Seit letztem Freitag läuft sie wieder: Die Passauer Herbstdult. Anlass für uns, gleich am ersten Abend hoch nach Kohlbruck zu schau’n und am bayerischen Volksfestbesäufnis zu partizipieren.
Obwohl wir schon recht früh im Dultstadl waren, war’s gar nicht so einfach für uns, ’nen anständigen Sitzplatz zu ergattern, bwohl wir anfangs erst drei Leute waren. Gut drei Viertel aller zur Verfügung stehenden Plätze waren reserviert, was es nicht gerade einfach machte, sich bei den schon gut besetzten freien Plätzen noch dazu zu quetschen. Haben wir dann aber doch geschafft und beim nächsten mal sind wir klüger und vergessen nicht wieder, uns rechtzeitig acht Wochen im Voraus telefonisch ’nen Tisch unter den Nagel zu reißen.
Nachdem wir an einem Tisch Fuß gefasst hatten, ging’s an die Freuden eines solchen Volksfestes: Essen und Trinken. Die Preise sind zwar im wahrsten Sinne des Wortes gesalzen, aber man macht sowas ja nicht jeden Tag.
Im Laufe der Zeit kamen immer mehr von unseren Leuten dazu und es war ’ne richtige Fetzengaudi. Zwar hab ich nicht viel mehr Leute getroffen, als die, mit denen ich’s mir ausgemacht hatte, langweilig war’s aber trotzdem nicht. Ich denk mal, viele werden an einem anderen der neun übrigen Dulttage das Event besuchen.
Die Stimmung war grandios, obwohl die Band mich jetzt ned wirklich überzeugen konnte. Die waren zwar als supergeniale Wies’nband angepriesen, spielten in meinen Augen aber zu viele Südseeschnulzen à la „Sierra Mare“ sowie viel zu viele Mallorcaproletenhits à la „Das rote Pferd“ oder „Cowboy und Indianer“. Dafür gab’s zu wenig bayerisches wie S.T.S. oder Haindling. Naja, vielleicht kommt sowas auf’m Oktovberfest besser an als bei mir persönlich.
Sechs Stunden und knapp 30€ später war die Fete dann für mich, meine Leute und meine Lederhosen vorbei. Das war’s dann auch mit der Volksfestsaison für dieses Jahr, denn das letzte verbleibende Großereignis, das Oktoberfest in München, juckt mich jetzt nicht soo sehr.

Mani, Karin und ich auf da Herbstdult.

Und dann die Hände zum Himmel, kommt lasst uns fröhlich sein.
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