Willkommen in der Zone.

Verfasst von

in

Stalker.Seit ein paar Wochen hab ich ja jetzt ’nen neuen PC. Gelegenheit also, die PC-Spiel Blockbuster der letzten Jahre nachzuspielen. Letztes Wochenende habe ich „Stalker: Shadow of Chernobyl“ durchgespielt. Gelegenheit, etwas über das Spiel zu resümieren.

Über die Story will ich nicht all zu viele Worte verlieren, die sollte ohnehin hinlänglich bekannt sein: 20 Jahre nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl ereignet sich an gleicher Stelle ein weiterer Vorfall, in dessen Folge im ganzen Gebiet um den Unglücksreaktor, die sogenannte Zone, Anomalien auftreten, allerlei mutiertes Getier umherstreunt und diverse Artefakte Jäger, die sogenannten Stalker, auf den Plan rufen.

In die Rolle eines solchen Stalkers schlüpft man selbst und kann ziemlich frei ein großes Areal der Zone erkunden. Da ich recht lange keinen aktuellen Spiele-PC hatte, war Stalker so ziemlich das erste Spiel für mich, das mir solche Freiheiten bot, auch wenn es ganz bestimmt nicht das erste Spiel ist, das ein solches Feature bietet. Jedoch wird das Spiel im letzten Drittel, wenn man den Reaktor ansteuert, wieder ziemlich linear, was sich aber wohl in Anbetracht der Story des Spiels nicht ganz vermeiden lässt.

Zuvor kann man in der Zone diverse mehr oder weniger kreative Aufträge von allerlei NPCs annehmen. Überhaupt lebt das Spiel von den NPCs, die massig in der Welt von Stalker rumlaufen und das Spiel sehr lebendig machen. Das gibt einem ständig das Gefühl, nicht allein zu sein, auch wenn man natürlich die meiste Zeit allein kämpft.

Grafisch ist das Spiel nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit, was nach dem Release des Titels noch anders war, nachdem der Titel mehrmals verschoben wurde. Neben der tollen Wettersimulation wissen vor allem die Innenlevels (naja, wohl eher unter-der-Erde-Levels) zu überzeugen. Mit allerlei Shadern erzeugt das Spiel eine derart beklemmende Stimmung, dass man schon Angst bekommt, überhaupt in den Untergrund hinab zu steigen.

Überhaupt erzeugt das Spiel eine richtig gute Atmosphäre: Seien das jetzt die düsteren Innenlevels, das weitläufige Areal der Zone, in der man meistens unterwegs ist, die verlassene und verkommene Stadt Pripyat, der mutierte rote Wald oder die rivalisierenden Stalker-Fraktionen. Besonders gut hat mir der Vormarsch auf den Hirnschmalzer gefallen, einer Sicherheitseinrichtung, die mittels Psi-Kräfte verhindern soll, dass Personen weiter in die Zone vordringen können. Dank einer Spezialapparatur kann man sich dem Hirnschmelzer zwar annähern, diese verhindert aber nicht diverse Psi-Erscheinungen wie Visionen von gefährlichen Feinden oder eine äußerst stimmungsvolle Hintergrundmusik. Gleichzeitig muss man sich auch noch gegen zahlreiche Elitekämpfer behaupten.

Weniger gut gefallen hat mir, dass es kein Schnelltransportsystem in Stalker gibt. Will man viele Aufträge ausführen, ist man die meiste Zeit durch die immer selben Areale zu Fuß unterwegs. Zum Schluss lagen bei mir im Wildgebiet bestimmt 300 Banditen tot rum, da es der einzige Weg zu zahlreichen Aufträgen war.

Dafür wissen die sieben unterschiedlichen Enden zu überzeugen, denn je nachdem, wie man sich im Spiel mit seinen Freiheiten verhalten hat, sieht die Abschlussequenz anders aus. Vor allem das Ende mit dem Geheimnis der Monolithen und der abschließenden „Jagd nach Strelok“ ist spielenswert, da man so noch zusätzliche Zeit direkt beim Reaktor verbringt und das tolle Leveldesign bewundern darf.

Fazit: Zwar nicht mehr ganz neu, dafür fesselnd und absolut spielenswert. Ich freu‘ mich schon auf das Add-On „Clear Sky“, das im August erscheinen soll.

Kommentare

Ein Kommentar zu „Willkommen in der Zone.“

  1. Avatar von corny

    Sag mal betreff der verschiedenen Enden? Wie erreichst den du die? Musst du dich da schon früh dafür entscheiden, hast du das vorher abgespeichert und gewusst wo der Erzähl-Weg sich gabelt?

    Das erinnert mich daran das ich noch so… 30 Spiele + x spielen will, aber irgendwie immer noch ned dazugekommen bin! 😉

    Und mein Prof mir im Nacken sitzt, das ich mal was tun soll! *lach*

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert