Schlagwort: Medizin

  • Es war einmal: „Es war einmal… das Leben“.

    Es ist doch immer wieder schön, wenn man dank digitalem Zeitalter auf all die multimediale Unterhaltung zurück greifen kann, die man sich in seiner Kindheit zu Gemüte geführt hat. Und nach einer kleinen Anregung vom Corny hab ich mir gedacht, ich könnte mir mal wieder ein paar Folgen von „Es war einmal… das Leben“ reinziehen. Kennt ihr die noch: Drei rote Blutkörperchen auf der Wanderschaft durch den menschlichen Körper? Und währenddessen bekommt der Zuschauer allerlei Infos über die besuchten Organsysteme. Das macht die Serie wohl zur (inoffiziellen) pädagogischen Grundlage eines jeden Mediziners, der in diesem Jahrtausend zum studieren angefangen hat und allen anderen *gg*.

    Allerdings war das Wiedersehen zuerst etwas ernüchternd: So wurden mir die Funktionsweise des menschlichen Körpers erstmals beigebracht? Naja, das Ganze ist natürlich schon auf Kinder getrimmt, sprich, der Spiel- und Herumtollfaktor der Protagonisten ist relativ hoch. Aber an ein paar Stellen wag‘ ich doch sehr zu bezweifeln, dass Kinder verstehen, was da so gezeigt wird (zum Beispiel bei der Zellteilung). Und meine Karin bestätigt mich dabei. Und sie muss ’s ja schließlich wissen. Darüber hinaus drückt sich auch diese Serie geschickt um das Thema, wie denn nun das weibliche Geschlecht schwanger wird *gg*.

    Naja, aber unter’m Strich kann man wirklich recht viel spielerisch lernen. Wo gibt’s sowas heute noch für Kinder. Ansonsten gibt es noch 80er-Sprüche von der Marke „Saltos machen Spaß, da geben wir richtig Gas“ am laufenden Band und ein paar Leute haben sich da wirklich mal Mühe beim Zeichnen gegeben. Zu guter letzt ist auch noch der Nostalgiefaktor zu erwähnen, der natürlich enorm ist. Deswegen hab ich mir „Es war einmal… das Leben“ wieder angesehen.

  • Das will ich mal werden, wenn ich groß bin.

    Oder zumindest sowas in der Richtung.

    Hab für meine Leserschaft einen Mitschnitt der Planetopia Folge vom letzten Sonntag ausgebuddelt und stell‘ den hier mal online. In dem Beitrag geht es in groben Zügen darum, wie präoperativ Eingriffe bereits in der Virtualität geplant werden können. Zu diesem Zweck kommen bildgebende Verfahren wie Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) zum Einsatz, deren Bilder anschließend am Computer aufbereitet und nachbearbeitet werden. So können beispielsweise 3D-Modelle des Körperinnenlebens erstellt werden, die dem Chirurgen bereits vorab ein recht präzises Bild vermitteln, was ihn während der Operation erwartet.

    Bei der Entwicklung solcher Software seh‘ ich mich in Zukunft mal. Oder ich kann mir zumindest vorstellen, dass es mich in ein paar Jahren zu einem entsprechenden Arbeitgeber verschlägt. Mit Nebenfach Medizinische Informatik und Vertiefungsgebiet Bild- & Signalverarbeitung werde ich in dieser Richtung auch schwerpunktmäßig in meinem Studium ausgebildet. Und wie man in dem Beitrag schon sehen kann, steckt in dieser Technologie noch sehr viel Potential, das erst mal erforscht und anschließend implementiert werden will.

    Ich weiß: Das Fernsehmagazin Planetopia ist jetzt nicht gerade die Anlaufstelle für wissenschaftlich und sachlich fundamentierte Berichterstattung und der Beitrag an sich bleibt auch sehr oberflächlich, aber ich denke für Otto-Normalverbraucher ist das genau das Richtige um zu sehen, womit ich mich so beschäftige und in welchem Bereich ich später gerne mal arbeiten würde.

    Aber langer Rede kurzer Sinn: Hier das Video. Bei ihm handelt es sich um eine Windows Media Datei. Ich hoffe, dass auch Firefox- und Linuxbenutzer keine Probleme beim Abspielen haben.

    Nachtrag (am 08.07.2008):
    Das Video ist leider nicht mehr online. Aus diesem Grund kann ich es an dieser Stelle auch leider nicht mehr verlinken.

  • *sektkorken knall*

    Am vergangenen Freitag hatte ich meine zweite und letzte Diplomprüfung im Nebenfach „Medizinische Informatik“. Damit ist dieses Nebenfach für mich abgeschlossen. Insgesamt liefen die beiden Prüfungen durchaus erfolgreich.

    Am 17. September stand die erste Prüfung an. Von Herrn Dr. Emmert wurde ich in „Neurologie“, von Herrn Dr. Vielsmeier in „Chirurgie“ geprüft. Von jedem der beiden wurde ich ¼ Stunde lang mündlich befragt, was summa summarum 30 Minuten macht. Der Prüfung lief echt perfekt und ich hatte auf alle Fragen ’ne Antwort. Ergebnis: 1,0.

    Letzten Freitag dann, also am 05. Oktober, stand der zweite Check an. Von Herrn Dr. Kett wurde ich in „Biophysik der Strahlenwirkung“ und von Herrn Dr. Jung in „Materialwirtschaftmanagement“ und „Medizinische Bildverarbeitung in der Radiologie“ geprüft. Auch wieder jeweils ’ne ¼ Stunde. In der Prüfung lief’s ned ganz so gut, weil ich jeweils eine Frage der beiden Prüfer ned beantworten konnte beziehungsweise sie mir die richtige Lösung erst aus der Nase ziehen mussten. Deshalb lautete das Ergebnis: 1,3.

    Ein kleines bisschen geärgert hab ich mich schon, denn die Antwort auf eine der nicht beantworteten Fragen hätte ich gewusst. Allerdings überriss ich nicht, dass mein Prüfer auf genau diese Antwort hinaus wollte und deshalb befand ich mich erstmal sauber auf dem Holzweg und hab lauter Sachen erzählt, die er gar nicht hören wollte. Als ich dann verstand, worauf er von mir erwartet hatte, war’s leider schon zu spät. Wer weiß: Vielleicht hätt’s dann für ’ne 1,0 gereicht und der erste Teil meines Diploms wär mir perfekt gelungen.

    Hätte, wäre, sollen, dadad’n. Was soll’s. Die Note ist auch so super und ich hab ein richtig gutes Fundament für meine Diplomprüfungen im Hauptfach gelegt, die dann am Ende des Sommersemester 2008 bei mir anstehen. So sieht zumindest der Plan aus. Außerdem hab ich jetzt keine Medizinvorlesungen mehr, das heißt also: Nie mehr nach 18 Uhr in die Uni *score*.

  • Muss das denn sein?

    Fleißige Leser meines Blogs und exklusiv Informierte wissen, dass ich am 17. September und am 5. Oktober meine Diplomprüfungen im Nebenfach Medizinische Informatik ablege und ich deshalb einen Großteil meiner Ferienzeit mit Lernen verbringe.

    Im Rahmen dessen möchte ich an dieser Stelle eine kleine Geschichte zum Besten geben.
    In den Hauptrollen:

    • Frau F., ihres Zeichens verantwortlich für Klausuren und Prüfungen am Lehrstuhl vom Herrn D., der mein Nebenfach betreut.
    • Frau Z., ihres Zeichens verantwortlich für den Diplomstudiengang Informatik (und damit auch für mein Nebenfach) im Prüfungssekretariat.
    • Herr R., seines Zeichens… meine Wenigkeit, der Prüfling.

    Besagter Herr R. möchte im Prüfungszeitraum Anfang September bis Mitte Oktober seine Diplomprüfung im Nebenfach Medizinische Informatik ablegen. Natürlich möchte er möglichst bald genau wissen, wann die Prüfungen stattfinden, damit er weiß, was er zuerst lernen muss. So grob weiß er das schon, denn er konnte Wunschprüfer angeben. Deshalb kann sich Herr R. schon recht genau denken, was er lernen muss, bloß die genauen Prüfungstermine kennt er eben noch nicht. Das war im Juni 2007.
    Anhand der Prüferwünsche von Herrn R. nimmt Frau F. Kontakt mit den entsprechenden Ärzten am Klinikum auf und macht mit ihnen auch gleich die Termine der beiden Prüfungen aus. Da Frau F. den Studenten (darunter auch R.) sehr entgegenkommend ist, informiert sie diese über die soeben ausgemachten Daten der Prüfungen. Das soll sie eigentlich nicht, denn eigentlich sollten die Prüflinge über das Prüfungssekretariat (wie der Name schon vermuten lässt) über die Prüfungszeitpunkte unterrichtet werden. Deshalb leitet Frau F. die eben ausgemachten Termine auch an das Prüfungssekretariat weiter. Das war am 6. August 2007.
    Kurze Zusammenfassung: Prüfungstermine stehen fest, Prüflinge sollten vom Prüfungssekretariat darüber informiert werden, Prüfungssekretariat hat die Prüfungstermine, Prüflinge warten auf Prüfungstermine und kennen diese eigentlich noch nicht.
    Das schon mehrmals erwähnte Prüfungssekretariat ist verpflichtet, spätestens 14 Tage (oder umgerechnet zwei Wochen) vor der Prüfung die Prüfungstermine bekannt zu geben. Das hat es heute durch Frau Z. gemacht, denn den ersten Prüfling ereilt am 12. September sein Schicksal. Das war/ist am 28. August 2007.

    Ich rekapituliere: Obwohl das Prüfungssekretariat die Prüfungszeitpunkte schon seit dem 6. August kennt, werden diese erst am 28. August, also über drei Wochen später bekannt gegeben. Welchen Zweck hat das? Wem ist damit gedient, wenn Studenten erst auf den letzten Drücker ihre Prüfungstermine mitgeteilt bekommen? Frau Z. persönlich trifft dabei bestimmt keine Schuld, denn dieses Vorgehen war in vorherigen Semestern auch schon gang und gäbe, als Frau Z. noch nicht in ihrer jetzigen Tätigkeit dort tätig war. In anderen Nebenfächern des Diplomstudiengangs Informatik wie Mathematik und Medien & Design scheint das ja auch kein Problem zu sein.

  • Vom Hundertsten ins Tausendste.

    Im Moment bin ich fleißig am lernen für meine Diplomprüfungen im Nebenfach die am 17. September und am 05. Oktober stattfinden. Den ersten von fünf größeren Lernblöcken (Magnetische Resonanz) hab ich bereits absolviert und schlage mich im Moment mit dem zweiten (Biophysik der Strahlenwirkung) herum. In diesem geht’s, wie der Titel schon sagt, um alle möglichen Formen von Strahlung und wie diese auf Organismen wirken.

    Da mich das Thema auch persönlich interessiert, lese ich auch ziemlich viel selbst nach, was jetzt nicht unbedingt mit dem eigentlichen Vorlesungsstoff zu tun hat. Dabei bin ich über zahlreichen Ecken (ganz unter dem Motto: „Wikipedia ist dein Freund“) auf einen Artikel auf wissenschaft.de gestoßen.

    In diesem Artikel geht es darum, dass Forscher Pilze entdeckt haben, die Energie zum Leben aus durch Radioaktivität erzeugte Strahlen gewinnen können. Das ist in soweit neu als dass man bisher davon Ausging, dass Organismen ihre Energie entweder aus Sonnenlicht (was übrigens auch eine Form der Strahlung ist) oder aus energiereichen Biomolekülen gewinnen.

    Wen das Thema interessiert, kann sich ja den kurzen Artikel durchlesen an dessen Ende auch ein Link auf das Originalpaper der Entdecker zu finden ist.

    Da ich wie gesagt im Moment viel am lernen für meine Diplomprüfungen in meinem Nebenfach Medizinische Informatik bin, passiert im Moment bei mir nicht all zu viel was es wert wäre, der Welt über meinen Blog mitzuteilen. Ein kleines Sommerloch sozusagen, das aber bestimmt bald wieder vorbei ist.

  • Die Medizin wird’s schon richten.

    „Zwei Dinge sind meiner Meinung nach unendlich: Das Universum und die Dummheit des Menschen. Beim Universum jedoch bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ Dieses mehr oder minder korrekte wiedergegebene Zitat wird dem Physiker Einstein zugeordnet. Zwar bin ich nicht der Meinung, dass die Dummheit des Menschen unendlich ist, bei dessen Unvernunft bin ich mir da aber ab und zu nicht ganz sicher. Konkret geht es mir diesmal darum zu zeigen, wie überaus unvernünftig der Mensch an sich und Sonnenanbeter und Raucher im Allgemeinen mit ihrerer und teilweise der Gesundheit anderer umgehen.

    Dass die „gesunde Bräune“ alles andere als gesund ist, ist unter Fachleuten absolut unbestritten. In Zeiten von globalem Ozonloch hat die Strahlenexposition von UV-A- und UV-B-Strahlung so stark zugenommen, dass ein mittellanges Aufhalten in der Sonne niemanden mit weißer Haut mehr zu empfehlen ist.
    Nur irgendwie ist das an unserer Gesellschaft vollkomen vorbeigegangen. Da muss im Sommer jede Sonnensekunde zum Sonnenbaden ausgenutzt werden und anstatt sich im Urlaub etwas von der regionalen Kultur und Landschaft zu gönnen muss man sich den Pelz bräunen wo und wann’s auch nur geht. Dass aber eben dies zu Hautkrebs führt, ist zwar irgendwie jedem klar, hält aber die Meisten keineswegs davon ab. Dabei ist Bräunen eigentlich eine Stressreaktion der Haut und daher alles andere als gesund. Viele haben meiner Meinung auch die Vorstellung, dass Hautkrebs kein wirkliches Problem darstellt: Kann man ja einfach rausschneiden. Dabei bleibt jedoch meist ein ziemlich großes Loch in der Haut zurück und dass Hautkrebs der wohl am agressiv metastasierende Krebs überhaupt ist, weiß wohl keiner. Und hat man erst solche Metastasen, sieht’s ziemlich düster aus. Sowas führt nämlich früher oder später zu ’nem alles anderen als schönen Tod. Die Einzelheiten erspar ich (ausnahmsweise) meiner Leserschaft.
    Wer nun denkt „aber ich crème mich ja ein, da kann ja nichts passieren“, den muss ich leider enttäuschen: Sonnencrème hilft nur gegen Sonnenbrand, also die unmittelbare Reaktion der Haut auf zu intensive Sonneneinstrahlung. Hierfür verantwortlich ist die UV-A-Strahlung, die die meisten Sonnencrèmes auch brav herausfiltern. Für den Hautkrebs verantworlich ist jedoch die UV-B-Strahlung (außer man hat zu oft oder zu intensiv ’nen Sonnenbrand), die sich von ersterer so unterscheidet wie rot von grün. Und trotz vollmundiger Werbung gibt es praktisch kein erschwingliches Produkt auf dem Markt, welches effektiv gegen diese Form der Energie schützt.

    Im Moment wird ja wieder vermehrt eine Diskussion über ein Rauchverbot an öffentlichen Stätten, zumindest aber in der Gastronomie debattiert. Fakt ist, dass Rauchen für ein Drittel aller Krebserkrankungen verantwortlich ist, das Herz schädigt, den Blutdruck steigert, die Leistungsfähigkeit mindert, das Gehirn von Nikotin abhängig macht, praktisch jedem Organ Schaden zufügt und die Haut altern lässt, um nur ein paar wenige Konsequenzen zu ändern. Das gilt sowohl für Aktiv- als auch für Passivraucher und das ist keine schlechte Gewissenmacherei sondern unwiederlegbarer Fakt. Warum sich die Politik trotzdem schwer mit einem Rauchverbot tut ist mir in Folge dieser Argumente vollkommen schleierhaft. Jeder Mensch, der täglich eine zweistelliuge Anzahl von Glimmstingeln konsumiert, verliert für je zwei Jahre Rauchen mindestens ein Jahr seines Lebens. Wohlgemerkt mindestens.
    Nichts desto trotz halten auch die hohen Tabakpreise die Leute nicht davon ab, sich selbst aktiv zu vergiften. Ist da die Sucht (oder oft viel mehr die Gewohnheit) so viel größer als die menschliche Vernunft, die uns ja unter anderem vom Tier unterscheiden soll?
    OK, ich muss zugeben, dass ich in meinem Leben auch schon das ein oder andere mal meine Lunge mit Teer, Blausäure, Nitrosaminen, Nikotin und weiteren weit über 100 krebserregenden Stoffen geflutet habe. Zusätzlich gönne ich mir so einmal im Monat (je nachdem ob’s was zu feiern gibt oder nicht) eine Zigarre. Jedoch verzichte ich mittlerweile vollständig auf Zigarretten und bei den Zigarren erspare ich mir immerhin die Giftstoffe, die durch die Aromastoffe entstehen.

    Wie ich jetzt auf diese Thematik komme, wo doch im Moment (mehr oder weniger) offensichtlich Winter ist und sich deshalb die Sonne ohnehin nicht all zu oft zeigt? Naja, als angehender Medizinquaksalber bekommt man in der Vorlesungen so einiges mit. Ob ich damit wie viele andere vor mir nur schocken will um die Leute aufzurütteln? Ja, eigentlich schon und es ist mir eigentlich auch ganz egal, wie effektiv das Ganze ist und ob die betroffenen Leute das ohnehin schon wissen. Das ist nunmal eben meine Art, auf schwerwiegende und verdrängte Probleme hinzuweisen.