Mittwoch, 04.07.2007, 19.53 Uhr. Irgendwo zwischen Witzmannsberg und Tittling, Bayern, Deutschland, Europa, Erde (der dritte Planet von Innen in unserem Sonnensystem). Strömender Regen, Gewitter mit Blitz und Donner. Mittendrin, joggenderweise: Ich.
Recht abenteuerlich war das gestern Abend beim Joggen. Die letzten vier Kilometer öffnet der Himmel seine Schleusen, und zwar so, dass sie nicht weiter aufgehen. Der Donau-Ilz-Radweg (was früher die Bahnstrecke Deggendorf-Kalteneck war) nimmt sumpfige Strukturen an, vor lauter Regen sieht man keine 50 Meter weit. Kein trockener Quadratmillimeter lässt sich mehr an mir finden, als ich zu Hause ankomme, im Gegenteil: Meine Klamotten lassen sich richtig kräftig auswringen. Immerhin hat’s der MP3-Player überlebt.
Aber wer bis zum Herbst die Strecke Tittling-Kalteneck hin und zurück in einem Stück schaffen will, der muss halt trainieren. Insgesamt ist die Strecke 17 Kilometer lang, die erste Hälfte geht’s kontinuierlich 250 Höhenmeter bergab, dafür geht’s dann zurück kontinuierlich 250 Höhenmeter bergauf. Jeden Monat will ich zwei Kilometer mehr schaffen, im Moment steh ich bei vierzehn, hab also fast mein Ziel erreicht. Zwei mal die Woche geht’s raus auf den Donau-Ilz-Radweg zum trainieren.
Optimal ist, dass auf der Hälfte der Strecke ’n Klärwerk steht, bei dem man auch parken kann. Da kann man dann gut ’n paar Wasservorräte im Auto deponieren, die bei so ’ner langen Joggingstrecke absolut von Nöten sind (vorausgesetzt, es regnet nicht so sintflurartig wie gestern, da musste man nur den Mund aufmachen). Deswegen park ich immer da, lauf erstmal je viereinhalb Kilometer hoch nach Tittling und wieder zurück, mach Trinkpause und will’s dann eben schaffen, je vier Kilometer runter nach Kalteneck und wieder zurück zun laufen.
Auf der ganzen Strecke verbrutzelt man dann je nach Geschwindigkeit (will das Ganze in unter zwei Stunden schaffen) um die 2000 kcal, was immerhin dem Minimum entspricht, was eine erwachsenen Frau täglich zu sich nehmen soll.
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