Kategorie: Serien/Filme/Musik/Spiele

Dies ist der Platz für Serien-, Film-, Musik- und Spielekritiken. Kurz: Alles aus dem Bereich Popkultur.

  • 1,80 Meter tief begraben.

    Status gelb/rot.

    Six feet under.Nachdem ich mir bis Ende Januar alle Babylon 5 Folgen reingezogen habe musste eine neue Serie her, um meine lernfreien Abende auszufüllen (wenn ich nicht gerade am Computerspielen bin). Schon seit geraumer Zeit wollte ich mir „Six feet under“ vornehmen. Von dieser Serie heißt es immer, dass wenn jemanden Nip/Tuck (in seinen frühen Staffeln) gefällt, dass einen dann auch Six feet under unterhalten wird. Und da mit Michael C. Hall ein von mir sehr geschätzter Schauspieler mit an Bord war, war die Gelegenheit günstig dieses popkulturelle Defizit auszubügeln, nicht zuletzt deswegen, weil diese Serie bereits abgeschlossen ist.

    Eines gleich vorneweg: Diese Serie verdient den Daumen nach oben. Ganz klar. Die Serie schildert das Leben der Fishers, einer Bestatterfamilie aus Los Angeles, deren Familienoberhaupt gleich in der ersten Folge umkommt, worauf seine Söhne, der eine mehr, der andere weniger gern, in seine Fußstapfen treten. Somit dreht sich die Serie um das Alltagsleben der Fishers, was aufgrund der grundverschiedenen Charaktere für fünf packevolle Staffeln reicht, um gelebte und geträumte Lebensziele, Menschen die sich entwickeln und nicht zuletzt auch ein wenig um den Tod.

    Da wäre der bereits erwähnte Michael C. Hall, der vor seiner Laufbahn als Serienkiller Dexter in Six feet under den schwulen David Fisher spielt (und das vielleicht sogar besser als Dexter) und sein Bruder Nathan, der sein Leben von einem Tag in den anderen lebt, ohne jemals wirklich Verantwortung zu übernehmen. Das dritte Kind der Fishers ist Claire, ein spätpubertärer Klischeeteenie, die sich ständig von ihrer Umwelt nicht beachtet, nicht respektiert und nicht gefördert sieht. Mutter der drei Kinder ist Ruth, ein Paradebeispiel an weißer Amerikanerin, die nach dem Tod ihres Mannes das Leben entdeckt und dabei von einem Fehler in den nächsten stolpert. Aber auch außerhalb der Fisher Family gibt’s Charaktere satt: Nathan’s immer-mal-wieder-Freundin Branda und ihr Bruder Billy, die beide aufgrund ihrer Psychologeneltern auf die eine oder andere Weise einen psychischen Knacks haben. Der Kunstdozent Olivier, der sich die Welt immer gerade so zurecht biegt, wie er sie gerade braucht. Oder aber der hochtalentierte Einbalsamierer Federico, der bei den Fishers im Familienunternehmen arbeitet und aufgrund seines Geschäftssinns das Bestattungsinstitut ab und zu ganz schön durcheinander wirbelt.

    Die ersten drei Staffeln sind wirklich deluxe. Hätte ich im Moment nicht so viel für die Uni zu tun, dann hätte ich mir die ersten drei Jahre von Six feet under wahrscheinlich in zwei Tagen reingezogen. Tolle, abwechslungsreiche Persönlichkeiten gespielt von tollen Schauspielern in tollen Geschichten mit viel Menschlichkeit, das macht die Serie sehr kurzweilig. Danach hatte ich das Gefühl, dass die Serie ein wenig abflacht ohne wirklich sagen zu können, warum. Aber vielleicht lag das auch meinen im Moment durchaus vorhandenen Stimmungsschwankungen zusammen. Fakt ist, dass spätestens zur Mitte der fünften Staffel das hohe Anfangsniveau wieder erreicht war, gekrönt von einem der besten Serienabspanne überhaupt.

    Wer also wie ich Ende Januar vor der Qual der Wahl steht, welche Serie es denn für den Fernseher sein soll, dem kann ich Six feet under nur empfehlen. Eine charakterreiche Serie mit toller, abwechslungsreicher und unterhaltender Handlung, ganz abseits von Action, Fiktion oder dergleichen.

    Status gelb/rot.

  • Doom + Prey + F.E.A.R. + Event Horizon = Dead Space.

    Status gelb/rot.

    Dead Space.Die wenige Freizeit, die ich im Moment habe, will gut (nicht unbedingt sinnvoll) genutzt sein. Was macht also ein Mitzwanziger nach Feierabend? Genau: Zocken, daddeln, Computer spielen und zwar in den letzten Wochen (! ja, Freizeit ist im Moment wirklich knapp bemessen) Dead Space.

    Der Titel dieses Eintrags charakterisiert das Spiel schon recht treffend: Ein Gruselshooter mit zahlreichen Schreck- und Splattermomenten, allerdings einer vom Feinsten.

    Zunächst mal muss das wirklich überragende Leveldesign gelobt werden. Das ist zwar so linear wie ein Schlauch und jedes Level ist im Prinzip gleich aufgebaut (Ausgangspunkt mit zwei oder mehr abzweigenden Gängen die man im Laufe des Levels abklappert um genretypische Gegenstände (Keycards, Steuermodule etc.) zu bekommen), jedoch bieten alle Level extrem viel Abwechslung: Da muss man in einem Spielabschnitt das Geisterschiff, auf dem die Handlung spielt, vor den Felsbrocken eines Asteroidenfeldes schützen. Ein anderes mal gilt es eine Kommunikationsantenne auszurichten oder die magnetischen Halterungen zu lösen, die einen gigantischen Felsbrocken im Lagerhangar halten. Dann wiederum stattet man der biologischen Einheit des Schiffes, in der die Schiffsvorräte herangezüchtet werden, einen Besuch ab, nachdem man in der medizinischen Abteilung des Schiffes vor lauter Blut höllisch aufpassen musste, dass man nicht ausrutscht. Dazu passend gibt’s in jedem Level die richtige Atmosphäre: In der Biostation scheint die Luftfeuchtigkeit so hoch, dass man meint, man könnte die Luft in Würfel schneiden. Die Soundkulisse in technischen Levels ist so authentisch gemacht, dass man das Gefühl hat, den Rost in der Luft schmecken zu können. Und in den Außenlevels auf der beschädigten USG Ishimura ist das Vakuum so passend getroffen, dass Selbstmordgefährdete am liebsten in die Unendlichkeit des Weltalls springen würden.

    Sehr wichtig bei einem Shooter sind selbstverständlich die Gegner, die das Programm einem auf den Hals hetzt. Das sind allesamt grässlich entstellte ehemalige Mitglieder der Boardcrew, die es gilt, mit wenigen, dafür aber sinnvollen Waffen auszuschalten. Nicht der bekannte Headshot führt hier zum Ziel sondern das sorgfältige Abtrennen der Gliedmaßen. Das ist mal was Neues, jedoch alles andere als jugendfrei. Denn neben dem Gliedmaßenabtrennen sorgen die zahlreichen Mutanten für zahlreiche Schreckmomente und sehen wirklich zum fürchten aus.

    Fluch und Segen des Spiels ist seine Steuerung. Hier merkt man ganz eindeutig die Konsolenherkunft des Blockbusters: Die Maussteuerung ist wirklich extrem schwammig. Zielen wird hier zum Glücksspiel, was das treffen der Extremitäten der Widersacher alles andere als einfach macht. Hat man sich daran aber mal gewöhnt, kann man sich über das anzeigelose HUD freuen. Alle Spielinformationen werden entweder als Hologramme in den Raum projiziert (Videobotschaften, Aufträge, Inventar etc.) oder sind direkt am Spieler ablesbar (Gesundheit, Munitionsvorrat etc.). Dem Protagonisten blickt man dabei in 3rd Person-Manier schräg über die Schulter. Ungewohnt aber klasse.

    Bei den zahlreichen kleinen Raffinessen des Spiels muss unbedingt noch das Wegfindesignal erwähnt werden. Weiß man nicht weiter, reicht ein Druck auf B, schon weist ein Leuchtsignal den Weg. Aufgrund des Leveldesigns ist das zwar nicht oft nötig, verhindert aber geschickt Leerlaufphasen in denen man nach dem Weg sucht, die sonst die wirklich grandiose Atmosphäre aussaugen würden.

    Die zwölf Levels hatte ich in gut neun Stunden durchgespielt. Neun Stunden voller Abwechslung (mag man eigentlich nicht glauben, wenn man die meiste Zeit auf einem Raumschiff mit Innenlevels unterwegs ist), Grusel und Horror (und dazu gehört nicht nur Schreck sondern auch subtile Angst und beklemmende Atmosphäre), einer ungewohnten aber mal etwas anderen Steuerung und einer für das Genre doch recht abwechslungsreichen Story.

    Meinen Lesern möchte ich noch den Videotest auf gamestar.de empfehlen. Der zeigt Dead Space in bewegten Bildern und so ziemlich alle erwähnenswerten Aspekte des Spiels werden angesprochen.

    Status gelb/rot.

  • Eine Liste, eine Liste!

    Status gelb/rot.

    Wieder mal hat der Web 2.0-/Kettenbriefvirus meinen Blog befallen. Schon vor vielen Wochen hat d’Steph in ihrem Reiseblog aus Neuseeland eine Liste von Filmen veröffentlicht samt der Information, ob sie diese schon gesehen hat oder nicht. Genau die gleiche Liste übernehme ich nun in meinem Blog samt der Information, ob ich die Filme schon gesehen habe (ein dicker ✔ am Ende der Zeile) oder nicht (kein dicker ✔ am Ende der Zeile).

    • Rocky Horror Picture Show
    • Grease
    • Pirates of the Caribbean I ✔
    • Pirates of the Caribbean II: Dead Man’s Chest ✔
    • Boondock Saints ✔
    • Fight Club ✔
    • Starsky & Hutch ✔
    • Neverending Story ✔
    • Blazing Saddles
    • Airplane

    Total (bis jetzt): 0 + 6 = 6

    • The Princess Bride
    • Anchorman
    • Napoleon Dynamite
    • Labyrinth
    • Saw I ✔
    • Saw II ✔
    • White Noise
    • White Oleander
    • Anger Management ✔
    • 50 first Dates
    • The Princess Diaries I
    • The Princess Diaries II: Royal Engagement

    Total (bis jetzt): 6 + 3 = 9

    • Scream I ✔
    • Scream II
    • Scream III
    • Scary Movie I ✔
    • Scary Movie II ✔
    • Scary Movie III ✔
    • Scary Movie IV ✔
    • American Pie I ✔
    • American Pie II ✔
    • American Pie III ✔
    • American Pie: Band Camp

    Total (bis jetzt): 6 + 8 = 14

    • Harry Potter I ✔
    • Harry Potter II ✔
    • Harry Potter III ✔
    • Harry Potter IV ✔
    • Harry Potter V ✔
    • Resident Evil I ✔
    • Resident Evil II ✔
    • The Wedding Singer
    • Little black Book
    • The Village ✔
    • Lilo & Stitch

    Total (bis jetzt): 14 + 8 = 22

    • Finding Nemo✔
    • Finding Neverland
    • Signs✔
    • The Grinch
    • Texas Chainsaw Massacre
    • Texas Chainsaw Massacre: The Beginning
    • White Chicks
    • Butterfly Effect✔
    • 13 going on 30
    • I, Robot✔
    • Robots✔

    Total (bis jetzt): 22 + 5 = 27

    • Dodgeball: A true Underdog Story
    • Universal Soldier
    • Lemony Snicket: A Series of unfortunate Events
    • Along came Polly
    • Deep Impact ✔
    • Kingpin
    • Never been kissed
    • Meet the Parents ✔
    • Meet the Fockers ✔
    • Eight crazy Nights
    • Joe Dirt
    • King Kong ✔

    Total (bis jetzt): 27 + 4 = 31

    • A Cinderella Story
    • The Terminal ✔
    • The Lizzie McGuire Movie
    • Passport to Paris
    • Dumb & Dumber ✔
    • Dumber & Dumberer
    • Final Destination I ✔
    • Final Destination II ✔
    • Final Destination III
    • Halloween
    • The Ring I ✔
    • The Ring II
    • Surviving X-Mas
    • Flubber

    Total (bis jetzt): 31 + 5 = 36

    • Harold & Kumar go to White Castle
    • Practical Magic
    • Chicago
    • Ghost Ship ✔
    • From Hell
    • Hellboy ✔
    • Secret Window
    • I am Sam
    • The whole Nine Yards
    • The whole Ten Yards

    Total (bis jetzt): 36 + 2 = 38

    • The Day after tomorrow ✔
    • Child’s Play
    • Seed of Chucky
    • Bride of Chucky
    • Ten Things I hate about you
    • Just married
    • Gothika
    • Nightmare on Elm Street
    • Sixteen Candles
    • Remember the Titans
    • Coach Carter
    • The Grudge I ✔
    • The Grudge II
    • The Mask ✔
    • Son of the Mask

    Total (bis jetzt): 38 + 3 = 41

    • Bad Boys I ✔
    • Bad Boys II ✔
    • Joy Ride
    • Lucky#Slevin
    • Ocean’s Eleven ✔
    • Ocean’s Twelve ✔
    • Bourne Identity ✔
    • Bourne Supremacy ✔
    • Bourne Ultimatum ✔
    • Lone Star
    • Bedazzled ✔
    • Predator I ✔
    • Predator II
    • The Fog
    • Ice Age I ✔
    • Ice Age II: The Meltdown ✔
    • Curious George

    Total (bis jetzt): 41 + 11 = 52

    • Independence Day ✔
    • Cujo
    • A Bronx Tale
    • Darkness Falls
    • Christine
    • E.T. ✔
    • Children of the Corn
    • My Boss’s Daughter
    • Maid in Manhattan
    • War of the Worlds ✔
    • Rush Hour I ✔
    • Rush Hour II ✔

    Total (bis jetzt): 52 + 5 = 57

    • Best Bet
    • How to Lose a Guy in 10 Days
    • She’s all that ✔
    • Calendar Girls
    • Sideways
    • Mars Attacks ✔
    • Event Horizon ✔
    • Ever after
    • Wizard of Oz
    • Forrest Gump ✔
    • Big Trouble in Little China
    • The Terminator I ✔
    • The Terminator II ✔
    • The Terminator III ✔

    Total (bis jetzt): 57 + 7 = 64

    • X-Men I ✔
    • X-Men II ✔
    • X-Men III ✔
    • Spiderman I ✔
    • Spiderman II ✔
    • Sky High
    • Jeepers Creepers I
    • Jeepers Creepers II
    • Catch me if you can ✔
    • The little Mermaid
    • Freaky Friday
    • Reign of Fire ✔
    • The Skulls
    • Cruel Intentions I ✔
    • Cruel Intentions II ✔
    • The hot Chick
    • Shrek I ✔
    • Shrek II ✔

    Total (bis jetzt): 64 + 11 = 75

    • Swimfan
    • Miracle on 34th street
    • Old School
    • The Notebook
    • K-Pax
    • Krippendorf’s Tribe
    • A Walk to remember
    • Ice Castles
    • Boogeyman
    • The 40-year-old Virgin ✔

    Total (bis jetzt): 75 + 1 = 76

    • Lord of the Rings I ✔
    • Lord of the Rings II ✔
    • Lord of the Rings III ✔
    • Indiana Jones I ✔
    • Indiana Jones II ✔
    • Indiana Jones III ✔

    Total (bis jetzt): 76 + 6 = 82

    • Baseketball
    • Hostel ✔
    • Waiting for Guffman
    • House of 1000 Corpses ✔
    • Devils Rejects
    • Elf
    • Highlander
    • Mothman Prophecies
    • American History X ✔
    • Three

    Total (bis jetzt): 82 + 3 = 85

    • The Jacket
    • Kung Fu Hustle
    • Shaolin Soccer
    • Night Watch
    • Monsters Inc. ✔

    Total (bis jetzt): 85 + 1 = 86

    • Titanic ✔
    • Monty Python & the Holy Grail ✔
    • Shaun of the Dead ✔
    • Willard

    Total (bis jetzt): 86 + 3 = 89

    • High Tension
    • Club Dread
    • Hulk ✔
    • Dawn of the Dead
    • Hook ✔
    • Chronicles Of Narnia The Lion the Witch and the Wardrobe (old one)
    • 28 Days later ✔
    • Orgazmo ✔
    • Phantasm
    • Waterworld ✔

    Total (bis jetzt): 89 + 5 = 94

    • Kill Bill Vol. 1 ✔
    • Kill Bill Vol. 2 ✔
    • Mortal Kombat ✔
    • Wolf Creek
    • Kingdom of Heaven ✔
    • The Hills have Eyes
    • I Spit on your Grave aka The Day of the Woman
    • The Last House on the Left
    • Re-Animator
    • Army of Darkness

    Total (bis jetzt): 94 + 4 = 98

    • Star Wars Episode I ✔
    • Star Wars Episode II ✔
    • Star Wars Episode III ✔
    • Star Wars Episode IV ✔
    • Star Wars Episode V ✔
    • Star Wars Episode VI ✔
    • Ewoks: Caravan of Courage ✔
    • Ewoks: The Battle for Endor ✔

    Total (bis jetzt): 98 + 6 = 104

    • The Matrix ✔
    • The Matrix Reloaded ✔
    • The Matrix Revolutions ✔
    • Animatrix ✔
    • Evil Dead I
    • Evil Dead II
    • Team America: World Police ✔
    • Red Dragon ✔
    • Silence of the Lambs ✔
    • Hannibal ✔

    Total (insgesamt): 104 + 8 = 112 von 240 Filmen.

    Wie man sieht, ist die Liste nicht mehr die allerneueste. Zu vielen Fortsetzungsfilmen sind mittlerweile weitere Teile erschienen. Außerdem sind alle Namen die englischen Originaltitel, die sich von den deutschen Übersetzungen teils erheblich unterscheiden.

    Status gelb/rot.

  • Aus dem Tagebuch eines Serienjunkies Teil III.

    Status gelb/rot.

    Es ist mal wieder an der Zeit, den aktuellen Fortschritt diverser Serien zu beurteilen (Teil I und Teil II können hier nachgelesen werden). So wie’s aussieht wird dies mein letzter Blogeintrag zu diesem Thema in der Seriensaison 2008/09 sein. Ein Teil IV ist eher unwahrscheinlich.

    Battlestar Galactica.Oh mein Gott ist Battlestar Galactica im Moment langweilig, gähnend langweilig. Bereits die dritte Staffel der Serie konnte bei Weitem nicht an das Niveau der ersten beiden Staffeln anknüpfen. Mit dem ersten Teil der vierten Staffel ging’s noch weiter bergab und die jetzt laufenden letzten Folgen der Serie markieren auch deren Tiefpunkt. Es passiert wirklich nichts, absolut nichts. Und wenn sich doch mal was tut, dann ist es so sinnlos wie ein Kropf oder vorhersehbar wie der Aufgang der Sonne am nächsten Morgen. Mag ja sein, dass die Serie versucht, eine depressive Grundstimmung aufzubauen, aber dies schadet der Geschichte rund um die letzten Überlebenden der Menschheit massiv. Darüber hinaus haben sämtliche Charaktere der Serie ihren Charme, ihren Charakter, ihre Besonderheiten, ihre Coolness oder was sie auch sonst immer hatten, verloren. Ob Laura Roslin, Saul Tigh oder Gaius Baltar: Diese Liste ließe sich noch ewig weiterführen. Alle Personen, die mich mal besonders interessierten, tun dies mittlerweile nicht mehr. So ist es wohl das Beste, dass die Serie in wenigen Wochen ihr Ende findet. Vielleicht kann sie mich ja nochmal ein bisschen überraschen. So richtig kann ich daran jedoch nicht glauben.

    Nip/Tuck.Auch die aufgrund des letztjährigen Drehbuchautorenstreiks in zwei Teile zerfallene (übrigens genau so wie bei Battlestar Galactica) fünfte Staffel meiner ehemaligen Lieblingsserie Nip/Tuck bestätigte den Abwärtstrend von Staffel drei und vier. Da wird immer mehr auch noch so Abstruses in eine Folge gepackt, sodass die krassen Einzelschicksale und Geschichten nur noch unglaubwürdig, ja sogar schon lächerlich wirken. Absolut repräsentatives Beispiel dieser traurigen Feststellung war die dritt- oder viertletze Folge der gerade ausgelaufenen Staffel, als in einer Folge Christian erfährt, dass er nur noch wenige Monate zu leben hat und daraufhin um Liz’s Hand anhält, während Sean sich gleich zwei mal von der Femme fatale Teddy trennt, nur um kurz drauf wieder mit ihr zusammen zu kommen. Zwischendrin gibt’s natürlich noch einen Patienten, der aber aufgrund der ganzen anderen Ereignisse eine komplett untergeordnete Rolle spielt. Nip/Tuck hat halt einfach vollkommen an Glaubwürdigkeit (soweit man bei der Serie von „Glaubwürdigkeit“ reden kann) verloren. Der einzige Lichtblick des zweiten Teils der fünften Staffel, die neu eingeführte Person Raj wurde praktisch beiläufig ins Drehbuchnirvana verfrachtet. Bleibt wieder mal zu sagen: Die ersten beiden Staffeln von Nip/Tuck waren und sind überragend und ein hell leuchtender Stern am Serienhimmel. Alles was bei der Serie danach kam, kann man getrost links liegen lassen.

    Heroes.Auch die Entwicklung der aktuellen Staffel von Heroes veranlasst mich, die Serie schlecht zu reden, wo’s nur geht. Während in meinem letzten Blogeintrag, in der ich die Serie erwähnte, noch ein schmaler Silberstreifen am Horizont zu erkennen war, stellte sich nun heraus, dass es sich um den Unter- und nicht um dem Aufgang der (vom Mond verdeckten) Sonne handelte. Der „große Sylar“ mutiert zum Emo, das bereits erwähnte ständige Seitenwechseln der (mittlerweile doch stark überschaubaren) Protagonisten geht fleißig weiter und wirklich packende Überraschungen sind absolute Mangelware (genau so wie bei Battlestar Galactica und Nip/Tuck). Konnte die erste Staffel noch davon zehren, ein bereits bekanntes Szenario (das der Menschen mit besonderen Fähigkeiten) mit viel Geld spektakulär in Szene zu setzen, leidet die Serie seit der zweiten Staffel ganz eindeutig an einem mangelhaften Drehbuch, das sich nur auf Stereotype verlässt (die trotzdem ständig die Seiten wechseln, man kann’s gar nicht oft genug erwähnen) und kaum mehr zu unterhalten weiß. So wirkt Heroes nur noch wie ein billiger Abklatsch von 4400, bei der sich das Szenario ständig änderte und man von Staffel zu Staffel einen Fortschritt erkennen konnte, der einen einfach unterhalten hat. Fazit: Heroes ist einfach nur noch fad.

    Lost.Aus den ganzen Serienenttäuschen sticht die aktuell fünfte Staffel von Lost wie ein Leuchtfeuer im Sturm heraus. Nun zahlt es sich endlich aus, vier Staffeln lang zahlreiche Handlungsstränge aufgebaut zu haben, mit einem festen Ziel vor Augen. Dass so ein Konzept dauerhaft fesselt, fasziniert und unterhält hat bereits Babylon 5 gezeigt. Die Serie von Schöpfer J. J. Abrams macht richtig Druck. Viel zu schnell vergehen die gut 40 Minuten, die jede Woche an Material nachgereicht werden. Ich kann gut verstehen, dass es zahlreiche Zuschauer gibt, denen das jetzt nicht mehr wirklich realistische Szenario mit Zeitreisen nicht mehr gefällt. Auf mich trifft das jedoch nicht zu. Stattdessen freue ich mich über die Enthüllung zahlreicher in den letzten Jahren aufgebauten Geheimnisse, die schlüssig aufgeklärt werden, ohne dass man befürchten muss, dass für die restlichen 1½ Staffeln nicht mehr genügend Material übrig ist. Bleibt nur zu sagen: Ganz eindeutig Daumen nach oben. Momentan das Beste, was die Glotze zu bieten hat.

    The IT Crowd.Ein wenig außer Konkurrenz lief Ende letzten Jahres die dritte Staffel von The IT Crowd. Dass die Serie äußerst sehenswert ist, habe mittlerweile nicht nur ich gemerkt. Und auch die dritte Staffel der britischen Komödie war gespickt mit Gags, Gags und noch mehr Gags. Die werden getragen von den drei wirklich hervorragend gespielten Protagonisten Roy, Moss und Jen. Allein die Rolle von Richmond fehlt in der letzten Staffel ein wenig, was aber keineswegs dazu geführt hat, dass ich pro Folge nicht wieder mehrmals richtig laut lachen musste. Wieder eine klare Empfehlung an all diejenigen, die die dritte Staffel noch nicht gesehen haben oder die Serie vielleicht noch gar nicht kennen. Da ist’s natürlich sehr schade, dass The IT Crowd der Inbegriff von kurz ist: Jede Staffel hat nur sechs Folgen, von denen jede leider nur 23 Minuten dauert. Abschließend bleibt nur noch das Zitat schlechthin dieser Staffel zu erwähnen: „Ich bin ein verdammter Nerd!“.

    Das war’s dann wohl in diesem Jahr mit Serienkritiken. Demnächst werde ich wahrscheinlich noch eine nachreichen, die sich jedoch um eine Serie dreht, die bereits abgeschlossen ist, von der also keine neuen Folgen mehr erscheinen.

    Ansonsten hoffe ich, dass Battlestar Galactica vielleicht doch noch ein gutes Serienende bekommt. Ebenso hoffe ich, dass Heroes vielleicht endlich mehr aus seinem massig vorhandenen Potential macht als das ständige sich im Kreis drehen. Naja, und falls aus Beidem nix wird, dann muss Lost mich eben entschädigen. Und das tut’s im Moment mehr als reichlich.

    Status gelb/rot.

  • „Die beste Science Fiction Serie der Welt.“

    Status gelb/rot.

    Babylon 5.Dieses Zitat stammt zwar nicht von mir (sondern vom Coco), aber viel lässt sich dagegen nicht sagen. Und welche Serie handelt es sich dabei? Babylon 5!

    Im Dezember und im Januar hab ich mir alle fünf Staffeln und sieben Filme reingezogen. Das war für einen Science Fiction Fan wie mich auch wirklich überfällig. Jetzt kann ich auch endlich mitreden.

    Die ersten drei Staffeln sind überragend (vielleicht mit ein paar kleineren Ausnahmen zu Beginn der dritten Staffel). Da merkt man wirklich, dass die Schöpfer der Serie sich einen serienweiten und staffelüberspannenden Handlungsbogen ausgedacht haben, der in jeder Folge mal mehr mal weniger weitergesponnen wird. Dazu gibt’s ein komplexes Universum inklusive zahlreicher interessanter und sich entwickelnder Charaktere (mein Favorit: Mr. Morton. Na, wer kennt den noch?). Allein mit G’Kar und Londo Mollari könnte man eine eigene Serie drehen.

    Nachdem zu Beginn der vierten Staffel der Schattenkrieg beendet ist, ist leider ein wenig die Luft aus der Serie raus. Der menschliche Bürgerkrieg weiß zwar durchaus noch zu unterhalten aber man merkt bereits, dass zu diesem Zeitpunkt die Serie um’s Überleben kämpfen musste. Zahlreiche Handlungsstränge, die weitreichend angelegt waren, mussten deshalb kurzfristig zu einem Ende gebracht werden, nur um anschließend festzustellen, dass doch noch eine Staffel Zeit gewesen wäre, die Szenarien auszubauen.

    Dafür wissen die zahlreichen Filme rund um’s Babylon 5 Universum richtig gut zu unterhalten. Teils führen sie neue Aspekte ein, teils spinnen sie noch offene Handlungsstränge weiter. Das gefällt.

    Zusammenfassend kann man sagen, dass Babylon 5 wirklich eine tolle Serie ist. Zwar lässt sie in den letzten beiden Staffeln nach, bewegt sich jedoch trotzdem noch einem mittleren bis hohen Niveau.

    Zur Zeit guck‘ ich eine neue Serie, die jedoch auch schon abgeschlossen ist. Sprich: Die letzte Episode der Serie wurde bereits ausgestrahlt. Sobald ich mit der durch bin, gibt’s spätestens wieder einen Blogeintrag aus der Rubrik Serienkritik.

    Nachtrag (am 19.02.2009):
    Den besten Satz, an dem ich meinen Babylon 5 Artikel eigentlich aufhängen wollte, hab ich jetzt natürlich vergessen. Also reiche ich ihn hiermit nach:
    „Jede empfindungsfähige Rasse hat eine Nahrung, die den Hackfleischbällchen der Menschen ähnelt“ (G’Kar).

    Status gelb/rot.

  • Aus dem Tagebuch eines Serienjunkies Teil II.

    Sodala, nachdem’s im ersten Blogeintrag zur aktuellen Fernsehseason hauptsächlich negative Kritik gab, wird’s nun endlich Zeit, auch ein paar Lorbeeren zu verteilen.

    Heroes.Am wenigsten verdient hat die sich die aktuell dritte Staffel von Heroes. Klar, die ist wieder spannend in Szene gesetzt und macht Spaß. Außerdem können Hiro und Sylar praktisch tun und lassen was sie wollen, ich werd‘ die beiden immer toll finden. Aber wirklich Neues hat die Staffel nicht zu bieten. Immer noch das Schema X aus den ersten 23 Folgen aus dem Jahr 2006/07: Erstmal massig Charaktere mit ihrem eigenen Handlungsstrang einführen von denen man nicht weiß, ob sie gut oder böse sind (dazwischen gibt’s wohl leider nix, was auch die Schlagwörter „Heroes“ und „Villains“ untermauern). Dann sich die Handlungsstränge fleißig kreuzen lassen, sodass ein Graphtheoretiker seine wahre Freude daran hätte um zum Schluss auf den großen Showdown hin zu arbeiten (darauf wird’s wohl hinaus laufen).
    Dabei kommt es auch zu dem von mir postulierten „Fluch der Karibik II & III“-Effekt: Man muss sich eigentlich gar nicht merken, wer gerade welche Ideologie welcher Seite vertritt, denn zwei Folgen später wechselt er oder sie ohnehin wieder die Fronten oder ein eben erst geschlossenes moralisches Bündnis zerbricht. Außerdem ist Heroes wirklich mit Abstand diejenige Serie, in der der Satz „I’m sorry!“ am allerhäufigsten vorkommt. Muss er auch, schließlich müssen sich die Charaktere auch für ihre ständigen Seitenwechsel entschuldigen.
    Trotzdem macht Heroes Spaß: Oft sind die Charaktere einfach zu cool und/oder speziell, als dass man sie nicht gut finden könnte. Außerdem fesselt das Schema aus der ersten Staffel immer noch, auch wenn man sich da etwas weiter entwickeln könnte. Die letzte Serie in meinem heutigen Trio ist da ’n ganz gutes Vorbild.

    Californication.Californication ist einfach cool. Gut, die Haupthandlung dümpelt die meiste Zeit vor sich hin, aber bereits die erste Staffel der Duchovny-Serie lebte mehr von ihrer Situationskomik und ihrem Hauptdarsteller als von einem tollen Storybogen quer über die ganze Staffel.
    So finde ich eigentlich kein richtiges Argument, auf das ich mit’m Finger zeigen könnte, weshalb mir die aktuelle Staffel richtig Bock macht. Wahrscheinlich sind’s einfach die ganzen Sex-Fettnäpfchen, in die Hank die ganze Zeit tritt. Seifenoper für Männer sozusagen. Auf alle Fälle wieder sehenswert für all diejenigen, die schon die erste Staffel richtig klasse fanden. Bleibt abschließend nur zu sagen: „Don’t be another Brick in the Wall!“ (mein persönlicher Brüller bis jetzt. Naja, wohl nur deswegen, weil mir da mal nicht der popkulturelle Hintergrund gefehlt hat).

    Dexter.Jetzt gibt’s mal richtig fett Lob von mir: War die zweite Staffel von Dexter schon der absolute Hammer (ich würd fast sagen, das war die beste Staffel der letzten Season aller Serien die ich gesehen habe. Wobei’s schwer ist, sich zwischen Lost, House und eben Dexter zu entscheiden), so topt die aktuell dritte fast das Ganze noch. So will ich das sehen: Erste Staffel genial (und innovativ), zweite Staffel noch besser (weil genau richtig aus dem vorhandenen Potential geschöpft wird) und die dritte setzt fast nochmal einen drauf.
    Jede neue Ladung Dexter bringt den Protagonisten in eine völlig andere und abgefahrene Situation, die er bewältigen muss. Dabei schafft es die Serie immer wieder hochklassige Spannung aufzubauen. Nicht zuletzt deswegen, weil’s unerwartete Wendungen am laufenden Band gibt. Ein großes Lob an die Drehbuchautoren für so viel Kreativität. Kreativ war man auch bei den Nebenrollen, mit denen man sich eigentlich allesamt identifizieren kann, weil sie so in sich stimmig und authentisch sind.
    An all diejenigen, die gerade erst die erste Staffel im deutschen Free-TV sehen: Es kommt noch viel besser und danach nochmal viel viel besser.

    Das soll’s wiedermal gewesen sein (will mir nämlich noch ’ne Californication-Folge reinziehen *g*). Aber keine Sorge: Ich bin noch lang ned fertig mit dieser Season. Schließlich gibt’s ja auch noch die ein oder andere Serie, bei der ich noch ned zum gucken der aktuellen Staffel gekommen bin (Star Wars: The Clone Wars, Prison Break, Terminator: The Sarah Connor Chronicles, Knight Rider, …) oder bei der’s in diesem Winter noch gar nichts zum gucken gab (Lost, Nip/Tuck, Battlestar Galactica, …).

  • Aus dem Tagebuch eines Serienjunkies Teil I.

    Der Herbst hat Einzug gehalten und somit ist’s mal wieder an der Zeit, meine Serienkritiken zur aktuellen Season los zu werden. Da ich mittlerweile richtig viele Serien in meinem Programm habe, dachte ich mir, meine Meinung gleich in mehrere Blogeinträge aufzuteilen. Deshalb auch das „Teil I“ im Titel. Los geht’s sozusagen mit dem unteren Ende der Fahnenstange, nämlich drei Serien, die ich nicht weiter verfolgen werde. Warum? Nun, das könnt ihr in den folgenden Absätzen lesen.

    Eureka.Opfer Nummer Eins ist Eureka. Nach zwei Staffeln muss ich sagen, dass ich selten etwas gesehen habe, was so viel Potential so gekonnt verspielt hat. Das seh‘ übrigens nicht nur ich so. Meiner Meinung nach hätte man mit Eureka eine Serie schaffen können, die intellektuellen Humor auf hohem Niveau bietet, verknüpft mit vielen netten Anspielungen auf vergangene und aktuelle wissenschaftliche Ereignisse und Errungenschaften. Stattdessen wird Klischeeeinheitsbrei am laufenden Band serviert mit Geschichten, die wir schon hundert mal gehört haben und die so vorhersehbar sind wie der nächste Sonnenaufgang. Darüber hinaus ist das Ganze auch noch so dermaßen unrealistisch und stupide verpackt, dass man sich den wissenschaftlichen Hintergrund gleich hätte sparen können. Stattdessen wäre es sinnvoller gewesen, den stereotypen Charakteren mit ihren (Liebes-) Geschichten etwas mehr Farbe und Charakterentwicklung zu spendieren. Die hätten bessere Drehbuchautoren durchaus vertragen können, genau so wie die staffelübergreifenden Storybögen, die in Zeiten von Lost und Heroes einfach nur noch lächerlich wirken.
    Bleibt eigentlich nur ein gutes Haar an Eureka, nämlich der Hinweis auf raue Mengen des Transurans Ununseptium in einer der Episoden, das ironischer Weise noch nicht erzeugt werden konnte, im Gegensatz zu seinem Nachfolger im Periodensystem der Elemente, dem Ununoctium. Mehr solche wissenschaftlichen Schmunzler wären wünschenswert gewesen. Da gibt’s bessere Serien vom SciFi Channel, zu denen ich aber in einem späteren Eintrag kommen werde.

    Desperate Housewives.Opfer Nummer Zwei ist Desperate Housewives. Da war ja schon nach der zweiten Staffel klar, wie so eine Season der verzweifelten Hausfrauen aussieht: Der Haupthandlungsstrang wird von einem neu in die Wisteria Lane gezogenen Nachbarn getragen, der ein irgendwie geartetes Geheimnis hat. Dazwischen gibt’s viele von den Hauptcharakteren und ihren Marotten motivierte Sketche und Minigeschichten. Das mag ein zwei Staffeln ganz unterhaltsam sein, spätestens nach der vierten ist das dann aber zum Gähnen langweilig.
    Dachten sich wohl auch die Produzenten, als sie zwischen der vierten und der fünften Staffel einen Zeitsprung von fünf Jahren ansetzten. Das sollte für genügend neues Material sorgen. Denkste! Die aktuelle Staffel geht genau so weiter, wie die vorherige aufgehört hat. Ausnutzen des Zeitsprungs? Praktisch Fehlanzeige! So wenig wie der Neues in die Serie gebracht hat, hätte man ihn auch gleich weglassen können. Somit hat die Serie leider so gut wie nichts Innovatives mehr zu bieten, weshalb auch sie ad acta gelegt wird.

    Eli Stone.Opfer Nummer Drei ist Eli Stone. Im Gegensatz zu Eureka und Desperate Housewives gibt’s hier keine ellenlange Liste mit Argumenten, warum mir die Serie nicht gefällt. Das Szenario des Anwalts mit Gehirnaneurysma und (göttlichen ?) Visionen, die ihn vom Saulus zum Paulus wandeln, ist eigentlich ganz nett, gefällt mir persönlich aber schlussendlich dann doch nicht so gut, wie ich das beim ersten hören vermutete. Schlussendlich muss ich sagen, dass es bei dieser guten Idee blieb, die Serie aber sonst nicht all zu viel Neues zu bieten hat.
    Einfach nicht mein Genre, diese Dramedies. Da geht halt zu oft zu viel rund, auch wenn die Protagonisten noch so tief in der Sch…, ähh in der Zwickmühle stecken. Von irgendwoher kommt dann doch meist die unverhoffte Rettung aus dem Nichts.

    Sodala, nun genug der Kritik. In meinen nächsten Blogeinträgen zur Winderseason wird’s mehr Lob geben, versprochen *gg*.

  • Have you tried turning it off and on again?

    The IT Crowd.Vor ein paar Tagen, diesmal durch reinen Zufall, bin ich über eine neue Serie gestolpert: The IT Crowd. Naja, neu stimmt jetzt nicht ganz, denn mittlerweile gibt’s schon zwei Staffeln à sechs Folgen à 25 Minuten. OK, andere Serien haben pro Staffel doppelt so viele Folgen wie die ganze bisherige Serie „The IT Crowd“, die auch noch doppelt so lang sind. Urkomisch ist meine neueste Entdeckung aber trotzdem.

    Die Serie handelt von den beiden Mitarbeitern der IT-Abteilung eines großes britischen Konzerns Roy und Moss, die natürlich berufstypisch von niemanden gemocht werden und die nerdtypisch mit dem weiblichen Geschlecht auf Kriegsfuß stehen. Dementsprechend genervt meldet sich Roy bei all seinen einkommenden Telefonanrufen erstmal mit einem „IT – Have you tried turning it off and on again?“, gefolgt von „Are you sure it’s plugged in?“. Ihnen zur Seite steht Jen, eine Dame, die computertechnisch von Tuten und Blasen keine Ahnung hat sowie Richmond (mein Lieblingscharakter), einem Goth, der im Serverraum eingesperrt ist und ebenfalls computertechnisch nicht gerade ’ne Hochspannungs-LED ist.

    Klingt ja wie gemacht für einen Informatiker wie mich. Wie sich aber schnell heraus stellte, ist diese Serie für jeden geeignet der meint, er hätte in seinem Leben zu wenig zu lachen. Natürlich sind die beiden von der IT, Roy und Moss, richtige Computerg33ks. Die Anzahl der von jedem nicht sofort verstandenen Insider beläuft sich aber glücklicherweise auf Null. Stattdessen gibt’s pfundweise Situations- und Verwechslungskomik und das am laufenden Band. Das liegt auch an den anderen stereotypen Charakteren wie dem Chef der Firma, dem Karrieremann Denholm.

    Auf jeden Fall eine Empfehlung und ich freu mich schon auf die dritte Staffel, deren Dreh in diesem Tagen beginnt. Zum Schluss noch ein kleiner Appetizer, das Intro der Serie:

  • Warum so ernst?

    Viel hat man über den neuen Batman Film „The Dark Knight“ gelesen und gehört, hauptsächlich Gutes bis Überwältigendes. Die Tatsache, dass der Film in den Staaten bereits einen Monat früher lief als bei uns und er dort sämtliche Startrekorde brach, verstärkte den ohnehin großen Hype aufgrund des verstorbenen Heath Ledgers noch umso mehr. Natürlich wollte auch ich mir den Film anschauen, denn bereits der erste Teil der Neuauflage des Flattermanns „Batman Begins“ konnte mich überzeugen. Positive Kommentare aus meinem Freundeskreis heizten da die Vorfreude nochmals an. Letzten Dienstag bot dann der Kinodienstag endlich die passende Gelegenheit zum Kinobesuch.

    Und ich muss sagen, dass ich trotz der hohen Erwartungen tatsächlich nicht enttäuscht wurde. Besonders gut hat mir der für Comicverfilmungen äußerst ungewöhnlich Tiefgang gefallen. Da ist nur auf den ersten Blick klar, wer gut und wer böse ist. Auf den zweiten sieht man schnell, dass die Guten nur all zu oft korrumpierbar sind und die Bösen doch viel mehr das Chaos sind, was Schwarz-Weiß-Malerei auf beiden Seiten sehr schell zu einem Grauton werden lässt. Aber für so ein Szenario ist Batman mit seinem Gotham City schon immer gut geeignet gewesen.

    Meine drei Mitbesucher waren zwar der Meinung, dass der Film etwas zu lang war und dass man den ein oder anderen Dialog ruhig weglassen hätte können Ich finde aber, dass das der Charakterentwicklung richtig gut getan hat. Vor allem die Motive des Jokers, der der Gesellschaft einen Spiel vorhält um ihr zu zeigen, wie schnell ihre Prinzipien mit der Moral in Konflikt kommen, kamen so richtig gut rüber.

    À propos Joker: Der wird ja vom auf mysteriöse Weise verstorbenen Heath Ledger gespielt, für den jetzt alle Welt einen Ehrenoskar verlangt. Meiner Meinung nach macht Ledger seinen Job wirklich gut. Ich hätte ihn nicht erkannt, was nicht nur an der grandiosen Maske lag. Auch die Synchro war dieses mal richtig toll, wobei ich natürlich das englische Original jetzt nicht kenne. Ihm aber jetzt noch ’nen Oskar zu verpassen hat für mich mehr mit Hollywoodmanie als mit tatsächlicher schauspielerischer Leistung zu tun, auch wenn diese im Film tatsächlich mehr als nur gelegentlich aufblitzt.

    Abschließend kann ich sagen, dass „The Dark Knight“ zusammen mit „No Country for old Men“ bisher einer der besten Filme dieses Jahres ist. Story, Action, Technik und schauspielerische Leistung sind für ’ne Comicverfilmung top, was will man mehr?

  • Insider.

    Nach knapp zwei Jahren hab ich mittlerweile so ziemlich alles gebolgt, was man von so einem Blog erwartet:

    • Meine Meinung über alle möglichen politischen und sozialen Themen, die mich später bestimmt mal ’nen gut bezahlten Karrierejob kostet.
    • Voll coole Web 2.0 Videos bei YouTube, die jeder Interessierte auch alleine finden würde, wo’s aber viel cooler ist, sie in seinem Blog zu verlinken.
    • Zahlreiche Einblicke in mein Privatleben, wo man vor fünf Jahren einfach gesagt hätte, das geht andere ’nen Scheißdreck an.

    Fehlt eigentlich nur noch ein voll krasser Insider, dem weniger als eine ‰ der normalen Bevölkerung folgen kann. Das will ich mit diesem Blogeintrag nachholen.

    Früher hab ich ja recht viel Trance (im Bereich Hard-Trance und Acid) gehört, was sich seit Beginn meines Studiums mehr in den Bereich Electro/EBM/Aggrotech/Noise verschoben hat.

    Damals gab’s einen Song, den man fast immer in meinen Playlists fand. „Ibiza“ von „El Loco“ war (und ist immer noch) genau nach meinem Geschmack. Wer den Song nicht kennt (damit dürften wir den Kreis der eingeweihten Personen schonmal stark dezimiert haben), sollte mal in unten stehendes YouTube Video reinschauen. Allerdings handelt es sich dabei nur um ’ne Radio Version. Eigentlich ein Verbrechen, ’nen guten Trance-Song in weniger als sieben Minuten zu quetschen.

    Neulich beim Joggen hörte ich wieder mal fleißig Musik auf der Suche nach neuen guten Albem, mittlerweile eben aus des Bereich Electro/EBM/Aggrotech/Noise. Dabei kam mir „Ibiza“ von „Kloq“ (die dürfte jetzt wohl niemand mehr kennen, womit mein Ziel < ‰ erreicht ist) aus dem Album "Move forward" unter. Und wie man sich schon denken kann, handelt es sich hierbei um 'nen Remix des ersten, älteren Songs. Leider hab ich da auf die schnelle kein (legales) Hörbeispiel parat, aber wer diesem Link folgt, sollte unter den ersten fünf Treffern Erfolg haben.

    War auf alle Fälle ein nettes „wiederhören“ und eine Bestätigung dafür, dass Trance früher einfach viel besser war als heute *nach Opa kling*.