
Im Sommer, als ich auf mein Medizindiplom (Nebenfach) gelernt habe, hab‘ ich ja schon mal ’nen Artikel veröffentlicht, in dem ich beschrieben hab, wie schnell man von ’nem Wikipediaartikel, in dem man nur schnell was nachschlagen will, ganz schnell bei was ganz anderem aber noch viel interessanteren landet. Diese Erfahrung dürften neben mir ja wohl auch schon viele andere gemacht haben.
Das Nebenfachdiplom ist ja mittlerweile erfolgreich abgehakt. Stattdessen geht’s jetzt so richtig an’s Eingemachte. Das Hauptfachdiplom steht an. Und wieder bin ich beim Nachlesen im Internet auf was ganz anderes aber (zumindest für mich) viel Interessanteres gestoßen.
Los ging’s beim Wikipediaartikel zum P=NP?-Problem, bei dem ich eigentlich nur mein Gedächtnis in ’nem kleinen Detail auffrischen wollte. Dabei bin ich auf den Fakt gestoßen, dass dieses Problem ja zu den sieben Millennium-Problemen gehört, für deren Lösung ein Preisgeld von jeweils 1 Million Dollar ausgeschrieben ist. Das einzige dieser sieben Probleme, das bisher gelöst wurde, ist der Beleg der Poincaré-Vermutung durch den russischen Mathematiker Grigori Jakowlewitsch Perelman. Dieser hat seine Arbeit jedoch nicht wie üblich in einer Fachzeitschrift veröffentlicht, sondern auf arXiv.org, einer freien Sammlung von wissenschaftlichen Publikationen aus den Bereichen Physik, Mathematik, Informatik und Biologie.
Also hab ich zum Spaß mal ein bisschen in den Informatikveröffentlichungen gestöbert und bin dabei auf eine Arbeit zum Thema Automatische Konturextraktion von Neuronen gestoßen. Das betrifft sowohl mein Vertiefungsgebiet „Bild- & Signalverarbeitung“ als auch mein Nebenfach „Medizinische Informatik“. In einer ruhigen Minute werd‘ ich das Paper mal genauer unter die Lupe nehmen. Ein flüchtiger Blick verspricht schon mal viel Interessantes für mich.

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