Autor: admin

  • Pixelige Videowiedergabe unter Aero.

    Seit wenigen Wochen verwende ich Windows 7. Dank des MSDN Academic Alliance Programms von Microsoft habe ich darauf bereits mehrere Wochen vor dem offiziellen Verkaufsstart Zugriff. Obwohl ich eigentlich mit dem zuvor bei mir installierten Windows Vista nicht unzufrieden war, wagte ich den Umstieg, da das neue Betriebssystem aus Redmond in der Fachpresse hoch gelobt wurde.

    Jedoch stellte sich sehr bald ein Problem bei der Wiedergabe von Videos ein, das bei jedem Medienplayer außer dem Windows Media Player und dem Windows Media Center auftrat. Clips wurden nur stark verpixelt angezeigt, was sich vor allem beim Abspielen von niedrig aufgelöstem Material im Vollbildmodus bemerkbar machte. Es wirkte, als sei jede Art von Weichzeichner bzw. Interpolation zur Vergrößerung deaktiviert.

    Folgender Screenshot soll das Problem verdeutlichen. Neben den für Videokompression typischen Kompressions- (durch das Streichen von Fourier- bzw. DCT-Koeffizienten) und Gibbs’schen Artefakten ist das Bild stark verpixelt, was besonders bei den blonden Haaren am Rand, den Augen und vor allem dem eingeblendeten Schriftzug deutlich wird. Ein Klick auf das Bild öffnet eine Vergrößerung, bei der das Problem besonders gut sichtbar wird.

    Nach ein wenig Recherche im World Wide Web bin ich darauf gestoßen, dass es sich anscheinend um ein Problem mit Aero handelt, der von Microsoft mit Windows Vista eingeführten grafischen Benutzerschnittstelle. Das hat mich einerseits gewundert, da ich unter Vista dieses Problem nicht hatte, würde allerdings erklären, warum sämtliche Player außer den obigen beiden dieses Phänomen produzierten.

    Letztendlich bekam ich die fehlerhafte Darstellung mit dem VLC Media Player in den Griff, da man mit ihm schnell die Ausgabeoptionen konfigurieren kann. Aber im Normalfall dürfte es auch jeder andere Medienplayer tun, der ähnliche Einstellmöglichkeiten bietet. Die entsprechende Option findet man unter „Extras“ → „Einstellungen“ (auch erreichbar über Strg+P) → „Video“ (im einfachen Anzeigemodus) → „Ausgabe“. Im dortigen Dropdown-Menü stehen einem zahlreiche Optionen zur Verfügung. Ich verwende nun „OpenGL-Videoausgabe“, da ich mit „DirectX-Videoausgabe“ Probleme habe: Starte ich mit dieser Einstellung die Videowiedergabe, so wird Aero komplett deaktiviert, was zwar nichts kaputt macht, aber nicht sein muss.

    Mit dieser Einstellung werden Videos wieder korrekt hochgerechnet, so wie ich das bisher gewohnt war. Als Beweis soll folgender Screenshot dienen. Der vergrößert zwar wieder die bekannten gibbs’schen Artefakte und Kompressionsmängel zeigt, das Bild ist nun aber ansonsten sauber glättet.

    Zu beachten ist nur noch, dass der VLC Media Player derartige Einstellungen erst nach einem Neustart des Programms bzw. des abzuspielenden Videos übernimmt.

    Abschließend sei auch noch erwähnt, dass ich eine Grafikkarte von NVIDIA verwende, genauer gesagt eine GeForce 8800 GTS der zweiten Generation. Da das Verpixelungsproblem jedoch mit Aero und nicht einem konkreten Treiber zusammenhängt, dürfte das Klötzchenbild auch bei der ein oder anderen Graikkarte von AMD (ehemals ATI) auftreten.

  • Tour de Niederbayern.

    Nachdem letztes Jahr die Radtour mit’m Stefan zum Moldaustausee so toll geklappt hat und sie uns beiden wirklich riesig Spaß machte, war für uns beide klar, dass ein solches Event unbedingt ein weiteres mal aufgezogen werden muss. Vergangenes Wochenende hatten wir beide dann endlich mal gemeinsam Zeit und so konnten wir uns auf einen Zweitagestripp nach Regensburg begeben.

    Los ging’s am Samstag am späten Vormittag beim Stefan zu Hause in Pleinting. 125km lang fuhren wir auf dem Donauradweg in die Bezirkshauptstadt der Oberpfalz, weshalb der Titel meines Artikels nicht 100% korrekt ist. Nichts desto trotz radelten wir die meiste Zeit durch Niederbayern, entlang der Städte Deggendorf und Straubing (und zahlreicher kleinerer) und entlang der blauen Donau mit ihrem neuen und alten, ursprünglichen Flusslauf. Nach 5 Stunden und 20 Minuten kamen wir ziemlich fertig und hundemüde in Stefan’s regensburger Studentenbude an. Dort gab’s dann bei schmerzenden Beinen und Sitzorganen das wohlverdiente Abendessen.

    Später am Abend kamen dann noch ein Studienkollege vom Stefan und dessen neuer Mitbewohner vorbei, mit denen bei ein zwei Bier der Elektrolythaushalt regeneriert wurde.

    Tags darauf brachen wir nach einem späten Frühstück zurück in Richtung Dreiflüssestadt auf. Petrus bescherte uns wie bereits Tags zuvor perfektes Wetter bei strahlendem Sonnenschein, optimalen Temperaturen und kaum Wind. Trotzdem war die Etappe zurück nochmal eine Herausforderung für Beine und vor allem unsere Hintern. Die Erfahrung, die wir schon am Samstag machen mussten, dass man ab Überschreiten der 100km-Marke die Zähne schon richtig zusammen beißen muss, stellte sich auch am Sonntag ein: Die letzten 25km nach Hause waren abermals richtig hart.

    Aber flott waren wir insgesamt unterwegs: An beiden Tagen kam ein Schnitt von über 22km/h raus, auf den ich trotz der flachen Strecke ziemlich stolz bin. Am Sonntag brauchten wir für die Distanz auch nur 10 Minuten länger als auf der Hinfahrt, was aufgrund schmerzender Hintern durchaus respektabel ist.

    Sobald jedoch die Wehwehchen der Tour abgeklungen sind (vor allem meine Handgelenke tun mir weh und der Spruch „der Arsch ist im Arsch“ passt wirklich gut), dürfte wieder mal eine sehr schöne Erinnerung zurück bleiben. Denn das Wetter war in der Tat nicht mit zu übertreffen mit Hochsommerfeeling Sonnenuntergang. Außerdem gibt’s auf einer so langen Distanz wirklich viel zu entdecken von Donau, den Städten, die sie durchfließt und den wenigen verbliebenen, einigermaßen unberührten Ufern des blauen Stroms.

    Ein paar Fotos hab ich auch wieder gemacht, von denen hier einige folgen.


    Stefan bei unserer ersten großen Pause auf der Hinfahrt.


    Auch ich versorge meinen Körper mit frischen Kohlenhydraten.


    Eine der Sehenswürdigkeiten auf unserer Radtor: Die Walhalla vor Regensburg.


    Stefan bei einer Pause am Rande des Donaunaturschutzgebiets.

    Die ein oder andere Radltour steht bereits auf Stefan’s und meiner Liste. Also war das hier wahrscheinlich nicht der letzte Eintrag zu diesem Thema in diesem Jahr.

  • Demotivation deluxe.

    Wisst ihr, was „Motivational Poster“ sind? Das sind Wandplakate mit einem schönen Bild und einem motivierenden Spruch darunter, so in etwa in der Richtung wie das Icon auf der linken Seite. Ein Klick darauf vergrößert auf eine lesbare Version.

    Diese Friede-Freude-Eierkuchenbilder gingen jedoch den Jungs (und wahrscheinlich auch Mädels) von Despair, Inc. mit der Zeit so auf den Senkel, dass sie Ende der 90er Jahre den Spieß umdrehten und lustige, peinliche und kuriose Fotos selbst untertitelten, mit einem stark ironischen und demotivierenden Unterton. Die „Demotional Poster“ waren geboren.

    Die Website Cynamite.de hat aus nach ihren Angaben durch tausende solcher Poster gearbeitet und die 336 besten mit Sprüchen versehenen Bilder auf ihre Homepage gestellt. Die sind wirklich sehenswert, denn zum Schmunzeln gibt’s reichlich. Besonders gelungen sind diejenigen Kombinationen aus Bild und Spruch, die einen Vorgänger haben, die also nur deswegen lustig sind, weil die Pointe auf einem anderen Demotional Poster aufbaut. Ein paar der größten Schenkelklopfer aus den ersten 50 Bildern will ich euch gleich als Appetithäppchen präsentieren. Alle Bilder gibt’s hier.

  • Die Weltverschwörung der Linken.

    Während sich die Einen fast schon darüber beschweren, dass der aktuelle Bundestagswahlkampf eher langweilig, wenig emotional und reichlich wenig visionär ist, habe ich zwischen den Zeilen der Wahlplakate der Linken deren ultimative Weltverschwörung entdeckt. Genauer gesagt handelt es sich dabei um folgende beiden Wahlplakate:

    Ahaa!!! „Reichtum für alle.“ und „Reichtum besteuern!“. Jetzt hamma’s. Das heißt also: „Alle besteuern.“ oder um’s überspitzt zu sagen „Alles und jeden besteuern. Rigoros!“.

    Naja, wer auf den Plakaten das Kleingedruckte (ein Klick auf die Plakate öffnet die Wahlwerbung in groß. So macht die Verkleinerung den Rest der Laternentafeln doch etwas unleserlich) liest wird schnell erkennen, dass ich natürlich etwas übertrieben habe. Als ich die beiden Plakate jedoch direkt hintereinander an der Straße hängen sah, musste ich aber doch ein wenig schmunzeln.

  • „Bam Oida, fix Oida“, „GorgOnzola“ und „Karlovačka“.

    Da bin ich wieder, zurück aus’m Urlaub. Und was soll ich sagen? Überragend war’s: Spitzenwetter, super Unterkunft, tolles Programm, abwechslungsreiche Strände und gigantische Urlaubskumpels. Besser geht’s nicht und deshalb verflogen die acht Tage im kroatischen Poreč wie im Fluge. Ein klassisches „Wir sind doch erst gestern angekommen. Warum fahren wir heute schon wieder nach Hause?“. Aber alles der Reihe nach.

    Zu Sechst starteten wir letzte Woche in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Dank durch Finanzspritzen der Europäischen Union finanzierten neuen Autobahnen in Slowenien und ausbleibenden Staus (außer dem notorischen vor’m Tauern- und Katschbergtunnel) kamen wir nach einer durchgemachten Nacht um neun Uhr morgens in unserem gut 600 Kilometer entfernten Ziel an. Tag Eins hieß dann für die einen auch erstmal Schlaf nachholen und akklimatisieren. Meine Karin und ich zogen dem aber stattdessen den Strand samt 27 Grad warmen Wasser vor. Abends stand dann Selbstverpflegung für unsere Sechs-Mann/Frau-Wohngemeinschaft an, samt im fließenden Übergang anknüpfender gemütlicher Touchdown- und Karlovačko-Runde, die’s noch öfter im Urlaub geben sollte. Nach 42 Stunden ohne Schlaf fiel ich dann endlich in Morpheus Arme.

    Tag Zwei war dann ein typischer Faulenzetag am Strand. Typischerweise gibt’s davon nicht viel zu erzählen, außer dass wir wahnsinnig viel Spaß hatten, wie eigentlich den ganzen Urlaub. Herrlich mit Leuten unterwegs zu sein, die nicht alles bierernst nehmen. Naja, eigentlich überhaupt nichts auch nur irgendwie ernst nehmen. Da die ganze Zeit nur rumliegen auf Dauer etwas langweilig ist, cruisten meine Karin und ich am Nachmittag in die einladende und für Istrien typische Innenstadt unseres Urlaubsortes, wo der Grundstein für die Freizeitplanung von Tag Sechs gelegt wurde. Dazu aber später mehr.

    Erster Ausflugstag war Tag Drei. Montags reisten wir nach Pula, der Hauptstadt von Istrien, in der die Besichtigung der berühmten Arena aus der Römerzeit und der Feste der Stadt ein Muss waren. Anschließend ging’s bei wie eigentlich immer vorherrschenden hochsommerlichen Temperaturen nach Rovinj, bekannt für seine sehenswerte Altstadt und Kathedrale, die im Inneren jedoch reichlich unspektakulär war. Dafür gab’s ein imposantes Abendessen direkt am Meer. Naja, eigentlich schon eher im Meer.

    Tags darauf war wieder ein mehr oder weniger fauler Strandtag angesagt. Highlight von Tag Vier war der erste abendliche Ausflug ins Stadtzentrum, in dem’s natürlich ziemlich wuselte. Der Ort ist ein schöner Anblick bei Nacht, mit seinen beleuchteten kalksteinweißen Gassen und Restaurants.

    Kultur bescherte uns dann der fünfte Urlaubstag. Nach einem Abstecher in die Euphrasius Basilika von Poreč, deren Mosaike sogar zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen, kletterten wir 65 Meter tief in eine Karst- und Tropfsteingrotte, die ein wenig im Landesinneren von Istrien liegt. Das Highlight der 40-minütigen Tour war am Ende die Konfrontation mit einem echten Grottenolm. Da beide Ausflugsziele ganz in der Nähe waren, badeten wir am späten Nachmittag nochmal im Meer um dann früh in der Heia zu verschwinden, denn…

    …an Tag Sechs stand Venedig auf dem Programm. Genau, ihr lest richtig: Ab in die Lagunenstadt. Die ist nämlich per Schnellboot über die Adria in gut zwei Stunden zu erreichen. Also hatten für die volle Dröhnung Touristenprogramm: Markusplatz, -kathedrale und -turm, Seufzerbrücke, Muranoglas, Rialtobrücke und Canal Grande. Highlight für meine Karin und mich war die abschließende Taxifahrt über die Kanäle. Wirklich toll. Zurück nach Kroatien wurden wir dann noch richtig durchgeschüttelt: Bei 27 Knoten Höchgeschwindigkeit machen sich eben auch nicht ganz so große Wellen bemerkbar.

    Den letzten offiziellen siebten Tag ließen wir dann nochmal faul am Strand bei Volleyball, Minigolf, Uno und einem letzten Ausflug in die Altstadt ausklingen.

    Tag Acht wurde dann rückreisetypisch im Stau verbracht. Zuerst 1½ Stunden lang vor der kroatisch-slowenischen Grenze, dann ein weiteres mal wieder 1½ Stunden vor dem Katschbergtunnel. Wahrscheinlich hätt’s noch länger gedauert. Wir entschieden uns dann aber, die beiden Pässe über Katschberg und Obertauern zu fahren. Ein faszinierender Anblick bei untergehender Sonne. Außerdem stärkte und eine deftige Mahlzeit im Landgasthof Fruhmann bei Villach.

    Hervorragend erholt kann’s jetzt wieder an die Aufgaben des Alltags gehen. Ich kann’s nicht oft genug sagen: Ich habe einen genialen Urlaub hinter mir, mit viel Entspannung, Kultur, Sehenswürdigkeiten, Sonne (es gab nur zwei mal ein Gewitter und das brav in der Nacht. Ansonsten Temperaturen jenseits der 30-Grad-Grenze), Salzwasser, Freunden und auch Fotos, von denen ich euch noch ein paar Highlights präsentieren möchte.


    Da hocken wir alle an unserem ersten gemeinsamen Strandtag.


    Karin und Stefan vor der Arena in Pula.


    Gruppenfoto im antiken Theater von Pula.


    Sehr kroatisch: Ein bunter Markt. Hier der in Rovinj.


    Abendessen in Rovinj. Im Hintergrund sieht man die Marina.


    Nachtleben in Poreč.


    Der Innenhof der Basilika unseres Urlaubsorts.


    Angenehme Abkühlung bei konstanten 14 Grad in einer Tropfsteinhöhle.


    Kein schwieriges Motiv in Venedig: Wir auf einer Brücke über einen Kanal.


    Blick auf den Canal Grande samt zahlreichen „Autos“.


    Karin und Mani am Stand.


    Meine Karin und ich samt Sonnenuntergang.

  • Abmeldung.

    Wenn man momentan so in meinen Blog schaut, dann ist das Sommerloch unübersehbar. Zwar gäb’s im Moment die ein oder andere Geschichte zum erzählen, beispielsweise die Geburtstagsparties vom Tom und meiner Karin, jedoch würden die in etwa so aussehen: Leckeres Essen, gute Unterhaltung, schöne Zeit und so weiter. Das hatten wir hier schon genügend und ist für Außenstehende auch nicht wirklich interessant.

    Dieser Eintrag dient vielmehr dazu, mich abzumelden. Denn seit vier langen Jahren heißt’s für mich ab kommenden Samstag endlich wieder mal richtig Urlaub. Also mit Sonne und Strand in fremden Land. Konkret geht’s gleich zu sechst nach Kroatien. Ein Reisebericht gibt’s dann wohl ziemlich sicher, wenn ich wieder zu Hause bin. Bis dahin euch allen schöne Sommertage.

  • Willkommen in der Provinz und ihrer Politik.

    Eigentlich liebe ich die Idylle, in der ich lebe: Im bayerwäldlichen Tittling kann’s im Winter schon mal mehr Schnee geben, als es einem lieb ist. Dafür nimmt im Sommer der See um die Ecke bei zu viel Sonnenschein schon mal schnell eine „tiefgrüne Farbe“ aufgrund der regionalen „Düngemethoden“ an. Auf dem alljährlichen Volksfest geht’s noch richtig urig zu, jeder kennt jeden und die „Stille der Nacht“ kommt Touristen aus der Großstadt mitunter nicht ganz geheuer vor. Dass aber zu diesem Klischee aber auch durchaus negative Züge gehören, davon möchte ich heute berichten.

    Denn zum weiß-blauen Bayerwaldparadies gehört auch, genau, die CSU, ihre Lokalpolitik und ihre teils skandalösen Verstrickungen in die Lokalwirtschaft. Über einen derartigen Skandal berichtete vor wenigen Wochen das unabhängigen Passauer Monatsmagazin Bürgerblick. Unter der Hand waren die Vorgänge im Tittlinger Rathaus schon länger bekannt, nun haben wir es aber auch schwarz auf weiß: „In selbstherrlicher Manier hat der CSU-Bürgermeister (Waldemar Bloch) jahrelang am Gemeinderat vorbei regiert“ und dabei offensichtlich seinem Parteikollegen Willi Neumeier sämtliche Planungsaufträge der Gemeinde zukommen lassen.

    Dabei handelt es sich jedoch nicht um die einzige Verstrickung im Tittlinger Rathaus: Neben seinem Job als Geschäftsführer der Passauer Neuen Presse bekleidet Rainer Fürst auch das Amt des CSU-Ortsvorsitzenden im Gemeinderat. Dementsprechend einseitig soll in der Vergangenheit die lokale Berichterstattung beim regionalen Quasimonopolisten für Printmedien gewesen sein.

    Das i-Tüpfelchen war jedoch die Reaktion auf den bereits oben verlinkten Artikel im Bürgerblick Passau: Dieser erschien nämlich nicht nur Online sondern auch in der monatlich veröffentlichten Printausgabe. Diese wurde kurzerhand vom einzigen Zeitschräftenhändler im Ortskern aus seinem Sortiment genommen. Man ahnt es schon: Der Inhaber des Marktgeschäfts sitzt als CSU-Mitglied im Gemeinderat.

    OK, ich gebe zu, mein Artikel bietet nicht viel Neues. Derartige Vorgänge gibt es zigfach auch in anderen Gemeinden. Im Vergleich dazu, was dort vorgeht, erscheinen die erwähnten Vorgänge vielleicht sogar als harmlos. Nichts desto trotz gehören solche Geschichten erwähnt und ich kann meiner Leserschaft mal etwas Lokalpolitik aus Tittling präsentieren.

  • Now playin‘.

    Von meinen Freunden werde ich recht oft gefragt, welche Musikrichtung ich denn höre? Wenn ich dann „EBM“, „(Dark-) Elektro“, „Aggro Tech“ und „Noise“ antworte, dann können sich die meisten Nichts oder was Falsches drunter vorstellen. Aus diesem Grund poste ich einfach mal eine meiner aktuellen Playlists, die so ziemlich die oben genannten Musikrichtungen abdeckt. Sie ist zwar bei Weitem nicht vollständig, jedoch werden zahlreiche bekannteren Bands aus den Genres genannt. Keine Sorge: Wer beim Durchlesen keine einzige ihm bekannte Band entdeckt: Ich vermute mal, dass jeder dieser Tracks bis jetzt Lichtjahre entfernt von den kommerziellen Charts war/ist.

    :wumpscut: Capital Punishment
    Ad·ver·sary Waiting for Gira
    Amduscia Fucking Flesh (Raw Mix)
    Animassacre (R) Evolution
    Animassacre Noise of Doom
    C-Drone Defect Morituri te Salutant
    Code Machine Human Tragedy
    Diary of Dreams Chemicals
    DYM NewWorldBrave
    DYM Life Sized
    Eisenfunk Duck & cover (300 RMX)
    Eisenfunk B29
    Eisenfunk Eisenfunk v3.0.tar.gz
    Funker Vogt Thanatophobia
    God Module Resurrection
    Headscan Dead silver Sky
    La Magra City of the Dead (Remixed by Robert Dope)
    La Magra City of the Dead (Remixed by Animassacre)
    Noisuf-X Awakening
    Painbastard Todesengel (Armageddon RMX by SITD)
    Painbastard Todesengel
    Retractor You don’t know
    SITD Snuff Machinery (Machine in Motion)
    Suicide Commando Bleed for us all
    Suicide Commando Cause of Death: Suicide
    Suicide Commando Bleed for us all (:wumpscut: RMX)
    Suicide Commando Better off dead (Driller RMX)
    Tamtrum In a little Skull Box
    Tamtrum Cujus Animam Gementem
    Totakeke Millenia
    Unter Null Destroy me
    Unter Null You have fallen from Grace
    X-Fusion C'mon Devil

    Ich denke, ich werde demnächst noch eine zweite, kürzere Playlist online stellen, in denen Tracks enthalten sein werden, die auch auch gerne höre, aber weniger mit den eben vorgestellten Genres zu tun haben.

  • Das Runde muss ins Eckige.

    Das ist das Gute am Fußball: Rund um diese beliebte Sportart gibt es so viele Sprichwörter und Zitate, dass ich mir keine Sorgen machen muss, jemals keine Titel mehr für Kickerartikel in meinem Blog zu haben. Wie bereits vor ein paar Wochen angekündigt, war ich letzten Samstag auf dem Fußballturnier der SC Batavia ’72 Passau e.V.. Diese veranstaltete aus einem mir nicht geläufigen Grund auf ihrem Vereinsgelände einen Wettstreit unter zwölf Mannschaften, wobei ich diesmal wieder „geliehener Weise“ auf seiten der CSU antrat.

    Zunächst wurden die beiden Bestplatzierten jeder der vier Dreiergruppen ermittelt, bevor’s dann in einem Viertelfinale in ein K.O.-System ging. Eine Niederlage hatte glücklicherweise kein frühes Ausscheiden zur Folge, da auch sämtlich Platze Drei bis Zwölf ausgespielt wurden. Somit kam jede Mannschaft im Laufe des Turniers auf fünf Spiele, nicht mehr und nicht weniger. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, standen zwei Plätze zur Verfügung, auf denen pro Mannschaft je fünf Feldspieler und ein Torwart antraten. Schade war’s, dass aufgrund der massiven Regenfälle der letzten Tage der Rasenplatz der Bataven gesperrt werden musste. Als Folge wurde auf den Sandplatz ausgewichen, was dem ganzen Turnier mehr den Charme einer Bolz- und Kickerveranstaltung verlieh. Dafür war uns Petrus gnädig, der uns vergangenen Samstag seit langer Zeit einen Tag berscherte, an dem der Himmel seine Schleusen geschlossen hielt.

    Ich selbst war im wahrsten Sinne des Wortes die Nummer Eins. Zumindest auf meinem Rücken stand das, sprich, mir fiel die Rolle des Torwarts zu. Dies verschaffte mir die Ehre, als einziger Spieler die gesamte Spielzeit auf dem Platz der Wahrheit verbracht zu haben. Auf dem Feld wäre das auch keinesfalls möglich gewesen, denn am Wochenende ging’s für unser Team um was. Da wurde gefighted was das Zeug und vor allem die Kondition hält. Unser Teamgeist war bärenstark. Mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein sprang für uns letztendlich ein sechster Platz heraus.

    Das erste Spiel in der Gruppenphase ging 1:1 Remis gegen die „Vollpfosten“ aus. Dabei waren wir haushoch überlegen, hatten pro Spielminute (von denen’s 14 pro Spiel gab) eine hochkarätige Chance, von denen wir jedoch nur eine verwandeln konnten. Unser Gegner jedoch konnte aufgrund eines eklatanten Torwartfehlers (wer war das nochmal?) seine einzige halbherzige Chance verwandeln.
    So musste im zweiten und letzten Gruppenspiel mindestens ein Unentschieden her, um sich für’s ersehnte Viertelfinale zu qualifizieren. Gegen einen wesentlich besseren Gegner, die „Landknechte“, stand nach dem Abpfiff die Null: Ein torloses Unentschieden sicherte uns das Weiterkommen.
    Hätten wir das erste Spiel nur gewonnen, denn im Viertelfinale ging’s so gegen den haushohen Turnierfavoriten, der aus zahlreichen (teils ehemaligen) Vereinsspielern bestand. In einer wahren Glanzleistung (auch seitens meiner Wenigkeit) konnten wir zum Abpfiff ein hervorragendes 0:0 verbuchen. In der allerletzten Minute hatten wir sogar die Sensation auf dem Fuß, ein Quasi-Golden-Goal zu erzielen. Da dieses Geschenk Fortunas jedoch ungenutzt blieb, mussten wir ins Elfmeterschießen, Mann gegen (in dieser Hinsicht reichlich unerfahrenen) Torwart. Dort setzte sich die Routine des Gegners durch, wenn auch nur knapp mit 3:2.
    Trotz dieser Niederlage war unsere Moral ungebrochen, denn mit unserem Viertelfinalspiel mussten wir uns wahrlich nicht verstecken. 1:0 gewannen wir das erste Spiel im Loser-Bracket gegen die Innstädter Faschingfreunde, weshalb’s in unserm letzten Spiel im Turnier um Platz Fünf oder Sechs ging.
    Letztendlich reichte es jedoch gegen die „Schäferhundfreunde“ nur für die schlechtere Platzierung. Mit einer 1:0 Niederlage musste ich das erst zweite Gegentor in der regulären Spielzeit in unserem gesamten Turnier entgegen nehmen.

    Mein Fazit: Eine Riesengaudi und viel Kurzweile. Eine tolle Mannschaft mit viel Einsatz und auch Können, auch seitens des Mannes mit der Nummer Eins *gg*. Fotos habe diesmal leider keine, da meine Digicam momentan als Leihgabe an der Uni verweilt. Deshalb müssen meine Leser mit meinen blumigen Schilderungen auskommen. Sobald ich jedoch Fotos aus anderen Quellen finde, verlinke ich sie hier natürlich. Den Anfang macht die Seite der Innstädter Faschingfreunde, auf denen auch unsere Mannschaft in den grünen Trikots ab und zu zu sehen ist.

  • Nagus‘ all in! Die Zwölfte: Suck-out Samba

    Poker.Mit etwas Verspätung gibt’s den Bericht vom Nagus‘ all in! letzten Freitag. Beim Nagus‘ all in! handelt es sich um unser vierteljährliches Pokerturnier, bei dem sich in der diesmaligen offiziell zwölften Auflage mit mir noch acht weitere Spieler eingefunden hatten.

    Insgesamt war es diesmal weniger ein Pokerturnier als vielmehr eine allgemeine Diskussionsrunde rund um Gott und die Welt, aktuelle Ereignisse und neueste (und auch zukünftige) naturwissenschaftliche Entwicklungen. Dies war dem Umstand geschuldet, dass in Zeiten, in denen sich die ersten meiner Kommilitonen bereits ins Berufsleben verabschieden und der Rest zu Hause an seinen Diplomarbeiten feilt, man sich nicht mehr all zu oft sieht. Vor allem wenn das aktuelle eher durchwachsene Wetter nicht gerade viele Möglichkeiten zur gemeinsamen Freizeitplanung erlaubt. So war’s für die Einen ein kurzweiliger Abend, für die Anderen, die sich lieber voll und ganz auf’s Pokern konzentriert hätten, war’s wohl eher etwas fad.

    Letzteres lag wahrscheinlich auch daran, dass es diesmal eher eine Ausgabe war, die nicht gerade mit zahlreichen spannenden Händen, Bluffs und Showdowns gesegnet war. OK, das ein oder andere tolle Spiel war dabei, jedoch gab es auch lange Durststrecken, in denen nicht viel los war.

    Christoph wird seit letztem Samstag die Zahl Drei verfluchen. Die bekam er nämlich wirklich in zwei von drei Spielen auf die Hand und da man aus einer Drei jetzt nicht gerade berauschende Blätter basteln kann, zumindest nicht all zu oft, reichte es diesmal für ihn nur für den fünften Platz.

    Sieger wurde zum zweiten mal da Hias, der somit in den Kreis von nun drei Spielern aufgestiegen ist, die den Nagus‘ all in! bereits zwei mal für sich entscheiden konnten. Geschlagen hat er dabei im Heads-Up mich. So habe ich die Chance vertan, als erster drei mal den Nagus‘ all in! zu gewinnen. Daran bin ich aber auch selbst schuld: Nach einem tollen Bluff zu Beginn des finalen Duells Mann gegen Mann, bei dem ich mir die Krone des Chipleaders vorübergehend aufsetzen konnte, spielte ich viel zupassiv und musste dank mittlerweile gesalzener Blinds viel zu viele Chips an meinen Kontrahenten abgeben. Da hätte ich ruhig mal offensiver spielen können, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass es ehrenhafter ist, seine Chips durch einen Bluff als durch horrende Blinds zu verlieren. Somit bleibt mir nichts anderes übrig als neidhaft am Hias zum Sieg zu gratulieren.

    Mein Fazit dieses Nagus‘ all in!, das auch auch bereits nach den letzten Malen herauskristallisierte, lautet, dass es beim Pokern, zumindest bei uns, doch sehr stark auf’s Glück ankommt. Während es Zeiten gab, in denen ich keine einzige Hand gewinnen konnte (Nagus‘ all in! Die Siebte und Nagus‘ all in! Die Achte), lief’s letzten Freitag sehr viel besser, obwohl ich weder riskanter noch unbedachter spielte. Auch habe ich das Gefühl, dass sich an der Spielweise der anderen Teilnehmer nichts grundlegendes seit damals geändert hat. Meine Vermutung wird auch dadurch untermauert, dass mittlerweile jeder der regelmäßigen Mitspieler bereits einen Titel abräumen konnten und bei ihnen sowohl Topplatzierungen als auch Ergebnisse auf den hinteren Rängen bunt gemischt sind.

    Abschließend gibt es wie bei jedem meiner Einträge zum Nagus‘ all in! einerseits den Link zum entsprechenden Artikel im Blog des Gastgebers und andererseits auch die aktualisierten Tabellen. Diesmal und auch weiterhin mit meiner Olympiawertung.

    gold silber bronze 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. Teiln.
    egal 1. Christoph R. 2x 2x 1x 2x 2x 2x – 2x – – 13
    up 2. Matthias S. 2x 1x 1x – 3x 1x 2x – 1x – 11
    down 3. Florian N. 2x – 4x* 1x 2x 3x 1x – – – 13
    down 4. Dominik S. 1x 4x 3x 3x – – 1x 1x – – 13
    down 5. Andreas So. 1x 2x 1x 3x – 1x – 2x 2x 1x 13
    down 6. Michael N. 1x 2x – – – – 1x 3x 1x 2x 10
    down 7. Christoph E. 1x 1x 1x 1x 3x 1x – – – – 8
    down 8. Stephanie S. 1x 1x 1x 1x – – 2x – – – 6
    egal 9. Daniel H. 1x – – 1x – 1x 4x – 1x – 7
    egal 10. Fabian F. 1x – – 1x – 1x – 2x 1x – 6
    egal 11. Christoph W. – – 1x – – – – – – – 1
    egal 12. Michael K. – – – – 1x 1x 1x – – – 3
    egal 13. Nicole H. – – – – 1x – – – – – 1
    egal Andreas Sa. – – – – 1x – – – – – 1
    egal 15. Sabrina S. – – – – – 1x – – – – 1
    egal 16. Sebastian S. – – – – – – – – 1x – 1
    1 2 3 4 5 6 7 8 8,5 9 10 11 12 Teiln.
    Andreas So. 2. 2. 8. 3. 9. 6. 4. 10. 8. 1. 4. 8. 4. 13
    Andreas Sa. – – – – – – – – – – – 5. – 1
    Christoph E. – – – – 2. 5. 3. 5. 1. 4. – 6. 5. 8
    Christoph R. 5. 1. 1. 5. 4. 2. 6. 8. 3. 8. 6. 4. 2. 13
    Christoph W. – – 3. – – – – – – – – – – 1
    Daniel H. – – – – 7. – 7. 7. 4. 6. 1. 7. 9. 7
    Dominik S. 4. 4. 4. 2. 8. 3. 2. 2. 7. 3. 2. 1. 3. 13
    Fabian F. – – – 1. 6. – – 4. – 9. 8. – 8 6
    Florian N. 3. 6. 5. 4. 5. 1. 1. 3. 6. 7. 3. 3.* 6. 13
    Matthias S. – 7. – 6. 3. 7. 5. 1. 5. 2. 5. 9. 1. 11
    Michael K. – – – 7. – – – 6. – 5. – – – 3
    Michael N. 1. 8. 2. – – 8. 8. 9. 2. 10. 7. 10. – 10
    Nicole H. – 5. – – – – – – – – – – – 1
    Sabrina S. – – 6. – – – – – – – – – – 1
    Sebastian S. – – – – – – – – 9. – – – – 1
    Stephanie S. – 3. 7. – 1. 4. – – – – – 2. 7. 6
    #Teilnehmer 5 8 8 8 9 9 8 10 9 10 8 10 9

    * Beim Nagus‘ all in! Die Elfte: Endgame verließ Flo, nachdem da Hias als Neunter den Tisch verlassen musste, ebenfalls den Tisch. Von diesem Zeitpunkt an spielte Hias anstatt Flo mit den Chips von Flo und wurde letztendlich Dritter. Dieser dritte Platz wird hier Flo zu Gute geschrieben.