Schlagwort: Internet

  • Kein Webzugriff mehr möglich.

    Status gelb/rot.

    Nachdem mein Internet Explorer 8 Problem immer noch nicht gelöst ist, habe ich mittlerweile ein weiteres Problem, das zwar genau so wie das des Internet Explorer 8 mich jetzt nicht grundlegend am arbeiten hindert, das aber ebenso ärgerlich ist. Wieder handelt es sich um ein Problem, für das ich auch nach stundenlanger Suche in den Weiten der Forenwelt keine funktionierende Lösung gefunden habe, weshalb mein Blog herhalten muss.

    Das Sorgenkind ist diesmal mein schon etwas betagtes aber noch voll (naja, jetzt leider nicht mehr ganz) einsatzfähiges Notebook. Mit ihm kann ich leider nicht mehr auf’s Web zugreifen.

    Da ich mich schon recht lange mit diesem Problem rumschlage, hier mal schön übersichtlich eine Auflistung der Komplikation, die ich habe und die Konfiguration des System, auf dem das Ärgernis auftritt:

    • Egal welchen Browser ich einsetze (Internet Explorer 7, Firefox 3.0.1) und egal welche Seite ich aufrufen möchte, nach einer gewissen Zeit des Wartens wird mir mitgeteilt, dass die aufgerufene Seite nicht erreichbar ist und ein Timeout aufgetreten ist (im Firefox heißt das dann Netzwerk-Zeitüberschreitung). Es gibt keine Ausnahmen: Bei jeder aufgerufenen Seite erscheint dieser Timeout.
    • Dabei spielt es keine Rolle, ob ich die Domain der gewünschten Seite angebe oder direkt deren IP-Adresse.
    • Auch spielt es keine Rolle, ob sich der Zielserver im Internet befindet oder innerhalb meines eigenen Intranets. So lässt sich auch das Webinterface meines Routers nicht aufrufen.
    • Andere Internetdienste als Web funktionieren dagegen tadellos: Egal ob E-Mail (SMTP, POP3, IMAP in Tunderbird), Instant Messaging (ICQ über Pidgin), DNS (entsprechende Befehle auf der Windowskonsole) oder P2P (über BitTorrent), jeder dieser Dienste verrichtet in gewünschter Weise seine Arbeit. Also scheint diese Angelegenheit auf Verkehr auf Port 80 beschränkt zu sein. HTTPS-Verbindungen über Port 443 laufen korrekt, ebenso HTTP-Verbindungen zu alternativen Ports wie 8080.
    • Darüber hinaus tritt dieses Problem nur unter Windows XP Professional (mit installiertem Service Pack 3) auf. Ein auf dem selben Notebook installiertes Ubuntu Intrepid Ibex macht keinerlei Zicken.
    • Auch an der Netzwerkhardware kann’s nicht liegen: Ich komme weder über meinen eigenen Router ins Web noch über den meines Nachbarn (der eine ist ein AVM-Modell, der andere eines von Siemens, ich habe 1&1 als Provider, er T-Online). Auch der Einsatz von drei unterschiedlichen Netzwerkadaptern am Notebook (sowohl LAN als auch WLAN) löst das Problem nicht. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich meine IP-Adresse manuell eingebe oder via DHCP beziehe (was ebenfalls anstandslos erledigt wird).
    • Andere im Netzwerk befindliche Rechner zeigen nicht dieses Verhalten, haben also kein Problem, auf sämtliche Dienste des Internets zuzugreifen.
    • Es spielt auch keine Rolle, von welchem Benutzeraccount unter Windows XP ich versuche, auf’s Web zuzugreifen: Weder von einem Administrator- noch ein einem eingeschränkten Account aus klappt eine Verbindung.
    • Es ist kein Webproxy konfiguriert.
    • Auf dem Notebook läuft OpenVPN, das auch einen Netzwerkadapter eingerichtet hat. Egal ob ich diesen aktiviere oder deaktiviere, das Problem bleibt. Auch eine Deinstallation von OpenVPN oder die alternative Nutzung des Cisco VPN-Clients schafft keine Abhilfe.

    Ich habe bereits zahlreiche Lösungen neben den in obiger Auflistung bereits implizierten (Wechsel des Bowsers/Routers/Netzwerkadapters/Protokolls/Internetproviders/Benutzerkontos etc.) ausprobiert, keine hat geholfen. Dazu zählt beispielsweise auch die Anpassung der MTU-Größe, was natürlich vollkommener Quatsch ist, denn IP scheint ja einwandfrei zu funktionieren, wie DNS/POP3/IMAP/SMTP/ICQ/P2P/DHCP beweisen. Also scheint’s auch kein Problem mit TCP eine Ebene höher zu sein. Ein Firewall funkt auch nicht dazwischen: Die Windows XP Firewall ist deaktiviert, eine Firewall eines Drittherstellers ist nicht installiert. Ein Virenscan mit zwei Scannern (Avira und Norton) brachte nichts Verwertbares.

    Es deutet alles darauf hin, dass irgendeine Anwendung auf meinem Notebook den HTTP-Port 80 blockiert, die Frage ist nur welche? Ein HijackThis-Log meines Notebooks ist hier zu finden. Eine Auswertung auf der Homepage von HijackThis brachte wiederum keine Lösung. Ein Scan mit der Software CurrPorts lieferte keine einzige Anwendung, die den Port 80 benutzt oder blockiert (außer natürlich, ich versuche aktiv eine Verbindung aufzubauen, was ja bekanntlich immer scheitert). Ein Zurücksetzen der Windows Port-Einstellungen mit dem Tool WinSock XP Fix war ebenfalls erfolglos.

    Da Tom hatte vor einigen Monaten haargenau das selbe Problem. Die Radikallösung, die bei ihm diese Angelegenheit löste, nämlich das Betriebssystem neu zu installieren, ist mir ein wenig zu radikal und höchstwahrscheinlich auch unnötig. Da muss es doch was Einfacheres geben. Vorschläge bitte in den Kommentarbereich.

    Nachtrag:
    Der erste unten stehende Kommentar hat zur Lösung des Problems geführt. Vielen Dank an ’n Christoph.

    Status gelb/rot.

  • www.was-verrät-das-internet-über-mich.info

    Mag es Zufall sein oder nicht, aber in letzter Zeit stolper ich recht häufig über Artikel die sich mit der Problematik beschäftigen, dass man im Internet mehr (persönliche) Spuren hinterlässt, als einem lieb ist. Nun ist das wohl nicht katastrophal schlimm, denn wen interessieren solche Sachen außer Leute, die mich wohl ohnehin recht gut kennen.
    In diesem Zusammenhang werden in oben erwähnten Artikeln immer häufiger potentielle zukünftige Arbeitgeber erwähnt, die noch vor dem ersten Vorstellungsgespräch spezielle Abteilungen oder sogar Unternehmen damit beauftragen, das Internet nach möglichst aussagekräftigen Spuren über den potentiellen zukünftigen Mitarbeiter zu sammeln. Schließlich stehen in der Bewerbung ja nur die „offiziellen“ Sachen drin.
    Auch werden in diesem Zusammenhang immer wieder die „Social Network Sites“ erwähnt, allen voran das studiVZ, der Nr.1 Communityseite für deutsche Studenten im Netz. Die hatten in der jüngeren Vergangenheit massive Sicherheitsprobleme die es Datensuchern praktisch kinderleicht machten, auch ohne entsprechende Rechte an persönliche Daten eines Kandidaten zu kommen. Aber selbst ohne solche Sicherheitslücken stellt es keinerlei Problem da, von Seiten wie studiVZ allerlei Informationen zu ziehen. Hierbei verweise ich gerne auf folgenden Artikel.
    Das Ganze führt sogar schon soweit, dass es Unternehmen gibt die sich damit beschäftigen, Spuren ihrer Kunden im Internet zu eliminieren, wie kürzlich auf heise online zu lesen war.

    Da macht man sich sich selbst auch so seine Gedanken: Ich selbst bin auch beim StudiVZ angemeldet und besuche die Seite recht häufig. Darüber hinaus führe ich diesen Blog, der oft alles andere als sachlich ist und sehr oft meine persönliche Meinung wiederspiegelt. Von diversen Mitgliedschaften in den unterschiedlichsten Foren gar nicht zu reden. Und wer weiß, was sich von mir so alles im Internet finden lässt, was ich selbst jetzt auf die Schnelle mit den unterschiedlichsten Suchmaschinen nicht herausfinden würde.

    Anhand der Gruppen, bei denen ich im studiVZ angemeldet bin, findet man recht schnell heraus, welchen Musikgeschmack ich habe und nimmt man den zu ernst, könnte man mich durchaus für einen suizidgefährdeten schwarzen Gothic halten. Die Leute, die in meiner Freundesliste stehen, lassen sich bestimmt hervorragend dazu verwenden herauszufinden, wie mein soziales Umfeld aussieht, welche Hobbies mein soziales Umfeld hat und wie’s mit mir dann wohl aussehen wird.

    Liest man meinen Blog, könnte man aufgrund meines Türkei-EU-Beitrittsartikel mutmaßen, ich sei ein nationalistischer, anderen Kulturen gegenüber intolleranter Unverbesserlicher. Meine Artikel über PC-Spiele und Filme lassen mutmaßen, ich liebe Blut (Dexter), fahre liebend gerne zu schnell Auto (The Fast and the Furious – Tokyo Drift und Need for Speed – Carbon) und bin ein unverbesserlicher Verallgemeinerer, der möglichst radikal seine Argumente präsentieren muss.

    Die paar wenigen Internetauftritte, die ich für andere geschaffen habe, entsprechen zugegeben nicht gerade der höchsten Programmierkunst nach neuesten objektorientierten Standards und durchdachten Sicherheitskonzepten. Was, wenn jemand nun meint zu erkennen, ich sei schlampig, würde alles „quick & dirty“ erledigen?

    Dass dem alles nicht so ist und man nicht alles für bare Münze nehmen sollte was hier steht oder was andere über mich schreiben, werd ich dann in der Praxis vielleicht garnicht korrigieren können, denn zu einem persönlichen Gespräch von Angesicht zu Angesicht kommt’s dann vielleicht gar nicht mehr.

    Natürlich ist das in irgendeiner Art und Weise ein moralischer Konflikt, denn einerseits sollte jeder in seiner Freizeit das tun und lassen, was er will, solange er damit keinem schadet. Auch sowas wie freie Meinungsäußerung ist ja was ganz Nettes. Und schließlich schlägt jeder mal ein wenig über die Strenge. Andererseits kann ich auch gut verstehen, dass wenn das Internet ein so großes Sammelsurium an persönlichen Informationen bietet (die meistens auch in keinster Weise geschützt sind), dass diese auch in irgendeiner positiven oder negativen Art und Weise genutzt werden.
    Wer hat nun Schuld bei dem Ganzen? Etwa diejenigen, die das Internet im Auftrag anderer nach allen möglichen verwertbaren Informationen durchsuchen? Wohl kaum, die machen nur ihren Job. Oder die Arbeitgeber, die sich informieren, was ihre zukünftigen Arbeitnehmer so treiben? Auch eher nicht, wer kann’s denen verübeln, wenn sie sich ein hohes Maß an Sicherheit gewährleisten wollen. Oder etwa die Leute, von denen man die Informationen im Internet findet? Tja, dann dürfte man aber irgendwie nie was sagen und müsste sich absolut passiv im Netz verhalten, was wohl auch nicht Sinn und Zweck der Sache ist, vor allem nicht in Zeiten, wo alle Welt vom Web 2.0 redet.
    Es wird doch wohl nicht etwa so sein, dass sich in diesem Fall keinen Schuldiger finden lässt, auf dem man mit dem Finger zeigen kann???

    Auf jeden Fall hat mich oben beschriebene Problematik recht nachdenklich gemacht und ich werd‘ mir in Zukunft wohl konkrete Gedanken machen müssen, wie ich mich im Internet verhalte, ganz abgesehen von den Standardregeln der Höflichkeit.