Autor: admin

  • Mein persönlicher Jahresrückblick 2009: Krise wohin man blickt.

    Ganz traditionell gibt’s am letzten Tag des Jahres (Jahresrückblick 2008, Jahresrückblick 2007, Jahresrückblick 2006) mein persönliches Resümee der vergangenen 8760 Stunden. Also fackel ich nicht lange sondern lege gleich los.

    Insgesamt gab’s dieses Jahr relativ wenige Artikel in meinem Blog. Ein Hauptgrund dafür ist, dass ich die ersten vier Monate des Jahres 2009 am Schreibtisch verbrachte um mich auf meine Diplomprüfungen vorzubereiten anstatt aufregende Dinge zu erleben. Pünktlich am 02. Januar ging’s los mit den Vorbereitungen für das Großprojekt „Diplominformatiker werden“. Dieses Vorhaben wurde jedoch bereits nach zwei Tagen von einem grippalen Infekt kurzzeitig verzögert, dem ersten seit vielen Jahren. Am 30. April konnte die Operation dann jedoch äußerst erfolgreich zu Ende gebracht werden, wie in meinen drei „Siegesblogeinträgen“ nachgelesen werden kann (Etappe 1, Etappe 2, finale Etappe).

    Der zweite Grund für den diesjährigen Mangel an Lesestoff in meinem Blog hat wieder mit der Uni zu tun. Denn mündliche Abschlussprüfungen allein machen noch keinen Diplominformatiker. Dazu bedarf es noch einer Diplomarbeit an der ich nun seit drei Monaten intensiv werkel. Zwar habe ich den Sommer über schon einiges an Vorarbeit geleistet, richtig produktiv bin ich jedoch erst seit Anfang Oktober. Drei Monate wird mich dieses Kapitel noch beschäftigen, dann wird auch diese Herausforderung gemeistert sein. An welchem Thema ich genau arbeite habe ich an dieser Stelle zwar noch nicht geschrieben, zwei große Durchbrüche (Nummer Eins, Nummer Zwei) zeugen jedoch von meinem guten Vorankommen.

    Zwischen diesen beiden universitären Großprojekten lag der Sommer und der musste im Mai mit einem wahren Partymarathon eingeläutet werden: Star Trek Premiere in Nürnberg, letzte Semester-Opening/Closing-Party bei den Zwillingen und Geburtstag vom Andi in München.

    Sportlich war dieses Jahr auch einiges geboten: Aufgrund eines durchaus passablen Sommers wurde viel im tittlinger Dreiburgensee geschwommen, zusätzlich zum obligatorischen Joggen. Außerdem war ich bei zwei Fußballturnieren mit von der Partie. Zuerst in Untergriesbach, dann in Passau beim SC Batavia. Auch wenn wir da nicht gerade die Erfolgreichsten waren hat’s irrsinnig viel Spaß gemacht. Und wie sagen die Verlierer immer: „Dabei sein ist alles“. Von den drei geplanten Radtouren mit’m Stefan ließ sich leider nur eine nach Regensburg realisieren. Die hatte es dafür in sich. Außerdem wurde der Halbmarathon nachgeholt, der 2008 noch verschoben werden musste.

    Wer viel Sport macht, der darf auch mal faul auf der Couch sitzen und in die Glotze starren. Neben meinen Stammserien, über die ich ja auch öfter blogge, standen dieses Jahr zwei Fernsehproduktionen auf dem Programm, deren letzte Folge bereits abgedreht wurde. Mit Babylon 5 gab’s eine Science Fiction Serie, Six feet under war dann eine Dramaserie. Außerdem hab ich mir South Park komplett reingezogen (dazu gibt’s allerdings keinen gesonderten Artikel) und bei Alias bin ich mittlerweile auch schon bei der fünften und damit letzten Staffel. Eine Zusammenfassung gibt’s dann wohl recht bald in neuen Jahr. Und es stehen schon weitere abgeschlossene Serien auf meiner Anschauwunschliste.

    Den Abschluss des Sommers bildete dann ein spitzenmäßiger Urlaub in Kroatien mit vielen schönen Erinnerungen, dringend benötigter Erholung und einfach einer guten Zeit. Nach so langer Zeit ohne richtigen Urlaub ein wahres Highlight.

    Das war’s dann mal mit dem persönlichen Teil. Der Tradition meiner Jahresrückblicke folgend gibt’s abschließend wie immer noch eine Zusammenfassung des Weltgeschehens der vergangenen Monate Januar bis Dezember. In meinem Leben dreht sich halt dann doch nicht alles nur um mich *g*.

    • Das Schlagwort, das dieses Jahr definitiv am besten trifft ist „Krise“. Krise wohin man blickt und Insolvenzen am laufenden Band. So waren das Ende von Quelle, Schiesser und Merklin Dauerbrenner in den Nachrichtentickern, genau so wie die Zukunft des Autobauers Opel. Und auch im nächsten Jahr dürfte sich an dieser Brisanz wenig ändern. Naja, mein Motto: Ruhig bleiben, abwarten und Diplomarbeit schreiben.
    • Innenpolitisch taucht ganz oben die Kundusaffäre auf, die mittlerweile neben zahlreichen anderen Personen auch einen Verteidigungsminister des Stuhl gekostet hat. Auf jeden Fall kann man nun sicher nicht mehr behaupten, dass der Afghanistaneinsatz in den deutschen Medien nur ein Nischendasein fristet.
    • Zweites Innenpolitischen Topthema war das Superwahljahr 2009. So wird Deutschland nun von einer schwarz-gelben anstatt einer schwarz-roten Koalition regiert. Die Kanzlerin bleibt mit Angela Merkel jedoch die selbe. Selbiges gilt für unseren Bundespräsidenten Horst Köhler. Außerdem zog neben drei Landtagswahlen auch die Europawahl das Volk in die Wahlkabinen.
    • Einer Wahl hat auch der neue amerikanische Präsident sein Amt zu verdanken, womit wir bei der Außenpolitik angekommen wären. Gewählt wurde Barack Obama zwar bereits 2008, vereidigt aber erst im Januar diesen Jahres. Kaum im Amt hat er dann gleich mal den Friedensnobelpreis abgeräumt. À propos Nobelpreis: Dank Herta Müller gingen die Deutschen bei dieser Preisverleihung dieses Jahr auch nicht leer aus.
    • Außenpolitisch stand dieses Jahr im Zeichen der Proteste gegen die Machthaber. Ob nun die Opposition im Iran oder die Uiguren in China, vielerorts macht man sich Luft über den Unmut gegen die Obrigkeit. Beide male jedoch mit reichlich wenig Erfolg.
    • Die durch’s Dorf getriebene Sau des Jahres ist eindeutig die Schweinegrippe (man beachte das ach so geniale Wortspiel). Ich will gar keine neue Diskussion über Für und Wider von Impfungen lostreten oder ob es sich bei dieser Krankheit um reine Panikmache handelt oder nicht. Stattdessen freue ich mich, dass es doch nicht so schrecklich gekommen ist, wie viele befürchtet haben.
    • Abschließend noch ein bisschen Boulevard: Denn dieses Jahr stand auch im Zeichen zahlreicher verstorbener Stars und Sternchen. OK, auch bei denen ist irgendwann der letzte Tag gekommen, bloß dieses Jahr fiel’s mir irgendwie besonders auf. Allen voran Michael Jackson, aber auch Patrick Swayze, eben erst Brittany Murphy (die mir jedoch bis vor zwei Wochen überhaupt nichts sagte) oder hier zu Lande Robert Enke.

    Sodala, das war’s dann wohl für dieses Jahr. Abschließend muss ich sagen, dass 2009 ein sehr erfolgreiches Jahr für mich und turbulent für die Welt war. Die bereits letztes Jahr sichtbaren Herausforderungen konnten mehr als zufriedenstellend gemeistert werden. Mit dem heutigen Tag geht nicht nur ein Jahr sondern gleich ein ganzes Jahrzehnt zu Ende. Schnell war’s rum muss ich zugeben.

    Das kommende Jahr wird ganz bestimmt auch wieder sehr spannend: Es gilt meine Diplomarbeit abzuschließen. Anschließend steht dem Einstieg ins Berufsleben nichts mehr im Wege.

    Allen meinen Lesern wüsche ich zum Abschluss viel Erfolg im kommenden Jahr und Jahrzehnt.

  • Foto des Jahres 2008 und 2009.

    Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Neben meinen obligatorischen Jahresrückblicken möchte ich in diesem Jahr eine zweite Kategorie einführen, zu der es am Ende jeden Jahres einen Artikel geben soll. Wie am Titel unschwer zu erkennen handelt sich sich dabei um die Präsentation des Fotos des Jahres. Dabei soll es sich jedoch nicht um ein Pressefoto oder derartiges handeln sondern um ein Foto, das ich selbst geschossen habe, also etwas aus meinem Leben der zurückliegenden 365 Tage (naja, bis jetzt sind’s ja erst 363).

    Neben dem Foto für das nun ablaufende Jahr 2009 packe ich die Gelegenheit beim Schopfe und stelle auch ein Bild des Jahres 2008 vor. Schließlich gab’s letztes Jahr diese Kategorie noch nicht, trotzdem habe ich ein Foto, das mir besonders gut gefallen hat.

    Halbzeitstand.
    Aufgenommen wurde mein persönliches Bild des Jahres 2008 während der Fußball Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. Zu sehen sind (von links) Daniel, Corny und Karin die mit ihren Fingern den Halbzeitstand im Viertelfinalspiel Portugal gegen Deutschland anzeigen: 1:2.

    Vor der Arena in Pula.
    Nach einem kurzen Abstecher in das Jahr 2008 sieht man nun mein persönliches Bild des Jahres 2009. Aufgenommen wurde es im diesjährigen Kroatienurlaub. Es zeigt links d’Karin und rechts von hinten ’n Stefan. Im Hintergrund ist die Arena von Pula zu erkennen. Auf den ersten Blick ist das Foto wohl nicht soo besonders, auf den zweiten finde ich jedoch, dass es eine tolle Kombination aus Stil (Karin), Geschichte (Arena) und der Suche nach Schatten (Stefan) ist. Und natürlich schönem Wetter.

    Nach dem Foto des Jahres gibt’s dann übermorgen, den letzten Tag von 2009, meinen alljährlichen Jahresrückblick. Meine Leser müssen sich also noch zwei Tage gedulden.

  • Willkommen zurück in der Zone.

    Stalker: Call of Pripyat.Vor kurzem habe ich das zweite, selbst lauffähige Add-On zum Open World Shooter Stalker durchgespielt. Der Titel mit dem Namen „Call of Pripyat“ schickt den Spieler in Form des ukrainischen Geheimdienstoffiziers Major Degtarew in die Zone rund um den 1986 havarierten Reaktor von Tschernobyl. Man kämpft also dieses mal nicht wie im Hauptprogramm „Shadow of Tschernobyl“ und dem ersten Add-On „Clear Sky“ als einer der namensgebenden Stalker sondern auf Seiten der Regierung.

    Spielerisch macht das jedoch keinerlei Unterschied, denn um seinen Auftrag auszuführen, tarnt man sich kurzerhand als einer der durch die Zone streifenden Alleingänger, die auf der Suche nach wertvollen Artefakten, Abenteuern und/oder Antworten zu den Anomalien des radioaktiv verseuchten Gebiets sind. So spielt sich „Call of Pripyat“ wie seine Vorgänger, wirkt jedoch wesentlich erwachsener.

    Dafür gibt es mehrere Gründe: Die Spielwelt, die aus drei komplett frisch designten Regionen besteht, wirkt wie aus einem Guss. Anomalien treten nun nicht mehr zufällig auf sondern wurden stimmig und passend in die Landschaft eingebaut. Ein weiterer Grund für die Reife von „Call of Pripyat“ ist das Design der Haupt- und Nebenquests. Letztere werden nun ebenfalls nicht mehr zufällig generiert. Stattdessen sind sie oft mehrteilig. Auf diese Weise wird man quer durch die neuen Gebiete geschickt. Eine tolle Verknüpfung von sonst eher langwieriger Laufarbeit, Erkundung der Zone und erzählter Atmosphäre. Positiver Seiteneffekt: Die Charaktere, die sich neben uns rund um dem Krisenreaktor tummeln, bleiben einem viel besser in Erinnerung, da ihre Geschichten originell erzählt werden. So hat man auf der einen Seite die Offenheit der Spielwelt, auf der anderen Seite bietet die Story einen roten Faden, der keinen Leerlauf aufkommen lässt.

    Leider fehlt es „Call of Pripyat“ fast vollständig an den von mir in „Shadow of Tschernobyl“ geliebten unterirdischen Laboren und Versuchsanlagen. Überirdisch ist hingegen für viel Abwechslung gesorgt: Bahnanlagen, die Jupiter-Forschungsstation, in ausgetrockneten Flussbetten liegende gestrandete Schiffe, die namensgebende verlassene Stadt Pripyat, Bunker, Wissenschaftsstationen, Militärlager und nicht zuletzt die Anomalien. Da stört es auch nicht wirklich, dass alles grau in braun ist.

    Erfahrene Stalker düften auch beim Aufbau des Spiels ein Déjà-Vu Erlebnis haben. Während man in den ersten beiden Regionen viel Zeit zum Erkunden auch des letzten Winkels hat, hetzt einen die Erzählung fast schon ein wenig durch die finale Region Pripyat. So ähnlich lief das auch schon in „Shadow of Tschernobyl“ und „Clear Sky“, wo sind am Ende die Ereignisse fast überschlagen und man die letzten Levels leider gar nicht mehr richtig genießen kann.

    Technisch ist die Grafikengine zwar schon etwas angestaubt, was man an der Polygonarmut von Spielern und Umgebung erkennt, dafür zahlt sich der massive Gebrauch von Shadern wirklich aus. Dort wo schwammige Texturen Oberflächen zieren werden diese durch Schatten- oder Wettereffekte gekonnt kaschiert und aufgehübscht. Bei Regen fließt Wasser von den Objekten, in gleißendem Sonnenlicht reflektieren metallische Oberflächen stimmungsvoll das Licht. Schatten an allen Enden lassen die Welt realistisch wirken. So entsteht wieder ein unvergleichliches Mittendringefühl. Das war es, was bereits die beiden Vorgängerprogramme besonders auszeichnete. Das i-Tüpfelchen ist die Soundkulisse, die sich dynamisch und passend der aktuellen Situation anpasst. Einfach grandios.

    Abschließend muss ich sagen, dass ich mit „Call of Pripyat“ sehr gerne zurück in die Zone gekehrt bin. Am Ende der Kampagne lässt es einem das Spiel offen, entweder das Spiel abzuschließen oder wieder nach Pripyat in einer Form Endlosspiel zurück zu kehren, um auch die letzten Verstecke zu finden und allerletzten Quests zu lösen. Ich habe mich sofort für die Rückkehr entschieden.

    Einen empfehlenswerten „professionellen“ Test des Endzeitshooters findet man bei gamestar.de.

  • Durchbruch (in groß). Die Zweite.

    Nachdem ich vor gut zwei Monaten an selber Stelle verkünden durfte, dass mir bei meiner Diplomarbeit der große algorithmische Durchbruch gelungen ist, gibt’s heute den nächsten Meilenstein zu feiern. Musste ich mir beim ersten mal noch alles selbst ausdenken konnte ich für meinen zweiten großen Erfolg auf zahlreiche Paper zurück greifen.

    Zwar bin ich immer noch nicht dazu gekommen meine Diplomarbeit hier im Blog genauer und auch für Laien verständlich vorzustellen, jedoch kann man zum heutigen Meilenstein auch ohne große Einleitung einiges erzählen. Wie an den beiden Bildern unten zu erkennen ist, muss ich es offensichtlich geschafft haben, den Teapot und das Bunny zu rendern. Was soll daran nun so besonders sein? Mit OpenGL sollte sowas doch relativ schnell realisiert sein. Mit DirectX auch. Darüber hinaus sieht die Schattierung der beiden Modelle auch noch äußerst gewöhnungsbedürftig aus. Was ist da nun so toll dran?

    Nun, gerendert wurden die Modelle weder mit OpenGL noch mit DirectX sondern mit meinem eigenen in CUDA geschriebenen Raytracer. Die Berechnungen zur Erstellung der Bilder werden also nicht vom Hauptprozessor sondern von der Grafikkarte durchgeführt mit dem Vorteil, dass ich 100%ige Kontrolle über den Programmfluss habe, was mir bei OpenGL und DirectX in dieser Form nicht möglich gewesen wäre.

    Diese Kontrolle brauche ich, da es in meiner Diplomarbeit nicht primär um Visualisierungen von Dreiecksmengen geht sondern ich die grundlegende Algorithmik eines Raytracers für eine interne Simulation ohne grafische Ausgabe benötige. Auf diese Weise erklärt sich auch die merkwürdige Schattierung: Die Farbe eines Dreiecks korrespondiert nämlich mit dessen Indexnummer in der globalen Dreiecksliste und hat also nichts mit irgendwelchen Beleuchtungen zu tun.

    Für all diejenigen, die sich ein wenig näher mit der Materie auskennen dürfte das jetzt alles recht trivial wirken. Jedoch steckt da im Hintergrund doch noch einiges an Intelligenz drin: Zur Beschleunigung werden die Dreiecke des Modells in einer hierarchischen Struktur, einer sogenannten Bounding Volume Hierarchy organisiert. Diese parallel auf der Grafikkarte zu traversieren war die eigentliche Herausforderung. Somit schaffe ich es im Moment pro Sekunde eine dreistellige Anzahl von Bildern in einer Auflösung von 1024×768 zu erstellen. Genau habe ich das noch nicht gebenchmarkt. Darüber hinaus handelt es sich bei den unteren beiden Bilder um das Ergebnis der allerersten Version meiner Software. Da ist noch nichts optimiert, weder irgendwelche Parameter noch eine Zeile Programmcode.

    Teapot.
    Diese Version des Teapot besteht aus 4032 Dreiecken. Mit größeren Dreiecksmengen kann ich im Moment noch nicht arbeiten, da zwar das Rendering bereits relativ effizient von Statten geht, der Aufbau der zugrunde liegenden Hierarchisierug des Modells noch äußerst ineffizient vom Hauptprozessor übernommen wird.

    Bunny.
    Das Modell des Bunny besteht aus 3999 Dreiecken.

  • Jetzt ist ihm nichts mehr heilig.

    2012.Gestern Abend war ich seit längerem mal wieder im Kino. Roland Emmerich’s neuer Katastrophenfilm 2012 stand auf dem Programm.

    Die Story des Films ist (sehr) schnell erzählt. Wer Independence Day oder The Day after Tomorrow des selben Produzenten kennt, den dürfte wenig (bis gar nichts) Neues erwarten. Für alle, denen diese beiden Prototypen des Genres entgangen sind, sei das Dossier – Katastrophenfilme aus Corny’s Blog allerwärmstens empfohlen.

    Negatives gibt’s über den Film einiges zu berichten. Stereotype Charaktere (entsprechen wirklich 1:1 der Beschreibung aus Corny’s Blog), Anzahl überraschender Wendungen gleich Null, dafür umso mehr inhaltliche logische Fehler und ein absolut nicht vorhandenes korrektes Verständnis von Physik, weder von Avionik, noch von Thermik und erst recht nicht von Teilchenphysik und Geologie sowie dem Mayakalender. Naja, aber man weiß ja schon im Voraus, worauf man sich einlässt. Schließlich ist bei Roland Emmerich bekannt, was man serviert bekommt.

    Die stereotypen Charaktere haben aber auch ihr Gutes: Man weiß innerhalb von zwei Femtosekunden, was Sache ist. So bleibt mehr Zeit für Special Effects und die schamlose Vergewaltigung der Gesetze der Physik. Logische Fehler sind auch nebensächlich, schließlich hat man das Gehirn bei Betreten des Vorführungssaals ausgeknipst. Inhaltliche Mängel fallen dann erst auf, wenn’s ohnehin zu spät ist.

    Warum ich das Negative des Films positiv sehe? Naja, weil er trotz aller Kritik wirklich hervorragend unterhält, zumindest bei mir war das so. Langeweile trat bei mir nur kurzzeitig vor dem Boarding auf. Ich will ja nicht zu viel über die Story, naja, nennen wir’s mal lieber die einzige halbwegs vorhandene Überraschung verraten. Ansonsten kaschiert das Feuerwerk an Explosionen und Zerstörung die Überlange des Films exzellent. So ziemlich alles, auch niet- und nagelfestes, muss dran glauben. Ob nun die Städte Los Angeles oder Las Vegas, kulturell wertvolle Bauten wie der Petersdom oder die Sixtinische Kapelle oder Zentren der Macht wie das Weiße Haus: Alles wird spektakulär in seine Einzelteile zerlegt. Und im Gegensatz zu Independence Day muss dieses mal auch dir Air Force One dran glauben.

    Mich auf jeden Fall hat der Film gut unterhalten. Im Gegensatz zu Transformers 2, dessen Handlungsniveau in exakt der selben Liga spielt, kam mir die Story auch wesentlich flüssiger vor und passte einfach besser zum Knall und Bumm der dem Computer entsprungenen Verwüstung. Vielleicht liegt’s aber auch dran, dass ich aufgrund der oben erwähnten Vorkenntnis mit eher geringen Erwartungen in den Film ging. Das zahlte sich auch schon bei No Country for old Men aus.

    Nachtrag (am 16.11.2009):
    Ein bisschen Werbung muss ein: Dom hat auch eine Kritik zu 2012 geschrieben.

  • Happy Birthday, lieber Blog! Zum Dritten.

    Nun ist es soweit: Genau drei Jahre (und einen Tag) hat mein Weblog, mein Sprachrohr in die große weite Welt auf dem Buckel und wie jedes Jahr (erster Geburtstag, zweiter Geburtstag) nehme ich dieses Ereignis zum Anlass, ein bisschen aus dem Nähkästchen der Statistiken zu plaudern. Grundlage bilden dabei die Auswertungen meiner Besucher, die Google Analytics aufgestellt hat.

    • Der Trend, dass ich weniger blogge, hat sich leider fortgesetzt. Dies hier ist mein 254 Artikel was bedeutet, dass in den den letzten 365 Tagen nur 55 Einträge geschrieben habe, also pro Woche etwas mehr als einen. Letztes Jahr stand an dieser Stelle noch die Zahl 81, was einen Rückgang um gut 32% bedeutet. Genau die selbe Rate wie vom ersten auf’s zweite Jahr.
    • Nach dem sensationellen Wachstum der Besucherzahlen beim letzten mal, fallen auch diese dieses mal ein klein wenig magerer aus: Sage und schreibe 18993 Besuchern in der letzten Periode stehen 12408 dieses mal gegenüber (-35%). Ähnlich haben sich die Seitenzugriffe von 29970 auf 20030 entwickelt (-34%). Die Seiten pro Zugriff sind ebenfalls geschrumpft, nämlich auf 1.43. Das dürfte wohl damit zu tun haben, dass die meisten Besucher gezielt über Links oder Suchmaschinen zu konkreten Artikeln auf meine Seite geleitet werden…
    • …denn nach dem bereits wohl bekannten HDR-Tutorial (Teil 1, Teil 2 und Teil 3) ist mein Artikel „‚Jeden Ordner im selben Fenster öffnen‘ funktioniert nach Internet Explorer 8 Installation nicht mehr.“ nun die meistgeklickte Seite meiner Homepage.
    • Last but not least sei noch angemerkt, dass auch der Trafiic zurückgegengen ist, von etwa 50 auf 35 Gigabyte, was einem Minus von 30% entspricht, einer Zahl, die in etwa mit den anderen Rückgängen übereinstimmt.

    Dieser Schwund beunruhigt mich jedoch in keinster Weise. Schließlich betreibe ich diesen Blog hier nicht um möglichst viele Leser anzuziehen sondern immer noch aus den selben Gründen wie vor drei Jahren.

    Traditionell (2007, 2008) gibt’s auch dieses Jahr eine PDF mit den interessantesten Zahlen aus dem letzten Jahr, die etwas detaillierter ist als die vier obigen Punkte.

  • Computerlogbuch Tittling, Erdzeit 16. Oktober 2009: Es ist Winter.

    Rekordverdächtig früh gab’s diesen Winter den ersten Schnee. Seit Beginn der/meiner Aufzeichnungen (2006/07, 2007/08, 2008/09) lag bei uns in Tittling noch nie so früh Schnee, über einen Monat früher als letztes Jahr. Bereits vergangenen Dienstag rieselt die weiße Pracht vom Himmel, jedoch eher in homöopathischen Dosen und liegen blieb er auch noch nicht. Das Schicksal des Wegschmelzens wird wohl auch den heutigen Schnee sehr schnell ereilen. Aber das ist ja keinesfalls ungewöhnlich und Zeit für eine richtige Schneedecke bleibt ja nun auch noch mehr als genug.

    Wieder bin ich der letzte im Bunde meines engeren Bloggerfreundeskreis, denn sowohl da Corny als auch da Dom wussten bereits zu berichten. Letzterer jedoch in sehr kompakter Form.

    Zum Glück gehöre ich zu den Menschen, die den Winter eigentlich richtig gerne mögen, was nicht heißen soll, dass ich alle anderen Jahreszeiten weniger gern habe, vorausgesetzt, das richtige Wetter herrscht. Das liegt wohl daran, dass ich im Winter 1984 auf die Welt kam, welcher allgemein hin als äußerst frostig gilt. Ein wirkliches Problem damit, dass die Tage recht kurz sind habe ich nicht und ich bin auch kein schnelles Opfer von Erkältung und Grippe. Wäre das nicht so, wäre ich wohl auch nicht so euphorisch.

    Naja, einen Nachteil hat die weiße Pracht dann doch, der mich früher eigentlich überhaupt nicht gestört hat: Liegt Schnee auf meinem Lieblingsradweg, dann kann ich nicht mehr (oder nicht mehr so leicht) zum Joggen gehen. Und liegt das kristallin gefrorene Wasser in der Einfahrt, muss man es auch wieder wegschaufeln.

    Wie jedes Jahr gibt’s „zum Beweis“ auch ein paar Fotos, geschossen aus meinen Dachfenstern.

    Lindbüchl.
    Der Elektromarkt vor unserem Haus. Im Hintergrund der tittlinger Marktplatz samt Kirche, schon etwas vom Nebel eingehüllt.

    Haas.
    Das Haus der Haas’…

    Gutsmiedl.
    …und unserer anderen Nachbarn, den Gutsmiedl.

  • Stresstest.

    Hätte ich einen Twitter Account, dann wäre das hier eine ideale Nachricht für den berühmten Microblog.

    Im Moment bin ich nämlich dabei, meine CPU samt ihren vier Kernen so richtig zum Schwitzen zu bringen. Nachdem ich gestern nach sehr langer Zeit endlich den algorithmischen Durchbruch bei meiner Diplomarbeit vermelden konnte gilt es nun, die zahlreichen zur Verfügung stehenden Parameter meines Verfahrens so zu optimieren, dass das Ergebnis zwar einer gewissen Güte entspricht, die Berechnungen jedoch nicht all zu lange dauern. Dazu werden im Moment zahllose Parameterkombinationen getestet, welche denn nun den besten Trade-Off ergibt.

    100% Prozessorauslastung sehen dann so aus:

    Stresstest.

    OK, jetzt sind es doch mehr als die twittertypischen 140 Zeichen geworden, aber beim Zwitscherdienst hätte ich mich bestimmt kürzer gefasst *gg*.

  • Durchbruch (in groß).

    Moment mal. Vor knapp zwei Jahren gab’s ja schon mal einen Artikel mit praktisch dem selben Namen. Damals berichtete ich von dem wichtigsten Entwicklungsschritt (der noch reichlich fehlerbehaftet war) bei meinem Programmierpraktikum.

    Heute kann ich vom wohl wichtigsten Durchbruch bei meiner Diplomarbeit berichten (daher auch das „in groß“), allerdings wohl auch noch reichlich fehlerbehaftet. Wieder habe ich ein mehr oder weniger aussageloses Bild zur Untermauerung meines Erfolgs. Da ich ja schon seit längerem etwas detaillierter über meine Abschlussarbeit berichten wollte, ich jedoch noch nicht die Muse dazu hatte, wird die Verwirrung der nun folgenden Bilder nun noch größer und die Klarheit noch geringer sein. Naja, immerhin habe ich in meinem letzten Blogeintrag mal den Titel online gestellt: Deflektometrische Positionsbestimmung gegebener Geometrien mit Grafikkartenbeschleunigung.

    Natürlich lässt sich diese Konsolenausgabe auch grafisch interpretieren.



    Somit habe ich den unkalkulierbarsten Teil meiner Diplomarbeit erledigt: Das Finden eines Algorithmus, der mir ein ganz bestimmtes Problem löst. Meine Diplomarbeit ist damit zwar noch sehr lange nicht beendet, aber alle nun folgenden Schritte lassen sich zeitlich wesentlich besser planen. Schließlich weiß man nicht, wann man die Lösung für ein Problem findet oder ob man sie überhaupt findet.

    Auf alle Fälle bin ich nun verständlicherweise sehr glücklich. So ein Durchbruch sorgt für Motivation, die ich gleich für weitere Ergebnisse und Erkenntnisse nutzen möchte. Ich bin dann mal wieder bei meiner Diplomarbeit…

  • Arbeitslos.

    …, das bin ich seit heute ganz offiziell. Gestern war mein letzter Tag als immatrikulierter Student.

    Naja, eigentlich bin ich nur im beruflichen Sinne arbeitslos, denn im Moment arbeite ich mit Volldampf an meiner Diplomarbeit, habe also sehr wohl etwas zu tun. Da man aber an der Universität Passau seine Diplomarbeit auch abgeben kann, wenn man nicht mehr immatrikuliert ist und ich sonst nichts mehr zu erledigen habe an der Uni, spare ich mir so die Studiengebühren für’s Wintersemester 2009/10. Lediglich zur Anmeldung einer Diplomarbeit muss man offiziell Student sein, weshalb ein Besuch im Prüfungssekretariat gestern meine letzte offizielle Studentenhandlung war.

    Somit hab ich jetzt ganz offiziell sechs Monate (und ein paar zerquetschte Tage, bis ich die Bestätigung per Post bekomme) Zeit bis zur Fertigstellung meiner Abschlussarbeit. Wundert mich eigentlich, dass ich da drüber noch nicht gebloggt habe, schließlich ist das Thema und die Roadmap der Vorgehensweise mittlerweile klar. Den Titel kann ich an dieser Stelle ja mal posten: „Deflektometrische Positionsbestimmung gegebener Geometrien mit Grafikkartenbeschleunigung“. Klingt komplex, ist es in Teilen auch, aber diese sechs Wörter treffen die Thematik perfekt.

    *Ironie on* So, nun kann ich auch über die ach so faulen Studenten mit ihrem Öko- und Revolutionsgehabe schimpfen, da ich selbst keiner (mehr) bin. Und ich kann mich als arbeitsloser Penner fühlen, der zu Hause rumhängt, Vater Staat auf der Tasche liegt und protestwählt (verdammt, Bundestagswahlen waren erst). *Ironie off*