Da bin ich wieder, zurück aus’m Urlaub. Und was soll ich sagen? Überragend war’s: Spitzenwetter, super Unterkunft, tolles Programm, abwechslungsreiche Strände und gigantische Urlaubskumpels. Besser geht’s nicht und deshalb verflogen die acht Tage im kroatischen Poreč wie im Fluge. Ein klassisches „Wir sind doch erst gestern angekommen. Warum fahren wir heute schon wieder nach Hause?“. Aber alles der Reihe nach.
Zu Sechst starteten wir letzte Woche in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Dank durch Finanzspritzen der Europäischen Union finanzierten neuen Autobahnen in Slowenien und ausbleibenden Staus (außer dem notorischen vor’m Tauern- und Katschbergtunnel) kamen wir nach einer durchgemachten Nacht um neun Uhr morgens in unserem gut 600 Kilometer entfernten Ziel an. Tag Eins hieß dann für die einen auch erstmal Schlaf nachholen und akklimatisieren. Meine Karin und ich zogen dem aber stattdessen den Strand samt 27 Grad warmen Wasser vor. Abends stand dann Selbstverpflegung für unsere Sechs-Mann/Frau-Wohngemeinschaft an, samt im fließenden Übergang anknüpfender gemütlicher Touchdown- und Karlovačko-Runde, die’s noch öfter im Urlaub geben sollte. Nach 42 Stunden ohne Schlaf fiel ich dann endlich in Morpheus Arme.
Tag Zwei war dann ein typischer Faulenzetag am Strand. Typischerweise gibt’s davon nicht viel zu erzählen, außer dass wir wahnsinnig viel Spaß hatten, wie eigentlich den ganzen Urlaub. Herrlich mit Leuten unterwegs zu sein, die nicht alles bierernst nehmen. Naja, eigentlich überhaupt nichts auch nur irgendwie ernst nehmen. Da die ganze Zeit nur rumliegen auf Dauer etwas langweilig ist, cruisten meine Karin und ich am Nachmittag in die einladende und für Istrien typische Innenstadt unseres Urlaubsortes, wo der Grundstein für die Freizeitplanung von Tag Sechs gelegt wurde. Dazu aber später mehr.
Erster Ausflugstag war Tag Drei. Montags reisten wir nach Pula, der Hauptstadt von Istrien, in der die Besichtigung der berühmten Arena aus der Römerzeit und der Feste der Stadt ein Muss waren. Anschließend ging’s bei wie eigentlich immer vorherrschenden hochsommerlichen Temperaturen nach Rovinj, bekannt für seine sehenswerte Altstadt und Kathedrale, die im Inneren jedoch reichlich unspektakulär war. Dafür gab’s ein imposantes Abendessen direkt am Meer. Naja, eigentlich schon eher im Meer.
Tags darauf war wieder ein mehr oder weniger fauler Strandtag angesagt. Highlight von Tag Vier war der erste abendliche Ausflug ins Stadtzentrum, in dem’s natürlich ziemlich wuselte. Der Ort ist ein schöner Anblick bei Nacht, mit seinen beleuchteten kalksteinweißen Gassen und Restaurants.
Kultur bescherte uns dann der fünfte Urlaubstag. Nach einem Abstecher in die Euphrasius Basilika von Poreč, deren Mosaike sogar zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen, kletterten wir 65 Meter tief in eine Karst- und Tropfsteingrotte, die ein wenig im Landesinneren von Istrien liegt. Das Highlight der 40-minütigen Tour war am Ende die Konfrontation mit einem echten Grottenolm. Da beide Ausflugsziele ganz in der Nähe waren, badeten wir am späten Nachmittag nochmal im Meer um dann früh in der Heia zu verschwinden, denn…
…an Tag Sechs stand Venedig auf dem Programm. Genau, ihr lest richtig: Ab in die Lagunenstadt. Die ist nämlich per Schnellboot über die Adria in gut zwei Stunden zu erreichen. Also hatten für die volle Dröhnung Touristenprogramm: Markusplatz, -kathedrale und -turm, Seufzerbrücke, Muranoglas, Rialtobrücke und Canal Grande. Highlight für meine Karin und mich war die abschließende Taxifahrt über die Kanäle. Wirklich toll. Zurück nach Kroatien wurden wir dann noch richtig durchgeschüttelt: Bei 27 Knoten Höchgeschwindigkeit machen sich eben auch nicht ganz so große Wellen bemerkbar.
Den letzten offiziellen siebten Tag ließen wir dann nochmal faul am Strand bei Volleyball, Minigolf, Uno und einem letzten Ausflug in die Altstadt ausklingen.
Tag Acht wurde dann rückreisetypisch im Stau verbracht. Zuerst 1½ Stunden lang vor der kroatisch-slowenischen Grenze, dann ein weiteres mal wieder 1½ Stunden vor dem Katschbergtunnel. Wahrscheinlich hätt’s noch länger gedauert. Wir entschieden uns dann aber, die beiden Pässe über Katschberg und Obertauern zu fahren. Ein faszinierender Anblick bei untergehender Sonne. Außerdem stärkte und eine deftige Mahlzeit im Landgasthof Fruhmann bei Villach.
Hervorragend erholt kann’s jetzt wieder an die Aufgaben des Alltags gehen. Ich kann’s nicht oft genug sagen: Ich habe einen genialen Urlaub hinter mir, mit viel Entspannung, Kultur, Sehenswürdigkeiten, Sonne (es gab nur zwei mal ein Gewitter und das brav in der Nacht. Ansonsten Temperaturen jenseits der 30-Grad-Grenze), Salzwasser, Freunden und auch Fotos, von denen ich euch noch ein paar Highlights präsentieren möchte.

Da hocken wir alle an unserem ersten gemeinsamen Strandtag.

Karin und Stefan vor der Arena in Pula.

Gruppenfoto im antiken Theater von Pula.

Sehr kroatisch: Ein bunter Markt. Hier der in Rovinj.

Abendessen in Rovinj. Im Hintergrund sieht man die Marina.

Nachtleben in Poreč.

Der Innenhof der Basilika unseres Urlaubsorts.

Angenehme Abkühlung bei konstanten 14 Grad in einer Tropfsteinhöhle.

Kein schwieriges Motiv in Venedig: Wir auf einer Brücke über einen Kanal.

Blick auf den Canal Grande samt zahlreichen „Autos“.

Karin und Mani am Stand.

Meine Karin und ich samt Sonnenuntergang.
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