Kategorie: Universität/Informatik/Technisches

Heimat für alles aus meinem Berufsleben oder sonstigen technischen Bereichen, die einen Mann interessieren.

  • AoE3 und C&C3 auf der WCG.

    Der eSport hat ja mittlerweile viele nationale und internationale Ligen hervor gebracht. Einig kann man sich jedoch sein, dass die jährlich statt findenden World Cyber Games praktisch die Weltmeisterschaft der elektronischen Daddler ist. Zwar sind die Spiele meiner Meinung nach nicht 100% repräsentativ (nur ein einziger Ego-Shooter ist vertreten, wobei es mit ConterStrike, UnrealTournament und Quake eigentlich drei namhafte Vertreter gibt), aber einer richtigen Weltmeisterschaft kommt die WCG meiner Meinung nach schon recht nahe.

    In der Vergangenheit schnitten deutsche Teams bei den WCG gar nicht mal so schlecht ab, vor allem mit dem Hintergrund, dass Computerspieler hier zu Lande eher als Gefahr für die nationale Sicherheit gesehen werden als dass man sie als Wettstreiter sieht.

    Vor ein paar Tagen nun wurden die Disziplinen für die diesjährige WCG bekannt gegeben, deren Finalspiele vom 03. bis zum 07. Oktober 2007 in Seattle statt finden. Positiv überrascht hat mich, dass sowohl „Age of Empires 3: The War Chiefs“ als auch „Command & Conquer 3: Tiberium Wars“ auf der Liste der aus zu tragenden Turniere auftauchen. Damit bekommen die Strategiespiele zwar ’nen leichten Überhänger („StarCraft: BroodWar“ und „WarCraft3: The frozen Throne“ sind auch wieder vertreten), aber das finde ich nicht wirklich schlecht.

    Dank ‚m Tom spiel ich selbst recht viel AoE3, auch wenn ich dafür wohl nicht wirklich gut bin und die vor kurzem erschienene Demo zu C&C3 lässt multiplayertechnisch einiges hoffen. Mir hat sie auf jeden Fall äußerst gut gefallen, auch wenn ich bisher nur gegen den Computer und noch gegen keinen menschlichen Spieler gespielt habe.

    Auf jeden Fall freu ich mich schon auf die paar Tage im Oktober, an denen die WCG Finalspiele statt finden und drück natürlich unseren teutonischen Landsleuten die Daumen.

  • WPA-Verschlüsselung für WLAN unter Windows 2000.

    Ich hatte bis gestern Nacht das Problem, dass ich mehrere WLAN-Clients hab, die schon etwas betagter sind und es deshalb sinnvoll ist, sie mit Windows 2000 anstatt Windows XP oder sogar Vista aus zu statten. Bedauerlicherweise bietet Windows 2000 keine WLAN-Funktionalität weshalb man auf die WLAN-Software der Hersteller angewiesen ist (in meinem Fall war das zwei mal D-Link).

    Leider unterstützt die von D-Link angebotene Software keine WPA-Verschlüsselung des Funkverkehrs unter Windows 2000, weshalb ich bis jetzt darauf angewiesen war, auf die ältere und unsicherere WEP-Verschlüsselung zurück zu greifen.

    Jedoch bin ich gestern auf eine Software von McAfee gestoßen, die das Management von verschiedenen WLANs übernimmt, dabei auch WPA unterstützt und das Ganze auch unter Windows 2000 (und sogar Windows 98).

    Die Bedienung der Software ist der WLAN-Software von Windows XP recht ähnlich: Alle aktuell empfangenen WLANs werden tabellarisch aufgelistet (erreichbar über das „Tray-Symbol“ → „View Available Wireless Networks“, dem dort angegeben Verschlüsselungsalgorithmus sollte man keinen Glauben schenken) und mit einem Klick auf „Advanced“ → „Properties“ lässt sich der Verschlüsselungsalgorithmus und der entsprechende Key konfigurieren.
    Bei der Installation der Software ist zu beachten, dass man die Option „Disable Authentication“ aktiviert.

    Zu finden ist die Software natürlich auf der Homepage von McAfee. Genauer unter diesem Link.

    Ob die Software auch mit WPA2 zurecht kommt, weiß ich leider nicht denn das hab ich nicht explizit ausprobiert.
    Zu beachten ist noch, dass natürlich der WLAN-Treiber für das entsprechende Gerät auf Client-Seite installiert sein muss.

    Nachtrag (am 21.04.2008):
    Wie man im unten stehenden Kommentar lesen kann, funktioniert der oben angegebene Link leider nicht mehr. Das liegt daran, dass der „McAfee WPA Assistant“ nicht mehr als Standalone-Version angeboten wird, sondern in die „McAfee Wireless Protection“ integriert wurde.
    Diese ist aber leider nicht kostenlos und McAfee bietet, soweit ich das gesehen habe, auch keine kostenlose Testversion an.
    Mittlerweile bin ich auf Hardware von Netgear umgestiegen, die auch für Windows 2000 Treiber anbieten, die WPA unterstützen. Aus diesem Grund werde ich dieses Thema nicht weiter verfolgen.

  • Design your Time.

    Sorry, dass ’s in letzter Zeit nix Neues von mir gegeben hat. Nicht, dass bei mir nix los wäre, ganz im Gegenteil, aber ich muss im Moment gleich vier Rechner neu aufsetzen und einen reparieren. Da bleibt leider nicht all zu viel Zeit zum Schreiben.

    An dieser Stelle muss ich mich mal outen, denn ab und zu zieh ich mir Mitternachts den verlängerten Arm der Bild im Fernsehen rein, sprich das RTL Nachtjournal. Das ist eigentlich meist recht amüsant, auch wenn ab und zu eine gewisse Professionalität und Seriosität fehlt.

    Gestern Abend jedoch kam ’n ganz interessanter Bericht. Da ging’s um drei Münchner Studenten, die ’ne tolle Web 2.0-Idee haben. Dachte zuerst, dass das mal wieder mehr ’ne aufreißerische Marketingidee à la „New Economy“ war, aber ich wurde bald eines Besseren belehrt.

    Nun, was haben sich die drei ausgedacht: „Design your Time“ soll das Ganze heißen. Es handelt sich um ein Onlineportal, bei dem jeder ein konkretes Ereignis einer bestimmten Zeit zuordnen kann. Dabei spielt die Art des Ereignisses keine Rolle: Ob nun die Geburt des Sohnemanns, der Beginn des Irak-Kriegs oder die Tatsache, dass vor kurzem der 1000ste MediaMarkt-Prospekt erschienen ist, für einen Dollar kann jeder ein beliebiges Ereignis einem konkreten Zeitpunkt zuordnen. Falls es ihm wichtig erscheint, das der Nachwelt kund zu tun. So ’ne Art lebendes Geschichtslexikon eben. Dabei wird ein Ereignis nicht nur einem konkreten Tag zugeordnet sondern kann sogar mit einer ganz bestimmten Minute verknüpft werden. Bei mir wär das beispielsweise der 07.01.1984, 11:03 Uhr für meinen Geburtstag.

    Dass das Ganze alles andere als eine Blase ist zeigt die Tatsache, dass die drei Studenten bereits mehrere Innovationspreise für ihre Idee abgeräumt haben, obwohl’s noch ned mal ’ne vollständige Implementierung der Idee gibt. Außerdem will ein britischer Investor bis zu 100.000.000$ für die Idee hinblättern und sogar Microsoft hat gesagt, dass sie ihre Encarta zur Verfügung stellen wollen, um „Design your Time“ mit wichtigen historischen Ereignissen zu füllen.

    Irgendwie halt ich das auch für ’ne recht interessante Idee, denn so kann man zum Beispiel nachschau’n, welche wichtigen und unwichtigen Ereignisse beispielsweise in der Minute seiner Geburt oder an seinem Hochzeitstag noch auf der Welt passiert sind.

    Wen das Ganze neugierig gemacht hat, der kann sich den Videocast von der gestrigen RTL Nachtjournal-Ausgabe. besorgen, dort kann man den Bericht nochmal anschau’n.

  • Veni vidi vici.

    …zu Deutsch soviel wie „Ich kam, sah und siegte“. Beziehen tut sich dieses Zitat auf meinen gestern gehaltenen Seminarvortrag.

    In diesem Semester stand als größte zu erledigende Aufgabe das erfolgreiche Ablegen eines Hauptseminars im Hauptstudium an. Ich hab mich für das Seminar „IT-Sicherheit“ vom Lehrstuhl von Herrn Grass entschieden. Zu erledigen waren also eine Ausarbeitung (die bei mir 18 1/2 Seiten lang wurde), die ich vor zwei Wochen abgegeben habe und ein 45 minütiger Vortrag, den ich eben gestern Vormittag gehalten habe. Als Thema ging’s bei mir um „Verteilte Angriffserkennung“ (Thema VI).

    Für alle, die sich interessieren, über was ich da so alles geschrieben habe, werde ich an dieser Stelle den Link posten, unter dem alle Ausarbeitungen des Seminars zu finden sein werden, sobald diese vom Lehrstuhl online gestellt sein werden.

    Damit hab ich mein Leistungssoll für dieses Semester erfüllt und so wie’s aussieht auch noch ganz erfolgreich. Werd‘ übernächste Woche noch ’ne Medizinklausur schreiben, jedoch ist die nicht verpflichtend und deshalb ist’s relativ egal, wie ich bei der abschneiden werde.

    Nachtrag:
    Den oben erwähnten Link gibt es leider im Juli 2007 immer noch nicht. Deshalb hab ich mich entschlossen, die Dokumente meines Seminars selbst online zu stellen. Zu finden ist das Ganze hier.

  • Mathematik feat. Musik.

    Vorgestern, am Donnerstag, war ich im Passauer Scharfrichterhaus im Kabarett. Auf dem Programm stand Dietrich „Piano“ Paul.

    Aufmerksam wurde ich in einer meiner Vorlesungen gemacht als es hieß, dass es sich hierbei mal nicht um das typische politische sondern um musikalisches und mathematisches Kabarett handelt und nachdem sich einige von meinen Unispezeln gefunden hatten die mitkamen, ließ ich mich auch nicht lumpen. Unter’m Strich lief das Ganze darauf hinaus, dass bestimmt 70% der anwesenden Hörerschaft von der Uni kamen, genauer gesagt aus’m Informatik- und Mathematikbereich kamen, unter anderem auch zahlreiche Professoren.

    Aber nun zum Kabarett selbst: Thematisch ging’s rund um den geistigen Verfall der deutschen Gesellschaft, eben mit viel Fokus auf Mathemetik und Musik. Wer nun denkt, dass es sich hierbei um zwei unvereinbare Themen handelt, der sollte sich wirklich eines besseren belehren lassen. Angefangen von diversen Rechenfehlern in großen deutschen Zeitungen, über die amüsantesten Neuinterpretationen bekannter klassischer Stücke, bishin zu eigenen Erfahrungen mit der geistigen Leistungsfähigkeit angehender deutscher Akademiker war einiges geboten.
    Ich muss sagen, dass wirklich keine zwei Minuten bei dem Proramm dabei waren (welches locker über zwei Stunden dauerte), die nicht langweilig, ach was sag ich, die nicht höchst unterhaltsam waren und bei denen das Publikum nicht in schallendes Gelächter ausbrach.
    Auch meine Befürchtung, dass mir persönlich der Mathematik-, der Musikteil jedoch nicht gefallen würde, bestätigte sich überhaupt nicht. Man musste sich weder im musischen, noch im mathematischen Bereich zu Hause fühlen, um das Programm richtig gut zu finden.

    Zwar verriet ein Blick ins Publikum, dass sich einige (vor allem ältere Semester) ein kulturell anspruchsvolleres Programm erwartet hätten, diese waren jedoch weit in der Minderzahl.

    Außerdem hätte ein Blick in das Buch Pisa, Bach, Pythagoras bereits im Vorfeld einiges über das Programm verraten. Dabei handelt es sich im Grunde um das Programm in literarischer Form, allerdings eben schön zum konzentrierten Nachlesen, damit auch keiner die wirklich zahlreichen Gags verpasst wird.

    Alles in Allem muss ich sagen, dass es ein mehr als gelungener Abend war und es sich vielleicht sogar um die beste Kabarettvorstellung handelte, die ich bisher besucht hab. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass ich mit meinem Informatikstudium nahe an der mathematischen Bildungsproblematik Deutschlands liege, aber ich denke wie bereits erwähnt, dass es auch jedem anderen richtig Spaß gemacht hätte.

    Auf jeden Fall fand ich die Vorstellung besser als die vom Josef Hader (Hader muss weg), welche zwar wirklich ihre einzelnen Höhepunkte hatte, gegen das gleichmäßig sehr hohe Niveau von Dietrich „Piano“ Paul aber doch nicht ankommt.

    Nachtrag:
    Wiedermal findet sich auch im Blog vom Dom was zu Pisa, Bach, Pythagoras von Dietrich „Piano“ Paul.

  • Christoph in der großen Stadt.

    Am heutigen Nikolaustag hat der Verein für Hochschulkontake in die TU München geladen. Genauer in das Informatikfakultätsgebäude, denn dort hatten sich einige Firmen aus dem Bereich Automtive eingefunden, um ihre Firma zu präsentieren und den zahlreich anwesenden Studenten aus ganz Bayern Rede und Antwort in Sachen Praktikas, Diplomarbeiten, Qualifikation und Jobs zu stehen.

    Leider war die ganze Veranstaltung, wie schon erwähnt, sehr auf den Bereich Automotive ausgelegt, und damit auch sehr stark auf Maschinenbau. Nichts desto trotz gab’s zwei, drei Firmen, bei denen ich auch mit meinen Spezialdisziplinen (für alle die’s ned wissen: Bild- & Signalverarbeitung, Medizinische Informatik) punkten konnte.

    Ein bisschen schade fand ich, dass bei den Unternehmsständen eigentlich nur Leute aus dem Management der jeweiligen Firmen da waren. Hätte mir mehr erhofft, auf meine zukünftigen Arbeitskollegen zu stoßen. Das hatte halt auch den Nachteil, dass viele Fragen, die ins technische Detail gingen, nicht immer beantwortet werden konnten.

    Das war’s aber auch schon mit Negativem: Alles in Allem war die Veranstaltung in meinen Augen ein voller Erfolg. Ich hab viel erfahren, was ich wissen wollte und hab ganz nebenbei mal die TU München zu Gesicht bekommen. Die war wirklich sehr beeindruckend: Allein bei dem Informatikerkomplex können unsere BWLer (nein, diesmal hab ich nix gegen die, die müssen nur herhalten, weil’s eben die stärkste fraktion in passau sind) einpacken. Und die beiden Rutschen im Gebäude waren natürlich auch ein Highlight. Darüber hinaus hat’s ja auch schon den ein oder anderen Informatikprofessor aus Passau an eben diese TU verschlagen.

  • Wunder der Technik.

    Männer lieben Technik. Und da ich auch zum Geschlecht der Männer gehöre, bilde ich keine Ausnahme. Deshalb verwundert es nicht, dass ich ziemlich stolz auf meine TV-Anlage bin:

    • Den Anfang machte mein Tevion DVD-Player, genauer gesagt ein DVD-3000. OK, in der Tat handelt es sich hierbei um ein Produkt vom Aldi, jedoch unterstützt er MPEG-4, was zur damaligen Zeit ziemlich wichtig für mich war.
    • Irgendwann hab ich mir dann ’nen digitalen Satellitenreceiver zugelegt. Genauer gesagt den DSL-4S von Palcom. Mein alter analoger Receiver lief im Sommer immer heiß, weshalb ich ihm seperat mit Kälteakkus Kühlung verschaffen musste. Anderfalls führte das dazu, dass sich der alte Receiver nach fünf Minuten weigerte den Ton auszugeben.
      Darüber hinaus hat ja so’n Digitalreceiver viele Vorteile: Über 300 Programme (sogar drei aus Marokko und Al Jazeera sowohl auf Arrabisch als auch auf Englisch, wer’s braucht), EPG (die elektronische Programmzeitschrift) und natürlich eine wesentlich bessere Bildqualität.
    • Letztes Weihnachten kam dann mein Concept E Magnum von Teufel, ein 5.1 Soundsystem mit aktiven Subwoover dazu. Das bietet echt ein hammergutes Preis/Leistungs-Verhältnis und über die Soundleistung lässt sich wirklich nicht streiten.
    • Als dann im Frühjahr mein alter SABA-Fernseher aus dem Erbe meiner Eltern den Geist aufgab (und nach 20 Jahren hatte er sich das auch redlich verdient), musste Ersatz her. Glücklicherweise hatte ich grad mein Vordiplom mit Bravour bestanden, deswegen konnte so’n schmucker HDready LCD-Fernseher angeschafft werden, gesponsort zur Hälfte von meinen Eltern und zur Hälfte von mir. Genauer gesagt der 27WL56P von Toshiba.
    • Und zu guter letzt musste noch ’n Vorverstärker für meine Soundanlage her. Garnicht unbedingt wegen der Mehrleistung (die ich jedoch freudestrahlend so hinnahm) sondern mehr wegen der vielen Geräte (Fernseher, Satreceiver, DVD-Player) die mittlerweile Anschluss an meiner Soundanlage suchten. Meine Wahl viel auf die Decoderstation 3 von Teufel.

    Das Alles hab ich jetzt eigentlich nicht aufgezählt, um der Welt zu zeigen, wie toll meine TV-Anlage ist sondern vielmehr um ein Problem zu verdeutlichen: Fünf Geräte brauchen fünf Fernbedienungen, der absolute Overkill. Also musste ’ne schicke tolle moderne Universalfernbedienung her.

    „Mal bei Stiftung Warentest nachschaun, ob die schonmal Universalfernbedienungen getestet haben“, dachte ich mir. ‚Ne bessere Anlaufstelle viel mir anfangs nicht ein. Und sieh da sieh da, in der Ausgabe 2006/09 gab’s tatsächlich ’nen Test, welcher die Logitech Harmony 525 als Testsieger kürte. Die soll’s dann auch werden, hab ich mir gedacht.

    Heute also ist sie angekommen und als ich am Nachmittag nach Hause kam, galt ihr gleich mal meine volle Aufmerksamkeit.
    Erster Clou bei der ganzen Sache: Die Fernbedienung lässt sich via USB an mein Notebook stöbseln und aus’m Internet lassen sich die Gerätekonfigurationen für die zu steuernden Geräte laden. Dies führte dazu, dass alle Geräte bis auf meine Decoderstation 3 auf Anhieb erkannt wurden.
    Weiterer Clou bei der Fernbedienung: Es lassen sich eine Art Profile anlegen, z.B. zum DVD gucken. Hat man dieses Profil gewählt, schaltet man mit einem Tastendruck den Fernseher ein, welcher dann automatisch den richtigen Eingang wählt, holt den DVD-Player aus’m StandBy und regelt man die Lautstärke, wird diese gleich am Teufelsystem reguliert. Ähnliches gilt natürlich für das Fernsehenprofil, sowohl analog (terrestrisch wegen ORF1, ORF2 & ATV+) als auch digital.
    Noch ein Schmankerl: Die Fernbedienung ist lernfähig. Kennt sie ein Gerät (wie z.B. meine Decoderstation 3) nicht, kann man ihr Schritt für Schritt die einzelnen Funktionen der zugehörigen Originalfernbedienung beibringen. Ich muss allerdings zugeben, dass ich das noch nicht ausprobiert habe. Kommt aber gewiss noch.

    Abschließend kann man sagen, dass diese Fernbedienung zurecht der Testsieger bei Stiftung Warentest ist. Zwar erschlägt einen die Konfigurationssoftware mit einer Fülle von Konfigurationsmöglichkeiten. Aber genauso mächtig (z.B. die Profile) ist die Fernbedienung dann auch, wenn man sie mal mit allen Infos gefüttert hat. Außerdem sieht sie wirklich schick aus und liegt gut in der Hand.

  • simyo = E-Plus -> o2 = o2 + T-Mobile

    Als ich mir im Mai diesen Jahres wohl als letzter Mensch dieses Planeten ein sogenanntes Mobiltelefon zugelegt habe, stellte sich auch für mich natürlich die Frage, welchen Netzbetreiber ich wähle. Da ich praktisch nie telefoniere (was sich auch bis jetzt nicht wirklich geändert hat) schieden Verträge mit Grundgebühr aus. Also eine Prepaidkarte und glücklicherweise war das genau die Zeit, in der sich die Billigprepaidkartenabieter ’ne regelrechte Preisschalcht lieferten. Da ich mir mein Handy (ein Motorola SLVR L7, mit dem ich wirklich mehr als zufrieden bin, nicht zuletzt wegen der guten Software und der USB-Schnittstelle) seperat gekauft hatte, hatte ich freie Auswahl. Ich entschied mich für simyo, denn die hatten wirklich faire und übersichtliche Preise und die Idee, sämtliche Transaktionen und Einstellungen online vorzunehmen, gefiel mir. Dass hinter simyo E-Plus steht war mir zum damaligen Zeitpunkt eigentlich egal, denn ich dachte mir, dass es im 21. Jahrhundert eigentlich keine Probleme mit Netzabdeckung mehr geben dürfte.

    Jedoch wurde ich schnell eines besseren belehrt. Bald stellte sich heraus, dass mein heimatlicher Bayerischer Wald eine echte Herausforderung an die Verfügbarkeit des E-Plus Handynetzes stellte. Selbst wenn ich mal Empfang hatte, war dieser so niedrig, dass vernünftiges telefonieren oft nicht möglich war. Also stand schnell fest, dass ein neuer Provider her musste.

    Das Netz von T-Mobile war nun erste Wahl, denn die Jungs bieten bei uns praktisch 100%ige Netzabdeckung, und das mit wirklich gutem Empfang. Alternativ kam noch o2 in Frage, denn die verwenden das Netz von T-Mobile als Fallbacknetz, sprich, sollte o2 mal nicht verfügbar sein, kann man ohne Mehrkosten über das Netz des magentafarbenen Riesen telefonieren.

    Nun galt es nurnoch den passenden Tarif zu finden. Hab ich mich vom Mani überreden lassen, eine Genion Card zu nehmen, denn ein Handy hatte ich ja schon. Zwar kostet die mich 4,95 € im Monat, jedoch bekomme ich dort auch jeden Monat 5,00 € Gesprächsguthaben und da ich ’nen Studentarif habe nochmals weitere 5,00 € Gesprächsguthaben jeden Monat. Mehr brauch ich auch in der Regel nicht. Außerdem gibt’s noch ein Kontigent an Frei-SMS, die ich wohl nie nutzen werde.
    Ein weiterer Vorteil bei o2 ist die Homezone, einem Bereich im Mobilfunknetz, in dem man zu Festnetzkonditionen telefonieren kann und in dem man sogar unter einer eigenen Festnetznummer samt passender Vorwahl erreichbar ist. Ich hab mir jetzt die Homezone auf die Uni gelegt, denn die Homezone mit ihren durchschnittlich 12 km² ist so groß, dass sie das ganze Stadtgebiet Passau abdeckt. Wenn ich in der Stadt bin, werd ich in Zukunft eine Rufumleitung von meinem tittlinger Festnetzanschluss zu meiner Homezonenummer schalten. So verpass ich niemehr ’nen Anruf und mich selbst kostet das gerade mal den einen ct/Min. VoIP-Gebühr von zu Hause. Ist ja shließlich dann ein Festnetztelefonat.

    Nun galt es nurnoch meine alte Handynummer mit zu o2 umzuziehen, was in einen o2-Vertrag kein Problem ist. Also ab am Montag zum Michi in ’n o2-Shop, neue SIM-Karte besorgt, bei simyo gekündigt und die Formalitäten für die Rufnummernmitnahme gefaxt. Lief alles wirklich fix und in dreißig Minuten war alles erledigt. Nun hieß es nurnoch warten, bis das mit der Rufnummer umgestellt war. Meine Homezonenummer und eine provisorische o2-Nummer liefen bereits. Am Dienstag bereits erhielt ich ’ne SMS, dass simyo meine Rufnummer nun freigibt und die gebühr dafür haben’s auch gleich abgebucht. Nun lag’s nurnoch an den Hanseln von o2, ihren Teil zu erledigen. Und siehe da, als ich heute Vormittag meine o2-Karte ins Handy einlege, erhalt ich gleich ’ne SMS, dass mit der Nummer alles hingehaun hat. Hätte wohl auch schon gestern oder vielleicht sogar am Mittwoch so hingehaun.

    Ich hab jetzt zwar ’nen neuen Mobilfunkanbieter, von der Nummer her hat sich aber nichts geändert, dafür in Sachen Erreichbarkeit. Für den, der meine neue Homezonefestnetznummer haben möchte, sollte es kein Problem sein, diese privat bei mir zu erfragen.

  • Studierst du auch das richtige?

    Montag, 8.00 Uhr, Hörsaal 12: Grundlagen der Bild- & Signalverarbeitung bei Herrn Prof. Donner.

    Traditionell werden die Vorlesungen im Hauptstudium von Herrn Donner von eher wenigen Studenten besucht, da Herrn Donner der Ruf anlastet, er sei ein knallharter Mathematiker, der’s mit’m Mathematikkalkül ab und zu etwas zu genau nimmt. Dieser Ruf stammt hauptsächlich von Studenten aus’m Grundstudium, die ihn in Analysis I/II haben. Nun kann ich gut verstehen, dass viele Lehrämtler sich über den Schwierigkeitsgrad seiner Vorlesungen aufregen, denn schließlich sollen Lehrer Schüler unterrichten und keine diplomierten Mathematiker werden. Sogar das Jammern einiger Informatiker über ihn kann ich ab und zu verstehen, die Informatik einfach nur als Advanced Programming verstehen. Und eben diese beiden Gruppen machen das Groß der Hörerschaft bei Herrn Donner im Grundstudium aus. Dies führt dazu, dass viele Studenten die weiterführenden Vorlesungen von Herrn Donner kathegorisch ausschließen ohne sich darüber zu informieren, worum’s darin eigentlich geht, was zu oben erwähnten geringen Besucherzahlen seiner Vorlesungen führt.

    Das hat natürlich auch Vorteile, denn zu fünft in ’ner Vorlesung bei ’nem wirklich sehr kompetenten (und sehr viel praxisorientierteren als viele glauben) Professor zu hocken verleiht dem ganzen einen sehr persönlichen Charakter und das Fragen seitens der Studenten fällt doch wesentlich leichter. Da denkt man voller Schadenfreude an die überfüllten BWLer-Vorlesungen, für die teilweise selbst der große Audimaxhörsaal viel zu klein ist. Daher auch der Topictitel.

    Langer Rede, kurze Geschichte: Hock also heute in der Früh im Hörsaal 12 und warte auf weitere Zuhörer. Allerdings konnte ich lange warten, denn es kam niemand mehr. Im Ernst: ich saß heute mutterseelenalleine vor Herrn Donner in der Vorlesung. Kein einziger Zuhörer außer mir.

    Da kommt man sich wirklich hervorragend betreut vor. Ein Professor pro Student *hämisch zu den BWLern zwinker*, an welcher hochbezahlten Eliteuni gibt’s das schon? Und trotz der tatsache, dass ich der einzige Student war, den Herrn Donner etwas fragen konnte hatte ich jetzt nicht das Bedürfnis, den Hörsaal zu verlassen oder beim nächsten mal nichtmehr zu kommen.