Doom + Prey + F.E.A.R. + Event Horizon = Dead Space.

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Dead Space.Die wenige Freizeit, die ich im Moment habe, will gut (nicht unbedingt sinnvoll) genutzt sein. Was macht also ein Mitzwanziger nach Feierabend? Genau: Zocken, daddeln, Computer spielen und zwar in den letzten Wochen (! ja, Freizeit ist im Moment wirklich knapp bemessen) Dead Space.

Der Titel dieses Eintrags charakterisiert das Spiel schon recht treffend: Ein Gruselshooter mit zahlreichen Schreck- und Splattermomenten, allerdings einer vom Feinsten.

Zunächst mal muss das wirklich überragende Leveldesign gelobt werden. Das ist zwar so linear wie ein Schlauch und jedes Level ist im Prinzip gleich aufgebaut (Ausgangspunkt mit zwei oder mehr abzweigenden Gängen die man im Laufe des Levels abklappert um genretypische Gegenstände (Keycards, Steuermodule etc.) zu bekommen), jedoch bieten alle Level extrem viel Abwechslung: Da muss man in einem Spielabschnitt das Geisterschiff, auf dem die Handlung spielt, vor den Felsbrocken eines Asteroidenfeldes schützen. Ein anderes mal gilt es eine Kommunikationsantenne auszurichten oder die magnetischen Halterungen zu lösen, die einen gigantischen Felsbrocken im Lagerhangar halten. Dann wiederum stattet man der biologischen Einheit des Schiffes, in der die Schiffsvorräte herangezüchtet werden, einen Besuch ab, nachdem man in der medizinischen Abteilung des Schiffes vor lauter Blut höllisch aufpassen musste, dass man nicht ausrutscht. Dazu passend gibt’s in jedem Level die richtige Atmosphäre: In der Biostation scheint die Luftfeuchtigkeit so hoch, dass man meint, man könnte die Luft in Würfel schneiden. Die Soundkulisse in technischen Levels ist so authentisch gemacht, dass man das Gefühl hat, den Rost in der Luft schmecken zu können. Und in den Außenlevels auf der beschädigten USG Ishimura ist das Vakuum so passend getroffen, dass Selbstmordgefährdete am liebsten in die Unendlichkeit des Weltalls springen würden.

Sehr wichtig bei einem Shooter sind selbstverständlich die Gegner, die das Programm einem auf den Hals hetzt. Das sind allesamt grässlich entstellte ehemalige Mitglieder der Boardcrew, die es gilt, mit wenigen, dafür aber sinnvollen Waffen auszuschalten. Nicht der bekannte Headshot führt hier zum Ziel sondern das sorgfältige Abtrennen der Gliedmaßen. Das ist mal was Neues, jedoch alles andere als jugendfrei. Denn neben dem Gliedmaßenabtrennen sorgen die zahlreichen Mutanten für zahlreiche Schreckmomente und sehen wirklich zum fürchten aus.

Fluch und Segen des Spiels ist seine Steuerung. Hier merkt man ganz eindeutig die Konsolenherkunft des Blockbusters: Die Maussteuerung ist wirklich extrem schwammig. Zielen wird hier zum Glücksspiel, was das treffen der Extremitäten der Widersacher alles andere als einfach macht. Hat man sich daran aber mal gewöhnt, kann man sich über das anzeigelose HUD freuen. Alle Spielinformationen werden entweder als Hologramme in den Raum projiziert (Videobotschaften, Aufträge, Inventar etc.) oder sind direkt am Spieler ablesbar (Gesundheit, Munitionsvorrat etc.). Dem Protagonisten blickt man dabei in 3rd Person-Manier schräg über die Schulter. Ungewohnt aber klasse.

Bei den zahlreichen kleinen Raffinessen des Spiels muss unbedingt noch das Wegfindesignal erwähnt werden. Weiß man nicht weiter, reicht ein Druck auf B, schon weist ein Leuchtsignal den Weg. Aufgrund des Leveldesigns ist das zwar nicht oft nötig, verhindert aber geschickt Leerlaufphasen in denen man nach dem Weg sucht, die sonst die wirklich grandiose Atmosphäre aussaugen würden.

Die zwölf Levels hatte ich in gut neun Stunden durchgespielt. Neun Stunden voller Abwechslung (mag man eigentlich nicht glauben, wenn man die meiste Zeit auf einem Raumschiff mit Innenlevels unterwegs ist), Grusel und Horror (und dazu gehört nicht nur Schreck sondern auch subtile Angst und beklemmende Atmosphäre), einer ungewohnten aber mal etwas anderen Steuerung und einer für das Genre doch recht abwechslungsreichen Story.

Meinen Lesern möchte ich noch den Videotest auf gamestar.de empfehlen. Der zeigt Dead Space in bewegten Bildern und so ziemlich alle erwähnenswerten Aspekte des Spiels werden angesprochen.

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