt man mit der Zeit von selbst, außerdem fahren viele Gegner die ja auch, weshalb der Scout dann eigentlich nutzlos wird.
    Der Blocker muss erstmal vor jemanden fahren, den er blocken kann. Darauf hätte ich auch verzichten können.
    Und ich muss ehrlich gesagt zugeben, dass ich im späteren Spielverlauf etwas mit dem Wingman überfordert bin: Einerseits muss man sich auf die Strecke konzentrieren und jede Kurve optimal nehmen, dann muss man versuchen, im Schatten des Wingman zu fahren und dann kommt noch oft hinzu, sich auf die Blitzer zu konzentrieren, die nun nichtmehr im Voraus gemeldet werden.

    Alles in Allem muss ich sagen, dass mich „Carbon“ zwar wieder genauso vor den PC fesselt wie „Most wanted“, dabei muss ich aber auch sagen, dass nicht alle Neuerungen wirklich nötig gewesen wären. Dafür fesseln die Gebirgsrennen wirklich, auch wenn man zu oft den Gegner schon im Voraus überholt und es ist halt ganz einfach ein gewohnt guter, wenn auch viel kürzerer „Need for Speed“-Teil.

  • Kumpel?!

    Jagdsaison.War heute zum ersten mal im Cineplex von Passau, dem neuen, achtsääligen Kino. Muss sagen, dass es mir sehr gut gefällt: Ein großer Eingangsbereich, in dem selbst an den Stoßzeiten am Wochenende genügend Platz für jedermann ist. Eine freundliche Cafélandschaft ist ebenso vorhanden. Besonders bemerkenswert sind meiner Meinung nach die Vorführungssääle: Bin zwar jetzt erst in einem drin gesessen aber der war wirklich schön sauber und halt neu. Außerdem ist jetzt endlich ein ordentliches Maß an Beinfreiheit gegeben.

    Einen kleinen Kritikpunkt hab ich jedoch: Die Lampen, die die Notausgänge anzeigen sind viel zu hell, ja fast schon grell. Da wirft sogar der zurückgezogene Vorhang vor der Leinwand einen Schatten auf eben diese und in dunklen Szenen kommt keine Stimmung auf, da die Lampen den Saal zu stark erhellen. Aber vielleicht wurde diesmal ja nur vergessen, die Notausgangslampen zu dimmen.

    Angesehen hab ich mir „Open Season“ zu deutsch „Jagdfieber„. Ein Film, der wiedermal aus’m Computer stammt und in dem ein wildnisscheuer Bär zusammen mit ’nem Außenseiterhirsch in die Natur verschlagen wird. Der Bär will nur zurück in die Zivilisation, findet aber im Laufe des Films viele Freunde unter den wild lebenden Tieren mit denen er sich zum Schluss gegen die anrückende Jägermeute der Jagdsaison verteidigt.

    Zu Anfang war der Film recht flach und ’n bisschen zu kleinkindermäßig, was er jedoch in der zweiten Hälfte mehr als ausgleicht. Da ist er dann wirklich lustig mit ein paar neuen, erfrischenden Gags. Und ich hab’s eigentlich schon lieber, wenn das Pulver eines Films erst am Ende verschossen wird.

  • Eine positive Überraschung: The Fast and the Furious – Tokyo Drift.

    The Fast and the Furious - Tokyo Drift.So langsam pilgern die Blockbuster des Sommers (Ice Age 2, Sakrileg, Fluch der Karibik 2, Mission Impossible 3) in die Videothek. Da ich eigentlich keinen der Filme im Kino gesehen habe, die mich aber eigentlich alle interessieren, bin ich im Moment zweimal die Woche beim Mike, um mir die neusten Silberscheibchen unter den Nagel zu reißen.

    Gestern war dann unter anderem „The Fast and the Furious – Tokyo Drift“ dran, der dritte Teil der „The Fast and the Furious“-Reihe. Da keiner der Originalschauspieler mehr dabei war und die anderen beiden Teile ja ’nen wahren Hype in Sachen „Pimpen“ ausgelöst haben, hatte ich mir nicht all zu viel von dem Film erwartet. Wahrscheilich wär’s nur ’n hinterher geschobener weiterer Teil zum Geld machen, mit der einzigen Neuerung, dass das ganze jetzt in Japans Metropole schlechthin stattfindet.

    Aber anders als erwartet wurde ich äußerst positiv überrascht: Klar, philosophische Dialoge und eine bestsellerwürdige Story braucht man sich jetzt nicht erwarten, dafür aber Popcorn- und Actionkino vom Feinsten. Die Rennen sind richtig gut, schon allein, weil’s diesmal auch jede Menge Unfälle gibt. Klar, beim Driften und Rasen durch die Rushhour Tokios. Am besten hat mir jedoch der Soundtrack gefallen: Von so ’ner Fortsetzung hätte ich mir wieder typisch amerikanischen Gangster-Hip-Hop erwartet aber weit gefehlt: In der ersten Hälfte des Films sind die Rennen mit richtig guten und vor allem harten Techno-Beats unterlegt, das ganze geht schon stark Richtung Gabber. Gepaart ist das ganze mit modernem Asia-Syntie-Pop/Hip-Hop. Cute-Schoolgirl-Style halt. Auf jeden Fall mal was erfrischend Neues für ’nen Mainstreamfilm und die Rennen gewinnen durch die harten und schnellen Techobeats nochmal einiges mehr an Dramatik und Geschwindigkeit. Mein Subwoover hatte auf jeden Fall einiges zu tun!

    Für Freunde des Proll- und Actionkinos auf alle Fälle sehr sehenswert und die eineinhalb Stunden sind doch sehr schnell verstrichen gestern. Und zum Schluss gibt’s ein freudiges Wiedersehen mit ’nem Charakter aus dem ersten Teil!

  • Der Herbst ist da. Die Serien auch.

    Eigentlich will ich mich garnicht mit’m Herbst aufhalten sondern gleich zu den Serien kommen. Denn seit ein paar Wochen gibt’s neues Material aus Amerika über das es wert ist, ein paar Zeilen zu schreiben:

    • Die dritte Staffel von Lost ist losgegangen. Nachdem sich die erste mit der Einführung der Charaktere und die zweite mit dem Bunker beschäftigt hatte, soll nun die dritte „die Anderen“ etwas näher beleuchten. Allerdings ist nach drei Episoden für meinen Geschmack davon etwas wenig zu sehen. Einen Flashback von Henry, naja, eigentlich heißt er ja Benjamin, würde ich mir wünschen. Aber was man bisher so weiß, ist der leider noch nicht absehbar. Auch hat Lost ’n bisschen von seinem Mysterycharakter verloren. Allerdings kann sich ja in den verbleibenden 23 Episoden der Staffel ja noch einiges tun.
    • Die vierte Staffel von Nip/Tuck ist losgegangen. Eigentlich meine Lieblingsserie, denn die ersten 3 Staffeln hatten richtig gute Geschichten und gute Wendungen/Überraschungen. Darüber hinaus gefällt mir einfach der Nip/Tuck-Stil und seine Charaktere. Und irgendwie war ich sehr lange Zeit der Einzige, der sich Nip/Tuck angesehen hat. Aber nach sieben Episoden der aktuellen Staffel muss ich feststellen, dass die Story ’n bisschen vorhersehbar geworden ist und daher wenig Überraschungen bietet. Der Stil im Allgemeinen ist immer noch edel, allerdings jetzt halt schon bekannt und haut mich deswegen nichtmehr vom Hocker. Aber auch hier bleiben ja noch 9 Episoden um mich eines Besseren zu belehren.
    • Die erste Staffel von Heroes ist losgegangen. Sprich: Es handelt sich um eine neue Serie. Die Eckdaten lassen eigentlich nichts gutes erahnen: Überall auf der Welt erfahren ganz normale Leute die nächste Stufe der Evolution und entwickeln übernatürliche Kräfte (Kontrolle über das Raum-/Zeitkontinuum, unglaubliche Regenerationsrate, Zukunft vorhersehen, Fliegen usw.) mit denen sie ganz unterschiedlich umgehen. X-Men lässt grüßen. Dazu noch ’ne Wissenschaftlerfamilie, die sich mit diesen Menschen befasst und die böse (natürlich US-) Regierung, fertig ist der Plot, der wohl nichtmehr vom Hocker reißen würde. Und warum schreib ich überhaupt davon? Wieder erwarten mausert sich die Serie nämlich doch, nicht zuletzt wegen ihrer Charaktere, die dann doch ’n bisschen mehr zu bieten haben (Stichwort: Hiro) und toryelementen, die dieses doch ausgelutschte genre doch wieder etwas beleben können.
    • Die erste Staffel von Dexter ist losgegangen. Tja, offensichtlich handelt es sich auch hierbei um eine brandneue Serie. Muss sagen, dass mir die im Moment am besten gefällt. Die Hauptfigur Dexter ist Forensiker in Miami, der’s nicht gerne sieht, wenn sich Verbrecher ihrer gerechten Strafe durch die Justiz entziehen. Er legt dann lieber selbst Hand an (da kann sich nun wohl jeder denken, was das heißt). Was die Serie auszeichnet ist brutalst makaberer Humor und wohl einen der sympatischsten Filmmörder aller Zeiten der, meiner Meinung nach, wirklich verdammt gut spielt. Erinnert mich ein wenig an Terence Hill. Irgendwie hab ich bei dieser Serie das selbe Gefühl wie damals als ich mit Nip/Tuck begonnen hab: Das überschritt damals auch die ein oder andere Grenze, ohne vulgär zu wirken (zumindest auf mich trifft das zu). Prädikat: Absolut sehenswert. Zu guter letzt kann man der Serie auch noch zu Gute halten, dass jede Episode über 50 Minuten lang ist. Da kommt man wirklich auf seine Kosten.