Schlagwort: Studium

  • Mein persönlicher Jahresrückblick 2007.

    Das ist das Gute an so ’nem Blog: Will man einen persönlichen Jahresrückblick machen, liest man sich einfach durch die Einträge der vergangenen 365 Tage, pickt das wichtigste und interessanteste heraus und bastelt daraus diesen Blogeintrag. Also los geht’s:

    Von vielen Seiten hört man ja, dass das Jahr 2007 für viele eine Art Übergangsjahr war. So zwischen WM 2006 in Deutschland und EM 2008 in Österreich und in der Schweiz. Für mich privat trifft das auch irgendwie zu.

    In Sachen Karriere kann man sagen, dass es jetzt in die heiße Phase meines Studiums geht. Neben zwei Hauptseminaren (Themen: Verteilte Angriffserkennung und Content Delivery Networks) habe ich im Oktober meine Diplomprüfung im Nebenfach Medizinische Informatik abgelegt. So richtig zur Sache geht’s aber erst nächstes Jahr: Bis Mitte Februar bin ich jetzt noch mit meinem Programmierpraktikum beschäftigt. Anschließend wird für die mündlichen Diplomprüfungen gelernt und ab Oktober heißt’s dann an der Diplomarbeit werkeln.

    Wer arbeitet, der darf auch Urlaub machen. Allerdings viel der dieses Jahr etwas spärlich aus: Im März war ich zwar für ’ne Woche in Hinterstoder zum Snowboarden und nach meinem Medizindiplom stand ein Wellnesswochenende auf’m Programm, der große Sommerurlaub musste dieses Jahr allerdings ausfallen. Dafür gab’s zwei Kurztrips zuerst zu meiner Tante nach Thüringen und dann zum Party machen nach Franken.

    Zur weiteren Stressbewältigung mussten zahlreiche Serien, Computerspiele und sonstige multimediale Unterhaltung herhalten. Regelmäßig zeigt die Flimmerkiste nun 24, 4400, Desperate Housewives, Dexter, Dr. House, Heroes, Lost und Nip/Tuck, auch wenn diese Saison die Episoden eher rar gesät sind. Dafür gab’s ein paar Ausflüge in Serien meiner Kindszeit (Captain Future, Es war einmal… das Leben).
    Außerdem hab ich nun mit Command & Conquer 3: Tiberium Wars auch mein eigenes Computerspiel, das ich regelmäßig online spiele.
    Zu guter letzt hab ich mit Offenbarung 23 die Hörspiele wieder entdeckt. Dazu gibt’s zahlreiche „Die drei ???“-Nachfolger Episoden (Die Dr3i).

    Aber natürlich bin ich nicht nur vor der Flimmerkiste versauert: Nachdem ich mir im Herbst 2006 einen eineinhalbfachen Außenbandriss im linken Fuß zugezogen habe, habe ich diesen Sommer mit’m Joggen angefangen und dabei über’s Jahr gesehen doch noch über 90.000 kcal verbrannt.

    Nachdem ich mich im letzten Jahr mit allerlei technischen Utensilien eingedeckt habe gab’s dieses Jahr nur ein einziges richtiges Männerspielzeug: Einen HDTV-DVB-S-Receiver.

    Abschließend bleibt noch zu erwähnen, dass ich wohl noch nie so viel Mozzarella gegessen habe, wie dieses Jahr. Warum ich das erwähne? Nun, denn das war’s eigentlich schon mit meinem persönlichen Jahresrückblick. Zum Schluss gibt’s noch ein paar Ereignisse, die mehr Menschen als mich und meinen Freundeskreis erreicht haben.

    • Bayern hat einen neuen König, ähh Ministerpräsidenten. Edmund Stoiber, gestürzt von der Führter Landrätin musste gehen, dafür kam der Franke und Protestant Günther Beckstein.
    • Der Klimawandel tritt immer mehr in den öffentlichen Fokus, getragen durch zahlreiche extreme Wetterereignisse wie den Orkan Kyrill im Januar oder den Waldbränden in Griechenland (August) und Kalifornien (Oktober).
    • Licht und Schatten gibt’s dieses Jahr im Sport: Während die Tour de France zur Tour de Doping mutiert werden die deutschen Handballmänner (die später auch zur Mannschaft des Jahres gekürt werden) und die deutschen Fußballfrauen Weltmeister ihrer Disziplinen.
    • Ein kleines weißes Fellkneul entzückt Deutschland und die Welt: Die Knut-o-Manie bricht aus.
    • In Deutschland entbrennt die Debatte über den gläsernen Bürger, angestoßen durch die Einführung des Bundestrojaners.
    • Die gewaltsam niedergeschlagenen Proteste in Birma zeigen leider wiedermal, dass auch heute noch ein Diktator oder ein Regime tun und lassen kann, was es will, ohne wirkliche Sanktionen befürchten zu müssen.
    • Nachdem 2006 der Streik bei der Telekom die Öffentlichkeit in Atem hielt, sind dieses Jahr die Lokführer dran. Fortsetzung folgt.
  • Mission Semester 9 (almost) began.

    Eigentlich war ja der gestrige Montag tatsächlich der erste Tag der Vorlesungszeit im Wintersemester 2007/08. Da mein Stundenplan in diesem Semester jedoch nicht all zu dich besetzt ist, fiel mein erster Arbeitstag gleich mal aus.

    Stattdessen hab ich nochmal richtig ausgeschlafen, zockte am Nachmittag noch ’n bisschen Titan Quest, Tiberium Wars und Half Life 2: Episode 1 (bevor’s dann bald weiter geht mir Episode 2) und bin auf d’Nacht zum Fußball spielen gegangen. Und da’s am Dienstag erst um 10 Uhr los geht, konnte ich auch noch mal etwas länger aufbleiben.

    Überhaupt fällt dieses Semester rein vorlesungstechnisch äußerst mau aus: Gerade mal zwei zu besuchende Vorlesungen bescheren mir gleich zwei zusätzliche freie Tage (Donnerstag und Freitag). Ich ernte sozusagen die Lorbeeren für die Mehrarbeit vergangener Semester. Komme ja jetzt schließlich auch schon ins neunte Semester.

    Da bleibt dann mehr Zeit um mich auf mein Programmierpraktikum zu stürzen, das ich dieses Semester absolviere. Es trägt den Titel „Subpixelgenaue Geometrierekonstruktion auf der Basis lokaler Raummodelle“. Das wird den meisten jetzt wohl ned all zu viel sagen aber ich schätz mal, dass ich den ein oder anderen Blogeintrag diesem Praktikum widmen werde. Da wird’s dann auch mehr Infos dazu geben.

  • *sektkorken knall*

    Am vergangenen Freitag hatte ich meine zweite und letzte Diplomprüfung im Nebenfach „Medizinische Informatik“. Damit ist dieses Nebenfach für mich abgeschlossen. Insgesamt liefen die beiden Prüfungen durchaus erfolgreich.

    Am 17. September stand die erste Prüfung an. Von Herrn Dr. Emmert wurde ich in „Neurologie“, von Herrn Dr. Vielsmeier in „Chirurgie“ geprüft. Von jedem der beiden wurde ich ¼ Stunde lang mündlich befragt, was summa summarum 30 Minuten macht. Der Prüfung lief echt perfekt und ich hatte auf alle Fragen ’ne Antwort. Ergebnis: 1,0.

    Letzten Freitag dann, also am 05. Oktober, stand der zweite Check an. Von Herrn Dr. Kett wurde ich in „Biophysik der Strahlenwirkung“ und von Herrn Dr. Jung in „Materialwirtschaftmanagement“ und „Medizinische Bildverarbeitung in der Radiologie“ geprüft. Auch wieder jeweils ’ne ¼ Stunde. In der Prüfung lief’s ned ganz so gut, weil ich jeweils eine Frage der beiden Prüfer ned beantworten konnte beziehungsweise sie mir die richtige Lösung erst aus der Nase ziehen mussten. Deshalb lautete das Ergebnis: 1,3.

    Ein kleines bisschen geärgert hab ich mich schon, denn die Antwort auf eine der nicht beantworteten Fragen hätte ich gewusst. Allerdings überriss ich nicht, dass mein Prüfer auf genau diese Antwort hinaus wollte und deshalb befand ich mich erstmal sauber auf dem Holzweg und hab lauter Sachen erzählt, die er gar nicht hören wollte. Als ich dann verstand, worauf er von mir erwartet hatte, war’s leider schon zu spät. Wer weiß: Vielleicht hätt’s dann für ’ne 1,0 gereicht und der erste Teil meines Diploms wär mir perfekt gelungen.

    Hätte, wäre, sollen, dadad’n. Was soll’s. Die Note ist auch so super und ich hab ein richtig gutes Fundament für meine Diplomprüfungen im Hauptfach gelegt, die dann am Ende des Sommersemester 2008 bei mir anstehen. So sieht zumindest der Plan aus. Außerdem hab ich jetzt keine Medizinvorlesungen mehr, das heißt also: Nie mehr nach 18 Uhr in die Uni *score*.

  • Hauptseminar Multimedia-Datenbanken: Content Delivery Networks

    Wie bereits vor ein paar Wochen angekündigt stell ich heute die Unterlagen zu meinem zweiten Hauptseminar aus dem vergangenen Sommersemester 2007 online. Betreut wurde das Seminar vom Lehrstuhl von Herrn Prof. Dr. Kosch.

    Ausarbeitung: content_delivery_networks.pdf (314 KB)
    Präsentation: content_delivery_networks.pps (364 KB)

    Das Hauptseminar lief unter dem Titel Multimedia-Datenbanken und in Zuge dessen beschäftigte ich mich mit Content Delivery Networks.

  • Hauptseminar IT-Sicherheit: Verteilte Angriffserkennung

    Im vergangenen Semester (Wintersemester 2006/07) hab ich mein erstes Hauptseminar abgelegt. Das Seminar lief unter dem Thema IT-Sicherheit und hierbei hab ich über verteilte Angriffserkennung referiert. Betreut wurde das Hauptseminar von Herrn Dr. Sick, welcher am Lehrstuhl für Rechnersturkturen von Herrn Prof. Dr. Grass arbeitet.

    Ursprünglich war geplant, dass alle Seminarausarbeitungen in einer großen Datei gebündelt und auf den Seiten der Universität der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Nachdem jedoch knapp ein halbes Jahr nach diesem Seminar die Ausarbeitungen immer noch nicht online gestellt wurden, will ich jetzt meinen Teil des Hauptseminars der Welt zur Verfügung stellen.

    Ausarbeitung: verteilte_angriffserkennung.pdf (291 KB)
    Präsentation: verteilte_angriffserkennung.pps (430 KB)

    Bei den Downloads handelt es sich wie bereits erwähnt um die Dokumente meines letztsemestrigen Hauptseminars. Dieses Semester (Sommersemester 2007) hab ich ja, wie schon gebloggt, mein zweites Hauptseminar hinter mich gebracht. Unter dem Leittitel Multimedia-Datenbanken habe ich mich näher mit Content Delivery Networks beschäftigt. Auch zu diesem Hauptseminar werde ich Ausarbeitung und Präsentation online stellen, jedoch erst nach dem offiziellen Abgabetermin ab 12. September 2007.

  • Mission Semester 8 (almost) accomplished.

    Die Vorlesungen für dieses Semester dauern zwar noch zirka drei Wochen an, die Leistungsnachweise, die irgendwelche Veranstaltungen in irgend einer Form erfordern, hab ich heute aber erfolgreich absolviert.

    Zum einen war das dieses Semester mein zweites Hauptseminar: Ich hatte ’nen Vortrag über „Content Delivery Networks“ zu halten und ’ne Ausarbeitung dazu anzufertigen. Der Vortrag war vor gut zwei Wochen und ging im Großen und Ganzen ganz glimpflich über die Bühne. Die Ausarbeitung hatte ich schon davor fertig, denn mein Thema und die dazu passende Literatur hatte ich bereits seit den letzten Semesterferien.

    Zum anderen war das ein Vortrag in Performance Modeling, den ich heute hinter mich gebracht habe. Dieser wurde zwar nicht benotet, aber vor der Zuhörerschaft will man sich ja schließlich auch nicht blamieren. Besondere Herausforderung hierbei war nicht die Komplexität des Themas sondern die Tatsache, dass der halbstündige Vortrag auf Englisch zu halten war. Und da ich sowas noch nie gemacht habe, war der Vortrag auch nicht ganz ohne für mich.
    Inhaltlich ging es in meinem Vortrag im ersten Kapitel um Petri Netze (high level description) und wie man aus ihnen Markov Ketten (low level description) erzeugt, was ich dann im zweiten Kapitel demonstriert habe. Wen das Thema interessiert, der kann sich hier meine Präsentation herunter laden. Eine Ausarbeitung war nicht verlangt und deshalb werd ich auch keine anfertigen, schon allein, weil es sich bei Performance Modeling nur um eine zweistündige Vorlesung handelt.

    Aber eigentlich geht das Semester jetzt erst so richtig los: Diese Woche hab ich mich für meine Diplomprüfungen im Nebenfach (Medizinische Informatik) angemeldet. Prüfungszeitraum ist 03.09. bis 12.10.2007. In diesem Zeitraum werd ich zwei mündliche Prüfungen à 45 Minuten zu absolvieren haben und das bei insgesamt vier Prüfern (pro Prüfung zwei). Deswegen heißt’s dann bei mir auch ab Ende Juli lernen was das Zeug hält. Es gilt schließlich die überragenden Leistungen aus’m Vordiplom zu bestätigen.

    Nachtrag:
    Einige Texte, Beispiele und Diagramme meiner Präsentation stammen aus folgender Literatur:
    Bolch et. al.: „Queueing Networks and Markov Chains„

  • Studierst du auch das richtige?

    Montag, 8.00 Uhr, Hörsaal 12: Grundlagen der Bild- & Signalverarbeitung bei Herrn Prof. Donner.

    Traditionell werden die Vorlesungen im Hauptstudium von Herrn Donner von eher wenigen Studenten besucht, da Herrn Donner der Ruf anlastet, er sei ein knallharter Mathematiker, der’s mit’m Mathematikkalkül ab und zu etwas zu genau nimmt. Dieser Ruf stammt hauptsächlich von Studenten aus’m Grundstudium, die ihn in Analysis I/II haben. Nun kann ich gut verstehen, dass viele Lehrämtler sich über den Schwierigkeitsgrad seiner Vorlesungen aufregen, denn schließlich sollen Lehrer Schüler unterrichten und keine diplomierten Mathematiker werden. Sogar das Jammern einiger Informatiker über ihn kann ich ab und zu verstehen, die Informatik einfach nur als Advanced Programming verstehen. Und eben diese beiden Gruppen machen das Groß der Hörerschaft bei Herrn Donner im Grundstudium aus. Dies führt dazu, dass viele Studenten die weiterführenden Vorlesungen von Herrn Donner kathegorisch ausschließen ohne sich darüber zu informieren, worum’s darin eigentlich geht, was zu oben erwähnten geringen Besucherzahlen seiner Vorlesungen führt.

    Das hat natürlich auch Vorteile, denn zu fünft in ’ner Vorlesung bei ’nem wirklich sehr kompetenten (und sehr viel praxisorientierteren als viele glauben) Professor zu hocken verleiht dem ganzen einen sehr persönlichen Charakter und das Fragen seitens der Studenten fällt doch wesentlich leichter. Da denkt man voller Schadenfreude an die überfüllten BWLer-Vorlesungen, für die teilweise selbst der große Audimaxhörsaal viel zu klein ist. Daher auch der Topictitel.

    Langer Rede, kurze Geschichte: Hock also heute in der Früh im Hörsaal 12 und warte auf weitere Zuhörer. Allerdings konnte ich lange warten, denn es kam niemand mehr. Im Ernst: ich saß heute mutterseelenalleine vor Herrn Donner in der Vorlesung. Kein einziger Zuhörer außer mir.

    Da kommt man sich wirklich hervorragend betreut vor. Ein Professor pro Student *hämisch zu den BWLern zwinker*, an welcher hochbezahlten Eliteuni gibt’s das schon? Und trotz der tatsache, dass ich der einzige Student war, den Herrn Donner etwas fragen konnte hatte ich jetzt nicht das Bedürfnis, den Hörsaal zu verlassen oder beim nächsten mal nichtmehr zu kommen.