…ist wohl das passende Motto für die deutschen Athleten bei den Olympischen Spielen, die derzeit in Peking statt finden. Aber zunächst mal von Vorne.
Im Moment ist eine herrliche Zeit für Sportinteressierte, denn nie hat man die Möglichkeit, so viele Sportveranstaltungen mitzuverfolgen, wie bei Olympischen Spielen. Die Öffentlich-Rechtlichen berichten jeden Tag auf bis zu fünf Sendern aus China. So kann sich jeder seine Lieblingssportart heraus picken. Und da ich im Moment das Glück habe, mir meine Frei- und Arbeitszeit flexibel einzuteilen, investiere ich erstere vormittags gerne in „Olympia gucken“.
Allerdings schneiden unsere Olympioniken diesmal bisher noch nicht so berauschend ab. Bis zum jetzigen Zeitpunkt gab’s erst zwei Medaillen. Der chinesische Gastgeber hat bis hierher fast schon das Vierfache an goldenen Auszeichnungen eingeheimst. Das macht mir persönlich jedoch nichts aus, da man der Wahrheit ins Gesicht blicken muss: Solche Kaderschmieden, Eliteinternate, finanzielle Ausstattung und öffentliche Anerkennung wie in manch anderem Land findet man hierzulande eben nicht. Außerdem gehen meiner Meinung nach viele deutsche Athleten zu verkrampft in das Turnier, vor allem, wenn sie als „Medaillenhoffnung“ gehandelt werden.
Aber so schlimm finde ich das persönlich gar nicht. Mich interessieren ohnehin mehr die Mannschaftssportarten, bei denen’s natürlich nicht so viel Edelmetall zu holen gibt, wir aber richtig gut mitmischen. Ob Hockey, Fuß-, Hand- oder Basketball, mindestens eine der Frauen- oder Herrenmannschaft der jeweiligen Sportart hat sich bisher grandios präsentiert. Außerdem handelt es sich bei den Teamsportarten um richtige Turniere, wie man sie auch bei Europa- oder Weltmeisterschaften sieht, die gern mal ein paar Wochen dauern. Da ist die Spannung meiner Meinung nach viel höher.
Natürlich liegt auch viel Schatten auf den Olympischen Spielen. Ob jetzt Doping oder die mit westlichen Idealen doch ganz häufig kollidierende Politik des Gastgebers, zu diskutieren gäb’s da Einiges. Mich interessiert (zumindest momentan) jedoch eher der sportliche Auspekt und bei dem komme ich im Moment voll auf meine Kosten. Für die anderen beiden Themen finde ich vielleicht ein andermal Gelegenheit, mich zu äußern.
Abschließend will ich noch anmerken, dass man die Regel der antiken Olympischen Spiele, während den Wettkämpfen die Waffen ruhen zu lassen, durchaus in die Neuzeit übertragen könnte, wenn man mal einen Blick nach Georgien wirft.
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