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  • Kaum sind die neuen Serienstaffeln da, sind sie auch schon wieder weg.

    Eigentlich sollte das hier ja mein Blogeintrag zum Start der diesjährigen Seriensaison werden. „Dank“ des Drehbuchautorenstreiks in Hollywood jedoch kann ich auch gleich mal mein Resumé zu den meisten Serien, die diesen Winter laufen/liefen, abgeben.

    Ganz allgemein kann man sagen, dass dieser Serienwinter qualitativ ein richtig guter ist: Alle Serien können das hohe Niveau der letzten Staffel halten (zum Beispiel Heroes), es sogar übertreffen (wie Dexter) oder einen temporären Durchhänger gut überwinden (bestes Beispiel ist da Nip/Tuck).

    Allerdings sind gleich zwei meiner Lieblingsserien Opfer des schon eingangs erwähnten Drehbuchautorenstreiks geworden, nämlich Desperate Housewives und Dexter. Bei beiden Serien merkt man voll, dass in den erschienenen Folgen zahlreiche Handlungsstränge aufgebaut wurden, die jedoch mit dem unfreiwilligen Ende der Staffel abrupt zunichte gemacht wurden (beziehungsweise werden mussten). Zwar hat man es geschafft, das vorzeitige Staffelende halbwegs vernünftig mit den ohnehin geplanten Folgen zusammen fallen zu lassen, ein gewisses „Abhacken“ ist aber trotzdem voll zu spüren. Sehr schade, denn die aufgebauten Handlungsstränge in beiden Serien hatten sehr sehr viel Potential. Aber nun zu den Serien im Einzelnen:

    Dexter.Die beste Serienstaffel dieses Winters ist meiner Meinung nach die zweite Staffel von Dexter. Das soll nicht heißen, dass die zahlreichen anderen Serien, die ich mir anschau‘ diesen Winter nicht gut sind, aber Dexter sticht nochmal positiv heraus.
    Obwohl die Episoden mit über 50 Minuten Spielzeit immer etwas Überlänge haben war diese Staffel so dermaßen kurzweilig, dass ich es wie bei keiner anderen Serie nicht mehr erwarten konnte, bis die nächste Episode ausgestrahlt wird. Soo oft stand man kurz vor dem Punkt an dem man sagte, dass das dunkle Geheimnis von Dexter jetzt einfach auffliegen muss. Eine richtig richtig spannende Krimiserie.
    Da kam es mir ganz recht, dass ich an die zwölfte und letzte Episode der Staffel frühzeitig ran gekommen bin, in der sich sehr viel in Wohlgefallen auflöst aber ohne, dass dies künstlich wirkt. Nur dass Sgt. Doakes stirbt, find‘ ich etwas schade. Den mochte ich recht gern, weil er irgendwie, vor allem in dieser Staffel, der Antiheld im Vergleich zu Dexter war, der für sich selbst ja eigentlich schon irgendwie ein Antiheld ist. Aber zum Glück starb Doakes nicht durch die Klinge Dexter’s.

    Desperate Housewives.Eine Serie, die ich erst seit letztem Sommer schaue ist Desperate Housewives. Naja, eigentlich ist das ja mehr die Serie von meiner Meerjungfrau, aber da es sich bei Desperate Housewives um leichte, schön beschwingte und seichte Handlung handelt, eigenet sie sich sehr schön zum Abschalten.
    Auch in der vierten Staffel wurden viele verstrickte Fäden von Verschwörung und Geheimnistuerei gesponnen, die jedoch abrupt durchschnitten wurden, denn nach gerade einmal neun Episoden fiel Desperate Housewives dem Drehbuchautorenstreik zum Opfer. Das tat der Serie gar nicht gut, denn viel war in den ersten neun Episoden eigentlich nicht passiert. Dafür gibt’s am Ende nochmal ’ne richtig spektakuläre Folge und ’nen richtig tollen Cliffhanger.

    Heroes.So richtig hart vom Drehbuchautorenstreik getroffen wurde auch Heroes. Gerade bei einer Serie mit so vielen Charakteren ist es wichtig, dass so eine Staffel gut durchdacht ist was natürlich nichts nutzt, wenn die Season nach gerade einmal elf Episoden vorzeitig abgebrochen wird.
    Viele haben geschimpft, dass sie es lieber gehabt hätten, wenn sich die Story an den bisher bekannten Charakteren weiter entwickelt anstatt eine Vielzahl neuer Personen und Fähigkeiten einzuführen. Mir gefiel das jedoch recht gut weil ich finde, dass die neuen Charaktere gut in die bisher bestehenden Handlungen eingebaut wurden. Außer vielleicht die Sache mit Caitlin. Aber das ist ja auch ’ne Sache, die mit Peter zu tun hat und den ich ohnehin nicht so gern mag. Dafür war der Handlungsstrang von Hiro wiedermal grandios.

    Nip/Tuck.It’s back: Nip/Tuck. Nach einer eher durchwachsenen viertel Staffel letzten Winter tut der Locationwechsel nach Los Angeles der Serie richtig gut. Und das Beste: Da Pruduzent und Drehbuchautor bei Nip/Tuck die selbe Person sind, braucht man ein unvorhergesehenes Ende der Staffel nicht befürchten, die diesmal ohnehin mit fast doppelt so vielen Episoden wie sonst aufwartet.
    Viele neue Aspekte fließen in die Staffel ein, was natürlich aufgrund der neuen Location in Hollywood ein Must ist. Dies gewürzt mit typischen Nip/Tuck-Tugenden wie Sex, Skandale, Provokation, Verführung und Christian Troy ergibt äußerst unterhaltsame und amüsante 45 Minuten. Nur die Patienten kommen meiner Meinung nach wieder etwas zu kurz, was der Serie in den ersten beiden Episoden viel Charme gab. Aber das hab ich ja auch schon bei den letzten Staffeln bemängelt.
    Bis Januar und dem Start von 24 ist Nip/Tuck jetzt die einzige englischsprachige Serie, die bei mir im Terminkalender steht.

    Dr. House.Ein bisschen aus der Reihe tanzt die Serie Dr. House. Denn hier sehe ich im Moment erst die im deutschsprachigen Raum ausgestrahlte dritte Staffel anstatt der in den USA laufenden vierten. Das hängt damit zusammen, dass ich ja aufgrund meines Nebenfachs ein wenig Ahnung von Medizin hab und deswegen auch den Krankengeschichten folgen will, was mir in der englischen Version beim besten Willen nicht gelingt. Zwar hab ich gehört, dass die vierte Staffel wieder grandios sein soll, für mich gibt’s die dann aber aller Voraussicht nach erst nächstes Jahr zu sehen.
    Auch die dritte Staffel ist ähnlich den ersten beiden Staffeln aufgebaut: In der ersten Hälfte gibt es eine mehrere Episoden überspannende Nebengeschichte, während es bei der zweiten Hälfte eigentlich egal ist, in welcher Reihenfolge man die Folgen sieht. Das ist wohl auch der Grund, warum es keinen Satz „previously on House“ gibt. Diesmal wird die Vicodin-Sucht von Greg House beleuchtet, genauer gesagt, wie er mit ihr und dem Gesetz in Konflikt gerät. Natürlich geht’s dabei wiedermal um die Prinzipientreue und Dickköpfigkeit von House. Aber ich will hier nicht zu viel verraten. Dafür hat man die damalige echte Verlobung der Schauspieler von Cameron und Chase für eine kleine Liebesgeschichte in der Serie verwendet.
    Es sind ja nur noch wenige Episoden der dritten Staffel, die mir jetzt noch fehlen und ich muss sagen, dass sie das Niveau der ersten beiden Staffeln meiner Meinung nach halten kann. Also freu ich mich schon riesig auf die vierte, in der’s ja einige personelle Änderungen gibt.

    Bleibt nur zu hoffen, dass die beiden von mir favorisierten Serien, die erst nächstes Jahr anlaufen (24 soll im Januar kommen, Lost sogar erst im Februar), nicht so stark vom Drehbuchautorenstreik betroffen sind wie Desperate Housewives und Heroes. Außerdem dürfte es im Sommer wohl eine fünfte Staffel 4400 geben. Genügend Handlung wär ja vorhanden.

    Von vielen Seiten hab ich schon gehört, dass es zahlreiche Bestrebungen gibt, die geplanten Inhalte der dem Streik zum Opfer gefallenen Serien doch noch an den Mann, als an’s Fernsehpublikum zu bringen. Allerdings weiß ich da nichts näheres. Wer sich da im Moment besser auskennt als ich, kann ja ’nen Kommentar verfassen.

  • Der Sommer ist da, die Serienkritiken auch.

    Gestern hab ich das Staffelfinale der dritten Staffel von Lost gesehen. Wie ich finde, ein guter Zeitpunkt, um ein wenig über die vergangene Seriensaison zu resümieren.

    • Die dritte Staffel Lost war alles in allem durchaus sehenswert, auch wenn ich persönlich die zweite Staffel besser fand. Die Episoden der dritten Staffel, die vor der Winterpause ausgestrahlt wurden, fand ich eher mau. Dafür haben die restlichen Episoden der Staffel wieder einiges gut gemacht. Man erfährt wirklich viel über die Anderen, was es mit ihnen auf sich hat und teilweise auch warum sie so sind, wie sie sind. Da waren ein paar richtig gute Folgen dabei mit überraschenden Wendungen und Verflechtungen. Das Finale jedoch hat mich ganz schön enttäuscht. Neutral betrachtet war schon einiges geboten, für ’ne Doppelfolge und vor allem das Finale fand ich das Ende jedoch ziemlich langweilig. Der Abschluss der zweiten Staffel hat mich da mehr vom Hocker gerissen. Auch der Cliffhanger zur vierten Staffel wirkte ein wenig künstlich aufgesetzt. Die Antworten, die man traditionell in den letzten Episoden einer Staffel zu sehen bekommt, sind diesmal auch eher kläglich ausgefallen.
    • Ganz ähnlich ging’s da Heroes. Auf jeden Fall eine sehr sehenswerte Serie, die ein ziemlich ausgelutschtes Thema (Menschen mit übernatürlichen Kräften) äußerst gekonnt neu inszeniert. Das Finale jedoch fand ich persönlich sehr unspektakulär. Keine wirklichen Überraschungen und jede Folge der „Golden Girls“ ist actionreicher. Nichts desto trotz freu ich mich auf eine zweite Staffel, die auch kommen wird, denn alles in allem hat Heroes sehr viel Spaß gemacht.
    • Bei den ganzen Enttäuschungen bei den Staffelfinalfolgen bin ich jetzt auf das von 24 gespannt. Laut Dom soll das doch recht sehenswert sein. Bis ich jedoch soweit bin, dauert’s noch ’n bisschen, weil ich davor noch die zweite Hälfte der sechsten Staffel konsumieren muss.

    Vielleicht entdeck ich im Sommer ’ne neue Serie, die mir gut gefällt. Kandidaten dafür gibt’s ja zu Hauf: Six Feet Under, Dr. House usw.

    Nächsten Herbst geht’s dann volle Kanne weiter: neue Staffel Lost (die Vierte), neue Staffel Heroes (die Zweite), neue Staffel Dexter (die Zweite), (wider der ursprünglichen Vermutung) neue Staffel Nip/Tuck und vielleicht auch eine komplett neue Serie.

  • So schön, schön war die Zeit…

    Sodala, heute is d’Uni wieder losgegangen. Das bedeutet, dass neun Wochen traumhafte Ferien zu Ende sind.

    Waren ja die letzten Ferien, bevor’s im Sommer dann so langsam mit meinen Diplomprüfungen los geht, deswegen musste die freie Zeit maximal entspannt werden. Mal ein wenig resümieren, was ich in den letzten Wochen so getrieben hab:

    • Die ersten fünf Staffeln 24 reingezogen. Die bisher von der sechsten Staffel erschienenen Folgen hab ich mir schon mal vorsorglich besorgt.
    • Vier Rechner/Server neu aufgesetzt.
    • Titan Quest durchgespielt und von Add-On die Hälfte.
    • Angefangen, Command & Conquer 3: Tiberium Wars zu zocken.
    • Viel ausgeschlafen und mit meiner Karin unternommen.
    • Viereinhalb Tage Schiurlaub in Hinterstoder.
    • Viel gejoggt, Fußball- und Volleyball gespielt und dabei fünf Kilo Fett verbrannt (dürfte sogar ’n bisschen mehr gewesen sein, denn ein wenig Muskelmasse wird wohl auch dazu gekommen sein).
    • Mit meinem Hauptseminar für dieses Semester angefangen und meine Gliederung erfolgreich absegnen lassen.
    • Meiner neuen Nachhilfeschülerin erfolgreich durch ihre letzte Schulaufgabe geholfen.
    • ‚Nen Abstecher zu meiner Tante nach Thüringen und anschließend zum Corny nach Erlangen.
    • In München mit neuen Klamotten eingedeckt und bei der Gelegenheit ’nen Abstecher ins Sealife gemacht.

    Naja, das heißt ja jetzt nicht, dass mein Leben von gestern auf heute grauenhaft geworden ist. War schon wieder schön, meine ganzen Unileute heute zu treffen. Und bei dem schönen Wetter ist ja im Moment auch einiges geplant: Donnerstag ab in’s Rusticana, am Freitag muss ich meinen Titel beim Nagus‘ all in! verteidigen und am Samstag findet bei den Zwillingen traditionell die Semester-Opening-Party statt.

  • 24.

    Neben Stargate gehört 24 zu den Serien, von denen ich immer wieder hör „Mei, die is so gut“, „Bua, da haben’s sich wieder was Spannendes ausgedacht“ oder „Die Staffel is noch besser als die letzte, wobei ich garned geglaubt hab, dass des geht“.

    Nachdem’s von 24 im Gegensatz zu Stargate noch ’ne halbwegs überschaubare Anzahl vom Staffeln gibt, hab ich mich entschlossen, mich in den Ferien mal groß mit 24 einzudecken und mir Stück für Stück die Episoden rein zu ziehen.

    Mittlerweile hab ich die erste Staffel durch und muss sagen, dass ich keinesfalls enttäuscht wurde. Eigentlich hätte man aus dieser einen Staffel auch gleich zwei machen können, denn der zweite Teil bringt nochmal richtig viel Neues, von dem man gar ned geglaubt hätte, dass man die bisher bestehende Story noch so gut ausbauen kann.

    Ganz zum Schluss wird’s mir zwar zu sehr „Superheld Jack Bauer“-mäßig, aber alles in allem hat mir die erste Staffel hervorragend gefallen, was dazu geführt hat, dass ich ’n paar mal ned vor vier Uhr in der Früh ins Bett gekommen bin.

    Auf jeden Fall ist jetzt die Vorfreude groß, denn die Staffeln zwei bis vier hab ich auch schon daheim und die werden mir vermutlich wieder schlaflose Nächte bereiten. Denn was man so hört, wird 24 im Laufe der Zeit eher noch besser als dass sie abgebaut.