Schlagwort: Bildverarbeitung

  • Vom Hundertsten ins Zehntausendste.

    Status grün/gelb.
    Im Sommer, als ich auf mein Medizindiplom (Nebenfach) gelernt habe, hab‘ ich ja schon mal ’nen Artikel veröffentlicht, in dem ich beschrieben hab, wie schnell man von ’nem Wikipediaartikel, in dem man nur schnell was nachschlagen will, ganz schnell bei was ganz anderem aber noch viel interessanteren landet. Diese Erfahrung dürften neben mir ja wohl auch schon viele andere gemacht haben.

    Das Nebenfachdiplom ist ja mittlerweile erfolgreich abgehakt. Stattdessen geht’s jetzt so richtig an’s Eingemachte. Das Hauptfachdiplom steht an. Und wieder bin ich beim Nachlesen im Internet auf was ganz anderes aber (zumindest für mich) viel Interessanteres gestoßen.

    Los ging’s beim Wikipediaartikel zum P=NP?-Problem, bei dem ich eigentlich nur mein Gedächtnis in ’nem kleinen Detail auffrischen wollte. Dabei bin ich auf den Fakt gestoßen, dass dieses Problem ja zu den sieben Millennium-Problemen gehört, für deren Lösung ein Preisgeld von jeweils 1 Million Dollar ausgeschrieben ist. Das einzige dieser sieben Probleme, das bisher gelöst wurde, ist der Beleg der Poincaré-Vermutung durch den russischen Mathematiker Grigori Jakowlewitsch Perelman. Dieser hat seine Arbeit jedoch nicht wie üblich in einer Fachzeitschrift veröffentlicht, sondern auf arXiv.org, einer freien Sammlung von wissenschaftlichen Publikationen aus den Bereichen Physik, Mathematik, Informatik und Biologie.

    Also hab ich zum Spaß mal ein bisschen in den Informatikveröffentlichungen gestöbert und bin dabei auf eine Arbeit zum Thema Automatische Konturextraktion von Neuronen gestoßen. Das betrifft sowohl mein Vertiefungsgebiet „Bild- & Signalverarbeitung“ als auch mein Nebenfach „Medizinische Informatik“. In einer ruhigen Minute werd‘ ich das Paper mal genauer unter die Lupe nehmen. Ein flüchtiger Blick verspricht schon mal viel Interessantes für mich.
    Status grün/gelb.

  • Das will ich mal werden, wenn ich groß bin.

    Oder zumindest sowas in der Richtung.

    Hab für meine Leserschaft einen Mitschnitt der Planetopia Folge vom letzten Sonntag ausgebuddelt und stell‘ den hier mal online. In dem Beitrag geht es in groben Zügen darum, wie präoperativ Eingriffe bereits in der Virtualität geplant werden können. Zu diesem Zweck kommen bildgebende Verfahren wie Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) zum Einsatz, deren Bilder anschließend am Computer aufbereitet und nachbearbeitet werden. So können beispielsweise 3D-Modelle des Körperinnenlebens erstellt werden, die dem Chirurgen bereits vorab ein recht präzises Bild vermitteln, was ihn während der Operation erwartet.

    Bei der Entwicklung solcher Software seh‘ ich mich in Zukunft mal. Oder ich kann mir zumindest vorstellen, dass es mich in ein paar Jahren zu einem entsprechenden Arbeitgeber verschlägt. Mit Nebenfach Medizinische Informatik und Vertiefungsgebiet Bild- & Signalverarbeitung werde ich in dieser Richtung auch schwerpunktmäßig in meinem Studium ausgebildet. Und wie man in dem Beitrag schon sehen kann, steckt in dieser Technologie noch sehr viel Potential, das erst mal erforscht und anschließend implementiert werden will.

    Ich weiß: Das Fernsehmagazin Planetopia ist jetzt nicht gerade die Anlaufstelle für wissenschaftlich und sachlich fundamentierte Berichterstattung und der Beitrag an sich bleibt auch sehr oberflächlich, aber ich denke für Otto-Normalverbraucher ist das genau das Richtige um zu sehen, womit ich mich so beschäftige und in welchem Bereich ich später gerne mal arbeiten würde.

    Aber langer Rede kurzer Sinn: Hier das Video. Bei ihm handelt es sich um eine Windows Media Datei. Ich hoffe, dass auch Firefox- und Linuxbenutzer keine Probleme beim Abspielen haben.

    Nachtrag (am 08.07.2008):
    Das Video ist leider nicht mehr online. Aus diesem Grund kann ich es an dieser Stelle auch leider nicht mehr verlinken.