Kategorie: Universität/Informatik/Technisches

Heimat für alles aus meinem Berufsleben oder sonstigen technischen Bereichen, die einen Mann interessieren.

  • Pixelige Videowiedergabe unter Aero.

    Seit wenigen Wochen verwende ich Windows 7. Dank des MSDN Academic Alliance Programms von Microsoft habe ich darauf bereits mehrere Wochen vor dem offiziellen Verkaufsstart Zugriff. Obwohl ich eigentlich mit dem zuvor bei mir installierten Windows Vista nicht unzufrieden war, wagte ich den Umstieg, da das neue Betriebssystem aus Redmond in der Fachpresse hoch gelobt wurde.

    Jedoch stellte sich sehr bald ein Problem bei der Wiedergabe von Videos ein, das bei jedem Medienplayer außer dem Windows Media Player und dem Windows Media Center auftrat. Clips wurden nur stark verpixelt angezeigt, was sich vor allem beim Abspielen von niedrig aufgelöstem Material im Vollbildmodus bemerkbar machte. Es wirkte, als sei jede Art von Weichzeichner bzw. Interpolation zur Vergrößerung deaktiviert.

    Folgender Screenshot soll das Problem verdeutlichen. Neben den für Videokompression typischen Kompressions- (durch das Streichen von Fourier- bzw. DCT-Koeffizienten) und Gibbs’schen Artefakten ist das Bild stark verpixelt, was besonders bei den blonden Haaren am Rand, den Augen und vor allem dem eingeblendeten Schriftzug deutlich wird. Ein Klick auf das Bild öffnet eine Vergrößerung, bei der das Problem besonders gut sichtbar wird.

    Nach ein wenig Recherche im World Wide Web bin ich darauf gestoßen, dass es sich anscheinend um ein Problem mit Aero handelt, der von Microsoft mit Windows Vista eingeführten grafischen Benutzerschnittstelle. Das hat mich einerseits gewundert, da ich unter Vista dieses Problem nicht hatte, würde allerdings erklären, warum sämtliche Player außer den obigen beiden dieses Phänomen produzierten.

    Letztendlich bekam ich die fehlerhafte Darstellung mit dem VLC Media Player in den Griff, da man mit ihm schnell die Ausgabeoptionen konfigurieren kann. Aber im Normalfall dürfte es auch jeder andere Medienplayer tun, der ähnliche Einstellmöglichkeiten bietet. Die entsprechende Option findet man unter „Extras“ → „Einstellungen“ (auch erreichbar über Strg+P) → „Video“ (im einfachen Anzeigemodus) → „Ausgabe“. Im dortigen Dropdown-Menü stehen einem zahlreiche Optionen zur Verfügung. Ich verwende nun „OpenGL-Videoausgabe“, da ich mit „DirectX-Videoausgabe“ Probleme habe: Starte ich mit dieser Einstellung die Videowiedergabe, so wird Aero komplett deaktiviert, was zwar nichts kaputt macht, aber nicht sein muss.

    Mit dieser Einstellung werden Videos wieder korrekt hochgerechnet, so wie ich das bisher gewohnt war. Als Beweis soll folgender Screenshot dienen. Der vergrößert zwar wieder die bekannten gibbs’schen Artefakte und Kompressionsmängel zeigt, das Bild ist nun aber ansonsten sauber glättet.

    Zu beachten ist nur noch, dass der VLC Media Player derartige Einstellungen erst nach einem Neustart des Programms bzw. des abzuspielenden Videos übernimmt.

    Abschließend sei auch noch erwähnt, dass ich eine Grafikkarte von NVIDIA verwende, genauer gesagt eine GeForce 8800 GTS der zweiten Generation. Da das Verpixelungsproblem jedoch mit Aero und nicht einem konkreten Treiber zusammenhängt, dürfte das Klötzchenbild auch bei der ein oder anderen Graikkarte von AMD (ehemals ATI) auftreten.

  • Weniger ist oft mehr.

    Im Zuge meiner Diplomarbeit, an der ich gerade arbeite, muss ich in C++ programmieren. Das ist für mich nicht neu, da ich bereits zahlreiche Projekte mit dieser Programmiersprache abgewickelt habe. Neu ist jedoch diesmal, dass ich als Entwicklungsumgebung nicht wie bisher Eclipse mit dem CDT-PlugIn und als Compiler GCC verwende sondern das Visual Studio von Microsoft. Bis jetzt musste ich nämlich immer auf Bibliotheken zurück greifen, die mir nur vorcompiliert und nicht im Quelltext zur Verfügung standen. Somit war ich an Linux als Entwicklungsbetriebssystem gebunden. Dieses mal jedoch habe ich völlige Freiheit bei der Wahl des Betriebssystems und der Entwicklungsumgebung. Da ich unter Windows nun mal lieber arbeite als unter Linux (reine Gewohnheit) und es bestimmt nützlich ist, sich auch mal mit dem Visual Studio vertraut zu machen (schließlich findet es in der Industrie sehr oft Anwendung), fiel wie bereits erwähnt meine Wahl für meine aktuelle Aufgabe auf den kombinierten Editor, Compiler und Debugger von Microsoft.

    Als Student der Informatik an der Universität Passau genieße ich das Privileg am Microsoft-MSDNAA-Programm teilzunehmen. Dieses ermöglicht es mir, zahlreiche Produkte von Microsoft wie deren gängige Betriebssysteme oder den SQL-Server kostenlos und vor allem legal zu nutzen. Ebenfalls im Programm enthalten ist die Professional Edition des aktuellen Visual Studio 2008, welche normalerweise mindestens um die 650€ kostet. Optimal für mich natürlich, wenn ich es kostenlos nutzen kann. Also schnell das ISO runtergeladen, gemountet und installiert.

    Die Installation selbst bietet einem praktisch keine Möglichkeit, die Konfiguration was den nun alles auf seinem System landen soll, zu ändern. Lediglich Installationspfad und unterstützte Programmiersprachen (C/C++, C#, ASP.NET etc.) lassen sich ändern bzw. zu- oder abwählen. Selbiges gilt für eine Express Edition des Microsoft SQL-Servers. Dementsprechend groß war die Überraschung, als ich einen Blick in die auf meinem System eingerichteten Programme warf, als die Installation abgeschlossen war. Denn neben dem eigentlichen Visual Studio wurden noch mindestens weitere 15 Anwendungen installiert. Dazu gehören sinnvolle und explizit notwendige Komponenten wie das .NET-Framework, jedoch auch eher exotische Anwendungen wie ein SDK für Windows CE oder Crystal Reports, um nur wenige Beispiele zu nennen. Diese sind für einen grundsätzlichen Betrieb des Visual Studio nicht von Nöten, werden jedoch trotzdem installiert, ohne dass man dies während der Installation verhindern könnte.

    Nun gebe ich zu, dass es sich bei der Professional Edition um eine wirklich umfangreiche Suite handelt und auch handeln muss. Denn schließlich gibt es zahlreiche Plattformen, für die Programme entwickelt werden müssen und je nach Szenario benötigt man auch Spezialtools, die wesentlich mehr Funktionalität bieten als die des gewöhnlichen Debuggers. Aber müssen all diese Programme, PlugIns und Erweiterungen installiert werden ohne zuvor beim Setup abzufragen, ob ich diese überhaupt benötige? Wäre es nicht sinnvoller eine ähnliche Funktion zu verwenden wie beim Office vom selben Softwareentwickler? Dort kann man nämlich durchaus detailliert angeben, welche Komponenten auf der eigenen Festplatte landen sollen und welche nicht.

    Interessant ist es in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass Microsoft auch eine kostenlose Express Edition seines Visual Studio anbietet. Diese bietet auf der einen Seite alles was man braucht, unter anderem den vollen Umfang des Compilers und Debuggers, auf der anderen Seite fehlt jeglicher Schnickschnack (aus meiner Sicht). Trotzdem lässt sie sich mit den SDKs Dritter erweitern, wie beispielsweise CUDA oder DirectX und mit ihr dürfen auch kommerzielle proprietäre Projekte verwirklicht werden.

    Aus diesem Grund muss ich wirklich sagen, dass für mich die Express Edition um Meilen besser ist als die Professional Edition, da diese nicht so überladen ist und sie dem Programmierer mehr Kontrolle über die installierten Komponenten auf seinem System gibt.

  • No Nerd.

    Unter dem Motto „No Nerd“ kann man in der aktuellen c’t (Ausgabe 14/2009) auf Seite 149 obige Werbung finden. Das Besondere daran: Derjenige, der hier Werbung macht, ist die Universität Passau, genauer gesagt die Fakultät für Informatik und Mathematik, an der ich Student bin.

    Aus diesem Grund war ich positiv überrascht, eine derartige Werbung in einer Computertechnik-Fachzeitschrift zu finden. Allerdings macht diese Sinn: Denn obwohl die Universität Passau zu den neuesten Universitäten überhaupt zählt, deren idyllische Lage am Inn einmalig ist und laut CHE Ranking der ZEIT die Fakultät für Informatik und Mathematik zu den besten der Republik zählt, haben die Informatiker in Passau ein eher ungewöhnliches Problem: Viel zu wenige Studenten.

    Da ist es ganz logisch, Werbung für sich zu machen, denn wie bereits aufgezählt, haben die Informatiker in Passau einiges an Vorzeigbarem. Der Weg, der in der Anzeige in der c’t beschritten wird, zielt darauf ab, dass Informatiker schon lange nicht mehr nur im Keller hockende, Sonnenschein scheuende, ewig jungfräuliche, Pizza verschlingende, fettig fette Sesselpfurzer sind. Das ist an anderen Universitäten zwar bestimmt nicht viel anders als in Passau, aber noch immer ist dieses Klischee zu Unrecht weit verbreitet und in der Gesellschaft verankert. Dass dies nicht der Realität entspricht, kann ich nur bestätigen: Die Zeiten, in denen man einen Informatikstudenten allein durch kurzes Hinschauen erkennen konnte, sind definitiv vorbei.

    Jedoch schafft eine derartige Anzeige auch ein Problem: Zwar werden auf diese Weise potentielle Studenten geworben, denen Informatik bisher einfach zu geekig und nerdig war. Es entsteht so aber auch der Eindruck, Informatik sei für Jedermann etwas. Denn es wird gern außer Acht gelassen, dass ein guter Informatiker eben doch ein fundiertes Verständnis für Mathematik, Logik und theoretische (technische) Grundlagen benötigt. Viele setzen Informatik immer noch mit Programmieren und Windows reparieren gleich, was es nun ganz und gar nicht ist.

    Insgesamt habe ich mich nichtsdestotrotz über diese Werbung gefreut, auch wenn sie nun nicht gerade das brillianteste ist, was eine PR-Abteilung jemals heraus erdacht hat. Der Zweck heiligt jedoch die Mittel: Mit dieser Aktion erreicht man eine große Anzahl potentieller zukünftiger Studenten der Informatik, die in Passau wirklich exzellente Voraussetzungen zum Studieren vorfinden, wie auch die eigens eingerichtete Webpräsenz zeigt.

  • Zeigt her euren Desktop.

    Soderla, wieder mal ein Lebenszeichen von mir. Die Idee des heutigen Blogeintrags hab ich vom Dom gemoppst. Der hat nämlich im Zuge des Desktop-Dienstags den Aufruf nach Desktop-Screenshots gestartet. Meiner sieht im Moment so aus:

    Der Desktop auf meinem Notebook (sowohl der unter Windows als auch der unter Ubuntu) unterscheidet sich nur unwesentlich. Lediglich die Anzahl der Icons in der Schnellstartleiste ist deutlich geringer.

    Jeder, der sich berufen fühlt, soll im Kommentarbereich einen Link zum Screenshot seines Desktops hinterlassen.

  • Einfach mal das Hirn einschalten.

    Nach den ganzen Partyartikeln der letzten Zeit könnte man fast auf den Gedanken kommen, dass es auf dieser Welt keine Sorgen mehr gibt und alle der Friede-Freude-Eierkuchenstimmung verfallen sind. Leider entspricht diese Utopie nicht der Realität. Aus diesem Grund gibt’s heute seit langer Zeit wieder einmal einen Artikel aus der Kategorie Meinung von mir.

    Da es sich heute um das äußerst kontroverse Thema der Stoppschilder im Zusammenhang mit Kinderpornographie im Internet handelt, lasse ich an dieser Stelle lieber renommierte Medien, Betroffene und (wirkliche) Experten sprechen. Denn bei dieser Diskussion gerät man sehr schnell unter den Verdacht, den Missbrauch Minderjähriger auch noch gut zu heißen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle nur anführen, dass Pädophilie eine der allerschlimmsten Auswüchse unserer Gesellschaft ist, die es effektiv zu bekämpfen gilt. Aus diesem Grund bin ich für Maßnahmen, die wirklich was bringen, anstatt diesen Wahlkampf-Volksverdummungs-Parolen. Die restlichen, sachlichen und der Realität entsprechenden Argumente, Möglichkeiten und Befürchtungen siehe in den folgenden beiden Videobeiträgen.

    Originalton: „Das [bezogen auf die hinlänglich bekannten Stoppschilder] ist genau dasselbe, was in Familien passiert, in denen Missbrauch aufgedeckt wird. Das wird einfach geleugnet. Da wird dem Kind nicht geglaubt. Da wird anstatt einer Verfolgung, wird eben lieber ein Mantel darüber gelegt. Und das ist genau jetzt hier der Fall.“. Eindeutige Worte, wie ich finde von jemanden, der mal wirklich betroffen ist.

    Dazu noch ein zweiter Bericht aus dem c’t Magazin, der Fernsehauskopplung des der Zeitschrift c’t, die in Fachkreisen (also wieder denjenigen, die sich wirklich auskennen, zu denen ich mich als Informatiker zähle) als relativ renommiert und seriös gilt.

    Zum Abschluss noch ein dritter Beitrag. Der hat jetzt weniger mit der obigen Stoppschildthematik zu tun, dafür passt er recht gut zum 60. Geburtstag unseres Grundgesetzes. Dass es sich nämlich dabei in vielen Bereichen nur noch um eine ausgehöhlte Hülle einer einst lobenswerten Ideologie handelt, veranschaulicht folgender Beitrag. Und wer jetzt meint, dass es sich dabei um übertriebene Paranoia handelt, dem sei versichert, dass sämtliche Inhalte Fakt sind, nicht nur auf dem Papier, sondern auch bereits in der Praxis.

    Abschließend noch vielen Dank an ’n Corny und’n Mathias für die Links zu den Videobeiträgen, die ich hier in diesem Artikel aufgenommen habe.

  • Roxxxxor your Boxxxxor.

    Status grün.

    Aus! Aus! Es ist endlich aus und vorbei mit der Diplomprüfungslernerei. Ich komme gerade eben von der letzten meiner drei Diplomprüfungen im Hauptfach Informatik zurück. Über meinen ersten und zweiten Erfolg hab ich ja bereits geschrieben, heute kommt das krönende Sahnehäubchen: Auch in der letzten Prüfung gab’s eine 1,0.

    Nach meiner Säule II– und meiner Vertiefungsgebietprüfung vor gut vier beziehungsweise zwei Wochen, galt es heute die Prüfung der Säule I zu bestehen, bei der es eher um theoretische Informatik, also Algorithmen und informatische Zusammenhänge geht. Die Prüfung war für den Prüfer (Insider wissen, wen ich meine) typisch: Standardeinleitungsfrage um die Nervosität zu nehmen, dann ein bisschen im allgemeinen Stoff rumstochern und wenn der Prüfer merkt, dass man’s drauf hat, kommen zahlreiche Fragen, die über den eigentlichen Stoff hinaus gehen. Ab dem Zeitpunkt ist die Prüfung eigentlich gelaufen, die Eins vor’m Komma sicher, egal wie man diese weiterführenden Fragen beantwortet. Da kommt’s dann mehr auf die Ideen an, die man präsentieren kann, nicht unbedingt auf die Fähigkeit, sofort eine optimal funktionierende Lösung zu präsentieren.

    Somit hab ich sowohl alle meine Prüfungen im Nebenfach als auch im Hauptfach sehr erfolgreich abgelegt. Bleibt nur noch die Diplomarbeit, auf die ich mich nun so richtig freue. Am Montag gehe ich zu meinem zukünftigen Betreuer und bespreche mit ihm die ersten Schritte.

    Außerdem sind nun die vier Monate vorüber, in denen meine Freiheit zu tun oder zu lassen mehr als je zuvor eingeschränkt war. Da gilt es nun einiges nachzuholen. Ideen hab ich reichlich. Heute jedoch ist erstmal freuen und Selbstbeweihräucherung angesagt.

    Genießt zum letzten mal den Diplomprüfungsindikator, den ich vor gut über einem Jahr eingeführt habe. Da sieht man mal, wie viel Aufwand in gerade mal drei mündlichen Prüfungen stecken kann.

    Status grün.

  • Kein Webzugriff mehr möglich.

    Status gelb/rot.

    Nachdem mein Internet Explorer 8 Problem immer noch nicht gelöst ist, habe ich mittlerweile ein weiteres Problem, das zwar genau so wie das des Internet Explorer 8 mich jetzt nicht grundlegend am arbeiten hindert, das aber ebenso ärgerlich ist. Wieder handelt es sich um ein Problem, für das ich auch nach stundenlanger Suche in den Weiten der Forenwelt keine funktionierende Lösung gefunden habe, weshalb mein Blog herhalten muss.

    Das Sorgenkind ist diesmal mein schon etwas betagtes aber noch voll (naja, jetzt leider nicht mehr ganz) einsatzfähiges Notebook. Mit ihm kann ich leider nicht mehr auf’s Web zugreifen.

    Da ich mich schon recht lange mit diesem Problem rumschlage, hier mal schön übersichtlich eine Auflistung der Komplikation, die ich habe und die Konfiguration des System, auf dem das Ärgernis auftritt:

    • Egal welchen Browser ich einsetze (Internet Explorer 7, Firefox 3.0.1) und egal welche Seite ich aufrufen möchte, nach einer gewissen Zeit des Wartens wird mir mitgeteilt, dass die aufgerufene Seite nicht erreichbar ist und ein Timeout aufgetreten ist (im Firefox heißt das dann Netzwerk-Zeitüberschreitung). Es gibt keine Ausnahmen: Bei jeder aufgerufenen Seite erscheint dieser Timeout.
    • Dabei spielt es keine Rolle, ob ich die Domain der gewünschten Seite angebe oder direkt deren IP-Adresse.
    • Auch spielt es keine Rolle, ob sich der Zielserver im Internet befindet oder innerhalb meines eigenen Intranets. So lässt sich auch das Webinterface meines Routers nicht aufrufen.
    • Andere Internetdienste als Web funktionieren dagegen tadellos: Egal ob E-Mail (SMTP, POP3, IMAP in Tunderbird), Instant Messaging (ICQ über Pidgin), DNS (entsprechende Befehle auf der Windowskonsole) oder P2P (über BitTorrent), jeder dieser Dienste verrichtet in gewünschter Weise seine Arbeit. Also scheint diese Angelegenheit auf Verkehr auf Port 80 beschränkt zu sein. HTTPS-Verbindungen über Port 443 laufen korrekt, ebenso HTTP-Verbindungen zu alternativen Ports wie 8080.
    • Darüber hinaus tritt dieses Problem nur unter Windows XP Professional (mit installiertem Service Pack 3) auf. Ein auf dem selben Notebook installiertes Ubuntu Intrepid Ibex macht keinerlei Zicken.
    • Auch an der Netzwerkhardware kann’s nicht liegen: Ich komme weder über meinen eigenen Router ins Web noch über den meines Nachbarn (der eine ist ein AVM-Modell, der andere eines von Siemens, ich habe 1&1 als Provider, er T-Online). Auch der Einsatz von drei unterschiedlichen Netzwerkadaptern am Notebook (sowohl LAN als auch WLAN) löst das Problem nicht. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich meine IP-Adresse manuell eingebe oder via DHCP beziehe (was ebenfalls anstandslos erledigt wird).
    • Andere im Netzwerk befindliche Rechner zeigen nicht dieses Verhalten, haben also kein Problem, auf sämtliche Dienste des Internets zuzugreifen.
    • Es spielt auch keine Rolle, von welchem Benutzeraccount unter Windows XP ich versuche, auf’s Web zuzugreifen: Weder von einem Administrator- noch ein einem eingeschränkten Account aus klappt eine Verbindung.
    • Es ist kein Webproxy konfiguriert.
    • Auf dem Notebook läuft OpenVPN, das auch einen Netzwerkadapter eingerichtet hat. Egal ob ich diesen aktiviere oder deaktiviere, das Problem bleibt. Auch eine Deinstallation von OpenVPN oder die alternative Nutzung des Cisco VPN-Clients schafft keine Abhilfe.

    Ich habe bereits zahlreiche Lösungen neben den in obiger Auflistung bereits implizierten (Wechsel des Bowsers/Routers/Netzwerkadapters/Protokolls/Internetproviders/Benutzerkontos etc.) ausprobiert, keine hat geholfen. Dazu zählt beispielsweise auch die Anpassung der MTU-Größe, was natürlich vollkommener Quatsch ist, denn IP scheint ja einwandfrei zu funktionieren, wie DNS/POP3/IMAP/SMTP/ICQ/P2P/DHCP beweisen. Also scheint’s auch kein Problem mit TCP eine Ebene höher zu sein. Ein Firewall funkt auch nicht dazwischen: Die Windows XP Firewall ist deaktiviert, eine Firewall eines Drittherstellers ist nicht installiert. Ein Virenscan mit zwei Scannern (Avira und Norton) brachte nichts Verwertbares.

    Es deutet alles darauf hin, dass irgendeine Anwendung auf meinem Notebook den HTTP-Port 80 blockiert, die Frage ist nur welche? Ein HijackThis-Log meines Notebooks ist hier zu finden. Eine Auswertung auf der Homepage von HijackThis brachte wiederum keine Lösung. Ein Scan mit der Software CurrPorts lieferte keine einzige Anwendung, die den Port 80 benutzt oder blockiert (außer natürlich, ich versuche aktiv eine Verbindung aufzubauen, was ja bekanntlich immer scheitert). Ein Zurücksetzen der Windows Port-Einstellungen mit dem Tool WinSock XP Fix war ebenfalls erfolglos.

    Da Tom hatte vor einigen Monaten haargenau das selbe Problem. Die Radikallösung, die bei ihm diese Angelegenheit löste, nämlich das Betriebssystem neu zu installieren, ist mir ein wenig zu radikal und höchstwahrscheinlich auch unnötig. Da muss es doch was Einfacheres geben. Vorschläge bitte in den Kommentarbereich.

    Nachtrag:
    Der erste unten stehende Kommentar hat zur Lösung des Problems geführt. Vielen Dank an ’n Christoph.

    Status gelb/rot.

  • „Jeden Ordner im selben Fenster öffnen“ funktioniert nach Internet Explorer 8 Installation nicht mehr.

    Heute habe ich den seit Donnerstag verfügbaren neuen Internet Explorer 8 installiert. Zum surfen verwende ich den Microsoft Browser zwar nicht, aber da man ihn unter Windows ohnehin nicht los wird, habe ich mir gedacht, installiere ich ihn mal, vor allem deswegen, da er in Sachen Sicherheitsupdates über kurz oder lang bestimmt besser gepflegt werden wird als sein Vorgänger der Internet Explorer 7.

    Seit der Installation habe ich jedoch ein Problem mit meinem Windows Vista Business x64, das auf den ersten Blick eigentlich nichts mit dem Browserupgrade zu tun haben dürfte: Möchte ich im Windows Explorer (also im Dateimanager von Windows, nicht im Internet (!) Explorer) einen Ordner per Doppelklick öffnen, so wird mir jedes mal ein neues Explorerfenster geöffnet mit dem Inhalt des zu öffnenden Ordners. Ich persönlich hab’s jedoch lieber, wenn der zu öffnende Ordner im selben Fenster geöffnet wird wie derjenige Ordner, von dem aus ich den zu öffnenden Ordner aufrufe. Zu diesem Zweck gibt es in den „Ordneroptionen“ eigentlich unter dem Reiter „Allgemein“ den Punkt „Ordner durchsuchen“, bei dem man auswählen kann, ob jeder Ordner im selben Fenster geöffnet werden soll („Jeden Ordner im selben Fenster öffnen“, das ist das, was ich will) oder ob jeder Ordner in einem eigenen Fenster geöffnet werden soll („Jeden Ordner im einem eigenen Fenster öffnen“, das ist das, was ich nicht will). Obwohl ich die entsprechende Option gesetzt habe, wird immer noch das falsche Verhalten ausgeführt.

    Dass die Ursache dieses Problems in der Installation des Internet Explorer 8 liegt, beweisen zahlreiche Google-Treffer von Foren, in denen genau das selbe Problem beschrieben wird:

    In den Foren werden auch zahlreiche Tips gegeben, die das Problem lösen sollen. Zwar wird dort vereinzelt von Erfolgen mit diesen Maßnahmen berichtet, bei mir fruchtete jedoch keiner der Ansätze.

    • Die Deaktivierung der QuickTabs des Internet Explorer soll bei vielen zu einer Lösung des Problems geführt haben. Man erreicht die entsprechende Option in den „Internetoptionen“ des Internet Explorer. Dann im Reiter „Allgemein“ auf die „Einstellungen“ der „Registerkarte“(n) klicken. Im nun erscheinenden Fenster das Häckchen vor „Schnellregisterkarten aktivieren (erfordert Internet Explorer-Neustart)“ entfernen.
    • Zwei Tips beziehen sich auf Einstellungen in der Registry, die sich zwar recht sinnvoll anhören, bei mir aber wie gesagt keine Besserung brachten. Die erste Änderung stellt eine Modifikation des Schlüssels Settings unter HKEY_CURRENT_USER/Software/Microsoft/Windows/CurrentVersion/Explorer/CabinetState dar. Dieser Schlüssel ist hexadezimal kodiert. Das Ändern des fünften Zahlenpaares in die Sequenz 1B (Achtung: Die ersten vier Stellen, die den Index angeben nicht mitzählen) wird als eine mögliche Lösung des obigen Problems im Web beschrieben.
    • Die zweite Registryänderung betrifft die Modifikation des Eintrags (Standard) unter HKEY_CLASSES_ROOT\Folder\shell\open\command in den Wert %SystemRoot%\Explorer.exe /separate,/e,/idlist,%I,%L.
    • Eine eher exotische (und natürlich nicht funktionierende) Lösungsvariante lautet, den Internet Explorer als Administrator zu starten und anschließend gleich wieder zu schließen. Bei mir führte dies jedoch zu keiner Änderung der Problematik.
    • Die radikalste Lösung ist freilich, den Internet Explorer 8 wieder zu deinstallieren und mit der alten 7er Version weiterzuarbeiten. Jedoch ist das für mich keine zufriedenstellende Lösung.

    Ich behalte das Thema im Auge und werde an dieser Stelle berichten, sobald ich eine Lösung gefunden habe. Bis dahin sind produktive Kommentare zu diesem kurzen Artikel herzlich willkommen.

    Nachtrag (am 08.05.2009):
    Der Tip von Raubtier in den Kommentaren hat bei mir das Problem gelöst. Aus diesem Grund an dieser Stelle nochmal eine genauere Beschreibung der Lösung.

    Zunächst ist eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten zu öffnen. Dies erreicht man im Startmenü durch Eingabe von cmd in das untere Suchfeld (noch nicht mit Enter bestätigen). Im Startmenü wird nun eine einzelne Verknüpfung angezeigt. In dem durch Rechtsklick darauf erscheinenden Kontextmenü wählt man „Als Administrator ausführen“.

    In der nun erscheinenden Eingabeaufforderung gibt man regsvr32 actxprxy.dll ein und bestätigt mit Enter. Den kurz darauf erscheinenden Infodialog klickt man mit OK weg.

    Seit dieser Änderung werden auf meinem System wieder Ordner im selben und nicht mehr einem separaten Fenster geöffnet.

  • Roxxor your Boxxor.

    Status grün/gelb.

    Der Titel hat keine tiefere Bedeutung. Außer um einen großen Erfolg auszudrücken oder sich für eine große Herausforderung zu motivieren.

    Und einen großen Erfolg gibt’s heute zu feiern. Ich hatte nämlich vor ein paar Stunden meine erste von drei Diplomprüfungen im Hauptfach (Nebenfach hab ich ja schon hinter mich gebracht). Und da gab’s gleich mal eine 1.3, auf die man doch recht stolz sein kann.

    Geprüft wurde ich heute in „Säule II“ wie das bei uns heißt, die sich traditionell eher mit der praktischen Informatik beschäftigt. Bleiben also noch „Säule I“ (eher theoretische Informatik) und „Vertiefungsgebiet (je nachdem was man sich da ausgesucht hat) übrig. Diplomprüfungen sind in Informatik in Passau immer mündlich und dauern in der Regel im Hauptfach eine ¾ Stunde, die jedoch immer sehr schnell vergeht. Mit der Benotung bin ich sehr zufrieden. Ein paar Sachen wusste ich halt einfach nicht beziehungsweise wusste ned, worauf meine Prüfer (waren nämlich zwei) hinaus wollten. Außerdem mussten sie mir ein paar Antworten doch ein wenig aus der Nase ziehen. Deswegen geht 1.3 als beste nicht-perfekt-Note wirklich voll in Ordnung. Meiner Meinung nach sogar mehr als fair.

    Heute steht dann erstmal für den Rest des Tages der erste Nichtlerntag seit meinem Geburtstag an und der wird in vollen Zügen genossen. Ab morgen heißt’s dann aber wieder Vorbereitung für meine zweite Prüfung (Vertiefungsgebiet), die dann Mitte April stattfindet. Ab morgen ist dann auch der Diplomprüfungsindikator nicht mehr grün/gelb sondern wieder mindestens gelb *gg*.

    Status grün/gelb.