Autor: ck

  • Der Serienjunkie empfiehlt…

    Bis in die Spitzen.Heute möchte ich meiner Leserschaft eine weitere Serie empfehlen. Gestolpert bin ich über sie beim Durchstöbern von diversen Kritiken, die allesamt gut bis exzellent ausgefallen sind. Und da die Serie schon nach 13 Folgen aufgrund mangelnden Zuschauerinteresses abgesetzt wurde, war mir klar, dass sie mal einen Blick wert ist. Schließlich ist dieses Argument im Zeitalter von Reality-, Casting- und Dokushows eher ein Qualitäts- als abwertendes Kriterium, verspricht es doch mal ’ne Serie mit etwas mehr Tiefgang. Von welchem TV-Event ich spreche? Von „Bis in die Spitzen“.

    Die Grundhandlung ist schnell erzählt: Der Weiberheld Finn kehrt nach Berlin zurück um sich seine Flamme und einzig wahre Liebe aus Jugendzeiten unter den Nagel zu reißen. Die ist mittlerweile erfolgreiche Unternehmerin und glücklich verheiratet, verfällt aber trotzdem Finns Charme. Die Story an sich ist jetzt vielleicht nicht die neueste und innovativste, aber die Umsetzung und vor allem die schauspielerische Leistung ist überragend, von der bedrückenden Atmosphäre gar nicht zu sprechen.

    Zahlreiche Nebencharaktere sorgen für tolle Sidestories abseits vom Hauptplot. Das bietet viel Potential für abwechslungsreiche Unterhaltung. Weiterer Pluspunkt der Serie ist, dass immer was weitergeht. Da wird nicht die halbe Staffel gewartet, bis mal ein schmutziges Geheimnis an die Oberfläche kommt. Außerdem verhalten sich alle Rollen sehr authentisch, abseits von übertriebenen Gefühlsgedusel oder Verhalten à la „Zwei bei Kallwass“.

    Dass die Serie in Deutschland gefloppt ist, kann ich mir gut denken, denn man muss viel „zwischen den Zeilen lesen“ und viele interessante Aspekte werden nur angedeutet, oft aber nicht explizit erwähnt. Das macht die Serie äußerst vielschichtig und führt dazu, dass in wenigen Episoden sehr viele äußerst komplexe Personen eingeführt werden.

    Mit ihren 13 Episoden fällt die Serie recht kurz aus, weshalb sich jeder Serienjunkie ruhig mal ein Bild von ihr machen sollte. Bereuen dürften’s wohl die wenigsten. Zwar basiert „Bis in die Spitzen“ auf einer BBC-Serien, nichts desto trotz mal eine äußerst erfreulichen deutsche Fernsehproduktion.

  • Auf den Hund gekommen.

    Dass das studieren des Boulevardfernsehprogramms doch ab und zu das ein oder andere Schmankerl zu Tage fördert, hatte ich ja schon mal geschrieben. Und wieder bin ich im Fernsehen über was Technisches gestolpert, bei dem’s meiner Meinung nach wert ist, dass ich drüber blogge.

    Am vergangenen Dienstag kam bei taffNet in der Nachmittagssendung taff auf ProSieben ein kleiner Bericht über einen von Boston Dynamics entwickelten Roboterhund, der mich ganz schön beeindruckt hat.

    Wie man auf der entsprechenden Seite im Internet von Boston Dynamics nachlesen kann, ist der „BigDog“ in der Lage, etwa 150kg Nutzlast durch unwegiges Gebiet wie Wälder, Bauschutt, Schotterpisten oder Schnee zu transportieren, ohne dass er dabei stecken bleibt oder umfällt. Auch ein Hindernisparcours ist kein Problem, ebenso wenig wie der aktive Versuch, den Roboterhund umzuschmeißen.

    Was für Ottonormalbürger jetzt nicht sonderlich spektakulär aussieht ist für Leute vom Fach fast schon eine mittelgroße Revolution, waren Roboter auf zwei oder vier Beinen in der Vergangenheit zu nicht viel mehr fähig als aufrechtem gehen oder vielleicht noch Treppen steigen. Sprinten oder im Kreis laufen gehörte da schon zum höchsten der Gefühle.

    Wer sich selbst ein Bild davon machen will, kann dies auf der entsprechenden Produktseite machen. Das Promovideo ist dabei meiner Meinung nach absolut sehenswert.

  • Einbinden von Vektorgrafiken in PDF-Dokumente mit LaTeX.

    LaTeX.Nachdem ich die letzten beiden Tage damit beschäftigt war, den Quelltext meines Programmierpraktikums zu kommentieren, habe ich heute mit dem Tippen der Ausarbeitung begonnen. Wie es sich für einen anständig wissenschaftlich arbeitenden Informatiker gehört, verwende ich dafür LaTeX.

    Dabei bin ich auf ein kleines Problem gestoßen bei dem es mich wundert, dass ich es nicht schon viel früher gelöst habe. Schließlich handelt es sich bei der schriftlichen Ausarbeitung meines Programmierpraktikums bei weitem nicht um mein erstes größeres LaTeX-Projekt. Es geht darum, Vektorgrafiken in Form von EPS-Dateien (Encapsulated PostScript) mit dem Befehl \includegraphics{} in ein PDF-Dokument einzubinden.

    Der Vorteil von Vektorgrafiken liegt auf der Hand: Sie lassen sich ohne Qualitätsverlust oder Entstehen von Artefakten skalieren, also vergrößern oder verkleinern. Natürlich eignen sich Vektorgrafiken nicht für jede Art von Bild (klassisches Gegenbeispiel ist das Foto). Aber jede Form von Diagrammen oder Schemata, wie sie ausschließlich in meiner Programmierpraktikumsausarbeitung vorkommen, speichert man am besten als Vektorgrafik.

    So lange man sein LaTeX-Dokument nach DVI oder PS exportiert, ist die Verwendung von EPS-Dateien, die Bilder als Vektorgrafiken speichern, kein Problem. Exportiert man sein LaTeX-Dokument jedoch nach PDF, ist man mit folgendem Problem konfrontiert: Der Export erfolgt in der Regel mittels des Befehls pdflatex und dieser akzeptiert nur PNG, BMP oder TIFF-Dateien als Bilddateien. Da keine dieser Bilddateien ein Vektorgrafikformat ist, muss man sich was einfallen lassen.

    Abhilfe schafft hierbei das Package \usepackage{epstopdf}: Es wandelt beim Übersetzungsvorgang alle im LaTeX-Dokument eingebundenen EPS-Dateien implizit in PDF-Dateien um, die dann als Bilder inkludiert werden können. Diese PDF-Dateien sind dann auch Vektorgrafiken, die in den PDF-Export übernommen werden. Man muss lediglich \usepackage{epstopdf} am Anfang seines LaTeX-Dokuments angeben. Die EPS-Dateien lassen sich dann wie gewohnt an gewünschter Stelle mit \includegraphics{dateiname.eps} einbinden.

    Eine Kleinigkeit muss man jedoch beachten: Bei epstopdf handelt es sich um ein externes Programm. Dies muss pdflatex beim Übersetzungsvorgang mitgeteilt werden, ansonsten erhält man eine Fehlermeldung der Form Shell escape feature is not enabled. MiKTeX verwendet hierfür den Parameter --enable-write18, teTeX und TeX Live den Parameter --shell-escape.

    Wer TeXnicCenter als LaTeX-Editor verwendet, dem sei an dieser Stelle schnell erklärt, wie er das Argument --enable-write18 automatisch übernimmt. Über „Ausgabe“ → „Ausgabeprofil definieren“ kann man unter „Argumente, die an den Compiler übergeben werden sollen“ das Argument --enable-write18 (für MiKTeX) angeben. In der Regel steht dort bereits -interaction=nonstopmode "%pm". Dem stellt man das neue Argument getrennt durch ein Leerzeichen einfach voran.

    Noch ein kleiner Hinweis am Rande: Wer will, dass seine Grafik automatisch auf die Breite des Textes skaliert wird, kann dies mit der Option width=\textwidth machen. Das Einfügen eines Bildes würde dann beispielsweise so aussehen: \includegraphics[width=\textwidth]{dateiname.eps}. Auch Skalierungen wie \includegraphics[width=0.4\textwidth]{dateiname.eps} oder \includegraphics[width=.7\textwidth-2cm]{dateiname.eps} sind möglich.

  • Von Piraten und Denkzettelverpassern.

    Die diesjährige CeBit liegt nun doch schon ein paar Wochen zurück, aber ich möchte hier an dieser Stelle doch noch auf eine Podiumsdiskussion verweisen, die auf der Computermesse vom Heise Zeitschriftenverlag veranstaltet wurde. Der Heise Zeitschriftenverlag dürfte den meisten durch ihre bekanntesten Magazine c’t und iX sowie den Heise Newsticker ein Begriff sein.

    In der Podiumsdiskussion ging es ganz allgemein um das Thema Filesharing, was natürlich zu einem Schwerpunkt Urheberrechtsschutz von multimedialen Inhalten und Kriminalisierung von Tauschbörsennutzern geführt hat. Zu diesem Zweck wurden unterschiedliche Vertreter der Medienindustrie, (Staats-) Anwälte und ein Vertreter der Piratenpartei eingeladen.

    Eine Videoaufzeichnung der gut zwei Stunden langen Diskussion, bei der natürlich auch Fragerunden des Publikums ein Teil waren (bei denen, wie sollte es auch anders sein, die Vertreter der Medienindustrie ganz schön unter Beschuss geraten sind), kann auf der Seite von Heise als Videostream angesehen werden. Wem die zwei Stunden zu viel sind, der sollte trotzdem mal einen Blick drauf werfen, denn bereits zu Anfang werden einige interessante Themen und Aspekte angesprochen.

    Ich persönlich fand die Diskussion äußerst aufschlussreich, weil die jeweiligen Vertreter alle wichtigen Argumente ihrer Seite nannten und gut klar gemacht haben, worum es ihnen geht. Und das fern ab von dunklen Hackern im dunklen Keller und einer geldgeilen Medienindustrie. So kann sich jeder selbst ein persönliches Bild und eine eigene Meinung bilden, denn das universelle Hammerargument konnte keine der beiden Seiten liefern. Es ist vielmehr so wie immer im Leben: In Zukunft wird es wohl die unterschiedlichsten Modelle geben, legal oder illegal an multimediale Inhalte ran zu kommen und jeder muss für sich selbst entscheiden, welches er nutzt. Auf jeden Fall hat die Medienindustrie den Ernst der Lage erkannt und bietet nach und nach immer mehr legale Angebote im Internet an, auch wenn diese nicht immer so aussehen, wie die Nutzer sich das wünschen. Die Zeiten, in denen jeder sich aber ungestört urheberrechtlich geschütztes Material illegal und kostenlos über Filesharingprogramme besorgen konnte, sind wohl endgültig vorbei.

  • Déjà vu.

    8 Blickwinkel.Zweimal im Kino innerhalb von acht Tagen, das ist ja fast schon astronomisch für meine Verhältnisse. Grund dafür ist der Kinodiestag im passauer Cineplex, bei dem die Vorstellung gerade mal 4,50€, auch auf den besten Plätzen, kostet. Reguläre Vorstellungen können auch schon mal fast das Doppelte kosten.

    Gestern stand also der Film 8 Blickwinkel auf dem Programm, den ich unbedingt sehen wollte, da die Trailer vielversprechend waren und der Film unter anderem mit Vorjahresoskargewinner Forest Whitaker, Sigourney Weaver, Dennis Quaid und Lost-Schauspieler Matthew Fox hervorragend besetzt war. In dem Film geht es um ein Attentat auf den amerikanischen Präsidenten auf einer Sicherheitskonferenz in Spanien welches aus acht unterschiedlichen Blickwinkeln acht unterschiedlicher beteiligter Personen wie einem Bodyguard des Präsidenten, der Regiecheffin eines Fernsehsenders oder dem Drahtzieher des Anschlags erzählt wird.

    Was mir an dem Film gefallen hat:

    • Obwohl eigentlich sechs mal (einige Blickwinkel zweier Personen werden in einer Szene zusammen gefasst) die selbe Geschichte erzählt wird, nämlich die Minuten kurz vor als auch kurz nach dem Attentat sowie der Anschlag selbst, ist keiner der Blickwinkel langweilig: Jedes mal wird ein bisschen mehr der Geschichte erzählt und jeder Charakter hat soviel Charme, dass man jedes mal gefesselt ist, auch wenn man schon ahnen kann, was da gleich kommen wird.
    • Die zwischenzeitliche Verfolgungsjagd durch Salamanca ist richtig gut. Jede Zehntel Sekunde denkt man, dass es jetzt gleich kracht. Und das Gute: Das tut’s auch.

    Was mir an dem Film weniger gefallen hat:

    • Da ballern sich die Terroristen durch halb Salamanca und legen die Stadt in Schutt und Asche und durch was werden sie aufgehalten? *spoiler* Durch ein kleines unschuldiges Mädchen, das auf der Straße steht und dem die Terroristen ausweichen *spoiler*. Auf der einen Seite so skrupellos sein und auf der anderen dann sowas.
    • Typisch amerikanisch: *spoiler* Natürlich erledigt der Bodyguard des Präsidenten, der ihm schon mal das Leben gerettet hat, die Terroristen im Alleingang und deckt darüber hinaus einen Maulwurf beim Secret Service auf *spoiler*. Sorry, aber für einen Film dieses Formats ist das einfach zu primitiv.
    • Beim Opel gehen die Airbags ned auf *gg*.

    Zusammenfassend kann man sagen, dass der Film duraus sehenswert ist, auch wenn das nicht ganz neue Konzept der unterschiedlichen Blickwinkel nicht voll ausgeschöpft wurde und das Ende etwas zu amerikanisch (und vor allem mit Happy End) ausgefallen ist. Nichts desto trotz wird man 90 Minuten gut unterhalten und mein nicht ganz makelloser Kommentar hängt vielleicht auch damit zusammen, dass ich vielleicht etwas zu hohe Erwartungen an den Film hatte.

  • Generationswechsel.

    Vor ein paar Wochen hock‘ ich beim Dom und seh‘ mir auf meinem Notebook die neueste Folge House in HD an. Auf einmal friert der Bildschirm ein und es bilden sich weiße, horizontale, äquidistante Streifen auf dem Display, während das Bild zwischen den Streifen immer heller wird.

    Nachdem ich festgestellt habe, dass dieses Problem immer dann auftritt, wenn mein Notebook längere Zeit unter Last läuft und diese „längere Zeit“ immer kürzer wurde stand für mich fest, dass es sich wohl um einen Hardwaredefekt handeln müsse, denn auch das Reinigen der Lüftung brachte keine Besserung. Dummerweise hatte mein Notebook nach 3½ Jahren keine Garantie mehr und da es sich wohl um einen Defekt des Grafikchips auf’m Mainboard oder des Mainboards selbst handelte, kam für mich eine Reparatur eher nicht in Frage. All zu böse war ich darüber jetzt nicht, denn in der Zeit hab ich mein Notebook wirklich exzessiv genutzt und hatte es auch oft dabei, wenn ich mal nicht zu hause war.

    Also musste das geschehen, was ich eigentlich erst nach’m Studium vorhatte (dann bezahlt von meinem ersten eigenen verdienten Geld): Ein neuer PC musste her. Und wenn schon, dann einer, mit dem ich auch die neusten Spiele spielen kann. Schließlich steht das große Lernen für meine Diplomprüfungen an. Da braucht man am Abend was zum abschalten, wenn sein soziales Umfeld mal keine Zeit für einen hat.

    Mittlerweile sind die Einzelteile bei mir eingetrudelt und auch schon zusammengebaut. Nachdem auf Anhieb hardwareseitig alles lief, war ich erstmal geschlagene zwei Tage mit Software installieren und vor allem konfigurieren beschäftigt. Mittlerweile hab ich das aber hinter mich gebracht un muss sagen, dass ich mir da ein grandioses Teil angeschafft habe: ‚Ne GeForce 8800 GTS von Nvidia, ’n Core 2 Quad Q6600 von Intel und 4GB DDR-2 Arbeisspeicher bieten ja auch genug Performance, um so ziemlich alles Aktuelle in höchster Monitorauflösung mit höchsten Details zu spielen (ja, auch Crysis fällt da bei mir nicht unter 18 FPS).

    Dabei stellt man fest, dass Schatten in Spielen zwar herrlich sinnlos sind, aber genauso herrlich aussehen. Zwar spiele ich die meiste Zeit meine beiden aktuellen Lieblingsspiele Command & Conquer: Tiberium Wars und Titan Quest: Immortal Throne, aber mit der neuen Kiste hab ich jetzt endlich die Möglichkeit, auch die grafische Crème de la Crème zu zocken. Dabei muss ich nur aufpassen, dass ich meine momentan zahlreich vorhandenen Verpflichtungen für d’Uni ned vernachlässige.

    Hab hier noch schnell zwei Bilder von meiner neuen Kiste:


    So sieht’s jetzt bei mir auf’m Schreibtisch aus: Monitor, Tastatur, Maus und Headset.


    Mein Tower von schräg vorne. Naja, wie so ein Tower eben aussieht. Auf die inneren Werte kommt’s an.

  • Vielleicht fressen Koyoten keine Mexikaner.

    No Country for old Men.Da da Hagi nach langer Zeit wieder mal hier in Passau war, war’s mir eigentlich relativ egal, welchen Film wir uns ansahen, als da Johannes am Dienstag vorschlug, wir könnten doch ins Kino schau’n. Denn normalerweise wäre „No Country for old Men“ nix für mich gewesen. Zumindest glaubte ich das. Da aber da Johannes seit langer Zeit wieder mal in Passau war und der Film nur 4,50€ kostete, brauchte es nicht viel Überredungskunst, mich in den Film zu bringen. Immerhin hat der Streifen vier Oscars abgeräumt, unter anderem den für den besten Film.

    Und ich hab’s nicht bereut mitzukommen. OK, der Soundtrack des Films ist jetzt nicht gerade der beste aller Zeiten (kurz gesagt, es gibt wohl auch gar keinen) und all zu laut durfte man auch nicht mit seiner Chipstüte rascheln, denn das bekam bei der Stille, die meistens im Film vorherrschte, jeder im Kino mit. Dafür schaffte es der Film ohne jeglichen Schnickschnack wie CGI-Effekte, bombastischen Explosionen oder eben epischer Musikuntermalung eine hervorragende Atmosphäre aufzubauen. Obwohl nicht viel Aktion im Film vorkommt sind zumindest die ersten beiden Drittel extrem spannend und Javier Bardem als Serienkiller Anton Chigurh hat seinen Oskar für die besten männliche Nebenrolle mehr als verdient, schon allein wegen seiner 70er Fönfrisur. Allerdings flacht der Film zum Schluss etwas ab: Nach Llewelyn’s Tod, über dessen Flucht mit gestohlenem Drogengeld der Film erzählt, der etwas zu unspektakulär ausfällt, fällt die Spannungsstütze Nummer Eins im Film weg und die letzte halbe Stunde plätschert der Film dann leider etwas dahin.

    Nichts desto trotz eine klare Empfehlung auch an diejenigen (wie mich), die eher das actiongeladene Jerry Bruckheimer Kino bevorzugen. Die Atmosphäre des Films ist überragend und (ohne Ausnahme) jede Figur im Film kommt so real rüber, dass man’s mit der Angst bekommt.

  • Der arme Pablo ohne Arme, Beine und innere Organe braucht Ihre Hilfe.

    Ich denke mal, in jeden Blog muss sich der Autor mal aufregen über einen besonders dummen Kettenbrief, den er auf irgendeine Art und Weise erhalten hat. Da ich in der Regel, wenn überhaupt, nur Kettenbriefe in der Form des Titels dieses Blogeintrags oder „schicke diese Nachricht an zehn deiner ICQ-Freunde und deine Blume wird zum Stern“ (was ganz bestimmt nicht funktioniert da ich Pidgin verwende) bekomme, ergab sich bisher noch nicht die Möglichkeit, einen derartigen Blogeintrag zu verfassen.

    Am Sonntag Abend wurden aber meine Gebete erhört und ich wurde Empfänger der nun folgenden Zeilen:

    bitte lesen
    wichtig
    Gesucht:
    AB-Rhesus negativ!!!

    wenn ihr nicht helfen könnt, Bitte weitersenden!!

    Wer hat diese Blutgruppe?

    Wegen Leukämieerkrankung dringend gesucht.
    Selber wäre man auch froh wenn’s weitergeleitet werden würde….

    DRINGEND!!!!!!!

    Knochenmarkspender Blutgruppe AB Rhfkt. negativ gesucht!

    Heiko S█████
    Eichendorffstr. █
    63███ ████████
    Tel. 0170/███████

    Ich wende mich an Euch, weil ich ziemlich verzweifelt bin. Ich hoffe, Ihr könnt mir und meiner Freundin helfen, und lest diesen Brief! Das Problem ist, dass meine Freundin an Leukämie erkrankt ist… Es hat sich herausgestellt, dass Sie nur noch wenige Wochen zu leben hat.

    Aus diesem Grund seid Ihr meine letzte Chance ihr zu helfen. Wir benötigen dringend eine/n Spender/in mit der Blutgruppe „AB Rhesus negativ“, der/die bereit wären, ggf. Knochenmark zu spenden. Dies ist für Euch nur ein kleiner Eingriff, kann aber meiner Freundin zu Leben verhelfen.

    Wenn jemand diese Blutgruppe hat, möchte er/sie sich doch bitte mit mir in Verbindung setzen.

    Alles weitere besprechen wir.

    Sendet bitte diesen Brief an alle, die Ihr kennt!!!

    Fragt in eurem Bekanntenkreis nach!!!!!

    Ich danke Euch für Eure Hilfe!!!

    Liebe Empfängerin, lieber Empfänger,

    auch wenn Sie wie ich nicht helfen können, seien Sie bitte so nett und verteilen diese Mail weiter, vielen Dank im Voraus!

    Angela G█████
    DV-Organisation Klinikum der ███████████ ██████████
    Tel.: 0941/███-████
    Fax: 0941/███-████

    Klinikum der ███████████ ██████████ Stefan M█████

    Tel.:0941/███-████
    Fax.: 0941/███-████
    █████-█████-█████-█████ ██
    93███ ██████████

    Ich habe ein wenig die Formatierung verändert und an den geschwärzten Stellen standen im Original tatsächlich reale Postanschriften, Handy- und Telefonnummern. Da ich mal davon ausgehe, dass der Kettenbrief in erster Linie dazu diente, die in ihm genannten Personen zu zu spammen, habe ich diese Daten unleserlich gemacht.

    Zuspammen deswegen, da es dem Autor ganz bestimmt nicht um einen Knochenmarkspender für wen auch immer geht. Denn neben der absolut kathastrophalen Aufmachung, völlig fehlenden Gliederung des Textes und Wechsel zwischen Du und Sie als Anrede des Lesers ist es jedem Laien möglich, innerhalb von nicht mal zwei Minuten mit Hilfe von Wikipedia zu klären, dass es sich beim Inhalt des Kettenbriefes schlicht und einfach um Humbug handelt: Im Artikel zur Stammzelltransplantation, zu der der Autor aufruft, steht klipp und klar, dass diese nicht von der Blutgruppe des Spenders sondern vielmehr von den Human Leukocyte Antigen Typen abhängt.

  • Voll Web 2.02, eyy!

    Nachdem ich vom Dom „getagged“ wurde, meine eigene Band zu gründen und auch gleich mein erstes Album raus zu bringen, habe ich diesen Vorschlag sofort in die Tat umgesetzt. Aus diesem Anlass will ich an dieser Stelle gleich mal der Weltöffentlichkeit meinen Bandnamen, den Namen meines ersten Albums und deren Tracklist kund tun.

    Bandname: Nackte Singularität
    Titel des ersten Albums: Bananenkriege
    Tracklist:

    1. Fjodor Wladimirowitsch Jemeljanenko
    2. Immunreaktiver Score
    3. Anwaltshaftung
    4. Walmdach
    5. Karl Hepp
    6. Barbara-Rohrbrücke
    7. Mottbruchhalde
    8. Proposition
    9. Terna (Dreiervorschlag)
    10. Mount Torbert

    Vom Stil her lässt sich das Album am ehesten ins Genre des Aggro-Tech einordnen mit klaren Tendenzen in den Noise/Terror-Bereich.

    Die Namen der Stücke meines Erstlingswerks sind deswegen so merkwürdig, da ich sie mir zufällig von Wikipedia hab generieren lassen hab, genauso wie der Bandname und den Albumtitel. Das ist nämlich Teil des Spiels, zu dem mich da Dom aufgefordert hat: Man lässt sich durch das „zufällige Artikel“-Feature von Wikipedia zufällige Artikel ausspucken. Der erste Artikel wird der Name der Band, der zweite der Name des ersten Albums und die nächsten zehn Artikel die Tracklist des Albums.

    Auf ein richtiges Album von mir muss die Welt also wohl noch ein wenig warten was wohl auch ganz gut ist, denn dieses Album wär viel zu hart für diesen Planeten.

    Falls folgende drei Leute Lust haben, können sie’s mir ja gleich tun und auch ’ne Band gründen: Da Corny, der Herr Wimmer Cornelius und unser Doktor der Biologie in spé.

  • Bluatzack: Hinterstoder.

    Wie schon in meinem letzten Blogeintrag angekündigt war ich letzte Woche 17.02. bis zum 21.02. beim Snowboarden in Hinterstoder, genau so wie auch schon im Jahr davor.

    Mit etwas modifizierter Gästeliste im Vergleich zum letzten Jahr ging’s in den wohl verdienten Winterurlaub. Auf dem Tagesprogramm standen neben Vollpension (ja, auch sowas muss ausgenutzt und erwähnt werden) natürlich Snowboarden aber auch andere sportliche Aktivitäten wie Schafkopfen und vor allem Kickern, ähh Tischfußball.

    Mit nicht mal 200€ all inclusive war’s darüber hinaus auch wieder ein äußerst preiswerter Urlaub, der aber leider nicht ganz so perfekt wie der letzten Jahr ausfiel. Naja, das liegt wohl hauptsächlich daran, dass die Erwartungen nach’m letzten Jahr wohl etwas zu hoch geschraubt waren.

    Denn bei vier Tagen strahlendem Sonnenschein bei gleichzeitig gutem Schnee, zwei Nachtwanderungen, der schon erwähnten Vollpension, ’ner eigenen Hütte, in der man eigentlich alles tun und lassen konnte, was man wollte, Feuerzangenbowle und und und kann man sich echt ned beschweren und den Winterurlaub als durchaus gelungen bezeichnen.

    Auch diesmal hab ich ein paar visuelle Impressionen mitgebracht:


    Christoph in Action.


    Meine Zimmergenossen.


    Große Nachtwanderung.