
…steht da auf der Septemberausgabe des Wachturms, den mir gestern die beiden Zeugen Jehovas in die Hand gedrückt haben. Die waren nämlich mal wieder vor meiner Haustüre.
„Tja“ werden sich meine Leser jetzt denken, „so spektakulär ist das nun auch wieder nicht, als dass man da gleich einen Blogeintrag dazu verfassen müsste“. Stimmt! Komisch an der Geschichte ist nur, dass ich gar nicht erst versucht habe, die beiden etwas älteren Herren so schnell wie möglich wieder los zu werden. Ganz im Gegenteil: Eine geschlagene halbe Stunde hab ich die mit meinem ignostischen Weltbild konfrontiert und das bei offener Tür und frostigen Temperaturen.
Eigentlich war ich ganz froh auf Leute zu treffen, mit denen man sich über ein geistig höherwertiges Thema unterhalten kann, das nicht mit Informatikdiplomprüfungen zu tun hat. Das hört sich jetzt vielleicht ein wenig besorgniserregend an, aber mir hat’s gut getan. Das ist die Hauptsache. Und so haben die beiden Missionare doch irgendwie ihr Ziel erreicht, bloß vielleicht nicht so, wie sie sich das vorgestellt haben.
Erwähnenswert ist noch, dass anscheinend die beiden Frauen der Herren, die mich besucht haben, etwa zeitgleich bei den Haas‘, meinen Nachbarn vorbei geschaut haben. Da waren’s wohl auf verlorenem Posten, denn ich kenne keine Familie, die gläubigere Katholiken sind (im positiven Sinne) als die Haas‘. Und so wird’s den Zeugen Jehovas wohl noch an zahlreichen anderen Türen in Tittling ergangen sein.

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