Am Schluss haben’s ihn dann doch weichgekocht. Oder war’s vielleicht doch die Vernunft? Auf jeden Fall legt König (/Ministerpräsident) Edmund Stoiber zum 30. September 2007 sowohl sein Amt als Parteivorsitzender als auch das des Ministerpräsidenten nieder.
Keine schlechte Entscheidung, wenn man sich in diesen Tagen mal die Meinung seiner Untertanen anhört. Da hat er wohl zu viele strategische Fehler gemacht, begonnen mit dem Rückzug aus Berlin bis hin zur Landrätin Pauli.
Wobei man sagen muss, dass er gar nicht mal so viel falsch gemacht hat, wie man meinen mag. Schließlich wünscht sich der Wähler ja einen Vertreter, der sich nicht so leicht von seinem Kurs abbringen lässt und für seine Ziele einsteht. In diesem Fall wurde es aber wohl Zeit für einen Wechsel, denn der Grad zwischen Zielstrebigkeit und Verblendung ist doch ein recht schmaler.
So kann man auf die Ära Stoiber zurückblicken und sagen, dass es gut ist, einen ausgeglichenen Haushalt zu haben und mehr Probleme bewältigt (oder zumindest halbwegs gut im Griff) zu haben, als manch anderes deutsches Bundesland. Man wird wohl doch ein wenig verklärt auf die Zeit, in der Stoiber Ministerpräsident war, zurück blicken.
In den letzten paar Monaten seiner Regentschaft (/Amtszeit) wird er sein geliebtes Bayern wohl noch ein wenig auf Hochglanz polieren und in einem (zumindest nach Außen) möglichst perfekten Zustand an seinen Nachfolger übergeben, wer auch immer das sein mag.
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