Seit wenigen Wochen verwende ich Windows 7. Dank des MSDN Academic Alliance Programms von Microsoft habe ich darauf bereits mehrere Wochen vor dem offiziellen Verkaufsstart Zugriff. Obwohl ich eigentlich mit dem zuvor bei mir installierten Windows Vista nicht unzufrieden war, wagte ich den Umstieg, da das neue Betriebssystem aus Redmond in der Fachpresse hoch gelobt wurde.
Jedoch stellte sich sehr bald ein Problem bei der Wiedergabe von Videos ein, das bei jedem Medienplayer außer dem Windows Media Player und dem Windows Media Center auftrat. Clips wurden nur stark verpixelt angezeigt, was sich vor allem beim Abspielen von niedrig aufgelöstem Material im Vollbildmodus bemerkbar machte. Es wirkte, als sei jede Art von Weichzeichner bzw. Interpolation zur Vergrößerung deaktiviert.
Folgender Screenshot soll das Problem verdeutlichen. Neben den für Videokompression typischen Kompressions- (durch das Streichen von Fourier- bzw. DCT-Koeffizienten) und Gibbs’schen Artefakten ist das Bild stark verpixelt, was besonders bei den blonden Haaren am Rand, den Augen und vor allem dem eingeblendeten Schriftzug deutlich wird. Ein Klick auf das Bild öffnet eine Vergrößerung, bei der das Problem besonders gut sichtbar wird.
Nach ein wenig Recherche im World Wide Web bin ich darauf gestoßen, dass es sich anscheinend um ein Problem mit Aero handelt, der von Microsoft mit Windows Vista eingeführten grafischen Benutzerschnittstelle. Das hat mich einerseits gewundert, da ich unter Vista dieses Problem nicht hatte, würde allerdings erklären, warum sämtliche Player außer den obigen beiden dieses Phänomen produzierten.
Letztendlich bekam ich die fehlerhafte Darstellung mit dem VLC Media Player in den Griff, da man mit ihm schnell die Ausgabeoptionen konfigurieren kann. Aber im Normalfall dürfte es auch jeder andere Medienplayer tun, der ähnliche Einstellmöglichkeiten bietet. Die entsprechende Option findet man unter „Extras“ → „Einstellungen“ (auch erreichbar über Strg+P) → „Video“ (im einfachen Anzeigemodus) → „Ausgabe“. Im dortigen Dropdown-Menü stehen einem zahlreiche Optionen zur Verfügung. Ich verwende nun „OpenGL-Videoausgabe“, da ich mit „DirectX-Videoausgabe“ Probleme habe: Starte ich mit dieser Einstellung die Videowiedergabe, so wird Aero komplett deaktiviert, was zwar nichts kaputt macht, aber nicht sein muss.
Mit dieser Einstellung werden Videos wieder korrekt hochgerechnet, so wie ich das bisher gewohnt war. Als Beweis soll folgender Screenshot dienen. Der vergrößert zwar wieder die bekannten gibbs’schen Artefakte und Kompressionsmängel zeigt, das Bild ist nun aber ansonsten sauber glättet.
Zu beachten ist nur noch, dass der VLC Media Player derartige Einstellungen erst nach einem Neustart des Programms bzw. des abzuspielenden Videos übernimmt.
Abschließend sei auch noch erwähnt, dass ich eine Grafikkarte von NVIDIA verwende, genauer gesagt eine GeForce 8800 GTS der zweiten Generation. Da das Verpixelungsproblem jedoch mit Aero und nicht einem konkreten Treiber zusammenhängt, dürfte das Klötzchenbild auch bei der ein oder anderen Graikkarte von AMD (ehemals ATI) auftreten.




















Mit etwas Verspätung gibt’s den Bericht vom Nagus‘ all in! letzten Freitag. Beim Nagus‘ all in! handelt es sich um unser vierteljährliches Pokerturnier, bei dem sich in der diesmaligen offiziell zwölften Auflage mit mir noch acht weitere Spieler eingefunden hatten.

