Hab neulich in der Videothek „Ultraviolet“ entdeckt, ’ne Comicverfilmung mit Mila Jovovich. Eigentlich bin ich kein all zu großer Fan von Comicverfilmungen, denn die Stories ähneln sich doch immer sehr und da’s bereits auch Zebraman und Elektra als Hollywoodverfilmung der Neuzeit gibt, waren Comicverfilmungen für mich eher zweite Wahl. Da aber sonst keine interessanten Filme in der Videothek da waren und Filme mit Mila Jovovich eigentlich immer ganz ansehnlich sind, hab ich ihm ’ne Chance gegeben.
Und ich wurde nicht enttäuscht. OK, die Dialoge und vor allem die Story kann man in die Tonne klatschen. Auch die schauspielerische Leistung ist nicht preisverdächtig. Dafür ist das Szenario einfach spitze getroffen. Alles schön bunt (definiert in klaren Farben auf klaren Flächen, was dem ganzen ’nen ziemlich coolen Style gibt) und der Soundtrack lässt den Adrenalinspiegel steigen. Die Kampfszenen sind so unrealistisch wie genial, gepaart mit den Kamerafahrten können Genrereferenzen wie Matrix einpacken.
Ein paar coole neue Ideen wurden auch eingebaut, zum Beispiel die Raumpacker, die zum Glück auch nicht nur einmal am Anfang des Films vorkommen sondern konsequent verwendet werden.
Leider bezieht sich das Alles nur auf die erste Hälfte des Films. Die zweite wirkt, als hätte man sie aus „Æon Flux“ ausgeschnitten. Einsame Comicheldin stürmt im Alleingang die Hauptzentrale des Regimes, welches das Land und die Welt unterdrückt, gewinnt und befreit somit die Menschheit von der Tyrannei.
Der Schluss entschädigt dafür wieder ein wenig. Der „Bosskampf“ ist mal was Neues und erinnert irgendwie voll an ein Videospiel, in dem man sich zuerst durch Horden von Wächtern und Sicherheitspersonal kämpfen muss, um dann beim Endgegner diesen zu besiegen und noch ein ungeheuerliches Geheimnis abzustauben.
Schreibe einen Kommentar