Ganz traditionell gibt’s am letzten Tag des Jahres (Jahresrückblick 2008, Jahresrückblick 2007, Jahresrückblick 2006) mein persönliches Resümee der vergangenen 8760 Stunden. Also fackel ich nicht lange sondern lege gleich los.
Insgesamt gab’s dieses Jahr relativ wenige Artikel in meinem Blog. Ein Hauptgrund dafür ist, dass ich die ersten vier Monate des Jahres 2009 am Schreibtisch verbrachte um mich auf meine Diplomprüfungen vorzubereiten anstatt aufregende Dinge zu erleben. Pünktlich am 02. Januar ging’s los mit den Vorbereitungen für das Großprojekt „Diplominformatiker werden“. Dieses Vorhaben wurde jedoch bereits nach zwei Tagen von einem grippalen Infekt kurzzeitig verzögert, dem ersten seit vielen Jahren. Am 30. April konnte die Operation dann jedoch äußerst erfolgreich zu Ende gebracht werden, wie in meinen drei „Siegesblogeinträgen“ nachgelesen werden kann (Etappe 1, Etappe 2, finale Etappe).
Der zweite Grund für den diesjährigen Mangel an Lesestoff in meinem Blog hat wieder mit der Uni zu tun. Denn mündliche Abschlussprüfungen allein machen noch keinen Diplominformatiker. Dazu bedarf es noch einer Diplomarbeit an der ich nun seit drei Monaten intensiv werkel. Zwar habe ich den Sommer über schon einiges an Vorarbeit geleistet, richtig produktiv bin ich jedoch erst seit Anfang Oktober. Drei Monate wird mich dieses Kapitel noch beschäftigen, dann wird auch diese Herausforderung gemeistert sein. An welchem Thema ich genau arbeite habe ich an dieser Stelle zwar noch nicht geschrieben, zwei große Durchbrüche (Nummer Eins, Nummer Zwei) zeugen jedoch von meinem guten Vorankommen.
Zwischen diesen beiden universitären Großprojekten lag der Sommer und der musste im Mai mit einem wahren Partymarathon eingeläutet werden: Star Trek Premiere in Nürnberg, letzte Semester-Opening/Closing-Party bei den Zwillingen und Geburtstag vom Andi in München.
Sportlich war dieses Jahr auch einiges geboten: Aufgrund eines durchaus passablen Sommers wurde viel im tittlinger Dreiburgensee geschwommen, zusätzlich zum obligatorischen Joggen. Außerdem war ich bei zwei Fußballturnieren mit von der Partie. Zuerst in Untergriesbach, dann in Passau beim SC Batavia. Auch wenn wir da nicht gerade die Erfolgreichsten waren hat’s irrsinnig viel Spaß gemacht. Und wie sagen die Verlierer immer: „Dabei sein ist alles“. Von den drei geplanten Radtouren mit’m Stefan ließ sich leider nur eine nach Regensburg realisieren. Die hatte es dafür in sich. Außerdem wurde der Halbmarathon nachgeholt, der 2008 noch verschoben werden musste.
Wer viel Sport macht, der darf auch mal faul auf der Couch sitzen und in die Glotze starren. Neben meinen Stammserien, über die ich ja auch öfter blogge, standen dieses Jahr zwei Fernsehproduktionen auf dem Programm, deren letzte Folge bereits abgedreht wurde. Mit Babylon 5 gab’s eine Science Fiction Serie, Six feet under war dann eine Dramaserie. Außerdem hab ich mir South Park komplett reingezogen (dazu gibt’s allerdings keinen gesonderten Artikel) und bei Alias bin ich mittlerweile auch schon bei der fünften und damit letzten Staffel. Eine Zusammenfassung gibt’s dann wohl recht bald in neuen Jahr. Und es stehen schon weitere abgeschlossene Serien auf meiner Anschauwunschliste.
Den Abschluss des Sommers bildete dann ein spitzenmäßiger Urlaub in Kroatien mit vielen schönen Erinnerungen, dringend benötigter Erholung und einfach einer guten Zeit. Nach so langer Zeit ohne richtigen Urlaub ein wahres Highlight.
Das war’s dann mal mit dem persönlichen Teil. Der Tradition meiner Jahresrückblicke folgend gibt’s abschließend wie immer noch eine Zusammenfassung des Weltgeschehens der vergangenen Monate Januar bis Dezember. In meinem Leben dreht sich halt dann doch nicht alles nur um mich *g*.
- Das Schlagwort, das dieses Jahr definitiv am besten trifft ist „Krise“. Krise wohin man blickt und Insolvenzen am laufenden Band. So waren das Ende von Quelle, Schiesser und Merklin Dauerbrenner in den Nachrichtentickern, genau so wie die Zukunft des Autobauers Opel. Und auch im nächsten Jahr dürfte sich an dieser Brisanz wenig ändern. Naja, mein Motto: Ruhig bleiben, abwarten und Diplomarbeit schreiben.
- Innenpolitisch taucht ganz oben die Kundusaffäre auf, die mittlerweile neben zahlreichen anderen Personen auch einen Verteidigungsminister des Stuhl gekostet hat. Auf jeden Fall kann man nun sicher nicht mehr behaupten, dass der Afghanistaneinsatz in den deutschen Medien nur ein Nischendasein fristet.
- Zweites Innenpolitischen Topthema war das Superwahljahr 2009. So wird Deutschland nun von einer schwarz-gelben anstatt einer schwarz-roten Koalition regiert. Die Kanzlerin bleibt mit Angela Merkel jedoch die selbe. Selbiges gilt für unseren Bundespräsidenten Horst Köhler. Außerdem zog neben drei Landtagswahlen auch die Europawahl das Volk in die Wahlkabinen.
- Einer Wahl hat auch der neue amerikanische Präsident sein Amt zu verdanken, womit wir bei der Außenpolitik angekommen wären. Gewählt wurde Barack Obama zwar bereits 2008, vereidigt aber erst im Januar diesen Jahres. Kaum im Amt hat er dann gleich mal den Friedensnobelpreis abgeräumt. À propos Nobelpreis: Dank Herta Müller gingen die Deutschen bei dieser Preisverleihung dieses Jahr auch nicht leer aus.
- Außenpolitisch stand dieses Jahr im Zeichen der Proteste gegen die Machthaber. Ob nun die Opposition im Iran oder die Uiguren in China, vielerorts macht man sich Luft über den Unmut gegen die Obrigkeit. Beide male jedoch mit reichlich wenig Erfolg.
- Die durch’s Dorf getriebene Sau des Jahres ist eindeutig die Schweinegrippe (man beachte das ach so geniale Wortspiel). Ich will gar keine neue Diskussion über Für und Wider von Impfungen lostreten oder ob es sich bei dieser Krankheit um reine Panikmache handelt oder nicht. Stattdessen freue ich mich, dass es doch nicht so schrecklich gekommen ist, wie viele befürchtet haben.
- Abschließend noch ein bisschen Boulevard: Denn dieses Jahr stand auch im Zeichen zahlreicher verstorbener Stars und Sternchen. OK, auch bei denen ist irgendwann der letzte Tag gekommen, bloß dieses Jahr fiel’s mir irgendwie besonders auf. Allen voran Michael Jackson, aber auch Patrick Swayze, eben erst Brittany Murphy (die mir jedoch bis vor zwei Wochen überhaupt nichts sagte) oder hier zu Lande Robert Enke.
Sodala, das war’s dann wohl für dieses Jahr. Abschließend muss ich sagen, dass 2009 ein sehr erfolgreiches Jahr für mich und turbulent für die Welt war. Die bereits letztes Jahr sichtbaren Herausforderungen konnten mehr als zufriedenstellend gemeistert werden. Mit dem heutigen Tag geht nicht nur ein Jahr sondern gleich ein ganzes Jahrzehnt zu Ende. Schnell war’s rum muss ich zugeben.
Das kommende Jahr wird ganz bestimmt auch wieder sehr spannend: Es gilt meine Diplomarbeit abzuschließen. Anschließend steht dem Einstieg ins Berufsleben nichts mehr im Wege.
Allen meinen Lesern wüsche ich zum Abschluss viel Erfolg im kommenden Jahr und Jahrzehnt.


Vor kurzem habe ich das zweite, selbst lauffähige Add-On zum Open World Shooter 








