Welcome to the (Großstadt-) Jungle!

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Mit etwas Verspätung will ich noch den Bericht über meinen einwöchigen Aufenthalt in unserer Landeshauptstadt nachreichen. Meine Karin hat nämlich diese Woche ihr Referendariat als Grundschullehrerin in München angetreten und deshalb bin ich zusammen mir ihr hoch gefahren um noch einige technische und handwerkliche Herausforderungen in ihrer Wohnung zu bewältigen sowie ihr an den ersten Schultagen beizustehen.

Los ging’s Mittwoch vor ’ner Woche am Vormittag. Unser Ziel war (Alt-) Perlach, in der die Wohnung meiner, jetzt heißt’s ja Lebensgefährtin, nicht mehr Freundin, liegt. Die ersten Tage hieß es erstmal Fernseher und Internet einrichten, zwei mal beim Ikea und OBI wegen Jalousien, Wohnungsverschönerungen und sonstigem Krimskrams vorbei zu schau’n, die ersten großen Lebensmitteleinkäufe für den Grundstock der Wohnung ausführen und vieles mehr, was halt bei so einem Wohnungsbezug anfällt. Viele kennen das ja schon.

Bester Freund eines Woidlers aus der Provinz in der großen Stadt ist hierbei das Navigationsgerät, ohne das man als Münchenunkundiger anfangs wirklich vollkommen aufgeschmissen ist. Am Sonntag haben wir Verwandte von mir besucht, die natürlich genau am anderen Ende der Stadt in Pasing wohnen. Ohne digitalen Assistenten hätte das ’ne ganz schöne Verfahrerei gegeben. Tags darauf war großer Chauffeurdienst angesagt, als es vormittags in die Grundschule, nachmittags zur Vereidigung und abends auf ’ne Infoveranstaltung ging. Auch hier lotste und die nette Frauenstimme des Navis gekonnt durch die zahlreichen Einbahnstraßen. Auf jeden Fall kommen mir jetzt die hiesigen Autofahrer wesentlich passiver vor als zuvor, nach meinen Kutschierfahrungen im Großstadtdschungel.

Viel zum Sehenswürdigkeiten besuchen sind wir leider nicht gekommen, obwohl wir das eigentlich vorhatten. Innerhalb einer Woche könnte man ja auch vermuten, dass man mal was anderes zu Gesicht bekommt als Schraubenzieher, WLAN-Router und Supermarkt. Aber denkste. Das Touristenprogramm muss dann mal wohl wann anders nachgeholt werden.

Am Dienstag Abend ging’s dann wieder zurück auf’s bayerische Land nach Hause. In München selbst hab ich nicht all zu oft gemerkt, dass ich in einer bayerischen Großstadt bin. Da ist der Zuwandereranteil doch wesentlich größer als bei uns hier. Aber das war ehh klar und Hofbräuhaus und Oktoberfest sind natürlich auch viel Klischee.

Abschließend kann ich sagen, dass Fünfergruppen zum Zugfahren die Reisekosten wirklich erträglich niedrig halten und ich in nächster Zeit diesen Trip zu meiner Karin natürlich noch häufiger wiederholen werde.

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