Gestern Abend war ich seit längerem mal wieder im Kino. Roland Emmerich’s neuer Katastrophenfilm 2012 stand auf dem Programm.
Die Story des Films ist (sehr) schnell erzählt. Wer Independence Day oder The Day after Tomorrow des selben Produzenten kennt, den dürfte wenig (bis gar nichts) Neues erwarten. Für alle, denen diese beiden Prototypen des Genres entgangen sind, sei das Dossier – Katastrophenfilme aus Corny’s Blog allerwärmstens empfohlen.
Negatives gibt’s über den Film einiges zu berichten. Stereotype Charaktere (entsprechen wirklich 1:1 der Beschreibung aus Corny’s Blog), Anzahl überraschender Wendungen gleich Null, dafür umso mehr inhaltliche logische Fehler und ein absolut nicht vorhandenes korrektes Verständnis von Physik, weder von Avionik, noch von Thermik und erst recht nicht von Teilchenphysik und Geologie sowie dem Mayakalender. Naja, aber man weiß ja schon im Voraus, worauf man sich einlässt. Schließlich ist bei Roland Emmerich bekannt, was man serviert bekommt.
Die stereotypen Charaktere haben aber auch ihr Gutes: Man weiß innerhalb von zwei Femtosekunden, was Sache ist. So bleibt mehr Zeit für Special Effects und die schamlose Vergewaltigung der Gesetze der Physik. Logische Fehler sind auch nebensächlich, schließlich hat man das Gehirn bei Betreten des Vorführungssaals ausgeknipst. Inhaltliche Mängel fallen dann erst auf, wenn’s ohnehin zu spät ist.
Warum ich das Negative des Films positiv sehe? Naja, weil er trotz aller Kritik wirklich hervorragend unterhält, zumindest bei mir war das so. Langeweile trat bei mir nur kurzzeitig vor dem Boarding auf. Ich will ja nicht zu viel über die Story, naja, nennen wir’s mal lieber die einzige halbwegs vorhandene Überraschung verraten. Ansonsten kaschiert das Feuerwerk an Explosionen und Zerstörung die Überlange des Films exzellent. So ziemlich alles, auch niet- und nagelfestes, muss dran glauben. Ob nun die Städte Los Angeles oder Las Vegas, kulturell wertvolle Bauten wie der Petersdom oder die Sixtinische Kapelle oder Zentren der Macht wie das Weiße Haus: Alles wird spektakulär in seine Einzelteile zerlegt. Und im Gegensatz zu Independence Day muss dieses mal auch dir Air Force One dran glauben.
Mich auf jeden Fall hat der Film gut unterhalten. Im Gegensatz zu Transformers 2, dessen Handlungsniveau in exakt der selben Liga spielt, kam mir die Story auch wesentlich flüssiger vor und passte einfach besser zum Knall und Bumm der dem Computer entsprungenen Verwüstung. Vielleicht liegt’s aber auch dran, dass ich aufgrund der oben erwähnten Vorkenntnis mit eher geringen Erwartungen in den Film ging. Das zahlte sich auch schon bei No Country for old Men aus.
Nachtrag (am 16.11.2009):
Ein bisschen Werbung muss ein: Dom hat auch eine Kritik zu 2012 geschrieben.
Was macht ein Informatiker, wenn er Freizeit hat und draußen das Wetter schön ist? Genau: Er hockt sich vor die Glotze und guckt DVDs. Das ist auch gut so, denn so kann ich euch heute einen tollen Film präsentieren und empfehlen.
Idiocracy ist eine (leicht) gesellschaftskritische Komödie, die sich um den total durchschnittlichen Joe Bauer dreht, der durch ein missglücktes Armyexperiment 500 Jahre in die Zukunft katapultiert wird. Anstatt einer hochentwickelten Kultur mit Raumgleitern, Weltfrieden und Außerirdischen findet er dort jedoch eine total verblödete, selbstgefällige und versexte Gesellschaft vor, in der sich die Proleten und Primitiven durchgesetzt haben, einfach aufgrund der Tatsache, dass sie mehr Kinder zeugen als Akademiker. Plötzlich ist Joe gar nicht mehr so durchschnittlich sondern auf ein mal der klügste Mensch des Planeten. Von nun an darf er sich mit den „Errungenschaften“ der Zukunft herumschlagen und stolpert von einem Schlamassel ins nächste.
Der Film ist durchweg unterhaltend. Zwar sind die Gags nicht bahnbrechend und das Ende ist absehbar, nichts desto trotz gibt’s viele Lacher, vor allem im Hinblick auf die gesellschaftlichen Probleme, die der Film anspricht wie Verdummung, Kommerzialisierung und Idealisierung von Idealen, die eigentlich keine sind. So ist beispielsweise der Präsident der Vereinigten Statten ein Profiwrestler und an jeder Ecke gibt’s Huren für lau.
Irgendwie ist der Film vollkommen an mir vorbei gegangen, als er 2005 erschien. So entpuppte sich die DVD in der Videothek als toller Glücksgriff, denn so kann ich eigentlich jedem diesen Film empfehlen. Ohne Einschränkung.
Wie unschwer an meinem letzten Blogeintrag zu erkennen ist, hab ich meine Diplomprüfungen letzte Woche hinter mich gebracht. Das musste die letzten Tage in einem wahren Party-Marathon gefeiert werden, von dem’s jetzt häppchenweise Artikel in meinem Blog geben wird. Chronologisch nicht ganz korrekt aber dem aktuellen Anlass entsprechend geht’s mit meinem Ausflug zum Corny nach Erlangen und zur Premiere des neuen Star Trek XI in Nürnberg los.
Lange geplant war’s diesen Mittwoch endlich so weit: Deutschlandweit gab’s Premieren des neuen und runderneuerten (dazu später mehr) Star Trek Kinofilms, mittlerweile schon in der elften Auflage. Wie es sich für drei Trekkies wie’n Corny, ’n Mani und mich gehört, muss die erste Vorstellung gleich genutzt werden, um sich anzusehen, was J. J. Abrams da so auf die Kinoleinwand zaubert und zwar nicht irgendwo, sondern im nürnberger IMAX mit fetter 600m² Leinwand. Letztendlich waren wir dann auch nicht nur zu dritt, sondern allein da Corny hat über zwanzig Leute mobilisiert, die die Premiere verfolgen wollten.
Bevor wir aber am Mittwoch Abend ins Lichtspielhaus pilgerten, fuhr ich bereits einen Tag früher nach Erlangen zum Corny, die neu gewonnene Freizeit ein wenig nutzen. Nach leckerer Pizza musste die Wii für Unterhaltung sorgen, was sie dank House of the Dead, Koop-Modus und Revolver-Adapter für die Wii-Mote auch hervorragend tat.
Am Mittwoch Mittag ging’s zur Bettina, einer Freundin vom Corny, die ihn in eine, wörtlich, „Star Trek Schlampe“ verwandelte (visuelle Veranschaulichung siehe unten). Das heißt: Blaues Star Trek Kleid, Strumpfhosen, High Heels und Liedstrich. So verkleidet durfte ich dann den ganzen Nachmittag mit’m Corny durch die nürnberger Fußgängerzone latschen. Die Blicke im Bereich von „amüsiert“ bis „Schwuchtel“ waren uns sicher.
Und dann war’s endlich so weit. Der Abend nahte was für uns hieß: Auf zur Vorparty der Premiere. Dort gab’s zwar leider nicht so viele verkleidete Trekkies zu sehen wie erwartet, ein paar coole Hingucker waren aber dann doch da (ebenfalls siehe unten). Eines sei an dieser Stelle schon mal vorweg genommen: Corny hat mit seinem Tuntenoutfit den Contest für die beste Verkleidung des Abends gewonnen, worauf er sehr, sehr stolz ist. Der Stundenzeiger näherte sich kontinuierlich der Acht und dann war’s endlich, endlich (und für’n Corny auch noch ein drittes endlich) so weit: Licht aus, Spot, ähh Film an.
Kurzfazit: Star Trek ist endlich im 21. Jahrhundert angekommen und das ist gut so. *spoiler anfang* Langfazit: Der Film unterhält zwei Stunden lang und das auf hohem Niveau. Schon mal ein sehr gutes Zeichen.
Die Schauspieler: …harmonieren hervorragend zusammen. Die Befürchtung, dass sie zu jung wären um glaubhaft zu wirken bestätigte sich zum Glück nicht. Stattdessen kann jeder mit seinem individuellen Charakter (für einen Action-/ScienceFiction-Film) überzeugen, allen voran Simon Pegg als Scotty, wohl der neue Publikumsliebling. Eine gute Brücke zwischen den Personen der Hauptserie und den Erwartungen an einen Action-Charakter im modernen Kino.
Die Story: …ist sowohl für einen Star Trek Film als auch für einen Action-Blockbuster dicht und bis auf ein paar kleinere Unstimmigkeiten gelungen. Einerseits verstehe ich, dass sich viele Trekkies vor den Kopf gestoßen fühlen mit der (vorerst endgültigen) Zerstörung Vulkans und der am Ende des Films eingeführten und nicht mehr korrigierten alternativen Zeitlinie, andererseits müssen derartige Maßnahmen wohl her, um ein Franchise neu zu starten. Zwei Kritikpunkte meinerseits: Die rote Materie ist ja ganz schön an den Haaren herbei gezogen (sie eröffnet aber coole Möglichkeiten) und das Hauptmotive für Nero, aufgrund einer Naturkatastrophe gleich eine ganze Zivilisation auszulöschen, finde ich übertrieben.
Die Special Effects: …sind endlich kinowürdig, aber sowas von. Eine Action Szene reiht sich an die nächste, die Subwoofer haben ordentlich zu tun und aufgrund der Geschwindigkeit der Schnitte sind Erfahrungen mit Egoshootern vor dem Kinobesuch empfehlenswert. Trotzdem kommt die Story nicht zu kurz.
Aus der Sicht von Trekkies: Naja, denen kann man’s ehh nie recht machen. So gesehen… Vielen wird wie erwähnt die alternative Zeitlinie mehr als sauer aufstoßen. Aber Zeitreisen und Paralleluniversen gab’s bei Star Trek bereits zu Hauf. Ich persönlich kann mich damit sehr gut anfreunden, vorausgesetzt, der bereits in der Planung befindliche zwölfte Star Trek Teil spinnt das neue Universum gut fort. Sehr gut haben mir die zahlreich vorhandenen Anspielungen gefallen. Bestes Beispiel: Captain Archer’s Beagle oder der Kobayashi Maru Test. Und es kommt sogar ein klassisches Redshirt vor.
Aus der Sicht von Normalos: Soweit ich das als Trekkie beurteilen kann, kann man der Story auch sehr gut folgen, auch ohne jemals mit der Utopie von Gene Roddenberry in Berührung gekommen zu sein. Zwar werden viele Anspielungen und Aha-Effekte diesen Zuschauern verborgen bleiben, trotzdem dürfte aber dank der vielen Weltraumschlachten ein solider Popcornfilm übrig bleiben.
Der Neustart: …ist meiner Meinung nach voll gelungen. Auf der einen Seite konnten die Elemente der ersten Star Trek Serie gut in die Jetztzeit portiert werden, auf der anderen Seite bietet der Film alles, was man heut zu Tage braucht. Die Variante mit der alternativen Zeitlinie ist ein geschicktes Mittel, sich zahlreicher unlogischer Ungereimtheiten bisheriger Star Trek Literatur zu entledigen und somit glaubhaft zu wirken. J. J. Abrams hat in meinen Augen tolle Arbeit geleistet und ich hoffe, dass ich nicht der Einzige bin, der das so sieht. Ein kommerzieller Erfolg ist dem Film zu wünschen, auch wenn die Konkurrenz groß ist.
Aber natürlich hab auch ich noch einen Kritikpunkt. Das, was mir am wenigsten gut gefiel ist die Tatsache, dass am Anfang des Films so gut wie alle bekannten Enterprise Charaktere noch Kadetten sind, am Ende des Abenteuers sie jedoch ihre gewöhnten, teils sehr hohen Ränge haben. Das ging mir etwas zu schnell *spoiler ende*.
Ich hab also zwei tolle Tage in Erlangen/Nürnberg verbracht. Abschließend gibt’s wie schon angekündigt einiges an multimedialem Material. Zuvor sei aber auf den Blog vom Corny verwiesen, der natürlich auch vom gestrigen Abend berichtet.
Fotos:
Corny wird professionell geschminkt. Was dabei rauskommt ist jedoch alles andere als professionell.
Der Beweis: Corny verkleidet unterwegs mitten in nürnbergs Innenstadt.
Da kommen Corny’s Gadgets so richtig zum Einsatz. Hier ein Tricorder aus der der Originalserie.
Am Abend unter Trekkies fiel Corny dann gar nicht mehr so stark auf.
Für seine Verkleidung gab’s den ersten Preis.
Videos:
Ein ziemlich cooles Video vom Veranstalter, dem Radiosenders Hit Radio N1, der gestrigen Party. Zur zugehörigen Bildergalerie geht’s hier.
Zu allerletzt, wer noch am zögern ist, sollte sich diesen Trailer reinziehen. Meiner Meinung nach einer der besten Trailer, die’s überhaupt gibt.
Nachtrag (am 09.05.2009):
Nachträglich seinen noch zwei externe Filmkritiken erwähnt:
Viel hat man über den neuen Batman Film „The Dark Knight“ gelesen und gehört, hauptsächlich Gutes bis Überwältigendes. Die Tatsache, dass der Film in den Staaten bereits einen Monat früher lief als bei uns und er dort sämtliche Startrekorde brach, verstärkte den ohnehin großen Hype aufgrund des verstorbenen Heath Ledgers noch umso mehr. Natürlich wollte auch ich mir den Film anschauen, denn bereits der erste Teil der Neuauflage des Flattermanns „Batman Begins“ konnte mich überzeugen. Positive Kommentare aus meinem Freundeskreis heizten da die Vorfreude nochmals an. Letzten Dienstag bot dann der Kinodienstag endlich die passende Gelegenheit zum Kinobesuch.
Und ich muss sagen, dass ich trotz der hohen Erwartungen tatsächlich nicht enttäuscht wurde. Besonders gut hat mir der für Comicverfilmungen äußerst ungewöhnlich Tiefgang gefallen. Da ist nur auf den ersten Blick klar, wer gut und wer böse ist. Auf den zweiten sieht man schnell, dass die Guten nur all zu oft korrumpierbar sind und die Bösen doch viel mehr das Chaos sind, was Schwarz-Weiß-Malerei auf beiden Seiten sehr schell zu einem Grauton werden lässt. Aber für so ein Szenario ist Batman mit seinem Gotham City schon immer gut geeignet gewesen.
Meine drei Mitbesucher waren zwar der Meinung, dass der Film etwas zu lang war und dass man den ein oder anderen Dialog ruhig weglassen hätte können Ich finde aber, dass das der Charakterentwicklung richtig gut getan hat. Vor allem die Motive des Jokers, der der Gesellschaft einen Spiel vorhält um ihr zu zeigen, wie schnell ihre Prinzipien mit der Moral in Konflikt kommen, kamen so richtig gut rüber.
À propos Joker: Der wird ja vom auf mysteriöse Weise verstorbenen Heath Ledger gespielt, für den jetzt alle Welt einen Ehrenoskar verlangt. Meiner Meinung nach macht Ledger seinen Job wirklich gut. Ich hätte ihn nicht erkannt, was nicht nur an der grandiosen Maske lag. Auch die Synchro war dieses mal richtig toll, wobei ich natürlich das englische Original jetzt nicht kenne. Ihm aber jetzt noch ’nen Oskar zu verpassen hat für mich mehr mit Hollywoodmanie als mit tatsächlicher schauspielerischer Leistung zu tun, auch wenn diese im Film tatsächlich mehr als nur gelegentlich aufblitzt.
Abschließend kann ich sagen, dass „The Dark Knight“ zusammen mit „No Country for old Men“ bisher einer der besten Filme dieses Jahres ist. Story, Action, Technik und schauspielerische Leistung sind für ’ne Comicverfilmung top, was will man mehr?
Es ist mal wieder Zeit, die ein oder andere Filmkritik los zu werden. In letzter Zeit flimmerten zahlreiche Kinoproduktionen über meinen Flachbildschirm, jedoch will ich an dieser Stelle nur ein paar aufzählen, die ich selbst als mehr oder weniger große positive Überraschung gesehen habe. Also los geht’s:
Ich kenne zwar nicht die ersten drei Teile, aber Rambo hat die Gellschaft geprägt, wie es nur wenige Filmreihen tun. Woher sollte sonst die Metapher des Rambo kommen, der für rücksichtsloses Durchsetzen mit Gewalt steht.
Anfang des Jahres kam nun der vierte Teil der Kriegsfilmreihe mit dem Titel „John Rambo“ in die Kinos und ich muss sagen, dass der Film für sich alleine (ohne die drei ersten Teile gesehen zu haben) durchaus ansehnlich war. Klar wird gemtzelt was das Zeug hält und klar siegt zum Schluss das Gute und die Moral (mit eher unmoralischen Mitteln) aber das Alles ist in einem äußerst kurzweiligen Film verpackt mit für das Genre richtig toll gespielten Charakteren.
Der Schluss war dann zwar wieder etwas einseitig heroisch, jedoch wünscht man den Bösewichten kein besseres Schicksal, die gar nicht mal so unrealistisch zeigen, wie es heut zu Tage teilweise in einigen afrikanischen und eben asiatischen Gebieten zugeht.
Fazit: 87 Minuten (zumindest in der ungeschnittenen Fassung) bestes Popcorn-Kino.
„Die Eisprinzen“ habe ich mir letzten Freitag zusammen mit meiner Karin und’m Steffen angesehen. Hatte vom Dom schon gehört, dass der Film recht sehenswert sein soll. Deswegen war die Frage, welcher Film denn nun am Abend in den DVD-Player wandert, sehr schnell beantwortet, als wir ihn in der Videothek vor uns sahen, vor allem, weil Dom’s Meinung nicht die einzige positive war.
Bei diesem Film handelt es sich ganz klar um die Marke „unbedingt in der Gruppe ansehen“. Allein kommen einem die Gags wohl ziemlich abgedroschen und klischeehaft vor. Wenn einer jedoch über einen Witz lachen kann, so zieht er bei diesem Streifen schnell die ganze Gruppe mit. *spoiler* Mein persönlicher Favorit ist die Szene, als bei der Siegerehrung das Maskottchen abgefackelt wird. *spoiler*
Auf jeden Fall mal ein nettes Szenario (das des Eislaufens), welches wirklich tonnenweise Möglichkeiten bietet, durch den Kakao gezogen zu werden. Zwar lassen sich viele Pointen auch auf jede andere Sportart übertragen,aber die beiden Hauptdarsteller machen auf dem Eis wirklich eine göttliche Figur.
Fazit: Allein anschau’n Hop, in der Gruppe Top.
Eigentlich bekannt über das gleichnamige Buch kam vergangenes Jahr der Film „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“ in die Kinos, eine Komödie, wie der Titel schon vermuten lässt, über die klassischen Eigenheiten von Männern und Frauen.
Natürlich habe ich das zugehörige Buch vorher nicht gelesen, als ich mir neulich zusammen mit meiner Karin den Streifen reingezogen habe. Deswegen weiß ich jetzt nicht, ob er toller oder grottiger ist als das Buch. Als Paarkomödie macht er auf jeden Fall einiges her und weiß zu unterhalten.
Daran hat wohl ein überragender Owe Ochsenknecht nicht ganz unschuld, den ich normalerweise nicht so toll finde, was wohl eher an seinen beidenDrecksblog’n liegt.
Natürlich bedient der Film Klischees in Hülle und Fülle, aber ab und zu will man halt auch einfach abschalten und über Geschichten des Alttags lachen dürfen.
Fazit: Freundin auf die Couch und rein mit der DVD. Hirn ausschalten, an eigene Erfahrungen denken und dann einfach mitlachen.
Zweimal im Kino innerhalb von acht Tagen, das ist ja fast schon astronomisch für meine Verhältnisse. Grund dafür ist der Kinodiestag im passauer Cineplex, bei dem die Vorstellung gerade mal 4,50€, auch auf den besten Plätzen, kostet. Reguläre Vorstellungen können auch schon mal fast das Doppelte kosten.
Gestern stand also der Film 8 Blickwinkel auf dem Programm, den ich unbedingt sehen wollte, da die Trailer vielversprechend waren und der Film unter anderem mit Vorjahresoskargewinner Forest Whitaker, Sigourney Weaver, Dennis Quaid und Lost-Schauspieler Matthew Fox hervorragend besetzt war. In dem Film geht es um ein Attentat auf den amerikanischen Präsidenten auf einer Sicherheitskonferenz in Spanien welches aus acht unterschiedlichen Blickwinkeln acht unterschiedlicher beteiligter Personen wie einem Bodyguard des Präsidenten, der Regiecheffin eines Fernsehsenders oder dem Drahtzieher des Anschlags erzählt wird.
Was mir an dem Film gefallen hat:
Obwohl eigentlich sechs mal (einige Blickwinkel zweier Personen werden in einer Szene zusammen gefasst) die selbe Geschichte erzählt wird, nämlich die Minuten kurz vor als auch kurz nach dem Attentat sowie der Anschlag selbst, ist keiner der Blickwinkel langweilig: Jedes mal wird ein bisschen mehr der Geschichte erzählt und jeder Charakter hat soviel Charme, dass man jedes mal gefesselt ist, auch wenn man schon ahnen kann, was da gleich kommen wird.
Die zwischenzeitliche Verfolgungsjagd durch Salamanca ist richtig gut. Jede Zehntel Sekunde denkt man, dass es jetzt gleich kracht. Und das Gute: Das tut’s auch.
Was mir an dem Film weniger gefallen hat:
Da ballern sich die Terroristen durch halb Salamanca und legen die Stadt in Schutt und Asche und durch was werden sie aufgehalten? *spoiler* Durch ein kleines unschuldiges Mädchen, das auf der Straße steht und dem die Terroristen ausweichen *spoiler*. Auf der einen Seite so skrupellos sein und auf der anderen dann sowas.
Typisch amerikanisch: *spoiler* Natürlich erledigt der Bodyguard des Präsidenten, der ihm schon mal das Leben gerettet hat, die Terroristen im Alleingang und deckt darüber hinaus einen Maulwurf beim Secret Service auf *spoiler*. Sorry, aber für einen Film dieses Formats ist das einfach zu primitiv.
Beim Opel gehen die Airbags ned auf *gg*.
Zusammenfassend kann man sagen, dass der Film duraus sehenswert ist, auch wenn das nicht ganz neue Konzept der unterschiedlichen Blickwinkel nicht voll ausgeschöpft wurde und das Ende etwas zu amerikanisch (und vor allem mit Happy End) ausgefallen ist. Nichts desto trotz wird man 90 Minuten gut unterhalten und mein nicht ganz makelloser Kommentar hängt vielleicht auch damit zusammen, dass ich vielleicht etwas zu hohe Erwartungen an den Film hatte.
Da da Hagi nach langer Zeit wieder mal hier in Passau war, war’s mir eigentlich relativ egal, welchen Film wir uns ansahen, als da Johannes am Dienstag vorschlug, wir könnten doch ins Kino schau’n. Denn normalerweise wäre „No Country for old Men“ nix für mich gewesen. Zumindest glaubte ich das. Da aber da Johannes seit langer Zeit wieder mal in Passau war und der Film nur 4,50€ kostete, brauchte es nicht viel Überredungskunst, mich in den Film zu bringen. Immerhin hat der Streifen vier Oscars abgeräumt, unter anderem den für den besten Film.
Und ich hab’s nicht bereut mitzukommen. OK, der Soundtrack des Films ist jetzt nicht gerade der beste aller Zeiten (kurz gesagt, es gibt wohl auch gar keinen) und all zu laut durfte man auch nicht mit seiner Chipstüte rascheln, denn das bekam bei der Stille, die meistens im Film vorherrschte, jeder im Kino mit. Dafür schaffte es der Film ohne jeglichen Schnickschnack wie CGI-Effekte, bombastischen Explosionen oder eben epischer Musikuntermalung eine hervorragende Atmosphäre aufzubauen. Obwohl nicht viel Aktion im Film vorkommt sind zumindest die ersten beiden Drittel extrem spannend und Javier Bardem als Serienkiller Anton Chigurh hat seinen Oskar für die besten männliche Nebenrolle mehr als verdient, schon allein wegen seiner 70er Fönfrisur. Allerdings flacht der Film zum Schluss etwas ab: Nach Llewelyn’s Tod, über dessen Flucht mit gestohlenem Drogengeld der Film erzählt, der etwas zu unspektakulär ausfällt, fällt die Spannungsstütze Nummer Eins im Film weg und die letzte halbe Stunde plätschert der Film dann leider etwas dahin.
Nichts desto trotz eine klare Empfehlung auch an diejenigen (wie mich), die eher das actiongeladene Jerry Bruckheimer Kino bevorzugen. Die Atmosphäre des Films ist überragend und (ohne Ausnahme) jede Figur im Film kommt so real rüber, dass man’s mit der Angst bekommt.
Letzten Freitag war kleiner Filmabend bei mir angesagt. Nur zu dritt: Hagi, Karin und ich. Die Frage aller Fragen dabei ist natürlich wie immer: Welcher Film wandert in den DVD-Player? Die Wahl für auf „Schräger als Fiktion“: Karin hatte schon ’nen Trailer zu dem Film gesehen, der recht vielversprechend war, da Hagi ist schon über ein paar Ausschnitte aus dem Film gestolpert und ich bin per Zufall in meiner Videothek auf den Film aufmerksam geworden.
Der Film war äußerst kurzweilig, was nicht zuletzt an der mal ganz anderen Story lag, die man so vorher noch nicht all zu oft gesehen hat (Achtung! Spoiler!): Der Steuerprüfer Harold Crick führt ein mathematisch äußerst korrektes Leben bis zu dem Tag, an dem er beginnt eine Stimme zu hören, die ganz offensichtlich sein Leben in Echtzeit erzählt. Richtig los geht’s aber erst, als sich herauskristallisiert, dass er nicht unter Schizophrenie leidet sondern diese Erzählerstimme sich als neuster Text der Buchautorin Karen Eiffel herausstellt. Deren neueste Romanfigur ist ganz offensichtlich er, Harold. Umso dramatischer ist es, dass alle Protagonisten der Autorin Karen am Ende ihrer Romane sterben. Und auch der Tod von Harold ist schon skizziert, er muss nur noch in einen Text gegossen werden.
Der Film ist Komödie und Tragödie zugleich und mit bekannten Hollywoodgrößen wie Will Ferrell, Dustin Hoffman und Emma Thompson auch ganz gut besetzt. Auf alle Fälle ist dieser Film eine Empfehlung, denn die Geschichte bietet wirklich sehr viel Potential, das auch gut ausgeschöpft wird.
Hab neulich in der Videothek „Ultraviolet“ entdeckt, ’ne Comicverfilmung mit Mila Jovovich. Eigentlich bin ich kein all zu großer Fan von Comicverfilmungen, denn die Stories ähneln sich doch immer sehr und da’s bereits auch Zebraman und Elektra als Hollywoodverfilmung der Neuzeit gibt, waren Comicverfilmungen für mich eher zweite Wahl. Da aber sonst keine interessanten Filme in der Videothek da waren und Filme mit Mila Jovovich eigentlich immer ganz ansehnlich sind, hab ich ihm ’ne Chance gegeben.
Und ich wurde nicht enttäuscht. OK, die Dialoge und vor allem die Story kann man in die Tonne klatschen. Auch die schauspielerische Leistung ist nicht preisverdächtig. Dafür ist das Szenario einfach spitze getroffen. Alles schön bunt (definiert in klaren Farben auf klaren Flächen, was dem ganzen ’nen ziemlich coolen Style gibt) und der Soundtrack lässt den Adrenalinspiegel steigen. Die Kampfszenen sind so unrealistisch wie genial, gepaart mit den Kamerafahrten können Genrereferenzen wie Matrix einpacken.
Ein paar coole neue Ideen wurden auch eingebaut, zum Beispiel die Raumpacker, die zum Glück auch nicht nur einmal am Anfang des Films vorkommen sondern konsequent verwendet werden.
Leider bezieht sich das Alles nur auf die erste Hälfte des Films. Die zweite wirkt, als hätte man sie aus „Æon Flux“ ausgeschnitten. Einsame Comicheldin stürmt im Alleingang die Hauptzentrale des Regimes, welches das Land und die Welt unterdrückt, gewinnt und befreit somit die Menschheit von der Tyrannei.
Der Schluss entschädigt dafür wieder ein wenig. Der „Bosskampf“ ist mal was Neues und erinnert irgendwie voll an ein Videospiel, in dem man sich zuerst durch Horden von Wächtern und Sicherheitspersonal kämpfen muss, um dann beim Endgegner diesen zu besiegen und noch ein ungeheuerliches Geheimnis abzustauben.
Als im Sommer Superman Returns im Kino lief, hab ich im Radio ’ne Kritik zum Film gehört. All zu gut viel die aber nicht aus: Der Film hätte von allem etwas, ein wenig Komödie, ein wenig Drama, ein wenig Action und bei all dem finde der Film nicht seinen richtigen Stil. Außerdem wäre die schauspielerische Leistung ned so machtig und langatmig sei er auch.
Im Kino hab ich mir damals den Film ned angesehen, des wär er mir mit oder ohne Kritik nicht wert gewesen, denn der all zu große Supermanfan bin ich nun doch nicht. Aber da er vor ein paar Tagen auf DVD raus kam, hab ich ihn mir aus der Videothek besorgt. Da er ja auch irgendwie von den selben Machern kam, wie Batman Begins und ich den ziemlich gut fand, ging ich auch nicht ganz ohne Erwartungen in den Film.
Da ich neugierig war, hab ich, bevor ich mir den 2 1/2 Stunden Schinken rein gezogen hab, ’n bisschen im Internet nach weiteren Kritiken gesucht. Normalerweise mach ich das nicht zu einem Film, denn ich kann immer noch am besten entscheiden, was mir gefällt und was nicht. Aber diesmal hab ich ’ne Ausnahme gemacht. Dabei ist mir aber was aufgefallen: Während die meisten deutschen Medien den Film eher negativ bewerteten (mit ähnlichen Argumenten wie oben schon erwähnt), kam er bei den meisten amerikanischen Kritikern äußerst positiv weg. Das hat mich ganz schön gewundert. Liegt das vielleicht daran, dass Superman halt ein Held ist und sowas in den USA im Moment recht gut ankommt, für Europäer das ganze aber dann doch zu schmalzig ist?
Und wie war der Film jetzt? Meiner Meinung nach? Naja, gut fand ich ihn nicht, überhaupt nicht mein Stil was aber wohl mehr daran lag, dass ich eben überhaupt kein Supermanfan bin und auch schon die alten Filme ned soo machtig fand. Oben beschriebenes Genrewirrwarr ist mir auch negativ aufgefallen. Außerdem fand ich ihn streckenweise arg unrealistisch. OK, er ist ’n Superheld aber vor allem in Szenen ohne ihn wurde ich diesbezüglich echt enttäuscht. Das war so’n „Mission Impossible 2“-Unrealismus. Zu guter letzt hatte ich auch irgendwie an keiner einzigen Stelle des Fims das Gefühl, mal was wirklich Neues präsentiert bekommen zu haben, was man sich von so ’nem Film eigentlich erwarten kann. Dafür hab ich die Flugzeugabsturzszene recht gut gefunden (ok, ich geb’s zu, die war auch nicht ganz realitätsnah). Aber da hatte meine Anlage immerhin was zu tun und recht actionreich war die Szene dann ja auch.