Viel hat man über den neuen Batman Film „The Dark Knight“ gelesen und gehört, hauptsächlich Gutes bis Überwältigendes. Die Tatsache, dass der Film in den Staaten bereits einen Monat früher lief als bei uns und er dort sämtliche Startrekorde brach, verstärkte den ohnehin großen Hype aufgrund des verstorbenen Heath Ledgers noch umso mehr. Natürlich wollte auch ich mir den Film anschauen, denn bereits der erste Teil der Neuauflage des Flattermanns „Batman Begins“ konnte mich überzeugen. Positive Kommentare aus meinem Freundeskreis heizten da die Vorfreude nochmals an. Letzten Dienstag bot dann der Kinodienstag endlich die passende Gelegenheit zum Kinobesuch.
Und ich muss sagen, dass ich trotz der hohen Erwartungen tatsächlich nicht enttäuscht wurde. Besonders gut hat mir der für Comicverfilmungen äußerst ungewöhnlich Tiefgang gefallen. Da ist nur auf den ersten Blick klar, wer gut und wer böse ist. Auf den zweiten sieht man schnell, dass die Guten nur all zu oft korrumpierbar sind und die Bösen doch viel mehr das Chaos sind, was Schwarz-Weiß-Malerei auf beiden Seiten sehr schell zu einem Grauton werden lässt. Aber für so ein Szenario ist Batman mit seinem Gotham City schon immer gut geeignet gewesen.
Meine drei Mitbesucher waren zwar der Meinung, dass der Film etwas zu lang war und dass man den ein oder anderen Dialog ruhig weglassen hätte können Ich finde aber, dass das der Charakterentwicklung richtig gut getan hat. Vor allem die Motive des Jokers, der der Gesellschaft einen Spiel vorhält um ihr zu zeigen, wie schnell ihre Prinzipien mit der Moral in Konflikt kommen, kamen so richtig gut rüber.
À propos Joker: Der wird ja vom auf mysteriöse Weise verstorbenen Heath Ledger gespielt, für den jetzt alle Welt einen Ehrenoskar verlangt. Meiner Meinung nach macht Ledger seinen Job wirklich gut. Ich hätte ihn nicht erkannt, was nicht nur an der grandiosen Maske lag. Auch die Synchro war dieses mal richtig toll, wobei ich natürlich das englische Original jetzt nicht kenne. Ihm aber jetzt noch ’nen Oskar zu verpassen hat für mich mehr mit Hollywoodmanie als mit tatsächlicher schauspielerischer Leistung zu tun, auch wenn diese im Film tatsächlich mehr als nur gelegentlich aufblitzt.
Abschließend kann ich sagen, dass „The Dark Knight“ zusammen mit „No Country for old Men“ bisher einer der besten Filme dieses Jahres ist. Story, Action, Technik und schauspielerische Leistung sind für ’ne Comicverfilmung top, was will man mehr?
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