Schlagwort: Filmkritik

  • Kumpel?!

    Jagdsaison.War heute zum ersten mal im Cineplex von Passau, dem neuen, achtsääligen Kino. Muss sagen, dass es mir sehr gut gefällt: Ein großer Eingangsbereich, in dem selbst an den Stoßzeiten am Wochenende genügend Platz für jedermann ist. Eine freundliche Cafélandschaft ist ebenso vorhanden. Besonders bemerkenswert sind meiner Meinung nach die Vorführungssääle: Bin zwar jetzt erst in einem drin gesessen aber der war wirklich schön sauber und halt neu. Außerdem ist jetzt endlich ein ordentliches Maß an Beinfreiheit gegeben.

    Einen kleinen Kritikpunkt hab ich jedoch: Die Lampen, die die Notausgänge anzeigen sind viel zu hell, ja fast schon grell. Da wirft sogar der zurückgezogene Vorhang vor der Leinwand einen Schatten auf eben diese und in dunklen Szenen kommt keine Stimmung auf, da die Lampen den Saal zu stark erhellen. Aber vielleicht wurde diesmal ja nur vergessen, die Notausgangslampen zu dimmen.

    Angesehen hab ich mir „Open Season“ zu deutsch „Jagdfieber„. Ein Film, der wiedermal aus’m Computer stammt und in dem ein wildnisscheuer Bär zusammen mit ’nem Außenseiterhirsch in die Natur verschlagen wird. Der Bär will nur zurück in die Zivilisation, findet aber im Laufe des Films viele Freunde unter den wild lebenden Tieren mit denen er sich zum Schluss gegen die anrückende Jägermeute der Jagdsaison verteidigt.

    Zu Anfang war der Film recht flach und ’n bisschen zu kleinkindermäßig, was er jedoch in der zweiten Hälfte mehr als ausgleicht. Da ist er dann wirklich lustig mit ein paar neuen, erfrischenden Gags. Und ich hab’s eigentlich schon lieber, wenn das Pulver eines Films erst am Ende verschossen wird.

  • Eine positive Überraschung: The Fast and the Furious – Tokyo Drift.

    The Fast and the Furious - Tokyo Drift.So langsam pilgern die Blockbuster des Sommers (Ice Age 2, Sakrileg, Fluch der Karibik 2, Mission Impossible 3) in die Videothek. Da ich eigentlich keinen der Filme im Kino gesehen habe, die mich aber eigentlich alle interessieren, bin ich im Moment zweimal die Woche beim Mike, um mir die neusten Silberscheibchen unter den Nagel zu reißen.

    Gestern war dann unter anderem „The Fast and the Furious – Tokyo Drift“ dran, der dritte Teil der „The Fast and the Furious“-Reihe. Da keiner der Originalschauspieler mehr dabei war und die anderen beiden Teile ja ’nen wahren Hype in Sachen „Pimpen“ ausgelöst haben, hatte ich mir nicht all zu viel von dem Film erwartet. Wahrscheilich wär’s nur ’n hinterher geschobener weiterer Teil zum Geld machen, mit der einzigen Neuerung, dass das ganze jetzt in Japans Metropole schlechthin stattfindet.

    Aber anders als erwartet wurde ich äußerst positiv überrascht: Klar, philosophische Dialoge und eine bestsellerwürdige Story braucht man sich jetzt nicht erwarten, dafür aber Popcorn- und Actionkino vom Feinsten. Die Rennen sind richtig gut, schon allein, weil’s diesmal auch jede Menge Unfälle gibt. Klar, beim Driften und Rasen durch die Rushhour Tokios. Am besten hat mir jedoch der Soundtrack gefallen: Von so ’ner Fortsetzung hätte ich mir wieder typisch amerikanischen Gangster-Hip-Hop erwartet aber weit gefehlt: In der ersten Hälfte des Films sind die Rennen mit richtig guten und vor allem harten Techno-Beats unterlegt, das ganze geht schon stark Richtung Gabber. Gepaart ist das ganze mit modernem Asia-Syntie-Pop/Hip-Hop. Cute-Schoolgirl-Style halt. Auf jeden Fall mal was erfrischend Neues für ’nen Mainstreamfilm und die Rennen gewinnen durch die harten und schnellen Techobeats nochmal einiges mehr an Dramatik und Geschwindigkeit. Mein Subwoover hatte auf jeden Fall einiges zu tun!

    Für Freunde des Proll- und Actionkinos auf alle Fälle sehr sehenswert und die eineinhalb Stunden sind doch sehr schnell verstrichen gestern. Und zum Schluss gibt’s ein freudiges Wiedersehen mit ’nem Charakter aus dem ersten Teil!