Autor: admin

  • Portal for free.

    Eigentlich mache ich hier in meinem Blog ja keine Werbung. Höchstens mal eine gute Kritik für ein Videospiel, einen Film oder eine Serie. Heute mache ich mal eine Ausnahme, denn das gleich vorgestellte Produkt verdient’s wirklich, erwähnt zu werden.

    Internetaffine Besucher werden’s bestimmt schon an anderer Stelle gelesen haben. Für die werden die gleich folgenden Neuigkeiten keine mehr sein. Im Zuge der Veröffentlichung der Onlinespieleplattform und Distributionssoftware Steam für MacOS (bisher gab’s die auf Standardwegen nur für das Betriebssystem aus Redmond) bietet der Spieleentwickler Valve sein sowohl von der Fachpresse als auch von den Spielern hochgelobte Mini- und Denkspiel Portal kostenlos zum Download an, jedoch nur noch bis zum 24. Mai 2010.

    Jeder, der auch nur minimal etwas mit Computerspielen anfangen kann, sei dieser Download wärmstens empfohlen, der natürlich auch für Windows kostenlos ist. Zum Spiel selbst muss man wohl nicht mehr viel sagen, das haben andere schon getan. Es handelt sich bei Portal wie bereits erwähnt um ein Minispiel. Man darf also keine zweistellige Stundenanzahl Entertainment erwarten. Die paar Stunden, die man braucht, um Portal durchzuspielen, haben jedoch bisher noch jeden begeistert. Also schnell den Steam-Client besorgen, Account anlegen und Portal runterladen, falls man das nicht ohnehin schon getan hat.

    Da das Spiel schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat (verwendet die Half-Life 2 Engine), sollten die Systemanforderungen so moderat sein, dass eigentlich niemand Probleme haben sollte, das Spiel zum Laufen zu bekommen. Und da es sich bei Portal um ein Spiel handelt, dessen Qualität und Spielspaß nicht mit der Grafikpracht zusammenhängt (wie zum Beispiel bei Crysis, das meiner Meinung nach zu sehr gehyped ist), ist es auch mit niedrigen Grafikdetails genau so kurzweilig.

    Ich selbst hab zwar Portal schon mal durchgespielt, meine eigene Kopie hatte ich allerdings bisher noch nicht. Das hab ich gestern Nacht gleich mal nachgeholt. Jetzt hab ich für eben zwischendurch wieder was sinnvolles zum Zocken.

  • Zu Besuch beim kleinen Bruder.

    Genau heute vor einer Woche ging’s per Bahn ins fränkische Erlangen zu ’nem Kurzurlaub beim Corny. Da ich im Moment zwischen Diplomabgabe und Jobbeginn angenehm viel Freizeit habe, war das die ideale Gelegenheit, ihn mal wieder zu besuchen und dabei die Seele baumeln zu lassen.

    Leider war das Wetter eher bescheiden, weshalb einige der geplanten Aktivitäten im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fielen. So wollten wir in einem Hochseilgarten vorbei schauen, was jedoch bei Außentemperaturen unter 10°C, Niederschlägen zwischen Niesel und Regen und durchaus kräftigem Wind wohl kein all zu schönes Erlebnis geworden wäre. Auch die Höhlenwanderung in der Fränkischen Schweiz musste ausfallen, denn genau in der Woche, in der ich in Erlangen war, stand nur eine Tour für Fortgeschrittene auf dem Programm, zu denen ich mich nun wirklich nicht zähle.

    Freizeit lässt sich jedoch auch Indoor ganz gut verbringen, und zwar mit Computerspielen. Also packte Corny seit langer Zeit wieder seine Wii aus und wir spielten abwechselnd Rayman Raving Rabbits durch. Ein Riesenspaß. Nicht umsonst wird das Spiel so hoch gehandelt. Den Rest der Zeit hingen wir hauptsächlich faul rum und schliefen fast schon studentenklischeehaft lange aus. Das hatten wir uns allerdings auch beide verdient und somit waren die Tage in Erlangen wirklich sehr erholsam. Der Akku ist auf jeden Fall wieder ein Stück voller.

    Auf dem Rückweg in die niederbayerische Heimat stand dann noch ein eintägiger Abstecher in Regensburg auf dem Programm. Da am Samstag der letzte Spieltag der Fußballbundesligasaison war, waren die Züge rund um Nürnberg entsprechend voll, was aber auch durchaus Unterhaltungswert hatte. So traf ich beispielsweise eines der Eskortenkinder, die zu Beginn eines Fußballspiels mit den Fußballern auf’s Spielfeld laufen.

    Am Abend war dann noch ein Besuch auf der Regensburger Dult angesagt. Zwar hatten wir keinen Feierplatz auf einem der Biertische in einem der beiden großen Zelte, lustig war’s aber trotzdem. Die Location ist echt super und ich vermute mal, dass die Dult in Regensburg einen Tick größer ist als die in Passau. Jedoch ist bei letzterer die Anteil an Lederhosen und Dirndl wesentlich höher *gg*.

  • Nagus‘ all in! Die Fünfzehnte: Bad Taste Turmoil

    Poker.Nach zwei Aussetzern war ich gestern Abend wieder mal auf einem Nagus‘ all in!, unserem vierteljährlich stattfindenden privaten Pokerturnier, das offiziell zum 15. Mal stattfand.

    Das Motto „Bad Taste Turmoil“ war Programm und so erschien fast jeder in einem mehr oder weniger trashigen Outfit. Ansonsten hatte ich das Gefühl, dass mehr denn je die Geselligkeit und nicht unbedingt das Pokern im Mittelpunkt stand, was sich anfangs in sehr zähen Spielen, dafür aber umso angeregteren Gesprächen niederschlug. Trotz zehn Spielern am Tisch war’s ein eher kurzer Nagus‘ all in!, denn noch vor 1 Uhr stand der Sieger fest. Bis dahin verließen in regelmäßigen Abständen die Spieler den Tisch, also kein großes Chiphorten und Hoffen, dass es die anderen erwischt, was dem Pokern an sich sehr gut tat.

    Gewonnen hat gestern Abend da Zergl, einer von nur noch zwei Spielern in der Geschichte des Nagus‘ all in!, die an jedem Turnier teilgenommen haben. An dieser Stelle Gratulation zum Sieg. Er hatte auch die spektakulärste Hand des Abends, einen 10er-Vierlieng, mit dem er im finalen Showdown ’n Dom besiegte, für den zum fünften Mal leider nur der erste Verliererplatz heraussprang. Ärgern muss er sich aber nicht, denn einen Fehler leistete er sich den ganzen Abend nicht, was auch seine zwischenzeitliche Chipleaderschaft beweist. Zum Schluss war Fortuna ‚m Zergl einfach holder als’m Dom.

    Wer den gestrigen Abend aus Sicht des Gastgebers, Zweitplatzierten und für die kulinarische Verpflegung Sorgenden lesen möchte, der schaut am Besten mal in Dom’s Blog vorbei.

    Für mich sprang ein dritter Platz heraus, mit dem ich überaus zufrieden bin, vor allem in Anbetracht dessen, dass ich keine fünf Hände gewonnen und auch niemanden vom Tisch genommen habe. Das lag nicht daran, dass ich zu passiv gespielt habe sondern einfach daran, dass ich einfach wenig gute Hände bekommen habe und sich mit einer einzigen Ausnahme alle weggeworfenen Karten als kluge Entscheidung herausgestellt haben. Naja, ab und zu hat man eben einfach Glück. Mit einem ähnlichen Verlauf des Abends bin ich auch schon mal Achter geworden.

    Nachfolgend gibt’s die in meinem Blog regelmäßig veröffentlichten, aktualisierten Tabellen des Nagus‘ all in! mit den neuen Platzierungen des gestrigen Abends. So langsam muss ich mich ranhalten, denn auch in der mich begünstigenden Rangfolge nach Olympiawertung bin ich mittlerweile auf den ewigen Bronzeplatz abgerutscht.

    gold silber bronze 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. Teiln.
    up 1. Matthias S. 3x 1x 1x 1x 3x 1x 2x – 1x 1x 14
    up 2. Andreas So. 2x 3x 1x 3x – 1x – 2x 3x 1x 16
    down 3. Christoph R. 2x 2x 2x 2x 2x 2x – 2x – – 14
    down 4. Florian N. 2x – 5x* 2x 2x 3x 1x – – – 15
    down 5. Dominik S. 1x 5x 3x 3x – – 1x 3x – – 16
    egal 6. Michael N. 1x 2x – – 1x – 2x 3x 1x 2x 11
    egal 7. Christoph E. 1x 1x 1x 1x 4x 2x 1x – – – 11
    egal 8. Stephanie S. 1x 1x 1x 1x – 1x 2x – 1x 1x 9
    egal 9. Daniel H. 1x 1x – 1x – 1x 4x 1x 1x – 9
    egal 10. Fabian F. 1x – – 1x – 2x – 2x 2x – 8
    up 11. Michael K. 1x – – – 1x 1x 2x – – – 5
    up 12. Andreas Sa. – – 1x 2x 1x – – – – – 4
    down 13. Christoph W. – – 1x – – – – – – – 1
    down 14. Nicole H. – – – – 1x – – – – – 1
    egal 15. Sabrina S. – – – – – 1x – – – – 1
    egal 16. Sebastian S. – – – – – – – – 1x – 1
    1 2 3 4 5 6 7 8 8,5 9 10 11 12 13 14 15 Teiln.
    Andreas So. 2. 2. 8. 3. 9. 6. 4. 10. 8. 1. 4. 8. 4. 9. 2. 1. 16
    Andreas Sa. – – – – – – – – – – – 5. – 4. 3. 5. 4
    Christoph E. – – – – 2. 5. 3. 5. 1. 4. – 6. 5. 7. 5. 6. 11
    Christoph R. 5. 1. 1. 5. 4. 2. 6. 8. 3. 8. 6. 4. 2. – – 3. 14
    Christoph W. – – 3. – – – – – – – – – – – – – 1
    Daniel H. – – – – 7. – 7. 7. 4. 6. 1. 7. 9. 2. – 8. 9
    Dominik S. 4. 4. 4. 2. 8. 3. 2. 2. 7. 3. 2. 1. 3. 8. 8. 2. 16
    Fabian F. – – – 1. 6. – – 4. – 9. 8. – 8. – 6. 9. 8
    Florian N. 3. 6. 5. 4. 5. 1. 1. 3. 6. 7. 3. 3.* 6. 3. 4. – 15
    Matthias S. – 7. – 6. 3. 7. 5. 1. 5. 2. 5. 9. 1. 1. 10. 4. 14
    Michael K. – – – 7. – – – 6. – 5. – – – – 1. 7. 5
    Michael N. 1. 8. 2. – – 8. 8. 9. 2. 10. 7. 10. – 5. 7. – 12
    Nicole H. – 5. – – – – – – – – – – – – – – 1
    Sabrina S. – – 6. – – – – – – – – – – – – – 1
    Sebastian S. – – – – – – – – 9. – – – – – – – 1
    Stephanie S. – 3. 7. – 1. 4. – – – – – 2. 7. 6. 9. 10. 9
    #Teilnehmer 5 8 8 8 9 9 8 10 9 10 8 10 9 9 10 10

    * Beim Nagus‘ all in! Die Elfte: Endgame verließ Flo, nachdem da Hias als Neunter den Tisch verlassen musste, ebenfalls den Tisch. Von diesem Zeitpunkt an spielte Hias anstatt Flo mit den Chips von Flo und wurde letztendlich Dritter. Dieser dritte Platz wird hier Flo zu Gute geschrieben.

    Da sich im Moment bei mir einiges im Umbruch befindet nutze ich abschließend die Gelegenheit für eine Auflistung aller meiner Artikel zu den Nagus‘ all in!, bei denen ich anwesend war und zu denen ich deshalb auch etwas gebloggt habe. Leider kann ich nicht sagen, wie oft’s mir in Zukunft ausgehen wird, am Nagus‘ all in! teilzunehmen, weshalb das hier einer meiner letzten Artikel in diesem Bereich sein könnte. Das heißt aber nicht, dass ich nicht versuchen werde, doch noch meine Platzierung in den ewigen Tabellen etwas aufzupolieren *gg*.

    Nachtrag (am 25.04.2010):
    Christoph hat seine beiden regelmäßig gepflegten Tabellen ebenfalls aktualisiert.

  • Da ist das Ding.

    Es ist vollbracht. Heute hab ich als letzten Akt meines Informatikstudiums meine Diplomarbeit abgegeben, die mich grob die letzten neun Monate beschäftigt hat. Zusammen mit meinen Diplomprüfungen von vor ziemlich genau einem Jahr war’s das dann auch inoffiziell mit der Studenterei.

    Sobald ich grünes Licht habe, will ich die insgesamt 143 Seiten hier in meinem Blog veröffentlichen, so wie ich das auch mit meinen bisherigen Dokumenten aus meiner Studienzeit gemacht habe. Bis dahin kann ich nur von 42 (man beachte die Zahl) Abbildungen und 15 Tabellen reden, zeigen kann ich sie jedoch noch nicht.

    Jetzt sind erst mal knapp zwei Monate Ferien und Akku aufladen angesagt, bevor’s mit Arbeiten losgeht. Wo’s mich da hin verschlägt, verrate ich ein andermal. Jetzt bleibt erst mal zu hoffen, dass April und Mai viele schöne Tage zu bieten haben. Falls nicht: Der Stapel von Serien, die angesehen werden wollen, ist durchaus beachtlich. Auch das ein oder andere PC-Spiel will angetestet werden. Und die Bahn freut sich bestimmt, wenn ich ihr ein paar Euro vermache und sie mich dafür quer durch Bayern kutschiert um Corny, Hagi, Steffen und Co. zu besuchen.

  • Beam me up, Scotty.

    …kommt tatsächlich kein einziges Mal in der Original Star Trek Serie „The original Series“, also der Serie mit Kirk, Spock und Pille, vor. Woher ich das weiß? Na, ich hab mir in den letzten Wochen alle drei Staffeln der Star Trek Urserie reingezogen.

    Als Trekkie war das schon längst überfällig, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass ich von allen anderen Star Trek Serien bereits alle Episoden kenne. Aber irgendwie hat mich dann doch sehr lange der Gedanke abgeschreckt, dass alle alten Episoden gleich aufgebaut sind: Crew landet auf uraltem Planeten, auf dem einst eine hoch entwickelte Zivilisation lebte, die nun aber verschwunden ist und deren Hinterlassenschaften gleich mal den ersten Redshirt tötet. Zum Glück wurde ich eines besseren belehrt.

    Zu aller erst muss ich eingestehen, dass die Folgen sehr abwechslungsreich und vor allem spannend sind. Und das gar nicht unter dem Vorbehalt, dass die Serie bereits über 40 Jahre alt ist. Nein, auch nach heutigen Maßstäben weiß sie durchaus noch zu unterhalten. Mal spielt die Folge auf der guten alten Enterprise selbst, mal auf einem anderen Raumschiff und dann wieder auf oder unter einem Planeten. Einige Episoden spielen in der (unterschiedlich weit entfernten) Vergangenheit und andere in der Gegenwart. Gesellschaftskritische und ernste (Stichwort: kalter Krieg mit ständiger nuklearer Bedrohung, erste Mondlandung) Geschichten wechseln sich mit eher märchenähnlichen und humorvollen ab. Oft dient die Geschichte der Erde als Aufhänger (wilder Westen, drittes Reich) aber auch viele rein fiktive Geschichten werden erzählt. Es mag am Serienstil der 60er Jahre liegen, aber ich fand viele Episoden sehr spannend, auch wenn sie nicht gerade rasant erzählt wurden oder viel Action über die Mattscheibe flimmerte. Dafür weiß man bei vielen Episoden lange Zeit nicht, wie’s weitergeht und das Ende der Geschichte bleibt bis zum Schluss offen.

    Mir als Informatiker fiel auf, dass sämtliche Technik analog ist. Klar, vom digitalen Zeitalter hatte man damals überhaupt keine Vorstellung. Damit will ich nicht sagen, dass analoge Technik alt und unfähig ist. Sämtliche Technologien wie Computer lassen sich analog genau so realisieren wie digital, nur eben anders, was viele wohl als den „Charme“ der Serie bezeichnen. Informationen werden auf Magnetbändern gespeichert, Rechner bestehen aus Platinen voll mit Spulen und Röhren (anstatt aus Transistoren auf Chips) und anstatt pixeliger Flachbildschirme gibt’s an jeder Ecke die gute alte braun’sche Röhre.

    Dass die Brückencrew des Flaggschiffs der Förderation aus den unterschiedlichsten Nationalitäten zusammen gesetzt ist, lockt heute keinen Hund mehr hinter’m Ofen hervor. Auch die weibliche Emazipation wurde mittlerweile von der Realität überholt. Die Freizügigkeit, mit der die Nebendarstellerinnen unterwegs sind, ist aber selbst heute noch eher ungewöhnlich, vor allem in einer amerikanischen Serie für’s Nachmittagsprogramm.

    Schön waren auch die Zusammenhänge, die sich mit dem Rest des Star Trek Universums ergeben. So ist die Episode Der schlafende Tiger der Prolog zum zweiten Star Trek Kinofilm Der Zorn des Khan. Und woher die Seite Memory Alpha ihren Namen hat, weiß ich jetzt auch. Was mich dagegen gewundert hat, war das seltene und vor allem passive Auftreten der Klingonen. Da fiel ja fast öfter der Name Romulaner. Vom großen Konflikt zwischen Föderation und klingonischem Imperium ist da noch nicht viel zu merken.

    Zusammenfassend war The original Series für mich eine große positive Überraschung. Die Serie kann auch in der heutigen Zeit noch durchaus mithalten (mit Ausnahme der Special Effects).

    Eine nächste, bereits komplett abgedrehte Serie hab ich bisher noch nicht im Blick. Stattdessen gilt’s zahlreiche in letzter Zeit ausgelaufene Serien wie Battlestar Gallactica, Nip/Tuck und Prison Break zu ersetzen. Kandidaten dafür gibt’s ja zur Genüge: V, Chuck, Dollhouse, Flash Forward und so weiter…

  • Eurodance at its best.

    Nachdem meine Diplomarbeit quasi abgabefertig ist, dürfte ich nun wieder mehr Zeit finden, öfter mal was zu bloggen. Heute gibt’s aber vorerst nur ein kleines Häppchen aus der Ecke „spaßiges Webfundstück“. Es ist zwar schon ein bisschen älter und der ein oder andere dürft’s auch schon kennen, aber ich zieh’s mir immer wieder gerne rein. Also viel Spaß bei einer der wohl besten Eurodance-Hymnen überhaupt.

    Für alle, die Probleme mit der Bedienung haben: Anfangs auf irgendeinen der Play-Pfeile klicken. Anschließend lassen sich die Clips über die Buttons am unteren Rand durchwechseln.

  • Achivement unlocked.

    Dom schreibt parallel mit mir auch an seiner Diplomarbeit und twittert darüber fleißig. Seine mehr oder weniger großen Erfolge postet er im Stil „Achivement unlocked„, wie man es von neueren Videospielen her kennt. Erreicht der Spieler dort ein gewisses Limit, legt einen besonderen Stunt hin oder ist in einem Bereich einfach nur besonders gut, so wird ihm eine digitale Auszeichnung zu Teil.

    Genau nach diesem Schema verleiht sich Dom selbst kleine Awards für seine Fortschritte, die durchaus nett zu lesen sind. Deshalb bin ich so dreist und kupfere das kurzerhand von ihm ab und übertrage das auf meine eigene Diplomarbeit.

    • Achivement unlocked: Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“
      Deine Diplomarbeit enthält die Zahl 42.
    • Achivement unlocked: Mathematisches Selbstbewusstsein
      Deine Diplomarbeit enthält das Wort (nicht-) trivial.
    • Achivement unlocked: Dummschwätzer
      Deine Diplomarbeit enthält Wörter wie sinnfrei, Diskrepanz und legitim.
    • Achivement unlocked: Paper Blender
      Deine Diplomarbeit enthält Floskeln wie „stattdessen sei auf […] verwiesen“ und dein Literaturverzeichnis hat 40 Einträge überschritten.
    • Achivement unlocked: Nerd
      Deine Diplomarbeit enthält einen popkulturellen Bezug.

  • Veto.

    Um zu verhindern, dass der Februar 2010 der erste Monat wird, in dem ich keinen einzigen Blogeintrag schreibe, streue ich diesen ansonsten eher sinnlosen Kurzartikel ein.

    Der Grund meiner Schreibflaute ist weniger meine Faulheit sondern mehr meine Diplomarbeit, in deren Endzügen ich mich gerade befinde. Forschungs-, Paperles- und Programmierteil sind abgeschlossen. Jetzt muss alles nur noch in Textform gegossen werden (womit ich auch schon angefangen habe) und der Quelltext muss eine saubere Kommentierung spendiert bekommen (was ich ebenfalls schon angepackt habe). Bis spätestens 09. April habe ich dafür noch Zeit und ich denke, dass ich zwar nicht all zu viel Puffer habe, das aber machbar ist.

    Abgesehen von meiner Diplomarbeit ist bei mir im Moment nicht viel los. In Kürze wird’s einen Beitrag zu einer (sehr klassischen) Serie geben, die ich bald durchgeschaut habe und die’s wirklich wert ist, darüber zu bloggen. Sobald der Frühling vor der Tür steht, dürfte dann freizeittechnisch auch wieder mehr los bei mir sein. Bis dahin bleibt’s aber wohl an dieser Stelle etwas ruhiger.

  • Mit Bats durch Arkham.

    Meine große Ausgleichsbeschäftigung zur Diplomarbeit ist neben den obligatorischen Serien im Moment das PC Spiele daddeln. Kurz vor Weihnachten war ich mir „Stalker: Call of Pripyat“ durch, über die Feiertage nahm ich mit „Call of Duty: Modern Warfare 2“ vor (zu dem’s keinen Artikel geben wird, da brauche ich ja zum schreiben länger als zum durchspielen) und bis gestern unterhielt mich „Batman: Arkham Asylum“, einer der Überraschungserfolge des vergangenen Jahres. Und um dieses Spiel geht’s heute in diesem Blogeintrag.

    Wie schon an anderer Stelle erwähnt bin ich eigentlich überhaupt kein Comic- und Superheldenfan. Aber wenn ich mich für ein solches Universum entscheiden müsste, dann würde die Welt rund um Batman recht weit oben stehen. Ich denke die Tatsache, dass bei Batman niemand gottgegebene Superkräfte hat sondern dass sich die besonderen Eigenschaften der Protagonisten halbwegs rational erklären lassen (zumindest für eine Comicwelt) und auf Wissen und Wissenschaft beruhen, weckt bei mir die meisten Sympathien. Als ich die ersten Tests zum Fledermausspiel las, waren diese allesamt sehr überschwänglich und an jeder Ecke hieß es, dass es auch ein toller Zeitvertreib für Nicht-Batmanfans ist.

    Außerdem war das die perfekte Gelegenheit mein neues technisches Spielzeug auszuprobieren. Denn zu Weihnachten habe ich mir einen Wireless XBox 360 Controller für den PC besorgt. In der Vergangenheit hat es mich nämlich immer geärgert, dass die Steuerung vieler Topspiele, die von der Konsole stammen, nur äußerst unzureichend auf die Maus-/Tastatursteuerung am PC portiert wurden. Ganz besonders bekam ich das zu spüren bei Assassin’s Creed , aber auch bei Dead Space war das ein großer Kritikpunkt. Also dachte ich mir: Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt (das Spiel keine anständige Steuerung bekommt), dann kommt der Berg eben zum Propheten (ich besorge mir einen Konsolencontroller für den PC).

    So, nun aber genug der Einleitung. Ist der virtuelle Ausflug auf die Gefängnisinsel von Gothan City wirklich so toll, wie’s überall heißt? Kurze Antwort: Ja! Lange Antwort: Ja, „Batman: Arkham Asylum“ ist so toll, wie’s überall heißt. Ganz lange Antwort:

    Das auffälligste ist die Grafik und das Setting und die Atmosphäre die mit ihr erschaffen werden. Die Irrenanstalt ist stimmig und abwechslungsreich in Szene gesetzt. Zwar ist man während des ganzen Spiels nachts unterwegs und an vielen Orten kommt man unfreiwillig mehrmals vorbei, das macht aber überhaupt nichts, da man sich schwer an den Höhlen, Gebäuden und den Außenarealen satt sieht. Hier haben die Designer viel Liebe zum Detail bewiesen, angefangen von der kleinsten Gefängniszelle über die Pflanzen von Poison Ivy bis hin zu großen Gewölben, durch die sich der dunkle Ritter mittels Batgrapple schwingt. Da sieht man mal, zu was die aktuelle Unreal-Engine in der Lage ist: Schöne Schatteneffekte, fein strukturierte Oberflächen und äußerst realistische Charaktere.

    Letztere (die Charaktere) sind die zweite große Stärke von Arkham Asylum. Nichtkenner des Batman Universums werden perfekt in die Welt des DC Comics eingeführt, Kenner der Geschichte werden viele bekannte Gesichter wiedersehen. Ob Scarecrow, der Riddler, Poison Ivy, Killer Crow und vor allem der Joker (aber auch noch sehr viele andere): Alle haben ihren grandios inszenierten Auftritt und ihre ganz eigenen Missionen. Das sorgt für Abwechslung: Ob nun in den (Alp-) Traumwelten von Scarecrow, den pflanzenüberwucherten Levels von Posion Ivy oder in der Kanalisation von Killer Croc, ständig ist Neues geboten.

    Trifft man einmal nicht auf einen der zahlreichen Hauptcharaktere des Batman Universums ist man die meiste Zeit damit beschäftigt die Handlanger des Jokers zu verkloppen. Vor allem hier merkt man dem Spiel seine Konsolenherkunft an: In klassischer Beat-‚em-up Manier muss man Angriffe kontern, Gegner verwirren und Schläge austeilen. Das macht höllisch Spaß. Bei diesen Kämpfen helfen auch die vielseitigen Gatgets von Herrn Wayne wie die Batgrapple, mit der man sich von Wasserspeier zu Wasserspeicher schwingt, dem Batarang, mit dem aus der Ferne Gegner kurzzeitig gelähmt werden können oder der Batclaw, mit der man einzelne Gegner an sich heran ziehen kann. Das ist auch bitter notwendig, denn klassische Waffen wie Messer, Pistolen oder gar Gewehre bleiben dem Flattermann vorenthalten. Über sie verfügen nur die Gegner und diesen Nachteil gilt es mit Batman’s Gadgets auszugleichen.

    Wo Licht ist, ist aber auch Schatten (jedoch nicht all zu viel). Schade ist es wirklich, dass das Spiel zwar automatisch (und fair) speichert, man jedoch keine eigenen Spielstände anlegen kann. So lassen sich die wirklich zahlreichen Gebiete der Insel Arkham nur einmal und dann nie mehr besuchen. Einmal vorbei, immer vorbei. Das ist wirklich sehr sehr schade.

    Kritikpunkt Nummer Zwei ist eine schlechte Eigenschaft, die sich immer mehr Computerspiele aneignen und die so aus dem Reich der Konsolen stammt: Anstatt dem Spiel ein zwei Level mehr zu spendieren wird die Spielzeit des Spiels durch Suchrätsel der Marke „finde alle XYZ im Level ABC“ oder „meistere alle Herausforderungen in der und der Zeit“ künstlich aufgebläht. Versteht mich nicht falsch: Bietet ein Spiel so viel zu entdecken wie „Batman: Arkham Asylum“ blicke ich gerne in Winkel und Ecken. Nach ein paar Stunden wird das aber langweilig. Dann doch lieber ein paar zusätzliche Levels, auch wenn diese freilich mehr Entwicklungsaufwand bedeuten.

    Abschließend bleibt auch mir nur zu sagen: Arkham Asylum ist ein überragendes, kurzweiliges und atmosphärisches Spiel, das auch nicht Nicht-Batmanfans ruhigen Gewissens ans Herz gelegt werden kann.

    Wie immer in meinen letzten Spielekritiken gibt’s zu guter Letzt einen Link auf den Spieletest bei gamestar.de sowie das von dort stammende Testvideo.

  • Deflektometrische Positionsbestimmung gegebener Geometrien mit Grafikkartenbeschleunigung.

    …, so lautet er, der Titel meiner Diplomarbeit. Jetzt und heute nehme ich mir endlich mal die Zeit um zu schreiben, was mich seit einem halben Jahr und so richtig intensiv seit knapp über drei Monaten beschäftigt und noch spätestens bis zum 09. April beschäftigen wird.

    Dass ich meine Abschlussarbeit im Fach Informatik erarbeite dürfte hinlänglich bekannt sein. Genauer gesagt in der Disziplin „Bild- und Signalverarbeitung“, meinem Vertiefungsgebiet, in dem ich auch schon Programmierpraktikum, HiWi-Job und gesonderte Diplomprüfung gemacht habe. Noch genauer gesagt wird mein Thema von FORWISS gestellt, einem an die Uni angegliederten Forschungsinstitut.

    Deflektometrie ist ein optisches Inspektionsverfahren zur Qualitätsprüfung stark spiegelnder Oberflächen. Sie kann beispielsweise kleinste Kratzer und Unebenheiten der zu vermessenden Bauteile detektieren. Solche Bauteile können Komponenten von Maschinen und im Speziellen Teile von Autos sein aber auch andere Dinge wie hoch präzise geschliffene Spiegel für die Astronomie oder Werkzeuge für den Medizinbereich. Daher das Wort „deflektometrische“ im Titel.

    Jedoch betrachtet Deflektometrie nur die Oberfläche selbst, liefert jedoch keine direkten Informationen über das zu inspizierende Objekt. Das heißt, sie macht keine Aussagen über die räumliche Orientierung oder das geometrische Aussehen des zu untersuchenden Bauteils. An dieser Stelle kommt das Wort „Positionsbestimmung“ ins Spiel. Während die deflektometrischen Messdaten bisher hauptsächlich für die Oberflächeninspektion eingesetzt werden, möchte ich sie verwenden, um Ort und Lage des zu vermessenden Gegenstands zu berechnen.

    Das bedeutet genauer, dass ich einen (digitalen) Entwurf des zu prüfenden Objekts habe (daher das „gegebener Geometrien“) und nun wissen will, wie ich diesen virtuellen Entwurf rotieren (also drehen) und translieren (also nach nach oben/unten, vorne/hinten und links/rechts bewegen) muss, damit er mit dem gerade unter dem Versuchsaufbau durchlaufenden realen Bauteil übereinstimmt. Diese Informationen benötigt man, wenn man weitere Qualitätsprüfungen, die über die bloßen Oberflächeneigenschaften hinaus gehen, machen möchte. Zum Beispiel ist es interessant zu wissen, ob die Geometrie innerhalb gewisser Toleranzen gefertigt wurde, ein Fortsatz beispielsweise nur in geringen Maßen vom Optimum abweicht.

    Zwar gibt es schon Verfahren, die einem diese Informationen liefern (zum Beispiel Stereorekonstruktion oder Lasermessverfahren), der Clou besteht jedoch darin, eine einzige Messung (nämlich die deflektometrische) herzunehmen um möglichst viele Aussagen über den zu prüfenden Gegenstand machen zu können.

    Fehlt noch das „mit Grafikkartenbeschleunigung“ aus dem Titel. Dazu muss ich ein bisschen weiter ausholen und beschreiben, wie diese Positionsbestimmung genau abläuft. Im Prinzip geht man her, wählt sich einen beliebigen Satz von Positionsdaten (im Detail handelt es sich dabei um sechs Parameter), führt mit diesem Parametersatz eine virtuelle, simulierte deflektometrische Messung durch und vergleicht diese mit den real aufgenommenen deflektometrischen Messdaten. Virtuell und simuliert bedeutet in diesem Fall, dass diese Berechnungen am Computer stattfinden. In der Regel wird dieser erste beliebige Satz von Positionsparametern nicht mit dem realen Satz von Positionsparametern übereinstimmen. Aus diesem Grund versuche ich im nächsten Schritt einen neuen Satz von Variablen zu finden, die dem realen Satz eher entsprechen als der Erste. Da ich den realen Parametersatz gedoch nicht kenne (den suche ich ja, Stichwort „Positionsbestimmung“) muss ich wieder den Umweg über die Simulation und den Vergleich der virtuellen deflektometrischen Messung mit der realen gehen. Das wiederhole ich so lange, bis Simulation und Realität möglichst gut (am besten perfekt) übereinstimmen.

    Natürlich wähle ich nicht wild irgendwelche virtuellen Positionsparameter. Ich möchte ja zum Ziel kommen. So sollte in jedem Schritt der Fehler zwischen virtueller und realer deflektometrischer Aufnahme kleiner werden. Eine Metrik, die mir diesen Fehler misst, musste ich unter anderem in den letzten Monaten erarbeiten. Dass ich auch eine gefunden habe, hatte ich schon gebloggt. Nun kann ich endlich zur Grafikkartenbeschleunigung kommen. Die Algorithmik für die Simulation der Deflektomtrie ist nämlich extrem aufwändig. Außerdem werden extrem viele Iterationsschritte benötigt, bis Simulation und Realität übereinstimmen. Jedoch lassen sich die Berechnungen an vielen Stellen massiv parallelisieren. An dieser Stelle kommen die Grafikkarten ins Spiel: Diese können heutzutage nämlich nicht nur 3D-Visualisierungen erstellen sondern lassen sich mit beliebigen Berechnungen füttern, die überhaupt nichts mit der Darstellung von 3D-Szenen am Monitor zu tun haben. Dabei profitieren im Vergleich zur klassischen CPU-Berechnung eben genau diejenigen Probleme, die sich gut parallelisieren lassen, so wie das bei meinen Simulationen der Fall ist.

    Wer nun denkt, dass sich das schon alles kompliziert anhört, dem sei eine kurze Liste von Fachtermini ans Herz gelegt, die bei der Lösung der eben skizzierten Aufgabe auftauchen: Bounding Volume Hierarchies, baryzentrische Koordinaten, nichtlineare Optimierung, effektives Hashing, Quadriken, registerarmes Programmieren, Modellierung präziser Kameraoptiken mit Verzeichnungen und und und…

    Einer der zahlreichen Schritte meiner Simulationsberechnungen ist die Darstellung extrem dreiecksreicher Modelle der (gegebenen) Geometrien, deren Position ich bestimmen möchte. Somit haben meine Grafikkartenberechnungen doch wieder was mit der Visualisierung von 3D-Szenarien zu tun. Jedoch handelt es sich bei mir wie gesagt nur um einen Zwischenschritt und während bei 3D-Spielen das Verfahren der Rasterisierung zum Einsatz kommt verwende ich das wesentlich präzisere Raytracing. Der Grund, warum ich den letzten Absatz geschrieben habe ist, dass ich meiner Leserschaft auf diese Weise ein paar tolle Bilder präsentieren kann, die mittlerweile facettenreicher und vor allem korrekter schattiert sind als die meines ersten Blogeintrags zu diesem Thema.

    Genus.
    Eine Fläche mit Geschlecht 3 bestehend aus 467240 Dreiecken schattiert mit einem leicht modifizierten Gouraud Shading.

    Dragon.
    Dieser Drache besteht aus 869910 Dreiecken. Auf meiner Hardware (GeForce 8800 GTS 512) dauert das Rendern dieses Bildes etwa 150ms.