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  • Weniger ist oft mehr.

    Im Zuge meiner Diplomarbeit, an der ich gerade arbeite, muss ich in C++ programmieren. Das ist für mich nicht neu, da ich bereits zahlreiche Projekte mit dieser Programmiersprache abgewickelt habe. Neu ist jedoch diesmal, dass ich als Entwicklungsumgebung nicht wie bisher Eclipse mit dem CDT-PlugIn und als Compiler GCC verwende sondern das Visual Studio von Microsoft. Bis jetzt musste ich nämlich immer auf Bibliotheken zurück greifen, die mir nur vorcompiliert und nicht im Quelltext zur Verfügung standen. Somit war ich an Linux als Entwicklungsbetriebssystem gebunden. Dieses mal jedoch habe ich völlige Freiheit bei der Wahl des Betriebssystems und der Entwicklungsumgebung. Da ich unter Windows nun mal lieber arbeite als unter Linux (reine Gewohnheit) und es bestimmt nützlich ist, sich auch mal mit dem Visual Studio vertraut zu machen (schließlich findet es in der Industrie sehr oft Anwendung), fiel wie bereits erwähnt meine Wahl für meine aktuelle Aufgabe auf den kombinierten Editor, Compiler und Debugger von Microsoft.

    Als Student der Informatik an der Universität Passau genieße ich das Privileg am Microsoft-MSDNAA-Programm teilzunehmen. Dieses ermöglicht es mir, zahlreiche Produkte von Microsoft wie deren gängige Betriebssysteme oder den SQL-Server kostenlos und vor allem legal zu nutzen. Ebenfalls im Programm enthalten ist die Professional Edition des aktuellen Visual Studio 2008, welche normalerweise mindestens um die 650€ kostet. Optimal für mich natürlich, wenn ich es kostenlos nutzen kann. Also schnell das ISO runtergeladen, gemountet und installiert.

    Die Installation selbst bietet einem praktisch keine Möglichkeit, die Konfiguration was den nun alles auf seinem System landen soll, zu ändern. Lediglich Installationspfad und unterstützte Programmiersprachen (C/C++, C#, ASP.NET etc.) lassen sich ändern bzw. zu- oder abwählen. Selbiges gilt für eine Express Edition des Microsoft SQL-Servers. Dementsprechend groß war die Überraschung, als ich einen Blick in die auf meinem System eingerichteten Programme warf, als die Installation abgeschlossen war. Denn neben dem eigentlichen Visual Studio wurden noch mindestens weitere 15 Anwendungen installiert. Dazu gehören sinnvolle und explizit notwendige Komponenten wie das .NET-Framework, jedoch auch eher exotische Anwendungen wie ein SDK für Windows CE oder Crystal Reports, um nur wenige Beispiele zu nennen. Diese sind für einen grundsätzlichen Betrieb des Visual Studio nicht von Nöten, werden jedoch trotzdem installiert, ohne dass man dies während der Installation verhindern könnte.

    Nun gebe ich zu, dass es sich bei der Professional Edition um eine wirklich umfangreiche Suite handelt und auch handeln muss. Denn schließlich gibt es zahlreiche Plattformen, für die Programme entwickelt werden müssen und je nach Szenario benötigt man auch Spezialtools, die wesentlich mehr Funktionalität bieten als die des gewöhnlichen Debuggers. Aber müssen all diese Programme, PlugIns und Erweiterungen installiert werden ohne zuvor beim Setup abzufragen, ob ich diese überhaupt benötige? Wäre es nicht sinnvoller eine ähnliche Funktion zu verwenden wie beim Office vom selben Softwareentwickler? Dort kann man nämlich durchaus detailliert angeben, welche Komponenten auf der eigenen Festplatte landen sollen und welche nicht.

    Interessant ist es in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass Microsoft auch eine kostenlose Express Edition seines Visual Studio anbietet. Diese bietet auf der einen Seite alles was man braucht, unter anderem den vollen Umfang des Compilers und Debuggers, auf der anderen Seite fehlt jeglicher Schnickschnack (aus meiner Sicht). Trotzdem lässt sie sich mit den SDKs Dritter erweitern, wie beispielsweise CUDA oder DirectX und mit ihr dürfen auch kommerzielle proprietäre Projekte verwirklicht werden.

    Aus diesem Grund muss ich wirklich sagen, dass für mich die Express Edition um Meilen besser ist als die Professional Edition, da diese nicht so überladen ist und sie dem Programmierer mehr Kontrolle über die installierten Komponenten auf seinem System gibt.

  • No Nerd.

    Unter dem Motto „No Nerd“ kann man in der aktuellen c’t (Ausgabe 14/2009) auf Seite 149 obige Werbung finden. Das Besondere daran: Derjenige, der hier Werbung macht, ist die Universität Passau, genauer gesagt die Fakultät für Informatik und Mathematik, an der ich Student bin.

    Aus diesem Grund war ich positiv überrascht, eine derartige Werbung in einer Computertechnik-Fachzeitschrift zu finden. Allerdings macht diese Sinn: Denn obwohl die Universität Passau zu den neuesten Universitäten überhaupt zählt, deren idyllische Lage am Inn einmalig ist und laut CHE Ranking der ZEIT die Fakultät für Informatik und Mathematik zu den besten der Republik zählt, haben die Informatiker in Passau ein eher ungewöhnliches Problem: Viel zu wenige Studenten.

    Da ist es ganz logisch, Werbung für sich zu machen, denn wie bereits aufgezählt, haben die Informatiker in Passau einiges an Vorzeigbarem. Der Weg, der in der Anzeige in der c’t beschritten wird, zielt darauf ab, dass Informatiker schon lange nicht mehr nur im Keller hockende, Sonnenschein scheuende, ewig jungfräuliche, Pizza verschlingende, fettig fette Sesselpfurzer sind. Das ist an anderen Universitäten zwar bestimmt nicht viel anders als in Passau, aber noch immer ist dieses Klischee zu Unrecht weit verbreitet und in der Gesellschaft verankert. Dass dies nicht der Realität entspricht, kann ich nur bestätigen: Die Zeiten, in denen man einen Informatikstudenten allein durch kurzes Hinschauen erkennen konnte, sind definitiv vorbei.

    Jedoch schafft eine derartige Anzeige auch ein Problem: Zwar werden auf diese Weise potentielle Studenten geworben, denen Informatik bisher einfach zu geekig und nerdig war. Es entsteht so aber auch der Eindruck, Informatik sei für Jedermann etwas. Denn es wird gern außer Acht gelassen, dass ein guter Informatiker eben doch ein fundiertes Verständnis für Mathematik, Logik und theoretische (technische) Grundlagen benötigt. Viele setzen Informatik immer noch mit Programmieren und Windows reparieren gleich, was es nun ganz und gar nicht ist.

    Insgesamt habe ich mich nichtsdestotrotz über diese Werbung gefreut, auch wenn sie nun nicht gerade das brillianteste ist, was eine PR-Abteilung jemals heraus erdacht hat. Der Zweck heiligt jedoch die Mittel: Mit dieser Aktion erreicht man eine große Anzahl potentieller zukünftiger Studenten der Informatik, die in Passau wirklich exzellente Voraussetzungen zum Studieren vorfinden, wie auch die eigens eingerichtete Webpräsenz zeigt.

  • Für Rum und Ähre.

    Natürlich habe ich ja gesagt, als mich da Michi am Freitag Nachmittag angerufen und gefragt hat, ob ich tags darauf in der Mannschaft der Jungen Union Passau an einem Fußballturnier teilnehmen möchte. Zwar hab ich mit der Jungen Union nicht viel (bis überhaupt nichts) zu tun, aber auch ohne Spielermangel seitens des CSU-Nachwuchs hätte da Michi keine all zu großen Managerfähigkeiten auspacken müssen, um mich für deren Kater zu verpflichten.

    Das Turnier fand auf der Sportanlage der Volksschule Untergriesbach statt. Ursprünglich sollten 20 Mannschaften in vier Gruppe à 5 Teams gegeneinander antreten. Die jeweils beiden Besten qualifizierten sich für die K.O.-Runde. Dort war ein vom DFB gesponsortes Kunstrasenfeld mit Banden aufgebaut, auf dem je drei Feldspieler und ein Torwart auf Handballtore kickten. Leider waren die Felder gegebenermaßen recht klein, was es unserem nicht eingespielten Team recht schwer machte, sich auf dem Platz durchzusetzen, da die durchaus vorhandene Laufstärke nicht ausgespielt werden konnte. Zu allem Überfluss hatten wir gerade so die Mindestanzahl von vier Spielern aus Passau mitnehmen können, weshalb wir vor Ort noch auf zwei Auswechselspieler anderer Teams zurück greifen mussten/durften.

    Da war’s dann auch nicht verwunderlich, dass es für uns keinen Blumentopf zu gewinnen gab. Aber als Turnierfavoriten hatten wir uns ohnehin nicht gesehen. Wir kamen hauptsächlich wegen des Spaß, den wir auch mehr als reichlich hatten. So juckte uns die 0:10-Klatsche im ersten Spiel reichlich wenig, denn wir konnten als Ausrede vorweisen, dass das nicht die höchste Tagesniederlage war (0:11) und wir gleich zu Beginn gegen das wohl stärkste Team des Turniers antreten mussten. Da konnte unser Amateurhaufen leider nicht wirklich mithalten. Im zweiten Spiel griffen wir in die taktische Trickkiste und stellen den größten Mann unseres Teams (nämlich mich) ins Tor, was dazu führte, dass wir dieses Spiel lediglich mit 0:1 verloren. Äußerst respektabel, wie wir fanden. Im letzten Spiel, in dem’s dann nicht mal mehr um die goldene Ananas ging, konnten wir dann auch endlich unser Tagesziel erreichen: Ein Tor. Sogar gleich zwei Stück. Trotzdem reichte es nur für ein 2:6, wobei zu diesem Zeitpunkt Fortuna ganz eindeutig Urlaub machte, so viel Pech wie wir hatten. Trotzdem wurden wir rein rechnerisch nicht Letzter in unserer Gruppe, denn ein fünftes angemeldetes Team unserer Tabelle zog es vor, erst gar nicht zu erscheinen.

    Wettertechnisch gab’s am frühen Nachmittag mal einen richtig kräftigen Regenschauer, bei dem trotzdem zahlreiche Teams auf den Streetsoccerplatz gejagt wurden. Glücklicherweise endete der direkt vor unserem zweiten Spiel. So lässt sich auch die eher milde 0:1 Niederlage im Vergleich zu den anderen beiden Spielen wohl am besten erklären: Wir kamen einfach besser mit den widrigen Verhältnissen zurecht. Ansonsten ließ es sich gut aushalten obwohl wir einmal eine Spielpause von drei Stunden einlegen mussten, da ja ein Team unserer Gruppe erst gar nicht antrat und deren Spiele dann natürlich ausfielen.

    Mitte Juli steht dann das nächste (Amateur-) Fußballturnier auf dem Plan. Dann in der Passauer Innstadt. Da werde ich auch mit von der Partie sein. Mehr wird jedoch noch nicht verraten, denn davon wird’s bestimmt auch einen Blogeintrag geben.


    Unser wackeres Team (von links): Da Uli, der wirklich vollen Einsatz zeigte, ich, da Gregor, den wir vor Ort als fünften Mann bekamen und die beiden einzigen wirklichen CSUler in unserem Team: Da Robert und da Michi.


    Ein Blick auf’s SPielfeld. Leider habe ich (noch) keine Live-Bilder unseres eigenen Teams, weshalb’s nur Bilder der anderen Mannschaften in Aktion gibt.


    Auf dem Bild schwer zu erkennen aber der kräftige Regenschauer zwang uns alle in die Überdachten Bereiche.


    Aber zum Glück regnete es nur kurz, weshalb recht bald die „Naturtribüne“ wieder eröffnet werden konnte.


    Zuvor konnte man sich jedoch aus trockener Sicherheit andere Teams ansehen, die bei ströhmenden Regen antreten mussten.


    Sogar eine Mädchenmannschaft gab’s (in rot/blau), die sämtliche Sympathien für sich verbuchten konnte.


    Unsere Starkicker, die sich unbeobachtet fühlen.

  • Zeigt her euren Desktop.

    Soderla, wieder mal ein Lebenszeichen von mir. Die Idee des heutigen Blogeintrags hab ich vom Dom gemoppst. Der hat nämlich im Zuge des Desktop-Dienstags den Aufruf nach Desktop-Screenshots gestartet. Meiner sieht im Moment so aus:

    Der Desktop auf meinem Notebook (sowohl der unter Windows als auch der unter Ubuntu) unterscheidet sich nur unwesentlich. Lediglich die Anzahl der Icons in der Schnellstartleiste ist deutlich geringer.

    Jeder, der sich berufen fühlt, soll im Kommentarbereich einen Link zum Screenshot seines Desktops hinterlassen.

  • And the Party goes on, and on, and on, and on…

    Vergangenes Wochenende war ich wiedermal in München. Diesmal nicht bei meiner Karin sondern beim Andi, der anlässlich seines 25. Geburtstags eine riesen Sause steigen ließ.

    Auf seiner Geburtstagsparty war wirklich das rundum-sorglos-Paket geboten: Leckeres vom Grill, zahlreiche Beilagen und Getränke umsonst. Man musste praktisch nur zwischen Grill und Kühlschrank pendeln. Nach der Übergabe des sehr kreativ hergerichteten Geburtstagsgeschenks (großes Lob nochmal an die beteiligten Bastler/innen) und dem Schaffen einer soliden Essens- und Trinkgrundlage ging’s um 23 Uhr von der Wohnung vom Klaus und’m Andi in’s münchner Nachtleben in die Innenstadt. Bis um 3 Uhr in der Früh wurde weitergefeiert und ich weiß jetzt auch mal wie’s ist, nicht am Türsteher vorbei zu kommen. Aber aufgrund der bereits erwähnten Trinkgrundlage war mir das reichlich wurscht. Zum Schluss durften wir Provinzler uns mit dem großstädtischen Personennahverkehr rumschlagen, was aufgrund zahlreicher Baustellen an der Trambahn dazu führte, dass wir uns einfach (wieder mal) ein Taxi gekapert haben und so wieder wohl behalten beim Andi angekommen sind, wo als letzter Teil des rundum-sorglos-Pakets bereits das Nachtlager aufgeschlagen war. Ich musste also nicht mal einen Schlafsack nach München mitnehmen.

    Die Party war auch Gelegenheit wieder ein paar alte Klassenkameraden vom ASG wieder zu treffen, die ich teils seit mehreren Jahren nicht mehr gesehen habe oder die ich vielleicht nur ein oder zwei mal pro Jahr sehe. Kuriosität des Abends war, dass ich ’nen passauer Informatikstudenten kennen gelernt habe, der auch im Diplomstudiengang ist und beim selben Professor, ja sogar beim selben Betreuer Diplomarbeit macht wie ich, den ich aber vor Samstag Abend noch nicht kannte. Dafür musste ich wohl wirklich erst nach München fahren, anstatt dass er mir mal in Passau aufgefallen wäre.

    Abschließend ein großes Lob und vielen vielen Dank an alle, die etwas zur Geburtstagsparty beigetragen haben, allen voran natürlich an ’n Andi und’n Klaus, den beiden Gastgeber. Eine wirklich überragende, kurzweilige, unterhaltsame und amüsante Party. Und eigentlich auch mal herzlichen Dank an die Bahn für das Angebot des Bayerntickets das es mir ermöglich, wirklich spottbillig quer durch Bayern zu reisen.


    Ein Blick nach links…


    …und nach rechts auf die Partygäste.


    Das Geburtstagskind bei der Übergabe seines Geburtstagsgeschenks.

  • Einfach mal das Hirn einschalten.

    Nach den ganzen Partyartikeln der letzten Zeit könnte man fast auf den Gedanken kommen, dass es auf dieser Welt keine Sorgen mehr gibt und alle der Friede-Freude-Eierkuchenstimmung verfallen sind. Leider entspricht diese Utopie nicht der Realität. Aus diesem Grund gibt’s heute seit langer Zeit wieder einmal einen Artikel aus der Kategorie Meinung von mir.

    Da es sich heute um das äußerst kontroverse Thema der Stoppschilder im Zusammenhang mit Kinderpornographie im Internet handelt, lasse ich an dieser Stelle lieber renommierte Medien, Betroffene und (wirkliche) Experten sprechen. Denn bei dieser Diskussion gerät man sehr schnell unter den Verdacht, den Missbrauch Minderjähriger auch noch gut zu heißen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle nur anführen, dass Pädophilie eine der allerschlimmsten Auswüchse unserer Gesellschaft ist, die es effektiv zu bekämpfen gilt. Aus diesem Grund bin ich für Maßnahmen, die wirklich was bringen, anstatt diesen Wahlkampf-Volksverdummungs-Parolen. Die restlichen, sachlichen und der Realität entsprechenden Argumente, Möglichkeiten und Befürchtungen siehe in den folgenden beiden Videobeiträgen.

    Originalton: „Das [bezogen auf die hinlänglich bekannten Stoppschilder] ist genau dasselbe, was in Familien passiert, in denen Missbrauch aufgedeckt wird. Das wird einfach geleugnet. Da wird dem Kind nicht geglaubt. Da wird anstatt einer Verfolgung, wird eben lieber ein Mantel darüber gelegt. Und das ist genau jetzt hier der Fall.“. Eindeutige Worte, wie ich finde von jemanden, der mal wirklich betroffen ist.

    Dazu noch ein zweiter Bericht aus dem c’t Magazin, der Fernsehauskopplung des der Zeitschrift c’t, die in Fachkreisen (also wieder denjenigen, die sich wirklich auskennen, zu denen ich mich als Informatiker zähle) als relativ renommiert und seriös gilt.

    Zum Abschluss noch ein dritter Beitrag. Der hat jetzt weniger mit der obigen Stoppschildthematik zu tun, dafür passt er recht gut zum 60. Geburtstag unseres Grundgesetzes. Dass es sich nämlich dabei in vielen Bereichen nur noch um eine ausgehöhlte Hülle einer einst lobenswerten Ideologie handelt, veranschaulicht folgender Beitrag. Und wer jetzt meint, dass es sich dabei um übertriebene Paranoia handelt, dem sei versichert, dass sämtliche Inhalte Fakt sind, nicht nur auf dem Papier, sondern auch bereits in der Praxis.

    Abschließend noch vielen Dank an ’n Corny und’n Mathias für die Links zu den Videobeiträgen, die ich hier in diesem Artikel aufgenommen habe.

  • Der kleine Bruder denkt an dich.

    Star Trek Countdown.Das ist vielleicht eine schöne Überraschung: Da kommt man von der Meerjungfrau aus München zurück und schon erwartet einen die werte Nachbarin mit einem Paket von Amazon. Verwunderlich ist die Geschichte deswegen, da ich garnix bestellt habe und in der heutigen Zeit auch niemand was zu verschenken hat. Denkste, denn das Paket stammt vom „kleinen Bruder“ Corny, der für mich Star Trek Countdown bestellt hat, ein Comic, der die Vorgeschichte zum aktuellen Star Trek Kinofilm erzählt.

    So enthält Star Trek Countdown auf knapp 100 Seiten in vier Kapiteln zahlreiche Antworten auf Fragen und (scheinbare) Widersprüche, die der aktuelle Star Trek Kinofilm rund um Nero, Spock und Co. aufwirft. An dieser Stelle möchte ich gar nicht all zu viel von der Story preis geben. Wer will kann sich den Comic gerne mal von mir ausleihen (darf man das überhaupt noch in der heutigen Zeit, Printmedien verleihen? Oder führt das auch schon zu urheber- und lizenzrechtlichen Konflikten?). Allerdings kann ich sagen, dass ich den Eindruck habe, der Comic versöhne gerade die alteingesessenen Trekkies, denen der Film zu actionlastig ist und die sich darüber aufregen, dass praktisch das gesamte Star Trek Universum nun über den Haufen geworfen wird. Für sie liefert die künstlerische Bildersammlung erstaunlich viele und logische Antworten, die eigentlich (zumindest teilweise) in den Film einfließen hätten müssen. Aber das hätte ihn wohl letztendlich doch zu sehr aufgeblasen. So gibt es ein schönes Wiedersehen mit Teilen der alten Crew aus Next Generation, nur eben in Papierform.

    Für mich war das ganz schön ungewohnt, denn eigentlich bin ich überhaupt kein Fan von Comics (wobei ich auch keine Antipathie ihnen gegenüber habe, ich lese einfach nur keine). Trotzdem war’s sehr kurzweilig, ihn zu durchzuschmökern. Viele Details kannte ich ja schon vom Corny, die er mir letzten Samstag erzählt hat. So gibt’s aber noch mal die Vorgeschichte aus einem Guss und in Hochglanz.

    Abschließend vielen herzlichen Dank an meinen neuen „kleinen Bruder“. Das Paket war wirklich eine riesen Überraschung für mich, mit der ich wirklich nicht gerechnet habe und die mir sehr viel Freude gemacht hat und immer noch macht. Sehr viel mehr als einfach nur nett.

  • Seelig die Armen im Geiste.

    Idiocracy.Was macht ein Informatiker, wenn er Freizeit hat und draußen das Wetter schön ist? Genau: Er hockt sich vor die Glotze und guckt DVDs. Das ist auch gut so, denn so kann ich euch heute einen tollen Film präsentieren und empfehlen.

    Idiocracy ist eine (leicht) gesellschaftskritische Komödie, die sich um den total durchschnittlichen Joe Bauer dreht, der durch ein missglücktes Armyexperiment 500 Jahre in die Zukunft katapultiert wird. Anstatt einer hochentwickelten Kultur mit Raumgleitern, Weltfrieden und Außerirdischen findet er dort jedoch eine total verblödete, selbstgefällige und versexte Gesellschaft vor, in der sich die Proleten und Primitiven durchgesetzt haben, einfach aufgrund der Tatsache, dass sie mehr Kinder zeugen als Akademiker. Plötzlich ist Joe gar nicht mehr so durchschnittlich sondern auf ein mal der klügste Mensch des Planeten. Von nun an darf er sich mit den „Errungenschaften“ der Zukunft herumschlagen und stolpert von einem Schlamassel ins nächste.

    Der Film ist durchweg unterhaltend. Zwar sind die Gags nicht bahnbrechend und das Ende ist absehbar, nichts desto trotz gibt’s viele Lacher, vor allem im Hinblick auf die gesellschaftlichen Probleme, die der Film anspricht wie Verdummung, Kommerzialisierung und Idealisierung von Idealen, die eigentlich keine sind. So ist beispielsweise der Präsident der Vereinigten Statten ein Profiwrestler und an jeder Ecke gibt’s Huren für lau.

    Irgendwie ist der Film vollkommen an mir vorbei gegangen, als er 2005 erschien. So entpuppte sich die DVD in der Videothek als toller Glücksgriff, denn so kann ich eigentlich jedem diesen Film empfehlen. Ohne Einschränkung.

  • Semester-Opening/Closing-Party: Die Letzte.

    Als „Diplomprüfungspartymarathon Aftermath“ könnte man vergangenen Samstag Abend bezeichnen. Da fand nämlich zum (vermutlich) letzten mal die Semester-Opening/Closing-Party der Zwillinge im Lindental statt. Mit dem Start oder dem Ende des Semesters hatte die Party dieses mal zwar nicht all zu viel zu tun, dafür aber eben mit dem Ende der Diplomprüfungen und bei Einigen auch mit dem Ende des Studiums.

    Nach den exzessiven Festen vor zwei Wochen schob ich am Samstag Abend eine eher ruhige Kugel. Kurzweilig war’s trotzdem, weil wieder richtig viele Leute da waren, so zum Beispiel die aus Neuseeland zurück gekehrte Steph. Traditionell gab’s wieder Chili satt, nur die Tiramisu vom Prager Flo fehlte leider. Im Gegenzug konnte man aber an der „Bar“ aus dem Vollen schöpfen und auch die Fraktion der Knabbereienverputzer kam auf ihre Kosten.

    So muss ich mich nun an dieser Stelle beim Dom für ein interessantes Diplomarbeitsthemagespräch bedanken (von dem er jetzt wahrscheinlich behaupten wird, dass er sich an nicht mehr all zu viel erinnern kann), beim Flo über durchaus interessante Überlegungen zum eben gelaufenen Staffelfinale von Lost, bei da Katrin, denn mit ihr kann man so schön das Studium Revue passieren lassen und allen anderen, die am Samstag da waren und den Abend (und die Nacht) äußerst unterhaltsam gestalteten.

    Special Guest des Abends war da Corny, der sonst neben Weihnachten eigentlich nur ein mal pro Jahr in seine niederbayerische Heimat kommt, was für dieses Jahr dann letztes Wochenende der Fall war.

    Um drei Uhr war dann für mich (und meine Meerjungfrau) Schluss, wobei der harte Kern noch bis fünf Uhr in der Früh gefeiert haben soll. Dank SingStar und vielen anderen Wii-Spielen sollte das aber auch nicht all zu schwer gefallen sein.

    Abschließend einen großen Dank an die Zwillinge und alle anderen, die die wirklich zahlreichen, tollen und zumindest für mich sehr abwechslungsreichen Partys im Lindental ermöglicht haben.

    So gibt’s nun auch mal das ein oder andere Foto aus der Bude der „Jungs“.


    Nur ein kleiner Ausschnitt aus der Besucherliste: Christoph, Sarah, Jojo, Steph und Philipp.


    Attacke!!! Klar: Wer jeden Tag vierzehn Stunden an der Uni verbringt, bei dem bauen sich natürlich Aggressionen auf.


    Aufgrund chronischen Platzmangels steht man die meiste Zeit in der Gegen rum. Immerhin hier bedienen wir einmal ein Studentenklischee.


    Corny, Steffi und Robert.

    Nachtrag (am 19.05.2009):
    Mehr (frei zugängliche) Fotos gibt’s hier.

  • Hotel Riesinger. Die Zweite.

    Vor knapp zwei Jahren habe ich schon mal einen ganz ähnlichen Artikel gepostet. Heute wie damals geht’s um ein Vogelnest, das diesmal Amseln an eine der riesinger’schen Immobilien gebaut haben.

    Während vorletztes Jahr eine herunterhängende Dachlatte unseres überstehenden Daches der Ort der Geschehnisse war, musste diesmal unsere Garage herhalten. Genauer gesagt die Kombination aus überstehendem Flachdach, der Verankerung unserer Satellitenschüssel (ich kann’s gar nicht oft genug sagen: Gepriesen sei das Satellitenfernsehen) und der Wand entlang wachsenden Kletterpflanze.

    So wie’s aussieht, konnte das Vogelnest aber auch dieses mal seinen Zweck nicht erfüllen. Anfänglich noch regelmäßig von den Eltern besucht, ist mittlerweile tote Hose angesagt, was ein Blick in die Vogelstube beweist. Entweder ist der Nachwuchs bereits flügge und auch die Eltern sind weitergezogen oder, was ich für realistischer halte, die Eltern haben beschlossen, mehr wert auf ihre Akademikerkarriere zu legen und’s Kinderkriegen auf unbestimmte Zeit verschoben.

    Dass das auch anders geht, zeigen die erlangener Vögel. Vielleicht haben die bessere Kitas, die auch nicht bestreikt werden.


    Wer sich bei mir zu Hause auskennt, wird die Stelle gleich erkennt haben. Unterhalb des überstehenden Flachdachs auf höhe der Stange für die Satellitenschüssel liegt das Amselnest…


    …mittlerweile gut von Grünzeug überwuchert. Eigentlich der perfekte Brutplatz, vor allem deswegen, weil mittlerweile die Hausvorderseite die beliebtere Terrasse ist.


    Jedoch sind mittlerweile weit und breit keine Amseln mehr auszumachen. Weder die Eltern, noch der erhoffte Nachwuchs.