Autor: ck

  • „Sport“ mal anders.

    Von 04. bis 07. Oktober fand in Seattle zum sechten mal das Grand Final der World Cyber Games (kurz: WCG) statt, das noch vor dem Electronic Sports World Cup (kurz: ESWC) größte und wichtigste eSport-Event der Welt, die Weltmeisterschaft der Computerspieler sozusagen.

    Bereits im März hatte ich ja geschrieben, dass mich besonders das „Command & Conquer 3: Tiberium Wars“-Turnier interessiert, da ich selbst recht gern die ein oder andere Partie im LAN oder Internet zocke. Zwar war ich am Wochenende selbst noch im Urlaub, allerdings hab ich gleich danach mal alle Ergebnisse nachgeschlagen. Und die können sich sehen lassen: Zwar hat’s nicht ganz für den Weltmeisterschaftstitel für die deutschen Vertreter in dieser Disziplin gereicht, allerdings konnte mit Silber und Bronze ein Groß der deutschen Medaille eingefahren werden. Vor allem die Silbermedaille durch Leon „Xeon“ Machens sorgte für eine positive Überraschung, da er erst durch eine Nachnominierung in den deutschen Kader nachrückte. Aber auch die Bronzemedaille durch den deutschen Topfavoriten Pascal „Dackel“ Pfefferle verdient alle Beachtung.
    Im Moment bin ich fleißig am warten, bis die Replays der Command & Conquer-Partien online gestellt werden.

    Insgesamt lief’s allerdings nicht so gut für das deutsche Team, das diesmal in der Nationenwertung nur Fünfter wurde, das schlechteste Ergebnis bisher bei einer WCG. Zwar sorgte wie fast jedes Jahr mit Daniel „SK_hero“ Schellhase einer der beiden Schellhase-Zwillinge für eine Goldmedaille in FIFA ’07 und Christoph „Mondragon“ Semke sorgte mit seiner Bronzemedaille in „Starcraft: Brood War“ für eine kleine Sensation, allerdings reichte dies nicht, um am Gesamtsieger USA, dem Überraschungsland Brasilien oder der eSport-Nation schlechthin, Südkorea, vorbei zu ziehen.
    Jedoch muss man auch sagen, dass Spiele wie „Tony Hawk’s Project 8“, „Gear of War“ oder „Carom3D“, in denen beispielsweise die USA ein Groß ihrer Medaillen errangen, jetzt nicht gerade klassische eSport-Titel sind und dass ein Sieg in ihnen wohl auch nicht so bemerkenswert wie einer in „CounterStrike“ oder „Warcraft 3“ ist.

    Nächstes mal kommt das Grand Final der WCG übrigens nach Köln, der Hauptstadt des deutschen eSport und damit das erste mal nach Deutschland. Ich denk zwar nicht, dass ich da hochfahren werde, obwohl’s mich stark interessiert, aber vielleicht tritt somit der eSport in Deutschland in der breiten Öffentlichkeit in ein positiveres Licht.

    Kleine Notiz am Rande: Auch die Süddeutsche Zeitung befasst sich mit den World Cyber Games, natürlich eher aus der Sicht von Nicht-Computerspielern.

    Nachtrag I:
    Zwar sind auf der offiziellen Homepage der WCG immer noch keine Replays des Turniers aufgetaucht, allerdings findet man mittlerweile auf den Seiten von GameReplays.org für Tiberium Wars das Halbfinale von Dackel gegen Apollo, das Spiel um Platz drei und das Finale.

    Nachtrag II:
    Mittlerweile gibt’s auch auf der offiziellen Website der World Cyber Games die Replays. Neben allen Spielen von „Command & Conquer 3: Tiberium Wars“ findet man auch die Aufzeichnungen zu „Age of Empires 3: The War Chiefs“, „Carom3D“, „StarCraft: Brood War“ und „WarCraft 3: The frozen Throne“.

  • Splish, Splash.

    Nach getaner Arbeit und erster bestandener Diplomprüfung ging’s für mich und meine Karin am vergangenen Samstag und Sonntag in den wohl verdienten (Kurz-) Urlaub zum Wellnesswochenende in Bad Griesbach. Zum Geburtstag hatte meine Meerjungfrau ’nen großen Gutschein für dort bekommen und da sie mich da supergerne mit dabei haben wollte, bot sich jetzt zum Ende der vorlesungsfreien Zeit die perfekte Gelegenheit noch sehr günstig in den Urlaub zu kommen.

    Also kamen wir für zwei Tage im Hotel Summerhof unter, ließen uns am Samstag im türkischen Bad köstlich (und dampfreich) verwöhnen und plantschten am Sonntag den halben Tag zwischen einer überwiegenden Zahl von bereits ergrauten Kurgästen in der Therme.

    Dabei genossen wir den ganzen Luxus eines deutschen Dreisternehotels und die Freundlichkeit von Personal dass ’s normalerweise gewöhnt ist, sich mit den Wünschen und Wehwehchen von Senioren rumschlagen zu müssen. Man muss echt sagen, dass das mal was anderes ist als in mach anderer Touristenhochburg für Deutsche, in denen man schon ab und zu mal merkt, wer hier eigentlich nicht wohnt. Außerdem ist so das Essen natürlich äußerst kompatibel: Gefüllte Kalbsbrust und kontinentales Frühstück sind schon was anderes als Ham & Eggs mit Bohnen.

    Highlight neben dem Hamambesuch war der Abstecher ins Hotel Maximilian am Samstag Abend. Dort, wo eigentlich eher die Golf-High-Society absteigt, lässt sich ein Drink gleich doppelt (so teuer, dafür aber auch nobel) genießen und so ein Ausflug in die Tiefgarage des Hotels kann eine richtige Augenweide werden.

  • Da braucht man keine Feinde mehr, bei solchen Freunden.

    Da sich ja ein paar meiner treuen Leser ab und zu nicht ganz zu unrecht beschweren, dass ich in meinen Blogeinträgen ganz schön ausschweifend und langwierig sein kann, fass ich mich heute ganz kurz und präsentiere folgendes Video, dass meine Meinung zum im Moment in der SPD andauernden Machtkampf zwischen Franz Müntefering und Kurt Beck wiedergibt. Es stammt aus den Tagesthemen der ARD vom 08. Oktober 2007. Aber nun her mit dem Clip:

    Nachtrag (am 08.07.2008):
    Das Video ist leider nicht mehr online. Aus diesem Grund kann ich es an dieser Stelle auch leider nicht mehr verlinken.

  • *sektkorken knall*

    Am vergangenen Freitag hatte ich meine zweite und letzte Diplomprüfung im Nebenfach „Medizinische Informatik“. Damit ist dieses Nebenfach für mich abgeschlossen. Insgesamt liefen die beiden Prüfungen durchaus erfolgreich.

    Am 17. September stand die erste Prüfung an. Von Herrn Dr. Emmert wurde ich in „Neurologie“, von Herrn Dr. Vielsmeier in „Chirurgie“ geprüft. Von jedem der beiden wurde ich ¼ Stunde lang mündlich befragt, was summa summarum 30 Minuten macht. Der Prüfung lief echt perfekt und ich hatte auf alle Fragen ’ne Antwort. Ergebnis: 1,0.

    Letzten Freitag dann, also am 05. Oktober, stand der zweite Check an. Von Herrn Dr. Kett wurde ich in „Biophysik der Strahlenwirkung“ und von Herrn Dr. Jung in „Materialwirtschaftmanagement“ und „Medizinische Bildverarbeitung in der Radiologie“ geprüft. Auch wieder jeweils ’ne ¼ Stunde. In der Prüfung lief’s ned ganz so gut, weil ich jeweils eine Frage der beiden Prüfer ned beantworten konnte beziehungsweise sie mir die richtige Lösung erst aus der Nase ziehen mussten. Deshalb lautete das Ergebnis: 1,3.

    Ein kleines bisschen geärgert hab ich mich schon, denn die Antwort auf eine der nicht beantworteten Fragen hätte ich gewusst. Allerdings überriss ich nicht, dass mein Prüfer auf genau diese Antwort hinaus wollte und deshalb befand ich mich erstmal sauber auf dem Holzweg und hab lauter Sachen erzählt, die er gar nicht hören wollte. Als ich dann verstand, worauf er von mir erwartet hatte, war’s leider schon zu spät. Wer weiß: Vielleicht hätt’s dann für ’ne 1,0 gereicht und der erste Teil meines Diploms wär mir perfekt gelungen.

    Hätte, wäre, sollen, dadad’n. Was soll’s. Die Note ist auch so super und ich hab ein richtig gutes Fundament für meine Diplomprüfungen im Hauptfach gelegt, die dann am Ende des Sommersemester 2008 bei mir anstehen. So sieht zumindest der Plan aus. Außerdem hab ich jetzt keine Medizinvorlesungen mehr, das heißt also: Nie mehr nach 18 Uhr in die Uni *score*.

  • Alles Leid wird bald enden!

    …steht da auf dem kleinen zusammengeklappten Flyer, den mir die beiden Zeuginnen Jehovas am Mittwoch Vormittag in die Hand gedrückt haben. Hinter einem im Gras sitzenden, südamerikanisch anmutenden lächelnden Paar, äsen zwei skandinavische Elche, im Vordergrund Körbe voller südeuropäischer Früchte und im Hintergrund schneebedeckte Berge und saftige Wälder.

    OK, ich geb ja zu, dass es nichts besonderes ist, dass Missionare der Zeugen Jehovas an privaten Haustüren klingeln, sich mit den Leuten über „Gott und die Welt“ unterhalten wollen oder einfach nur ’nen kurzen Spruch aufsagen, der einen zum nachdenken bringen soll. Sowas hör ich von meinen passauer Studienkommilitonen ständig und auch der ein oder andere Kabarettist hat diese Tatsache ja bereits humoristisch aufbereitet.

    Was allerdings besonders ist, ist die Tatsache, dass das mir hier im bayerwäldlichen Tittling passiert, einer 4000 Seelen Gemeinde mitten im tiefsten und urkonservativen Niederbayern. Da wird im Herbst mit’m Traktor auf’s Feld gefahren um die Ernte ein zu holen, komme was wolle; da wird die CSU gewählt, komme was wolle und da wird sonntags in die Kirche gegangen, nach gutem römisch-katholischem Brauch, komme was wolle. Missionare der Zeugen Jehovas sind da wirklich eine Rarität.

    Eines muss man den beiden Mädels von der Wachturmfraktion aber lassen: Sie waren überaus höflich und ließen sich ziemlich schnell abwimmeln, von Aufdringlichkeit keine Spur. Und darüber hinaus waren’s auch noch zwei halbwegs fesche Mädels, die da vor meiner Haustür standen. Da werden Erinnerungen wach. War ja schließlich nicht der erste Kontakt mit den Zeugen.

  • Willkommen in der hochauflösenden Fernsehzukunft.

    Da’s bei mir in meiner ersten Diplomprüfung durchaus zufriedenstellend lief und man beim vorangegangenen Lernen nicht all zu viel Geld unter’s Volk bringt hab ich mir gedacht, mich selbst zu belohnen und mir ’nen schicken HDTV-Satellitenreceiver zu gönnen. Einen HDready Fernseher hab ich ja schon seit eineinhalb Jahren (übrigens auch eine „Belohnung“ für eine durchaus positiv verlaufene Prüfungsphase), nur an hochauflösenden Inputsignalen hat’s bisher gemangelt.

    Meine Wahl viel auf den DSR-9005/02 von Philips, da mir der nach der Recherche von diversen Testberichten am besten zugesagt hat. Amazon hat auch brav innerhalb von zwei Werktagen geliefert und ich muss sagen, dass ich ziemlich begeistert von meiner neuesten technischen Errungenschaft bin.

    Dabei sind gar nicht mal die hochauflösenden Bildsignale das große Highlight sondern die Tatsache, dass nun 4:3-Programm brav im Pillarbox, 16:9-Programm jedoch schön in Vollbild auf meinem Toshiba 27WL56P dargestellt wird. Das erspart ständiges manuelles Umschalten der Seitenverhältnisse.
    Aber natürlich ist auch das Argument des hochauflösenden Fernsehens nicht zu missachten. Zwar ist das Programm an hochauflösenden Sendungen noch etwas rar gesät (neben Anixe HD stehen im FreeTV-Bereich lediglich ein Demosender von Astra digital und gelegentliche Sendungen von ProSieben und Sat.1 zur Verfügung), aber das, was es bisher zu sehen gibt, macht schon richtig viel her.

    Jedoch ist es dabei wieder mal so, dass es gar nicht so sehr auffällt, wenn man jetzt auf einmal ein tolles HD-Bild vor sich hat. Der große Aha-Effekt kommt erst, wenn man dann wieder auf Standardauflösung zurück schaltet. Da wirkt das normale Fernsehbild gleich viel weichgezeichneter, grobkörniger und verrauschter, als das eben noch beim Fernsehen der Zukunft der Fall war.

    Auf jeden Fall eine gute Investition, wie ich denke. Selbst meine geniale Logitech Harmony 525 arbeitet perfekt mit dem neuen Empfänger zusammen. Jetzt fehlt mir nur noch ein BluRay oder HD-DVD Player, dann ist mein Homecinema vollständig. Dank HDMI-Anschluss und koaxialen digitalen Audioausgang des Receivers, konnte der gut in meine bestehende Anlage integriert werden.

  • Voll Web 2.01, eyy!

    Nachdem ich ja jetzt voll Web 2.0 bin, muss auch ich mich upgraden und zur Version Web 2.01 voran schreiten. Zu diesem Zweck beteilige ich mich an Kettenbrief 2.0beta, der mir vom Dom zugesandt wurde.

    1. Greife das Buch, welches dir am nächsten ist, schlage Seite 18 auf und zitiere Zeile 3 und 4.
      Zählen Prüfungsprotokolle auch? Ein Buch ist im Moment nicht in Reichweite beziehungsweise ich bin zu faul zum aufstehen.
      Prüfer: Bronchialkarzinom, histologische Formen?
      Prüfling: NSCLS (Plattenepithel- (50%), großzelliges (10%), Adeno- (15%) und adenosquamöses (2%) Karzinom).
    2. Strecke deinen linken Arm so weit wie möglich aus. Was hältst du in der Hand?
      78% Stickstoff, 21% Sauerstoff, 0,9% Argon und 0,04% CO2.
    3. Was hast du als letztes im Fernsehen gesehen?
      Alexander auf ProSieben, in HDTV, yeah.
    4. Mit Ausnahme des Computers, was kannst du gerade hören?
      Tactical Sekt – Beslan und die tittlinger Dorfjugend unterwegs auf ihren Rollern *brumm*.
    5. Wann hast du den letzten Schritt nach draußen getan?
      Heute Vormittag. Ich brauchte Kabelbinder bis ich feststellte, dass Sonntags die Geschäfte geschlossen sind.
    6. Was hast du gerade getan, bevor du diesen Fragebogen begonnen hast?
      Das hier kurz ausgebessert.
    7. Was hast du gerade an?
      Jogginghose und T-Shirt vom ASG-Ball ’03 *harrharrharr*
    8. Hast du letzte Nacht geträumt?
      Die Medizin behauptet ja, ich kann mich jedoch nicht dran erinnern.
    9. Wann hast du zum letzten Mal gelacht?
      An das ich mich erinnern könnte? Als ich die Vorlage vom Dom gesehen hab.
    10. Was befindet sich an den Wänden des Raumes, in dem du dich gerade befindest?
      Fenster, weiße Farbe, Panorama Poster von Thailandinseln, der vitruvianische Mensch von Leonardo da Vinci.
    11. Hast du kürzlich etwas Sonderbares gesehen?
      Ich seh‘ ständig sonderbare Sachen: Menschen, die magersüchtig sind und verhungern obwohl’s doch in unsere Breiten genug zum Spachteln gibt. Oder andere Menschen, die sich unter’s Messer legen um eher der Norm entsprechend auszusehen aber andererseits alles versuchen, um einzigartig und besonders zu sein. Aber das, was wohl die meisten hier erwartet haben ist wohl sowas in der Richtung.
    12. Was war der letzte Film den du gesehen hast?
      Das Finale der ESL 1on1 Major Series in Unreal Tournament 2004 auf GIGA.
    13. Was würdest du kaufen, wenn du plötzlich Multimillionär wärst?
      Hmm, nix besonders: Ein aktueller PC wär ganz nett und so ein BluRay- oder HD DVD-Player samt Filmen fehlt mir noch.
    14. Sag mir etwas über dich, was ich noch nicht wusste.
      *schnief* Ich bin gar kein richtiger Niederbayer.
    15. Wenn du eine Sache auf der Welt ändern könntest, was wäre das?
      Ohh, so ’n bisschen an physikalischen Größen rumspielen wär doch ganz nett. Schau’n was passiert, wenn die Elektromagnetische Kraft auf einem größer ist als die Starke Wechselwirkung. Oder was passiert wohl, wenn sich Masse nicht mehr anzieht sondern das Vakuum abstoßt?
    16. Tanzt du gerne?
      public class Christoph extends Mensch {

        private final static float alkoholGrenze = 1f;
        private float alkoholSpiegel = 0f;

        public Christoph(float alkoholSpiegel) {
          this.alkoholSpiegel = alkoholSpiegel;
        }

        public boolean tanzen() {
          return (alkoholSpiegel > alkoholGrenze);
        }
      }
    17. George Bush!
      Good Bush, bad Bush.
    18. Stell dir vor, Dein erstes Kind wäre ein Mädchen. Wie würdest du es nennen?
      Weiß ich noch nicht.
    19. Und einen Jungen?
      Das schon: Felix.
    20. Würdest du es in Erwägung ziehen, auszuwandern?
      Durchaus:

      • Wenn die Klimaerwärmung mein schönes Bayernland untergehen lässt.
      • Oder wenn Temelín explodiert.
      • Es kann natürlich auch sein, dass ich in Form eines neuerlichen Weltkrieges gezwungen bin, auszuwandern. Da werde ich dann sozusagen ausgewandert.
      • Aber es reicht ja schon ein verlockendes Jobangebot aus den USA oder aus den großen Metropolen Chinas.
    21. Was würdest du Gott sagen, wenn du das Himmelstor erreichst?
      Haha, den Gott zeigt’s mir mal, vor dessen Himmelstor ich mal stehen werde.
    22. Drei Leute, die das hier auch beantworten sollten.
      Da Corny, der Herr Wimmer Cornelius und unser Doktor der Biologie in spé.
  • Flacher, langsamer, kürzer.

    Der Computerindustrie haftet ja nicht zu Unrecht der Ruf an, dass sie sich ständig selbst überholt: Bestelle ich heute meinen neuen Computer bei Dell, so ist er morgen bei seiner Auslieferung bereits wieder veraltet. So verhält es nicht nur mit Computern, sondern beispielsweise auch mit Digitalkameras. Fünf, sieben, elf oder noch mehr Megapixel sind halt gute und billige Werbe- und Verkaufsargumente, mit denen der Kunde die einzelnen Digitalkameras vergleichen können soll.

    Menschen, die sich etwas mehr mit dieser Materie auseinander setzen wissen jedoch, dass das Megapixel-Argument bei weitem nicht das einzige Verkaufsargument für eine Digitalkamera sein kann. Da kommen dann noch Sachen wie geeignete Akkus, analoger Sucher, Bildstabilisator, ein guter optischer Zoom und vor allem eine gute Optik in Form eines hochwertigen Objektivs dazu.

    Dass mehr Megapixel sogar schlechtere Qualität bedeuten kann, will nun die Seite 6Mpixel.org zeigen. Gestoßen bin ich auf diese Seite über heise online, die eine Problematik aufgreift, die mir schon seit längerem bekannt war:
    Will man ein Digitalfoto erstellen, drückt man auf den Auslöser seiner Digitalkamera (so weit so gut). Licht fällt während der Belichtung durch das Linsensystem der Kamera auf einen CCD– oder neuerdings immer mehr CMOS-Chip, auf dem das Licht in elektrische Signale umgewandelt wird, die die Information des aufgenommen Bildes enthalten.
    Diese CCD- bzw. CMOS-Chips bestehen prinzipiell aus Silizium und werden in einem komplexen Verfahren aus Siliziumscheiben, den sogenannten Wafern hergestellt. Diese Siliziumscheiben sind recht teuer. Deswegen versuchen die Hersteller solcher Kamerachips, möglichst viele Chips aus einem Wafer heraus zu bekommen.
    Das heißt also, wenn ein neuer Kamerachip mit mehr Pixeln als der alte hergestellt werden soll, dann versucht man, gleich viele neue Chips aus einem Siliziumwafer heraus zu bekommen, wie das bei alten Chip der Fall war. Somit tummeln sich mehr „Pixel“ (im Fachjargon bezeichnet man die auf dem Chip als Aperturen) auf gleicher Fläche, was die Aperturflächen des neuen Chips kleiner macht als die des alten.
    Somit bekommt so eine Apertur des neuen Chips bei einer Aufnahme auch weniger Lichtenergie ab, als das bei der alten Apertur der Fall war. Klar: Auf weniger Fläche trifft in der gleich Zeit weniger Licht. Also muss das Signal im Vergleich zum alten Chip verstärkt werden. Dabei wird jedoch nicht nur das umgewandelte Lichtsignal verstärkt, sondern leider auch das Rauschen.
    Man kann also sagen, dass in der Regel moderne Digitalkameras mit mehr Megapixeln mehr rauschen, als das bei alten der Fall war und somit die Fotos eine geringere Qualität aufweisen.

    Auf der oben erwähnten Seite 6Mpixel.org finden sich jedoch noch ein paar andere Argumente gegen den Pixelwahn wie zum Beispiel die Tatsache, dass die in den Consumerkameras verbauten Objektive viel zu starke Verzeichnungen erzeugen, als dass sich die hohen Auflösungen rechtfertigen lassen würden.

    Noch eine Notiz am Rande: Digitalkameras, die in der Industrie beispielsweise zur Qualitätsprüfung oder ganz einfach zur Objekterkennung oder Bildverarbeitung eingesetzt werden, haben in der Regel gerade einmal eine Auflösung von 1280×1024 Pixeln.

    Nachtrag 1:
    Am 12.11.2007 hat das ZDF in der Sendung WISO einen Beitrag über das Thema gebracht, den ich hier gerne online stellen möchte.


    Nachtrag 2 (am 15.01.2008):
    Selbst die „Bild“-Zeitung hat sich dem Thema angenommen.

  • Darf ich jetzt kein Microsoft® Word mehr verwenden?

    Da sich unsere Politik etwas schwer mit den Risiken und Chancen moderner Technologie wie Computer und Internet tut und der Mensch ja mal eher generell alles meidet und fürchtet, was er nicht kennt bzw. was er nicht auf Anhieb versteht, hat wohl eben diese Politik den sogenannten Hackerparagrafen auf den Weg gebracht. Dieser Hackerparagraf stellt, etwas lapidar formuliert, die Entwicklung, die Verwendung oder den Besitz von Software, die zum hacken verwendet werden kann, unter Strafe.

    Prinzipiell ist ein Vorgehen gegen Kriminalität in Form von „Gesetze machen, wo es noch keine gibt“ ein löbliches Ziel, denn so wie sich unsere Umwelt entwickelt, so muss sich auch unsere Gesetzgebung anpassen. Allerdings gewinnt man bei oben erwähntem Hackerparagrafen doch eher den Eindruck, dass es sich hierbei mehr um Aktionismus handelt, als um ein gut durchdachtes, professionell erstelltes Stück Recht.

    Wie wäre es anders zu verstehen, dass das Gesetz ohne jegliche Diskussion sowohl Bundestag als auch Bundesrat passiert hat? Auch die schwammige Formulierung des Textes weißt meiner Meinung darauf hin, dass die werten Gesetzgeber anscheinend gar nicht so genau wissen, worüber sie da reden. Haben die etwa keine sachkundigen Berater? Handeln die etwa nach dem Prinzip, alles was böse Computerkriminelle anfassen ist auch böse und kriminell?

    Das größte Problem bei der ganzen Geschichte ist wohl, dass viele der jetzt gebrandmarkten Programme sowohl für gute, als auch für böse Zwecke eingesetzt werden können. Will jemand die Sicherheit eines Netzwerkes oder eines Computers testen, dann muss er wohl oder übel versuchen, bekannte Schwachstellen der Systeme zu finden oder mit entsprechenden Programmen dies automatisch erledigen lassen. Natürlich brauchen auch die Softwareentwickler selbst solche Tools, denn wer will schon mit nicht ausreichend auf Sicherheit getesteter Software arbeiten.
    Und dann gibt es da noch die Sorte von Programmen, die eigentlich nie die Intension hatten, für böse Zwecke missbraucht zu werden. Schließlich lassen sich mit dem in Microsoft® Office enthaltenen VBA beispielsweise Makroviren programmieren, die zwar heute keine große Verbreitung mehr haben, die aber jeder als schadhafte Software bezeichnen würde. Aber mit Microsoft® Office erstellen die meisten Leute doch wohl eher ihre Textdokumente, Präsentationen und Tabellenkalkulationen.
    Wenn man noch einen Schritt weiter gehen würde, so müsste man wohl auch den Besitz diverser Programmiersprachen strafbar machen. Irgendwann stand jeder Virus oder Wurm mal in Form von Programmcode vor einem sich in einem dunklen Hinterzimmer befindlichen Hacker.

    Die Jungs von TecChannel drehen den Spieß jetzt sogar um und haben Strafanzeige gegen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik gestellt. Auf deren Homepage wird das Programm John the Ripper zur Verfügung gestellt, übrigens auch mit dem Hintergrund, die eigene Sicherheit zu erhöhen und nicht, um anderen Personen Schaden zuzufügen.

  • So war das mit der Gewaltentrennung wohl nicht gedacht.

    Sodala, mit ziemlich genau fünf Jahren Versetzung schwappen all die „Errungenschaften“ nach dem 11. September 2001 über den großen Teich zu uns rüber. Da ein Staat seine Bundesbürger ja schützen muss, treiben unsere Minister jeden Tag, man verzeih‘ mir das Sprichwort, eine andere Sau durch’s Dorf.

    Die Sau des heutigen Tages stammt ausnahmsweise mal nicht vom Herrn Schäuble sondern von seinem Kollegen im Verteidigungsministerium Jung. Denn kaum haben die Pläne, von Terroristen entführte Flugzeuge im Notfall mit unseren tollen Tornados und bald auch Eurofightern vom Himmel zu holen, Staub angesetzt, buddelt Herr Jung diese wieder aus. Man könnte meinen, die Zeit für Sommerlöcher sei noch nicht vorbei. Dass das Bundesverfassungsgericht, seines Zeichens immerhin eines der wichtigsten Vertreter der Judikative in diesem Land, diese Pläne auf den Fall zugestutzt hat, dass sich nur Terroristen und keine Zivilisten an Bord befinden, will Herr Jung nicht wahr haben und setzt sich kindsköpfig darüber hinweg.

    Sein Kollege, der Herr Schäuble, geht da schon einen Schritt weiter, wenn die guten Richter in Karlsruhe nicht das machen, was er will. Ich mein gar nicht mal, dass er jetzt einen auf „das Volk in Angst versetzen“-Masche macht und mit (verbalen) Nuklearwaffen um sich wirft. Nein, der will gleich das Grundgesetz ändern, um seine Pläne durchzusetzen. Ganz unter dem Motto, was nicht passt, wird passend gemacht, so dass ’s mir passt. Beim Thema Gewaltentrennung hat der Herr Schäuble wohl in der Schule gefehlt.

    Irgendwie erinnert mich das an eine Folge aus „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert“, in der ein Mond droht, auf seinen Planeten zu stürzen und der gute (in diesem Fall nicht mehr) allmächtige Q meint, dass sich das Problem am besten dadurch lösen lässt, in dem man die Gravitationskonstante des Planeten ändert. Jedoch bemerkt der gute alte Chefingenieur Geordy LaForge, dass sich das leider nicht mit den physikalischen Gesetzen vereinbaren lässt.
    Daran sollten sich die Minister mal ’ne Scheibe abschneiden, denn als Bundesminister sind sie Teil des Bundeskabinetts und somit Teil der Exekutive, nicht der Legislative, die für’s Gesetze verabschieden zuständig sind.