War heut Nachmittag beim Joggen. Eigentlich hab ich das mehr zur Besänftigung meines schlechten Gewissens gemacht, denn mit meinem Hauptseminar geht’s nicht so zügig voran, wie ich das eigentlich vorhatte. Also dann ab zur Leibesertüchtigung, immerhin für den Körper was Sinnvolles tun.
Dabei jogge ich im Moment immer acht bis zehn Kilometer auf dem neuen Donau-Ilz-Radweg, der praktisch vor meiner Haustür vorbei läuft. Früher was das die bayerwäldliche Bahnverbindung von Passau nach Deggendorf, die aber schon seit Jahrzehnten still gelegt ist.
Auf jeden Fall ist mir heute aufgefallen, dass richtig viel los auf’m Radweg war: Ein paar Kinderwagen schiebende Mütter, ein paar andere Leute die beim Joggen fit bleiben wollen, ein paar Spaziergänger, der Förster und die weibliche tittlinger High-Society beim Nordic Walking.
Und das bei 3°C und heftigem Schneegestöber. Dabei noch recht straffer Wind. Am Wochenende, als das Wetter noch wesentlich freundlicher war, war nicht so viel wie in den letzten beiden Tagen los. Hat die tittlinger Bevölkerung etwa noch Wintersehnsucht? Oder ist kaltes Wetter der neueste Wellness-Trend?
Auf jeden Fall hab ich fest gestellt, dass man nahe dem Gefrierpunkt den Puls schön konstant über 150 Schlägen pro Minute halten sollte.
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