Autor: ck

  • Aus dem Tagebuch eines Serienjunkies Teil I.

    Der Herbst hat Einzug gehalten und somit ist’s mal wieder an der Zeit, meine Serienkritiken zur aktuellen Season los zu werden. Da ich mittlerweile richtig viele Serien in meinem Programm habe, dachte ich mir, meine Meinung gleich in mehrere Blogeinträge aufzuteilen. Deshalb auch das „Teil I“ im Titel. Los geht’s sozusagen mit dem unteren Ende der Fahnenstange, nämlich drei Serien, die ich nicht weiter verfolgen werde. Warum? Nun, das könnt ihr in den folgenden Absätzen lesen.

    Eureka.Opfer Nummer Eins ist Eureka. Nach zwei Staffeln muss ich sagen, dass ich selten etwas gesehen habe, was so viel Potential so gekonnt verspielt hat. Das seh‘ übrigens nicht nur ich so. Meiner Meinung nach hätte man mit Eureka eine Serie schaffen können, die intellektuellen Humor auf hohem Niveau bietet, verknüpft mit vielen netten Anspielungen auf vergangene und aktuelle wissenschaftliche Ereignisse und Errungenschaften. Stattdessen wird Klischeeeinheitsbrei am laufenden Band serviert mit Geschichten, die wir schon hundert mal gehört haben und die so vorhersehbar sind wie der nächste Sonnenaufgang. Darüber hinaus ist das Ganze auch noch so dermaßen unrealistisch und stupide verpackt, dass man sich den wissenschaftlichen Hintergrund gleich hätte sparen können. Stattdessen wäre es sinnvoller gewesen, den stereotypen Charakteren mit ihren (Liebes-) Geschichten etwas mehr Farbe und Charakterentwicklung zu spendieren. Die hätten bessere Drehbuchautoren durchaus vertragen können, genau so wie die staffelübergreifenden Storybögen, die in Zeiten von Lost und Heroes einfach nur noch lächerlich wirken.
    Bleibt eigentlich nur ein gutes Haar an Eureka, nämlich der Hinweis auf raue Mengen des Transurans Ununseptium in einer der Episoden, das ironischer Weise noch nicht erzeugt werden konnte, im Gegensatz zu seinem Nachfolger im Periodensystem der Elemente, dem Ununoctium. Mehr solche wissenschaftlichen Schmunzler wären wünschenswert gewesen. Da gibt’s bessere Serien vom SciFi Channel, zu denen ich aber in einem späteren Eintrag kommen werde.

    Desperate Housewives.Opfer Nummer Zwei ist Desperate Housewives. Da war ja schon nach der zweiten Staffel klar, wie so eine Season der verzweifelten Hausfrauen aussieht: Der Haupthandlungsstrang wird von einem neu in die Wisteria Lane gezogenen Nachbarn getragen, der ein irgendwie geartetes Geheimnis hat. Dazwischen gibt’s viele von den Hauptcharakteren und ihren Marotten motivierte Sketche und Minigeschichten. Das mag ein zwei Staffeln ganz unterhaltsam sein, spätestens nach der vierten ist das dann aber zum Gähnen langweilig.
    Dachten sich wohl auch die Produzenten, als sie zwischen der vierten und der fünften Staffel einen Zeitsprung von fünf Jahren ansetzten. Das sollte für genügend neues Material sorgen. Denkste! Die aktuelle Staffel geht genau so weiter, wie die vorherige aufgehört hat. Ausnutzen des Zeitsprungs? Praktisch Fehlanzeige! So wenig wie der Neues in die Serie gebracht hat, hätte man ihn auch gleich weglassen können. Somit hat die Serie leider so gut wie nichts Innovatives mehr zu bieten, weshalb auch sie ad acta gelegt wird.

    Eli Stone.Opfer Nummer Drei ist Eli Stone. Im Gegensatz zu Eureka und Desperate Housewives gibt’s hier keine ellenlange Liste mit Argumenten, warum mir die Serie nicht gefällt. Das Szenario des Anwalts mit Gehirnaneurysma und (göttlichen ?) Visionen, die ihn vom Saulus zum Paulus wandeln, ist eigentlich ganz nett, gefällt mir persönlich aber schlussendlich dann doch nicht so gut, wie ich das beim ersten hören vermutete. Schlussendlich muss ich sagen, dass es bei dieser guten Idee blieb, die Serie aber sonst nicht all zu viel Neues zu bieten hat.
    Einfach nicht mein Genre, diese Dramedies. Da geht halt zu oft zu viel rund, auch wenn die Protagonisten noch so tief in der Sch…, ähh in der Zwickmühle stecken. Von irgendwoher kommt dann doch meist die unverhoffte Rettung aus dem Nichts.

    Sodala, nun genug der Kritik. In meinen nächsten Blogeinträgen zur Winderseason wird’s mehr Lob geben, versprochen *gg*.

  • Auf den Spuren der Touristen in München.

    Vergangene Woche war ich bei meiner Karin in München und bei der Gelegenheit haben wir zwei Ausflüge zu typischen münchner Sehenswürdigkeiten gemacht.

    Am Dienstag ging’s auf’s Oktoberfest. Das Wetter war zwar nicht gerade berauschend (welch passender Ausruck für d’Wies’n), dafür wurde man aber auch nicht von Besuchern zerquetscht. Man konnte sich schön alles mal ansehen und auch in den Zelten wär noch das ein oder andere Platzal frei gewesen.
    Allerdings hätte ich mir das Spektakel noch gigantischer vorgestellt. Ich war ja letztes Jahr auf’m Gäubodenfest und muss feststellen, dass der Unterschied zur Wies’n ned so groß war, wie ich mir gedacht habe. Vor allem bin ich davon ausgegangen, dass die komplette Theresienwiese vom Volksfest eingenommen wird, was nicht der Fall war.
    Resümierend kann ich sagen, dass ich doch lieber auf unsere hiesige Dult geh‘ oder auf’s Tittlinger Volksfest um die Ecke. Zwar hat’s Oktoberfest mehr internationale Gäste und spektakulärere Fahrgeschäfte zu bieten, dafür sind die hiesigen Events doch wesentlich bayerischer, es geht nicht nur um’s zusaufen und die Maß ist auch noch billiger.

    Der zweite Ausflug führte uns dann in den Münchner Olympiapark. Zuerst ein Spaziergang zum Sealife (wo ich noch was nachzuholen hatte, nach unserem ersten Besuch vor eineinhalb Jahren *insider*) und um die Sportstädten, anschließend hoch auf den Olympiaturm und die tolle Aussicht (und die windige Aussichtsplattform) genießen.
    Da die neue BMW-Welt gleich um die Ecke war, bekam auch die einen Besuch von uns spendiert. Ich hatte da mehr ein Museum mit Eintritt erwartet. Stattdessen handelt’s sich dabei eher um eine große PR-Show für BMW. Darüber hinaus hatte ich das Gefühl, dass eigentlich das Gebäude selbst mit seiner außergewöhnlichen Architektur im Mittelpunkt steht und nicht die Automodelle der Bayerischen Motorenwerke. Da stehen in einer ziemlich großen Halle erstaunlich wenig Fahrzeuge. Spektakulär anzuschau’n war’s aber trotzdem.


    Karin und ich auf da Wies’n.


    Einmal der Olympiaturm von unten (mit böser Schlechtwetterwolke)…


    …und einmal von oben mit Blick auf das BMW-Gelände.


    Das neue Gebäude der BMW-Welt von außen…


    …und von innen.

  • Jetzt müss‘ ma mal zam rucka, ähh zurecht rucka.

    Angenommen, es wären Wahlen. Angenommen, die stärkste Kraft holt sich 43,4% der Wählerstimmen, weit mehr als doppelt so viele, wie die zweitstärkste Partei, die gerade mal auf 18,6% Zuspruch kommt. Angenommen, drei weitere Parteien packen die 5%-Hürde, die nötig ist, um in das Parlament einzuziehen, von dessen angenommener Wahl wir gerade reden. Angenommen, der aus den Wahlen als stärkste hervorgegangene Partei (zur Erinnerung: die mit den 43,4% der Stimmen) reicht eine der drei kleinen Parteien um eine mehrheitsfähige Koalition zu bilden. Dann sollte man eigentlich davon ausgehen können, dass beim Wahlsieger und eventuell auch beim auserkorenen Koalitionspartner die Sektkorken knallen, oder?

    Nicht so im weiß-blauen Süd-Osten unserer Republik: Da rollen beim Wahlsieger (nennen wir ihn mal die Schwarzen) reihenweise die Köpfe und da fühlt sich der mehr um das Doppelte übertroffene Zweite als der große Sieger (nennen wir ihn mal die Roten), obwohl es für die Roten das schlechteste Wahlergebnis aller Zeiten ist.

    Nun ja. Jetzt werden einige sagen, dass die Schwarzen (nennen wir sie mal CSU) sage und schreibe 17,3 Prozentpunkte im Vergleich zu den letzten (Landtags-) Wahlen verloren haben, während die Roten (nennen wir sie mal SPD) gerade einmal 1,0 Prozentpunkte abgeben mussten (der ein oder andere wird jetzt sagen, wo’s nix zu verlieren gibt, kann man auch nix verlieren). Wenn man sich aber mal ansieht, wem die Wähler statt der CSU ihre Stimme gegeben haben, stellt man sehr schnell fest, dass es sich hierbei keineswegs um den großen Richtungswechsel handelt, den viele jetzt sehen. 6,2 Prozentpunkte gingen nämlich an die Freien Wähler, während die FDP sich über Zuwächse von 5,4 Prozentpunkten freuen darf. Beides eher konservative oder mitte-rechts orientierte oder beides Parteien. Also näher an den Christsozialen, als an den Sozialdemokraten. Letzteren ordnet man ja eher die Grünen und die Linken zu. Die konnten aber gerade einmal Steigerungen von 1,7 beziehungsweise 4,3 Prozentpunkten einheimsen.

    Was lernen wir daraus: Die Wähler in Bayern wollten wohl eher die CSU abstrafen als einen großen Richtungswechsel initiieren. Mehr ein Denkzettel als ein großer Linksruck war die Intention des Stimmberechtigten. Und: In Bayern läuft halt doch einiges anders als im Rest des Landes. Klingt komisch, ist aber so.

  • Senf, frischer Meinungssenf.

    Im Moment ist in den Nachrichten politisch und wirtschaftlich ja so einiges geboten. Da ich aber schlichtweg zu faul bin, jedem größerem Thema einen eigenen Blogeintrag zu spendieren, gibt’s an dieser Stelle eine kurze Zusammenfassung meiner Meinungen. Ähnliches hab ich ja schon mal an anderer Stelle gemacht.

    Landtagswahl 2008 in Bayern.

    Gestern Abend war’s soweit. Nach Jahrzehnten der Alleinherrschaft der CSU im Bayerischen Landtag (was viele Vorteile, aber auch Nachteile brachte) verliert die weiß-blaue Volkspartei ihre absolute Mehrheit.
    Absehbar war das Ganze ja, denn Gründe für den 17%-Absturz gibt’s zahlreiche: Das Abdanken Edmund Stoibers und das an seiner Stelle eingesetzte „Führungs“-Duo Beckstein/Huber, eine verfehlte Bildungspolitik (Stichwort G8), zu viel Arroganz und Überheblichkeit (Stichwort Gabriele Pauli), das BayernLB-Debakel und das Rauchverbot (bei dem ich das Scheitern eher in der mangelhaften und nachgiebigen Umsetzung sehe, als in der Zerstörung bayerischer „Schmau’lkultur“) sind nur wenige Punkte auf der Versagensliste.
    Die CSU muss sich wohl oder übel einen Koalitionspartner suchen, will sie Regierungspartei bleiben. Ob das nun gut oder schlecht ist wird die Zeit zeigen. Auf jeden Fall war das ganz offensichtlich der Wille des Wählers, der dieses mal im Vergleich zu anderen Bundesländern (*räusper* Hessen *räusper*) Gehör finden wird.
    Dass die SPD jetzt aber groß jubelt, finde ich auch etwas, nun ja, verblendet. Schließlich fährt sie zum zweiten mal in Folge ihr schlechtestes Ergebnis in Bayern ein. Wundert mich ehrlich gesagt auch nicht, denn ich hatte den Eindruck, dass das Wahlprogramm der SPD ausschließlich unter dem Motto „die CSU muss ihre absolute Mehrheit verlieren“ lief. Und „dagegen sein“ ist für mich kein Wahlprogramm für fünf Jahre Legislatur.
    Etwas überrascht bin ich, dass zahlreiche Bundespolitiker jetzt die Landtagswahl auf die Verhältnisse im Bund übertragen. Also meine gestrige Entscheidung war von diesem Hintergrund absolut unbeeinflusst. Naja, da will eine schwächelnde Bundes-SPD wohl Kapitel in der großen Parteikrise schlagen und sich die CDU etwas von ihrer unlieben Schwesterpartei aus dem Süd-Osten der Nation distanzieren.

    Die zweite große Welle der US-amerikanischen Immobilienkrise.

    Die amerikanische Immobilienkrise reißt das weltweite Finanzwesen tief in den Abgrund. Durch Fehlspekulationen sind viele Banken und Kreditinstiture in Schieflage geraten. Ob das jetzt aufgrund der Gier und der mangelden Kontrolle von Managern und Bankern der Fall ist, sei jetzt mal dahin gestellt.
    Fakt ist auf jeden Fall, dass in vielen Fällen der Staat einspringt um Schlimmeres zu verhindern. Neben den 700.000.000.000$ (diese Zahl muss man einfach mal ausschreiben) der US-Regierung sprangen auch zahlreiche Bundesländer und der Bund in die Presche (und somit der Steuerzahler ) und griffen zahlreichen (halb-) staatlichen Geldinstituten unter die Arme.
    Ist das gerecht? Ist das fair? Braucht’s das wirklich? Die Befürworter sagen natürlich, dass so noch größerer Schaden von der (Welt-) Wirtschaft abgehalten wird. Lieber jetzt viel zahlen als später noch mehr. Ich persönlich halte das aber für schlichtweg ungerecht und vor allem ganz schön wehleidig. Schließlich sind es die Spielregeln der Wirtschaftswelt (ganz schön schwer, einen einzigen Schuldigen auszumachen, auf den man mit dem Finger zeigen kann; deswegen dieser verallgemeinernde Begriff), mit denen man einerseits utopische Gewinne in relativ kurzer Zeit erspekulieren kann, andererseits aber das ganze System an den Rand des Abgrundes gebracht werden kann. An solche Spielregeln muss man sich halt auch in Krisenzeiten halten, wenn man ganz salopp gesagt auf die Schnauze fliegt und darf nicht schreiben „Mama, Mama (Staat), rette mich“. Andere Branchen, der Mittelstand und vor allem die Privatpersonen müssen auch die vollen Konsequenzen ihrer Fehlentscheidungen tragen. Da darf man dann meiner Meinung nach beim Finanzsektor keine Ausnahme machen, auch wenn er „groß“ und „weit verzweigt“ ist.
    Was mich etwas wundert: Steht eine Krise wie die jetzige vor der Haustür, stehen auf einmal sehr schnell ziemlich umfangreiche staatliche Finanzmittel zur Verfügung um gegen zu steuern. Andere Wehwehchen sind da viel schneller mit der knappen Staatskasse konfrontiert. Ein weiteres Beispiel, mein Lieblingsthema der unterfinanzierte Schul-, Lehr- und Ausbildungssektor, fällt auch in diese Kategorie.

  • Zurück in die Kindheit: Radtour zum Moldaustausee.

    Gestern habe ich eine sehr schöne Kindheitserinnerung nacherlebt. Zusammen mit’m Steffen bin ich von der deutsch-tschechischen Grenze mit’m Fahrrad durch den Böhmerwald zum Moldaustausee geradelt. Eine ähnliche Strecke bin ich vor vielen Jahren schon mal zusammen mit meinem Dad und Bekannten der Familie gefahren, was mir aufgrund der tollen Nationalparklandschaft in bester Erinnerung blieb. Aus diesem Grund war’s nun an der Zeit, dieses Erlebnis gestern zu wiederholen.

    Los ging’s in der Früh in Neureichenau. Von dort aus fuhren wir auf dem Adalbert-Stifter-Radweg nach Haidmühle und dort über die deutsch-tschechische Grenze. Nächste Station war Stožec, von wo aus uns der Radweg in einem großen Bogen entlang der Eisenbahnstrecke nach Nová Pec führte, dem nördlichsten Zipfel des Moldaustausees. Nächstes Etappenziel war Přední Zvonková weiter im Süden und anschließend bei Bližší Lhota wieder zurück an den See. An dieser Stelle war die Hälfte unserer Tour geschafft und wir strampelten wieder direkt zurück nach Nová Pec, ohne den kleinen Umweg über Přední Zvonková. Ebenfalls auf einer anderen Route war der vorletze Tourabschnitt wieder Haidmühle. Ohne ’n Steffen hätte ich aber da beim besten Willen nicht mehr zurück zur Grenze gefunden, da die Radwege dort sehr verkreuzt sind. Letztendlich galt wieder Neureichenau als Endziel zu erriechen. Insgesamt etwa 80 Kilometer.

    Die Strecke war doch etwas anspruchsvoller. Schließlich liegt der See auf etwa 700 Meter über dem Meeresspiegel, die höchsten Stellen im Böhmerwald, die wir besuchten, auf knapp 1000 Meter. Dazwischen gings die ganze Zeit mal mehr mal weniger steil bergauf/bergab. Dafür war die Landschaft wirklich grandios. Zwar ist man umgeben von Fichtenmonokulturen, die sind aber unterbrochen von zahlreichen Hochmooren, Bächen und natürlich dem lang gezogenen Stausee. Aus kindheitserinnerungstechnischer Sicht war die Tour deshalb ein voller Erfolg.

    Wettertechnisch hätte es auch schlimmer kommen können. Mit Fahrtwind war’s auf der einen Seite oft mehr als frisch, da wir aber sehr flott unterwegs waren und es wie gesagt eine recht bergige Strecke war, wurde uns auf der anderen Seite nicht so schnell kalt. Und es regnete bis auf zwei kleinere Schauer nicht. Darüber hinaus hatten wir aufgrund mangelden Nebels meistens auch eine tolle Aussicht. Baden konnten wir aber natürlich nicht mehr, was bei der Erstauflage in meiner Kindheit schon noch der Fall war. Naja, da war’s ja auch Hochsommer und nicht Ende September.

    Genau bei der Hälfte der Strecke im am weitesten entfernten Ort Bližší Lhota musste uns auch der Unfall des Tages passieren: Da Steffen blieb an seinem Fahrrad hängen und kippte in einem lauten Knall um. Dabei zog er sich nicht nur eine große Kniewunde zu sondern zerdepperte auch noch seinen Fahrradsattel, was die Rückreise für ihn wesentlich anspruchsvoller machte.

    Abschließend kann ich sagen, dass das gestern wirklich eine wunderschöhne Fahrradtour war und es sich trotz der großen Anstrangen wirklich mehr als gelohnt hat: Tolle Landschaft (sehr urig bis auf die Fichtenmonokulturen) und toller Radweg (sehr abwechslungsreich) mit vielen Alternativen.


    Steffen und ich zu Beginn unserer Radtour am deutsch-tschechischen Grenzübergang bei Haidmühle.


    Der Moldaustausee ist erreicht. Bei Nová Pec mündet die Moldau vorerst in den See.


    Weiter unten am See bei Bližší Lhota.


    Mittagspause. Gäste hatten wir auch.


    Kann man auf dem verkleinerten Bild leider nicht mehr so gut erkennen, aber man merkte doch, dass wir in den Bergen unterwegs waren: Links 731 Meter Seehöhe, rechts 911 Meter Seehöhe. Was man aber sehr gut erkennen kann ist die zwar romantisch anmutende aber nicht immer hilfreiche Beschilderung in alle Richtungen.

  • …und der Zweite folgt zugleich.


    …und nochmal vier Ster Hart- und Weichholz. Macht also insgesamt acht Ster Hart- und Weichholz.


    Das Ganze nochmal von der Seite.

    Somit ist die Brennholzversorgung für den Winter gesichert. Nachdem letzten Freitag die erste Ladung Holz geliefert wurde, die ich zusammen mit’m Steffen am Samstag aufgeschichtet hab, bekamen wir gestern die noch ausstehende Hälfte Zellulose zur Wohnraumerwärmung. Die hab ich dann heute Vormittag wieder mit Hilfe vom Steffen in unsere Garage eingeordnet.

    Ging beide Male recht flott, da das Holz schon schön hergeschnitten und gespalten ist. Somit mussten wir die ganzen Scheite nur die paar Meter von vor der Garage in die Garage karren und dann halbwegs stabil aufbauen. Das Ergebnis kann man auf den Fotos bewundern.

  • Nagus‘ all in! Die 8,5.: September Scallywag.

    Poker.Nanu? Schon so früh ein neuer Beitrag zum Nagus‘ all in!? Der nächste steht doch erst nächsten Monat im Oktober an. Ja! Denn dieses mal gab’s ’nen Außerplanmäßigen mitten in den Semesterferien. Deshalb auch die Nummer 8,5 in der Reihenfolge der Nagus‘ all in!. Der nächste Reguläre mit der Nummer Neun findet dann wie gewohnt im Oktober statt.

    Dieses mal hatte ich den Eindruck, dass das Glück eine besonders große Rolle gespielt hat. Klar, Poker ist Glücksspiel, aber gestern hatte man’s oder man hatte es nicht. Für gewöhnlich verteilt Fortuna ihre Früchte ja halbwegs homogen, gestern hatte sie jedoch offensichtlich ihre Lieblinge und welche, die sie nicht so recht bedachte. So gab’s bis auf wenige Ausnahmen (von Michi’s All-In Call Bluff ganz zum Schluss mal abgesehen, das war ja auch weniger ein Spielerfehler als vielmehr fast schon Kult) gab’s praktisch keine Fehlentscheidungen der Teilnehmer.

    Kein Glück hatte beispielsweise da Dom. Der vermeintlich beste Spieler unserer Runde, der auf den letzten Nagus‘ all in! konstant gut spielte, musste schon als Dritter von unserer Neunerrunde gehen, weil ihm das Schicksal einfach nicht hold war und er trotz guter Karten in den entscheidenenden Situationen einfach nicht die Chips einstreichen konnte.

    Kein Glück hatte auch da Basti, der Neulich bei uns am Tisch. Ihn traf der Fluch des frühen Chipleaders, der zwar ganz zu Anfang erstmal fleißig Chips einstreichen kann, dann aber doch als Erster den Tisch verlassen muss.

    Glück hatte dagegen da Daniel, der nach eingespieltem siebten Platz drei mal hintereinander diesmal einen Vierten Platz vermelden konnte, was auch zu einem Satz nach Vorne in der Bestenliste geführt hat.

    Glück hatte auch ich, genau zwei mal, denn ich konnte den Fluch, bei gleich zwei Nagus‘ all in! hintereinander keine einzige Hand zu gewinnen, ablegen. Diese zwei mal Stuss reichten um so viele Chips anzuhäufen, dass es für den dritten Platz reichte, bevor’s dann auch schon wieder vorbei war mit dem Schicksal. Bin aber doch recht zufrieden, denn im Vergleich zu den letzten Malen ist das für mich eine ganz schöne Steigerung. Außerdem hab auch ich an der ein oder anderen Stelle „Cochones“ bewiesen.

    Glück hatte auch da Michi, der voll und ganz auf sein Gefühl vertraute und somit wieder mal einen zweiten Platz klar machen konnte. Diese Gefühlstaktik führt auch dazu, dass Michi immer entweder grottenschlecht (Achter/Neunter) oder mördergut abschneidet (Erster/Zweiter). Was dazwischen gibt’s für ihn anscheinend ned.

    Glück hatte vor allem der gestrige Gewinner Christoph, der bei den letzten Vier einen wirklich kleinen Small Stack hatte, sich dann aber wieder zurück kämpfte und sich somit zum ersten mal die Kröne des Abends aufsetzen konnte. Gratulation!

    An dieser Stelle verweise ich noch auf den Blogeintrag vom Dom zum Nagus‘ all in! 8,5. Der ist zwar noch nicht online, dürfte aber wieder recht ausführlich ausfallen, denn dieses mal hat er ganz brav alle entscheidenden, spannenden und schönen Hände fotografiert. Da wird’s viele Kommentare von unserm „Pokerprofi“ geben.

    Zunächst aber mal die aktualisierte Bestenliste nach Olympiamodus. Bis auf die beiden großen Sprünge vom Christoph und vom Daniel hat sich nicht viel getan. Wer mal einen Blick auf Bestenlisten mit alternativem Berechnungsmodus werfen will, kann dies hier tun: Absolute Plätze, Relative Plätze und Formel 1 Modus. Allerdings sind die vom Stand des Nagus‘ all in! 8. Sollten aktualisierte Tabellen kommen, werd ich die hier noch nachträglich posten.

    gold silber bronze 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. Teiln.
    egal 1. Christoph R. 2x 1x 1x 1x 2x 1x – 1x – – 9
    egal 2. Florian N. 2x – 2x 1x 2x 2x – – – – 9
    egal 3. Michael N. 1x 2x – – – – – 3x 1x – 7
    up 4. Christoph E. 1x 1x 1x – 2x – – – – – 5
    down 5. Stephanie S. 1x – 1x 1x – – 1x – – – 4
    down 6. Matthias S. 1x – 1x – 2x 1x 2x – – – 7
    down 7. Fabian F. 1x – – 1x – 1x – – – – 3
    down 8. Dominik S. – 3x 1x 3x – – 1x 1x – – 9
    down 9. Andreas S. – 2x 1x 1x – 1x – 1x 2x 1x 9
    egal 10. Christoph W. – – 1x – – – – – – – 1
    up 11. Daniel H. – – – 1x – – 3x – – – 3
    down 12. Nicole H. – – – – 1x – – – – – 1
    down 13. Sabrina S. – – – – – 1x – – – – 1
    down 14. Michael K. – – – – – 1x 1x – – – 2
    egal 15. Sebastian S. – – – – – – – – 1x – 1

    Der Vollständigkeit halber ganz zum Schluss noch die Tabelle mit allen Platzierungen aller Spieler bei allen Nagus‘ all in! in aktualisierter, tabellarischer Form.

    1 2 3 4 5 6 7 8 8,5 Teiln.
    Andreas S. 2. 2. 8. 3. 9. 6. 4. 10. 8. 9
    Christoph E. – – – – 2. 5. 3. 5. 1. 5
    Christoph R. 5. 1. 1. 5. 4. 2. 6. 8. 3. 9
    Christoph W. – – 3. – – – – – – 1
    Daniel H. – – – – 7. – 7. 7. 4. 4
    Dominik S. 4. 4. 4. 2. 8. 3. 2. 2. 7. 9
    Fabian F. – – – 1. 6. – – 4. – 3
    Florian N. 3. 6. 5. 4. 5. 1. 1. 3. 6. 9
    Matthias S. – 7. – 6. 3. 7. 5. 1. 5. 7
    Michael K. – – – 7. – – – 6. – 2
    Michael N. 1. 8. 2. – – 8. 8. 9. 2. 7
    Nicole H. – 5. – – – – – – – 1
    Sabrina S. – – 6. – – – – – – 1
    Sebastian S. – – – – – – – – 9. 1
    Stephanie S. – 3. 7. – 1. 4. – – – 4
    #Teilnehmer 5 8 8 8 9 9 8 10 9

    Nachtrag:
    Da Christoph hat mittlerweile die überarbeiteten Ranglisten nach absoluter Platzierung, relativer Platzierung und nach Formel 1 Modus online gestellt. Sie sind also auf dem Stand nach dem Nagus‘ all in! 8,5.

    Nachtrag (am 23.09.2008):
    Auch Gastgeber Schmid hat’s endlich geschafft, seinen Bericht zum sonntäglich Abend online zu stellen. Mit vielen tollen bunten Bildern zum angucken.

  • Das war der erste Streich…


    Vier Ster Hart- und Weichholz.

  • Welcome to the (Großstadt-) Jungle!

    Mit etwas Verspätung will ich noch den Bericht über meinen einwöchigen Aufenthalt in unserer Landeshauptstadt nachreichen. Meine Karin hat nämlich diese Woche ihr Referendariat als Grundschullehrerin in München angetreten und deshalb bin ich zusammen mir ihr hoch gefahren um noch einige technische und handwerkliche Herausforderungen in ihrer Wohnung zu bewältigen sowie ihr an den ersten Schultagen beizustehen.

    Los ging’s Mittwoch vor ’ner Woche am Vormittag. Unser Ziel war (Alt-) Perlach, in der die Wohnung meiner, jetzt heißt’s ja Lebensgefährtin, nicht mehr Freundin, liegt. Die ersten Tage hieß es erstmal Fernseher und Internet einrichten, zwei mal beim Ikea und OBI wegen Jalousien, Wohnungsverschönerungen und sonstigem Krimskrams vorbei zu schau’n, die ersten großen Lebensmitteleinkäufe für den Grundstock der Wohnung ausführen und vieles mehr, was halt bei so einem Wohnungsbezug anfällt. Viele kennen das ja schon.

    Bester Freund eines Woidlers aus der Provinz in der großen Stadt ist hierbei das Navigationsgerät, ohne das man als Münchenunkundiger anfangs wirklich vollkommen aufgeschmissen ist. Am Sonntag haben wir Verwandte von mir besucht, die natürlich genau am anderen Ende der Stadt in Pasing wohnen. Ohne digitalen Assistenten hätte das ’ne ganz schöne Verfahrerei gegeben. Tags darauf war großer Chauffeurdienst angesagt, als es vormittags in die Grundschule, nachmittags zur Vereidigung und abends auf ’ne Infoveranstaltung ging. Auch hier lotste und die nette Frauenstimme des Navis gekonnt durch die zahlreichen Einbahnstraßen. Auf jeden Fall kommen mir jetzt die hiesigen Autofahrer wesentlich passiver vor als zuvor, nach meinen Kutschierfahrungen im Großstadtdschungel.

    Viel zum Sehenswürdigkeiten besuchen sind wir leider nicht gekommen, obwohl wir das eigentlich vorhatten. Innerhalb einer Woche könnte man ja auch vermuten, dass man mal was anderes zu Gesicht bekommt als Schraubenzieher, WLAN-Router und Supermarkt. Aber denkste. Das Touristenprogramm muss dann mal wohl wann anders nachgeholt werden.

    Am Dienstag Abend ging’s dann wieder zurück auf’s bayerische Land nach Hause. In München selbst hab ich nicht all zu oft gemerkt, dass ich in einer bayerischen Großstadt bin. Da ist der Zuwandereranteil doch wesentlich größer als bei uns hier. Aber das war ehh klar und Hofbräuhaus und Oktoberfest sind natürlich auch viel Klischee.

    Abschließend kann ich sagen, dass Fünfergruppen zum Zugfahren die Reisekosten wirklich erträglich niedrig halten und ich in nächster Zeit diesen Trip zu meiner Karin natürlich noch häufiger wiederholen werde.

  • O’zapft is‘!

    Seit letztem Freitag läuft sie wieder: Die Passauer Herbstdult. Anlass für uns, gleich am ersten Abend hoch nach Kohlbruck zu schau’n und am bayerischen Volksfestbesäufnis zu partizipieren.

    Obwohl wir schon recht früh im Dultstadl waren, war’s gar nicht so einfach für uns, ’nen anständigen Sitzplatz zu ergattern, bwohl wir anfangs erst drei Leute waren. Gut drei Viertel aller zur Verfügung stehenden Plätze waren reserviert, was es nicht gerade einfach machte, sich bei den schon gut besetzten freien Plätzen noch dazu zu quetschen. Haben wir dann aber doch geschafft und beim nächsten mal sind wir klüger und vergessen nicht wieder, uns rechtzeitig acht Wochen im Voraus telefonisch ’nen Tisch unter den Nagel zu reißen.

    Nachdem wir an einem Tisch Fuß gefasst hatten, ging’s an die Freuden eines solchen Volksfestes: Essen und Trinken. Die Preise sind zwar im wahrsten Sinne des Wortes gesalzen, aber man macht sowas ja nicht jeden Tag.

    Im Laufe der Zeit kamen immer mehr von unseren Leuten dazu und es war ’ne richtige Fetzengaudi. Zwar hab ich nicht viel mehr Leute getroffen, als die, mit denen ich’s mir ausgemacht hatte, langweilig war’s aber trotzdem nicht. Ich denk mal, viele werden an einem anderen der neun übrigen Dulttage das Event besuchen.

    Die Stimmung war grandios, obwohl die Band mich jetzt ned wirklich überzeugen konnte. Die waren zwar als supergeniale Wies’nband angepriesen, spielten in meinen Augen aber zu viele Südseeschnulzen à la „Sierra Mare“ sowie viel zu viele Mallorcaproletenhits à la „Das rote Pferd“ oder „Cowboy und Indianer“. Dafür gab’s zu wenig bayerisches wie S.T.S. oder Haindling. Naja, vielleicht kommt sowas auf’m Oktovberfest besser an als bei mir persönlich.

    Sechs Stunden und knapp 30€ später war die Fete dann für mich, meine Leute und meine Lederhosen vorbei. Das war’s dann auch mit der Volksfestsaison für dieses Jahr, denn das letzte verbleibende Großereignis, das Oktoberfest in München, juckt mich jetzt nicht soo sehr.


    Mani, Karin und ich auf da Herbstdult.


    Und dann die Hände zum Himmel, kommt lasst uns fröhlich sein.