Der Herbst ist da. Die Serien auch.

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Eigentlich will ich mich garnicht mit’m Herbst aufhalten sondern gleich zu den Serien kommen. Denn seit ein paar Wochen gibt’s neues Material aus Amerika über das es wert ist, ein paar Zeilen zu schreiben:

  • Die dritte Staffel von Lost ist losgegangen. Nachdem sich die erste mit der Einführung der Charaktere und die zweite mit dem Bunker beschäftigt hatte, soll nun die dritte „die Anderen“ etwas näher beleuchten. Allerdings ist nach drei Episoden für meinen Geschmack davon etwas wenig zu sehen. Einen Flashback von Henry, naja, eigentlich heißt er ja Benjamin, würde ich mir wünschen. Aber was man bisher so weiß, ist der leider noch nicht absehbar. Auch hat Lost ’n bisschen von seinem Mysterycharakter verloren. Allerdings kann sich ja in den verbleibenden 23 Episoden der Staffel ja noch einiges tun.
  • Die vierte Staffel von Nip/Tuck ist losgegangen. Eigentlich meine Lieblingsserie, denn die ersten 3 Staffeln hatten richtig gute Geschichten und gute Wendungen/Überraschungen. Darüber hinaus gefällt mir einfach der Nip/Tuck-Stil und seine Charaktere. Und irgendwie war ich sehr lange Zeit der Einzige, der sich Nip/Tuck angesehen hat. Aber nach sieben Episoden der aktuellen Staffel muss ich feststellen, dass die Story ’n bisschen vorhersehbar geworden ist und daher wenig Überraschungen bietet. Der Stil im Allgemeinen ist immer noch edel, allerdings jetzt halt schon bekannt und haut mich deswegen nichtmehr vom Hocker. Aber auch hier bleiben ja noch 9 Episoden um mich eines Besseren zu belehren.
  • Die erste Staffel von Heroes ist losgegangen. Sprich: Es handelt sich um eine neue Serie. Die Eckdaten lassen eigentlich nichts gutes erahnen: Überall auf der Welt erfahren ganz normale Leute die nächste Stufe der Evolution und entwickeln übernatürliche Kräfte (Kontrolle über das Raum-/Zeitkontinuum, unglaubliche Regenerationsrate, Zukunft vorhersehen, Fliegen usw.) mit denen sie ganz unterschiedlich umgehen. X-Men lässt grüßen. Dazu noch ’ne Wissenschaftlerfamilie, die sich mit diesen Menschen befasst und die böse (natürlich US-) Regierung, fertig ist der Plot, der wohl nichtmehr vom Hocker reißen würde. Und warum schreib ich überhaupt davon? Wieder erwarten mausert sich die Serie nämlich doch, nicht zuletzt wegen ihrer Charaktere, die dann doch ’n bisschen mehr zu bieten haben (Stichwort: Hiro) und toryelementen, die dieses doch ausgelutschte genre doch wieder etwas beleben können.
  • Die erste Staffel von Dexter ist losgegangen. Tja, offensichtlich handelt es sich auch hierbei um eine brandneue Serie. Muss sagen, dass mir die im Moment am besten gefällt. Die Hauptfigur Dexter ist Forensiker in Miami, der’s nicht gerne sieht, wenn sich Verbrecher ihrer gerechten Strafe durch die Justiz entziehen. Er legt dann lieber selbst Hand an (da kann sich nun wohl jeder denken, was das heißt). Was die Serie auszeichnet ist brutalst makaberer Humor und wohl einen der sympatischsten Filmmörder aller Zeiten der, meiner Meinung nach, wirklich verdammt gut spielt. Erinnert mich ein wenig an Terence Hill. Irgendwie hab ich bei dieser Serie das selbe Gefühl wie damals als ich mit Nip/Tuck begonnen hab: Das überschritt damals auch die ein oder andere Grenze, ohne vulgär zu wirken (zumindest auf mich trifft das zu). Prädikat: Absolut sehenswert. Zu guter letzt kann man der Serie auch noch zu Gute halten, dass jede Episode über 50 Minuten lang ist. Da kommt man wirklich auf seine Kosten.

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