Was einen Anfang hat, hat auch ein Ende: Nip/Tuck.

Sodala, gestern lief (wohl) die letzte Episode von Nip/Tuck. Nach vier Staffeln ist nun Schluss, auch wenn Ryan Murphy, der Schaffer und Produzent von Nip/Tuck sich noch nicht so ganz festlegen möchte.

Aus diesem Anlass möchte ich ein wenig Revue passieren lassen, denn schließlich war/ist Nip/Tuck eine meiner absoluten Lielingsserien:

Auf Staffel eins bin ich wohl wie die meisten hier in Deutschland über ProSieben gestoßen. Am Anfang konnte ich allerdings nicht all zu viel mit der Serien anfangen: Zu viel Sex, zu viele Skandale und ’n reichlich schlechter Sendeplatz um 22.15h für ’nen (damals noch) Schüler. Aber irgendwie konnte ich doch nicht von der Serie lassen und spätestens ab Mitte der Staffel war Mittwochabend Nip/Tuck-Abend.

Da ich damals noch nicht wusste, dass das Internet ’ne reichhaltige Quelle für amerikanische Serien ist wartete ich praktisch ’n komplettes Jahr, bis auf ProSieben die zweite Staffel anlief, welche jedoch nach der vierten Episode aus den verschiedensten Gründen abgesetzt wurde. Andere deutschsprachige Sender wie z.B. die Österreicher und die Schweizer haben’s da wesentlich besser gemacht. Aber zum Glück gibt’s ja Premiere.

Und zum Glück gibt’s Serien-DVDs, denn zu dem Zeitpunkt, als die zweite Staffel auf ProSieben abgesetzt wurde dauerte es nichtmehr lange, bis diese Staffel auf DVD in Deutschland erschien. Und in den USA war zu diesem Zeitpunkt schon Staffel 3 gelaufen und da mir jetzt bekannt war, wie ich an die Episoden komme, habe ich mir gleich mal die komplette dritte Staffel besorgt. Dass das Ganze auf Englisch war, war kein wirkliches Problem, denn damals hab ich auch begonnen, mir Lost auf Englisch anzusehen. Also hab ich mir innerhalb von vier Tagen die komplette dritte Staffel rein gezogen, obwohl ich ja eigentlich am Lernen für mein Mathevordiplom war, was sich jedoch (glücklicherweise) nicht negativ auswirkte.

Staffel vier bildete dann wieder eine Ausnahme, denn nun war ich von Anfang an am Ball. Heißt also: Jede Woche eine Episode, was auch ganz schön ungewohnt war, wenn man’s gewohnt ist, Nip/Tuck staffel- und nicht episodenweise zu sehen. Da bekommen Cliffhanger natürlich ’ne ganz andere Bedeutung, auch wenn die in Staffel vier eher selten gesäht waren.

Beste Staffel war meiner Meinung nach die erste. Zwar gibt’s in dieser Staffel mit Ausnahme von Escobar Gallardo keinen richtig roten Faden (in Staffel zwei war das ja Ava, in Staffel drei der Schlitzer/Carver und in der letzten Staffel Connor und die Geschichte rund um James, Burt und Michelle), allerdings hatte die Serie da noch am meisten Stil, schockte mit ihren OPs und ausschweifenden Sexszenen und war halt eben noch neu.

Mein Lieblingscharakter ist Escobar Gallardo, der sich praktisch durch die ganze Serie zieht, auch wenn er selbst nur in der ersten und letzten Staffel leiblich auftritt. ‚Nen Fiesling mit mehr Moral gibt’s höchstens noch bei Dexter. Aber auch die Geschichten rund um Matt und seine Veränderungen fand ich äußerst kurzweilig.

Eine beste Folge zu finden ist schwer denn man kann ohne Übertreibung sagen, dass die meisten Folgen ein ziemlich hohes Niveau haben. Leider fällt die Serie in der letzten Staffel ein wenig ab. Besonders erwähnenswert sind eigentlich immer die Seasonfinals, die immer ziemlich viele Überraschungen hatten. Auch die Folgen, die immer ’n bisschen aus dem eigentlichen Handlungsstrang heraus fielen (z.B. die Folge in der man sieht, wie alles gelaufen wäre, wenn Julia sich für Christian und nicht für Sean entschieden hätte oder die Episode, in der das Flugzeug abstürzt in dem Julias Mum (vermeindlich?) stirbt. Leider fällt auch hier die Episode, in der man Connors Zukunft sieht ’n bisschen negativ aus’m Rahmen) waren äußerst unterhaltungsreich.

Die Geschichten rund um Kit und Michelle haben mir weniger gefallen, dafür mehr alles rund um Matt, Kimber, Ava und natürlich der Schlitzer höchstpersönlich. Bei der Frage ob Sean oder Christian muss ich mich ganz eindeutig für letzteren entscheiden. Zwar ist Sean keinesfalls der perfekte Familienmensch, der er immer sein will, aber Christian hat halt Stil, ist der Chicksterminator und seine Spüche sind halt einfach der Hammer (zumindest im Englischen).

Abschließend kann ich sagen, dass Nip/Tuck ’ne richtig gute Dramaserie ist mit höchstinteressanten und tiefgehenden Charakteren. Sehr abswechslungsreich ist sie auch, mit vielen Krimielementen und ’nem prägenden Stil. Wie immer sieht man so ’ne Sache mit ’nem lachenden und ’nem weinenden Auge: Schön, dass die Serie bis auf den Schluss nie ’nen richtigen Durchhänger hatte und jetzt wohl auch nimma haben wird; schade, dass es keine weiteren genialen Nip/Tuck-Episoden mehr geben wird.

Ab Januar läuft auf FX ja Dirt, die inoffizielle Nachfolgeserie zu Nip/Tuck. Werd mir auf jeden Fall mal die ersten Episoden zu Gemüte ziehenm, vielleicht isse ja was.

Kommentare

Ein Kommentar zu „Was einen Anfang hat, hat auch ein Ende: Nip/Tuck.“

  1. Avatar von flo
    flo

    hey..!
    also erstmal : nip/tuck ist auch meine absolute lieblingsserie 😉
    der anfang des blogs trifft auch voll und ganz auf mich zu, mit dem ab und zu auf pro sieben schauen und dann irgendwann staffelweise durchs internet etz. 😉
    naja ganz aktuell ist es ja nichtmehr, denn mittlerweile gibt es ja schon die 13te folge der fünften staffel, die derzeit auf FX ausgesendet wird.

    Dazu noch etwas zur lieblingsfolge: die ist meiner meinung nach staffel 1 x 7 , durch das zitat „du weißt doch wie es heißt, auf jede wunderschöne frau…“ , die tolle musik danach und bei „the scene“ und die story um den personal trainer sowie christians sexualleben =)

    cheers, flo

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