Autor: ck

  • Hauptseminar Multimedia-Datenbanken: Content Delivery Networks

    Wie bereits vor ein paar Wochen angekündigt stell ich heute die Unterlagen zu meinem zweiten Hauptseminar aus dem vergangenen Sommersemester 2007 online. Betreut wurde das Seminar vom Lehrstuhl von Herrn Prof. Dr. Kosch.

    Ausarbeitung: content_delivery_networks.pdf (314 KB)
    Präsentation: content_delivery_networks.pps (364 KB)

    Das Hauptseminar lief unter dem Titel Multimedia-Datenbanken und in Zuge dessen beschäftigte ich mich mit Content Delivery Networks.

  • Voll Web 2.0, eyy!

    Da’s ja voll Web 2.0 ist, in seinem Web 2.0 Blog selbst gedrehte Web 2.0 Videos, die’s auf Web 2.0 YouTube gibt, über den Web 2.0 RSS-Feed seinen Freunden zugänglich zu machen, will ich auch Web 2.0 sein und das tun:

    Na? Erkennt? Leider sind zum Schluss raus Bild und Ton nimma ganz synchron. Auf jeden Fall dürfte somit auch die Frage beantwortet sein, was ich so mache wenn ich mich mal nicht mit Medizin lernen rumschlage: Meinen Hexenmeister (Meisterschaft Erde & Geist) in Titan Quest aufleveln und brav Items sammeln.

  • BigBrother is watching you, and maybe, andere auch.

    Vor kurzem bin ich auf diesen Artikel gestoßen, der kurz und knapp die geplanten und bereits umgesetzten Maßnahmen des deutschen Innenministeriums zum Schutz vor Terrorismus zusammenfasst.

    Ich will mich an dieser Stelle gar nicht darüber auslassen, ob das alles sinnvoll ist oder nicht oder ob das alles jetzt zum gläsernen Bürger ohne Geheimnisse und ohne Privatsphäre führt oder nicht oder ob das jetzt alles mit unseren Grundgesetzen vereinbar ist oder nicht. Das muss jeder für sich selbst entscheiden, auch wenn uns dummerweise diese Entscheidung all zu oft von Vater Staat abgenommen wird. Nein, eigentlich hab ich mir mal gedacht, dass diese ganze tolle Flut an Daten doch wohl ein lohnendes Ziel für Kriminelle dritter Seite sein dürfte.

    Schließlich werden die meisten dieser fleißig gesammelten Bits und Bytes zentral gespeichert und jedes Speichersystem weist Lücken auf, über die sich unbefugte Dritte Zugriff verschaffen können.
    Zum Beispiel gibt von Staaten finanzierte Unternehmungen Hacker auszubilden, die sich dann Zugriff zu kritischen Systemen einer anderen Nation verschaffen sollen, um diese dann in irgend einer weise zu kompromittieren. Dich machen einerseits die vielleicht „harmlosen“ USA, aber ebenso die „schurkenstaatigen“ Nationen China und Nordkorea. Stickwort Wirtschaftsspionage im 21. Jahrhundert.
    Jedoch ist der Weg über ein Netzwerk durchaus nicht der Einzige, um an die gespeicherten Daten der deutschen Bundesbürger (und der paar wenigen Terroristen) zu gelangen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass von Seiten des Bundes einiges unternommen wird, seine Sammelwut gegenüber Eindringversuchen über ein Netzwerk zu schützen. Nein, es gibt noch sehr viel mehr Möglichkeiten, sich unberechtigten Zugriff zu verschaffen.
    Ein Experiment von „zufällig verlorenen“ USB-Sticks auf einem Firmengelände hat gezeigt, dass die Finder der USB-Sticks gleich mal aus Neugier die Fundstücke in ihre Firmenrechner gestöpselt haben. Schwupp die wupp hatten sie sich einen (in diesem Test harmlosen) Trojaner eingefangen, der es einem Angreifer oder Spion nun erlaubt hätte, den infizierten Rechner nach Belieben zu kontrollieren. Sowas nennt man dann Social Engineering.
    Darüber hinaus arbeiten bei Behörden nun mal Menschen und jeder Mensch „hat seinen Preis“. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein finanzkräftiges Argument von Dritten für den ein oder anderen ein zu verlockendes Angebot sein kann, um den ein oder anderen Datensatz „vom Laster fallen zu lassen“.
    Und wer sagt denn, dass der im Moment in aller Munde befindliche Bundestrojaner, ähh die Remote Forensic Software, ein so sicheres Stück Software ist, dass nur der Bund mit ihm private Rechner ausspionieren kann. Wie schnell sowas nach Hinten losgehen kann zeigt die Rootkit-Technologie von Sony, die ziemlich schnell zweckentfremdet wurde.

    Man sieht also: Selbst wenn man unserem Rechtsstaat genügend Vertrauen entgegen bringt (was die meisten ohnehin nicht tun), dass dieser kein Schindluder mit den von ihm gesammelten (persönlichen) Daten treibt heißt das noch lange nicht, dass alles in Ordnung ist. Denn Dritte können sich durchaus Zugriff auf diese Daten verschaffen und diese dann nach Belieben missbrauchen.

  • Auf zur Schatzsuche.

    8.20 Uhr. Der Wecker klingelt. Kuschel mich noch ein bisschen in die warme Bettdecke, sind ja schließlich Ferien, ähh vorlesungsfreie Zeit. Meine Sinne booten langsam. Ohren melden Regengeprassel auf’m Dachfenster. Nichts Besonderes im Moment. Blinzelndes Auge meldet Sonnenschein. Schon eher was Besonderes im Moment. Graue Zellen Melden: Regen + Sonnenschein mit dem Rücken zur Sonne = TADA:


    Ha, jetzt wiss‘ ma ja, wo wir nach dem Schatz suchen müssen.


    Ein durchgehender Regenbogen, sowas sieht man auch nicht alle Tage.


    Hurra, gleich zwei Schätze gilt es zu heben.

    Regenbögen scheinen im Moment auf Passau-Tourné zu sein. Da Dom war auch schon auf’m „Konzert“.

  • Übertriebene Hygiene führt zu Allergien, oder so ähnlich.

    Eigentlich ist es reichlich sinnlos, einen Pingback auf BILDblog.de zu setzen, denn schließlich handelt es sich hierbei und den bekanntesten und meistgelesenen Blog Deutschlands. Trotzdem bin ich dort neulich auf einen Eintrag gestoßen, der mich etwas schmunzeln hat lassen.

    Dabei geht es um einen Tipp der „Bild“-Zeitung in ihrem Onlineportal, wie man sich vor Phishing schützen kann. „Bild“ empfiehlt hierzu das Deaktivieren der JavaScript-Unterstützung des Webbrowsers, was jedoch nicht unbedingt sinnvoll ist, denn auf diese Weise werden viele Onlineauftritte nicht mehr benutzbar, genauso wie das Onlineportal der größten deutschen Tageszeitung.

    Das ist ein eben so guter Rat wie derjenige, dass man seinen Computer am besten vor Viren und Angriffen schützt, indem man ihn vom Netz nimmt. Nur dummerweise ist er eben dann nicht mehr am Netzwerk, was in der heutigen Zeit wohl nicht mehr Sinn und Zweck eines Computers ist. Darüber hinaus lassen sich Computer infizieren, die sich in keinem Netzwerk befinden.
    Ebenso kann man sich ja auch komplett vom Straßenverkehr fern halten. Auf diese Weise ist man nicht mehr dessen Gefahren ausgesetzt. Doof nur, dass das einen ziemlich immobil macht.
    Bester Ratschlag des Tages ist wohl derjenige, auf’s Atmen zu verzichten. Schließlich ist der Sauerstoff in der Luft der Hauptgrund für das Altern von Zellen im Körper und damit für das Altern des Menschen im Allgemeinen. Tja, leider liegt die Zehnminutenüberlebensrate bei Aussetzen der Lungenatmung beim Menschen bei ziemlich genau Null.

    Tja, und die Moral von der Geschicht‘: Irgendwie müssen wir uns wohl oder übel damit abfinden, dass das Leben aus Risiken besteht, die sich leider nur zu einem gewissen Maße sinnvoll reduzieren lassen. Klingt doof, ist aber so.

  • Muss das denn sein?

    Fleißige Leser meines Blogs und exklusiv Informierte wissen, dass ich am 17. September und am 5. Oktober meine Diplomprüfungen im Nebenfach Medizinische Informatik ablege und ich deshalb einen Großteil meiner Ferienzeit mit Lernen verbringe.

    Im Rahmen dessen möchte ich an dieser Stelle eine kleine Geschichte zum Besten geben.
    In den Hauptrollen:

    • Frau F., ihres Zeichens verantwortlich für Klausuren und Prüfungen am Lehrstuhl vom Herrn D., der mein Nebenfach betreut.
    • Frau Z., ihres Zeichens verantwortlich für den Diplomstudiengang Informatik (und damit auch für mein Nebenfach) im Prüfungssekretariat.
    • Herr R., seines Zeichens… meine Wenigkeit, der Prüfling.

    Besagter Herr R. möchte im Prüfungszeitraum Anfang September bis Mitte Oktober seine Diplomprüfung im Nebenfach Medizinische Informatik ablegen. Natürlich möchte er möglichst bald genau wissen, wann die Prüfungen stattfinden, damit er weiß, was er zuerst lernen muss. So grob weiß er das schon, denn er konnte Wunschprüfer angeben. Deshalb kann sich Herr R. schon recht genau denken, was er lernen muss, bloß die genauen Prüfungstermine kennt er eben noch nicht. Das war im Juni 2007.
    Anhand der Prüferwünsche von Herrn R. nimmt Frau F. Kontakt mit den entsprechenden Ärzten am Klinikum auf und macht mit ihnen auch gleich die Termine der beiden Prüfungen aus. Da Frau F. den Studenten (darunter auch R.) sehr entgegenkommend ist, informiert sie diese über die soeben ausgemachten Daten der Prüfungen. Das soll sie eigentlich nicht, denn eigentlich sollten die Prüflinge über das Prüfungssekretariat (wie der Name schon vermuten lässt) über die Prüfungszeitpunkte unterrichtet werden. Deshalb leitet Frau F. die eben ausgemachten Termine auch an das Prüfungssekretariat weiter. Das war am 6. August 2007.
    Kurze Zusammenfassung: Prüfungstermine stehen fest, Prüflinge sollten vom Prüfungssekretariat darüber informiert werden, Prüfungssekretariat hat die Prüfungstermine, Prüflinge warten auf Prüfungstermine und kennen diese eigentlich noch nicht.
    Das schon mehrmals erwähnte Prüfungssekretariat ist verpflichtet, spätestens 14 Tage (oder umgerechnet zwei Wochen) vor der Prüfung die Prüfungstermine bekannt zu geben. Das hat es heute durch Frau Z. gemacht, denn den ersten Prüfling ereilt am 12. September sein Schicksal. Das war/ist am 28. August 2007.

    Ich rekapituliere: Obwohl das Prüfungssekretariat die Prüfungszeitpunkte schon seit dem 6. August kennt, werden diese erst am 28. August, also über drei Wochen später bekannt gegeben. Welchen Zweck hat das? Wem ist damit gedient, wenn Studenten erst auf den letzten Drücker ihre Prüfungstermine mitgeteilt bekommen? Frau Z. persönlich trifft dabei bestimmt keine Schuld, denn dieses Vorgehen war in vorherigen Semestern auch schon gang und gäbe, als Frau Z. noch nicht in ihrer jetzigen Tätigkeit dort tätig war. In anderen Nebenfächern des Diplomstudiengangs Informatik wie Mathematik und Medien & Design scheint das ja auch kein Problem zu sein.

  • High Dynamic Range, Teil II: Tutorial.

    Heute gibt’s den zweiten Teil meiner dreiteiligen Betragsserie rund um die High Dynamic Range Fotografie. Im ersten Teil ging’s erstmal um die Grundlagen, was High Dynamic Range überhaupt ist und was es so besonders macht. Im dritten und letzten Teil will ich dann ein paar eigene Beispielbilder von mir vorstellen aber zuvor geht’s heute darum, wie man diese mit Hilfe von Photoshop und dem Tone-Mapping PlugIn von Photomatix HDR-Bilder erstellt.

    Wie bereits erwähnt benötigt das Erstellen von HDR-Bildern im wesentlich zwei Schritte:

    1. Zunächst einmal müssen die mit unterschiedlicher Belichtung geschossenen Bilder übereinander gelegt und verrechnet werden. Für diesen Zweck verwende ich in meinem Tutorial Photoshop.
    2. Das so gewonnene Bild enthält soviel Kontrast, dass es von normalen Anzeigegeräten nicht korrekt angezeigt werden kann. Um dieses Problem zu lösen kommt das Tone-Mapping PlugIn von Photomatix für Photoshop zum Einsatz.

    Wie man das Rohmaterial für HDR (unterschiedlich belichtete Bilder eines Szenarios) erhält, hab ich ja bereits im ersten Teil meiner Artikelreihe erläutert. Also können wir gleich mal mit der Verarbeitung loslegen:

    Schritt 1: Das Zusammenfügen der Einzelaufnahmen vom HDR-Bild mit Photoshop.
    Photoshop unterstützt das Erstellen von HDR-Bildern erst ab der Version CS2. Will man ein HDR-Bild aus Einzelaufnahmen erstellen, so kann man dies über „Datei“ → „Automatisieren“ → „Zu HDR zusammenfügen…“ machen.

    Im nun erscheinenden Dialog lassen sich die Rohaufnahmen auswählen und durch einen Klick auf „OK“ zum HDR-Bild automatisch zusammen fügen.

    Je nachdem wie viele Bilder zusammengefügt werden und wie potent der Rechner ist, an dem man arbeitet, dauert das Erstellen ein paar Minuten. Es erscheint ein Fenster, in dem man schon mal eine Vorschau auf das HDR-Bild erhält, außerdem können einzelne Rohbilder aus dem HDR-Bild noch entfernt werden. Ein weiterer Klick auf „OK“ beendet das Erstellen des HDR-Bildes.

    Schritt 2: Das Herunterrechnen des Kontrasts (Tone-Mapping) mit dem Photomatix PlugIn.
    Das HDR-Bild, das man gerade erstellt hat, ist ziemlich unansehnlich und hat noch nicht viel von den tollen HDR-Bildern, die man kennt. Das hängt damit zusammen, dass das Bild zwar nun einen irre hohen Kontrast hat, dieser vom Computerdisplay jedoch nicht dargestellt werden kann. Um das zu ändern führen wir nun den Tone-Mapping Schritt durch.
    Hier lässt sich das Tone-Mapping PlugIn von Photomatix für Photoshop herunterladen. Die Registrierung kostet 55€, jedoch kann man mit der unregistrierten Version bereits ein wenig rumspielen. Lediglich ein Wasserzeichen wird in das fertige Bild eingefügt. Es steht die volle Funktionalität zur Verfügung.
    Installiert wird es wie jedes Photoshop-PlugIn indem es in folgendes Verzeichnis kopiert wird: PfadZurPhotoshopInstallation\Zusatzmodule\ (trifft nur auf die deutschsprachige Version zu. Je nach Lokalisation heißt das Verzeichnis für die PlugIns anders.).
    Nach einem Neustart von Photoshop lässt sich der Tone-Mapping Filter über „Filter“ → „Photomatix“ → „Tone Mapping…“ auswählen. Der Filter ist natürlich nur verfügbar, falls ein HDR-Bild geöffnet ist.

    Im nun erscheinenden Fenster lassen sich viele selbsterklärende Parameter tunen. Da sich über Geschmack nicht streiten lässt gibt es keine perfekten Einstellungen für alle HDR-Bilder. Hier muss jeder selbst entscheiden was gefällt und was nicht. Die Änderungen werden in einem Vorschaufenster immer gleich sichtbar. Ein Klick auf „OK“ übernimmt die Einstellungen für das Bild.

    Schritt 2.5: Speichern der HDR-Bilder.
    Da man ja mit Photoshop arbeitet lassen sich nun noch je nach Gutdünken unterschiedliche Nachbearbeitungen am HDR-Bild durchführen.
    Beim Speichern des Bildes ist zu beachten, dass sich Photoshop bei HDR-Bildern im 32bit-Modus befindet, ein Speichern also nur nach TIFF, PSD oder etwas äquivalentem, jedoch nicht nach JPG oder PNG möglich ist. Um diese Schikane zu lösen ändert man einfach den Farbmodus über „Bild“ → „Modus“ → „16-Bit-Kanal“. Nun kann das Bild in den gängigen Formaten gespeichert werden.

    Durch die Reduktion der Farbtiefe entsteht kein weiterer Qualitätsverlust, da die Farbkanäle durch das Tone-Mapping bereits entprechend herunter gerechnet wurden.

    Zum Schluss gibt’s noch das Endergebnis unseres Tutorials. Im dritten Teil meiner HDR-Reihe gibt’s dann noch mehr HDR-Bilder, die ich erstellt hab, damit man auch sieht, was so alles für einen Privatanwender möglich ist.

  • Schön schräg: Schräger als Fiktion

    Schräger als Fiktion.Letzten Freitag war kleiner Filmabend bei mir angesagt. Nur zu dritt: Hagi, Karin und ich. Die Frage aller Fragen dabei ist natürlich wie immer: Welcher Film wandert in den DVD-Player? Die Wahl für auf „Schräger als Fiktion“: Karin hatte schon ’nen Trailer zu dem Film gesehen, der recht vielversprechend war, da Hagi ist schon über ein paar Ausschnitte aus dem Film gestolpert und ich bin per Zufall in meiner Videothek auf den Film aufmerksam geworden.

    Der Film war äußerst kurzweilig, was nicht zuletzt an der mal ganz anderen Story lag, die man so vorher noch nicht all zu oft gesehen hat (Achtung! Spoiler!): Der Steuerprüfer Harold Crick führt ein mathematisch äußerst korrektes Leben bis zu dem Tag, an dem er beginnt eine Stimme zu hören, die ganz offensichtlich sein Leben in Echtzeit erzählt. Richtig los geht’s aber erst, als sich herauskristallisiert, dass er nicht unter Schizophrenie leidet sondern diese Erzählerstimme sich als neuster Text der Buchautorin Karen Eiffel herausstellt. Deren neueste Romanfigur ist ganz offensichtlich er, Harold. Umso dramatischer ist es, dass alle Protagonisten der Autorin Karen am Ende ihrer Romane sterben. Und auch der Tod von Harold ist schon skizziert, er muss nur noch in einen Text gegossen werden.

    Der Film ist Komödie und Tragödie zugleich und mit bekannten Hollywoodgrößen wie Will Ferrell, Dustin Hoffman und Emma Thompson auch ganz gut besetzt. Auf alle Fälle ist dieser Film eine Empfehlung, denn die Geschichte bietet wirklich sehr viel Potential, das auch gut ausgeschöpft wird.

  • Guter deutscher Seriengeschmack: Fehlanzeige.

    Vorgestern habe ich ja von „4400: Dir Rückkehrer“ berichtet, einer neuen Serie, die mir richtig gut gefällt und weshalb ich sie jetzt auch regelmäßig verfolge. Aus Neugier wollte ich wissen, zu welcher Sendezeit die Serie eigentlich auf ProSieben, ihrem Heimatsender in Deutschland läuft und musste feststellen, dass die dritte Staffel wegen schlechter Quoten bereits nach wenigen ausgestrahlten Folgen abgesetzt wurde.

    Ähnlich erging es zahlreichen anderen Serien, die dieses Jahr auf ProSieben anliefen, wie beispielsweise Jericho. Das hat mich ein wenig stutzig gemacht, denn beide Serien gelten als große Erfolge in den USA, ihrer Heimat und haben durch die Bank positive Kritiken. Dass gute Serien einfach abgesetzt werden oder stark verzögert in Deutschland aufgrund von schlechten Quoten ausgestrahlt werden ist nichts Neues. Man nehme nur das Beispiel der Serie Nip/Tuck, die einfach mitten während der zweiten Staffel für zwei Jahre lang pausiert wurde und jetzt an einem grandiosen Sendeplatz rund um Mitternacht fortgesetzt wird.

    Stattdessen wird das deutsche Fernsehen von zahlreichen Talent-Suche-Shows wie Deutschland sucht den Superstar oder Popstars überschwemmt, deren Gewinner nach offensichtlich getürkten Shows immer recht schnell in der Versenkung verschwinden. Auch die zahlreichen Gerichtsshows, die die noch zahlreicheren Talkshows nach und nach abgelöst haben sind nicht viel anspruchsvoller als die billigen Nachmachen amerikanischer Erfolgsserien der deutschen Privatsender wie GSG9 und R.I.S.. Den Abschuss bilden dabei noch die sogenannten Reality-Dokus, denn jeder Sender braucht ja ’ne Sendung über Auswanderer aus Deutschland oder über Jobsuchende, die im Wettstreit gegeneinander antreten. Eine Sendung reicht da wohl nicht.

    Den Sendern kann man da wohl kaum einen Vorwurf machen, ein solch stupides und anspruchsloses Fernsehprogramm auszustrahlen. Klar, sie könnten mehr Werbung für oben erwähnte Serien machen, denn oft genug befinden sie sich ja im Portfolio der Sender, werden jedoch frühzeitig abgesetzt oder pausiert oder einfach an unmögliche Sendetermine verschoben. Aber nein: Das, was in der Fernsehlandschaft zählt ist die Quote und diese entscheidet auch, was ausgestrahlt wird und was nicht. Und das finde ich etwas schade, denn die wirft kein Gutes Licht auf die deutsche Fernsehbevölkerung und ihren Geschmack.

    Ich sag ja nicht, dass in Zukunft nur noch die Serien oder Fernsehformate ausgestrahlt werden sollen, die mir gefallen und die ich für wertvoll erachte, dafür sind die Geschmäcker der Leute zu verschieden. Aber ich denke, dass das „anspruchsvolle Serienpublikum“ in Deutschland ganz schön zu kurz kommt und im europäischen Ausland obige Serien eine viel breiteres Interesse finden. Kein Wunder, dass alternative Unterhaltungsmedien wie Internet oder Spielekonsolen eine immer größere Nutzergemeinschaft haben, denn viele von ihnen spricht das Programm im TV einfach nicht mehr an.

  • Mein Serienjunkismus wächst: 4400 – Die Rückkehrer.

    Vor ein paar Wochen liefen auf ProSieben die Trailer für die dritte Staffel von „4400: Die Rückkehrer“ (gesprochen: Vierundvierzighundert). Dabei wurde kurz die Handlung der ersten beiden Staffeln skizziert und das machte mich so neugierig, dass ich mir mal die erste Staffel besorgt hab. Die ist nur fünf Episoden lang, da die Serie als Kurzserie geplant war. Also kann man sich recht schnell ein Bild von ihr machen.

    Bei 4400 dreht sich alles um 4400 Personen aus den unterschiedlichsten Gesellschaften, von überall her auf der Welt, aus jeder Altersschicht, die im Laufe der letzten 60 Jahre verschwunden sind und dann auf einmal wieder auftauchen. Es stellt sich heraus, dass „die Rückkehrer“ von Menschen aus der Zukunft entführt und mit speziellen, übermenschlichen Fähigkeiten ausgestattet wurden um das Aussterben der Menschheit in der Zukunft zu verhindern. Zu diesen Fähigkeiten gehören Eigenschaften wie die Zukunft vorher Sagen, Heilkräfte, das Erwecken von Talenten oder das Lesen von Gedanken. Im Laufe der Serie bilden sich gewisse Gruppen mit unterschiedlichen Interessen, angefangen von den Staatsvertretern über eine sektenähnliche Gruppe bis hin zu Leuten, die aus ihren Fähigkeiten Profit schlagen wollen.

    Auf jeden Fall hat mich die Serie sofort gefesselt weil sie irgendwie einen ganz eigenen Erzählstil hat, unabhängig von dem klassischen „Spannung Aufbau“-Klischee. Drei Staffeln sind bisher auf Deutsch erschienen. Mit Ausnahme der ersten immer dreizehn Episoden lang. Die vierte Staffel läuft momentan in den USA. So wie’s aussieht dauert’s wohl nicht mehr lange, bis ich wieder meine Englisch-Skillz auspacken darf.

    Auf jeden Fall hab ich jetzt wieder ’ne weitere neue Serie, die ich regelmäßig verfolge, neben 24, Desperate Housewives, Dexter, Heroes, Lost und Nip/Tuck. Und das sind nur diejenigen, die noch nicht ausgelaufen sind. Aber bei so ’ner tollen Serie „opfert“ man gern etwas Freizeit.