Kategorie: Sport

Meinungen und private Erlebnisse aus dem Bereich Sport.

  • Anpfiff.

    Seit Samstag ist es wieder soweit: König Fußball regiert, naja, nicht die Welt, aber immerhin Europa. In den nächsten drei Wochen werd‘ ich an dieser Stelle ab und zu meinen Senf zu den Spielen abgeben. Zwar nicht so oft wie da Dom, aber in Zukunft gibt’s wieder mehr Gebloggtes von mir.

    Das Eröffnungsspiel lief tragisch für die Schweizer. Nicht nur, dass sie über weite Strecken des Spiels klar die bessere Mannschaft waren, nein, muss sich auch noch ihr Leitwolf einen Teilinnenbandabriss im Knie zuziehen. Das ist natürlich nicht gerade der Stimmung im eigenen Land dienlich.

    Dafür zeigten die Portugiesen im zweiten Spiel der EM zumindest in der zweiten Halbzeit, dass man durchaus mit ihnen rechnen kann. In einem über weite Strecken durchaus unterhaltenden Spiel besiegten sie die Türken.

    Auch für den zweiten Gastgeber des Turniers Österreich lief das erste Spiel alles andere als geplant. Böse Zungen behaupten, dass für unsere rot-weiß-roten Nachbarn das Turnier nach vier Minuten vorbei war, als die Kroaten einen berechtigten Foul-Elfmeter verwandelten und somit auch den Endstand einstellten.

    Sonst hab ich von dem Spiel nichts gesehen, da ich ‚m Tom beim Aufbauen für seine Fußball-Party anlässlich des ersten Deutschlandspiels geholfen habe. Neben Unmengen Daiquiri gab’s Gegrilltes satt und eine fußballwütige Partymeute, wie man auf den beiden Bildern unten sieht. Nach’m Essen fassen ging’s in den Partyraum zur Drei-Meter-Leinwand. Meiner Meinung nach haben unsere Nationalkicker verdient gewonnen, auch wenn die Polen die ein oder andere Chance für ein Tor hatten. Dafür gab’s unsererseits die ein oder andere Gelegenheit, die drin sein hätt‘ können, nein müssen. Besonders gut hat mir der Einsatz unserer Spieler gefallen, um jeden Ball zu fighten und das schnelle direkte Passspiel, das die Polen ab und zu ganz schön alt aussehen hat lassen.

    Auf jeden Fall ist die nächsten drei Wochen viel Fußball gucken angesagt. Eine, zumindest für mich, schöne Zeit steht bevor.


    An gleich drei Fleisch-Garungsmaschinen (besser bekannt als Grill) wurde gebrutzelt.


    Die Kriegsbemalung sitzt. Bei jedem Wetter.

  • Nagus‘ all in! Die Sechste.

    Poker.So langsam aber sicher nähert sich das Semester dem Ende zu und das bedeutet unter anderem, dass wieder mal der Nagus‘ all in! auf’m Terminkalender steht, diesmal in seiner sechten Auflage.

    Da die letzten beiden Male nicht all zu viele gute Hände aufeinander geprallt sind, waren auch größere Showdowns eher Mangelware, was den Unterhaltungswert deutlich senkte. Das hatte diesmal ein Ende: Zwar gab’s in der Mitte des Pokerabends mal ’nen kleineren Durchhänger, aber abgesehen davon gab es Zwei- und Dreikämpfe am laufenden Band, genau so wie All-Ins noch und nöcher. Und endlich gab’s auch wieder ein paar Turns und River, bei denen der Sieg hin- und hergereicht wurde. Genauso wechselte die Chipleaderschaft hin und her wie ein wedelnder Kuhschwanz, ebenso wie der Small Stack. Deswegen war’s mit über viereinhalb Stunden wohl auch der längste bisherige Nagus‘ all in! obwohl wir mit acht Personen eher normal- als überbesetzt waren. Ein weiteres Merkmal des Abends war ein sehr besonnenes spielen: Eigentlich schied keiner aus, weil er aus Ungeduld oder Hektik eine Hand gespielt hat, mit der er normalerweise nicht mitgegangen wäre. So entschied sehr oft das Glück über Sieg oder Niederlage.

    Für mich persönlich lief der Abend unter’m Strich auch äußerst erfolgreich. Zwar war ich ’nen Großteil des Abends, vor allem in der zweiten Hälfte, Small Stack, dafür hatte ich bis auf eine einzige Ausnahme in der richtigen Situation immer die richtige Portion Glück, ich mein, eine richtig große Portion Glück. Da Flo und d’Steph können da ein Lied davon singen. Und da ich wie eigentlich alle recht diszipliniert gespielt habe, reichte es insgesamt für Platz 2. In einem äußerst kurzen (gerade einmal vier Spiele dauernden) Heads-Up unterlag ich ‚m Flo, der’s erste mal Nagus‘ all in!-Champion wurde. Gratulation! Sowas gibt’s aber auch nicht oft, dass in den ersten vier Spielen eines Heads-Up drei mal All-In gegangen wird. Dementsprechend schnell lag dann auch die Entscheidung fest.

    Dem Anlass entsprechend hab ich die ewige Bestenliste auf den neuesten Stand gebracht. Durch seinen Sieg kann sich da Flo fünf Plätze nach oben schieben und verdrängt somit d’Steph, ’n Coco, ’n Sorge, ’n Dom und’n Christoph um jeweils einen Platz nach unten.

    gold silber bronze 4. 5. 6. 7. 8. 9. Teiln.
    egal 1. Christoph R. 2x 1x – 1x 2x – – – – 6
    egal 2. Michael N. 1x 1x – – – – – 2x – 4
    up 3. Florian N. 1x – 1x 1x 2x 1x – – – 6
    down 4. Stephanie S. 1x – 1x 1x – – 1x – – 4
    down 5. Fabian F. 1x – – – – 1x – – – 2
    down 6. Andreas S. – 2x 1x – – 1x – 1x 1x 6
    down 7. Dominik S. – 1x 1x 3x – – – 1x – 6
    down 8. Christoph E. – 1x – – 1x – – – – 2
    egal 9. Matthias S. – – 1x – – 1x 2x – – 4
    egal 10. Christoph W. – – 1x – – – – – – 1
    egal 11. Nicole H. – – – – 1x – – – – 1
    egal 12. Sabrina S. – – – – – 1x – – – 1
    egal 13. Daniel H. – – – – – – 1x – – 1
    egal Michael K. – – – – – – 1x – – 1

    Nachtrag (am 19.01.2008):
    Auch der Chef selbst hat mittlerweile zu gestern Abend gebloggt.

  • Joggen 2.0.

    Als ich mir vor gut einem Jahr beim Fußball im linken Fuß das vordere Außenband an- und das mittlere Außenband durchgerissen hatte stand für mich fest, dass ich im Frühjahr, wenn wieder alles gut verheilt ist, richtig mit Sport anfangen will, ja sogar muss. Schließlich wächst so ein Außenband von allein nicht mehr zusammen und eine Operation ist in solchen Fällen eher unüblich. Und da zwei Außenbänder natürlich nicht so gut halten wie drei, wollen die verbleibenden stark und fit trainiert werden. Also beschloss ich im Frühjahr diesen Jahres, nach mehreren Jahren der sportlichen Ebbe, intensiv mit’m Joggen anzufangen, worüber ich an dieser Stelle ja schon mehrfach berichtet habe. Die Joggingstrecke direkt vor der Haustür kam mir da natürlich nur recht.

    Ich war auch wirklich sehr viel unterwegs, denn zu den 932 Anfangskalorien sind mittlerweile weitere 84.937 dazu gekommen, oder eigentlich viel mehr verbrennt worden. Jedoch ebbte das Joggingverhalten mit unterschreiten der 5°C-Marke Mitte Oktober sehr rasch ab. Klar, da kann man nicht einfach mehr mit kurzer Hose und Baumwoll-T-Shirt raus, auch wenn man ’nen Puls von 165 Schlägen pro Minute hat. Kommt dann da ein kleiner Windstoß, wünscht man sich ganz schnell die Klimaerwärmung her.

    Tja, aber dieses „nicht mehr joggen“ bekam mir gar nicht gut: Nicht, dass ich klopsiger geworden wäre, das überhaupt nicht. Aber kaum gab’s den ersten Schnee, wurde ich auch gleich so richtig krank, was ich eigenlich seit Jahren nicht mehr war. Also so richtig richtig krank. Und meine derzeitige kleine Winterdepression schieb‘ ich auch hauptsächlich auf den reduzierten Sport.

    Also musste eine Lösung her und da Weihnachten vor der Tür steht und ich noch kein Geschenk für mich wusste, dass ich mir wünschen könnte dachte ich mir, ich wünsch mir tolle Klamotten zum Joggen in der kalten Jahreszeit. So richtig tolle sündhaft teure Spezialteile mit „Schweiß nach Außen leit‘, Wind abweis‘, warm halt’“-Effekt. Meine Wahl viel dann natürlich auch auf das Beste vom Besten von Odlo und Löffler, denn für einen selbst ist natürlich nichts zu teuer.

    So, und letzten Donnerstag war’s dann soweit: Die neuen Klamotten mussten dann gleich mal in einem Härtetest eingeweiht werden. Temperaturen um den Gefrierpunkt, mäßiger bis auffrischender Wind, nur der Regen hat gefehlt. Aber Moment mal, ist denn heut‘ schon Weihnachten? Naja, eigentlich ned, aber meine Mum, die Hauptsponsor der Joggingausrüstung war hat gemeint, dass das schon in Ordnung geht, wenn ich die High-Tech-Sachen schon vor der Bescherung nutze.

    Und tatsächlich: Die Investition hat sich voll und ganz gelohnt denn mir war weder zu kalt, noch könnte ich mich beschweren, dass mir die Soße herunter gelaufen wäre. Da macht der Sport wieder richtig Spaß und der Spruch „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Ausrüstung“ bekommt richtig Bedeutung. Ich war zwar noch nicht so schnell unterwegs wie im Sommer ich werd‘ eines meiner Ziele von 100.000 verbrutzelten Kalorien in diesem Jahr wohl nimma schaffen, das ist aber weiter nicht schlimm, denn solang kein Schnee liegt kann ich endlich wieder zum Joggen gehen, HURRA!

  • Ohne England fahr’n wir zur EM.

    Die Nationalflagge von England.

    Vor sechs Jahren erwischte es unsere Wohnwagen chauffierenden niederländischen Nachbarn, die nicht bei der WM 2002 dabei waren, diesmal sind es die Ham & Eggs verzehrenden Briten, die als eine der großen Fußballnationen nicht mit zur Europameisterschaft im kommenden Jahr fahren.

    Ein Unentschieden gegen die bereits für die Endrunde qualifizierten Kroaten hätte dem Mutterland des Fußballs für die Teilnahme gereicht. Jedoch unterlagen die Engländer in einem hoch unterhaltsamen und dramatischen Match 2:3, während Russland sich auf Malta Andorra nicht gerade mit Ru(h)m bekleckerte und gerade einmal mit 1:0 gewann. Das reichte jedoch als Todesstoß für die Insulaner des Nordens, die nun erstmals seit 24 Jahren nicht bei einer Europameisterschaft dabei sind. Stattdessen fahren die Russen nächstes Jahr nach Österreich und in die Schweiz. Zwar waren die letzten Partien vom Land des Kaviar und der Matroschka-Puppen jetzt nicht gerade berauschend, ganz unverdient ist die Qualifikation jedoch auch nicht.

    Ehrlich gesagt finde ich es ziemlich schade, dass die Engländer nicht dabei sind. Klar zaubert die Schadenfreude ein kleines Grinsen in mein Gesicht. Andererseits ist die Begegnung Deutschland – England wirklich ein Klassiker, den’s jetzt jedoch nächstes Jahr leider nicht geben wird. Außerdem waren die Briten im Elfmeterschießen eines Viertel- oder Halbfinales immer schon eine Garantie für’s Weiterkommen des Gegners, auf die wir jetzt leider verzichten müssen.

    Aber nicht nur die Briten hatten ihre Müh‘ und Not mit der Qualifikation: Auch die großen Fußballnationen Portugal und Italien konnten sich erst am letzten Spieltag definitiv für das größte europäische Fußballturnier qualifizieren. Da stachen wir Deutschen, die nach dem viert letzten Spieltag ihr Ticket schon in der Tasche hatten, positiv heraus.


  • Nagus‘ all in! Die Fünfte.

    Traditionsgemäß findet bei uns zum Anfang der Vorlesungszeit ein großes Pokerturnier statt, der Nagus‘ all in, ausgerichtet vom Dom. Am Freitag war’s wieder mal so weit: Die fünfte Auflage unseres Hauspokerturniers stand an.

    Diesmal waren mit neun Leuten so viele dabei wie noch nie. Neben ‚m Christoph, der das ganze letzte Jahr in Schottland war und deswegen bei den ersten vier Auflagen unseres Pokerturniers leider nicht dabei sein konnte, war diesmal auch da Daniel mit von der Partie, der neue Mitbewohner der Schmid’schen WG in Passau, welche auch die Location des Turniers war.

    Damit das hier kein Roman wird, hier mal stichpunktartig die Besonderheiten, Hochs und Tiefs des Abends:

    • Andi „Zergl“ S., seines Zeichens immerhin auf Platz 5 (siehe weiter unten) der ewigen Bestenliste des Nagus‘ all in! und derjenige, mit den meisten Top3-Platzierungen, musste als erster gehen und das obwohl er sich kurz davor bereits ein weiteres mal eingekauft hatte.
    • Dom „Nagus“ S., Ausrichter des Turniers, ging’s da nicht viel besser: Obwohl er zu Anfang recht schnell sein Startkapital fast verdreifachen konnte, änderte das nichts daran, dass er als Zweiter gehen musste.
    • Schon wie beim vierten Nagus‘ all in! war das Turnier in der Mitte des Abends geprägt von wenig Risiko und wenigen spannenden Showdows, was wohl auch daran lag, dass selten gute Hände aufeinander prallten und die beiden „Drunken Monkey“-Spieler Dom und Sorge schon früh vom Tisch gingen.
    • Matthias „Hias“ S. wurde meiner Meinung nach zum Spieler des Abends: Da der Titelverteidiger Fabian „Coco“ F. relativ früh ausschied und er die Mitfahrgelegenheit für’n Hias war, spielte er ziemlich riskant um möglichst bald seine Chips los zu werden. Das ging aber „nach hinten“ los, denn diese Spielweise war so erfolgreich, dass es am Schluss für Platz drei reichte, seine beste Platzierung bisher. Auch ich wurde Opfer dieser Spielweise, denn so verlor ich meine beiden wohl wichtigsten Spiele des Abends, obwohl ich gute Karten hatte, da Hias jedoch die wesentlich größere Portion Glück.
    • Meine Wenigkeit verließ als Fünfter den Tisch. Dafür gab’s Platz vier des Abends. Also weit entfernt von meinen Glanzzeiten, als ich zwei mal in Folge das Turnier für mich entscheiden konnte. Im Vergleich zum letzten mal aber immerhin eine Steigerung um einen Platz, was mich jedoch auch nicht in die Zonen des Geld gewinnens brachte.
    • Keiner der letzten drei, die sich ins Finale spielen konnten, war bisher Nagus‘ all in! Champion. Darunter war die Familie Schmid mit gleich zwei Teilnehmern vertreten, was das frühe Scheitern vom Dom, der sich für den Abend einiges vorgenommen hatte, etwas relativierte.
    • Ins Heads-Up schafften es mit Stephi „Steph“ S. und Christoph „Biffboff“ E. zwei nach ihren Angaben vollkommen unerfahrene Heads-Up Spieler in eben jenes. Das war aber ganz gut, denn die beiden lieferten sich ein relativ kurzes aber auch kurzweiliges Finale, in dem’s nochmal schön hin und her ging und aus dem d’Steph als Siegerin hervor ging. Herzlichen Glückwunsch!

    Im Gegensatz zum entsprechenden Eintrag im Blog vom Dom will ich hier direkt die ewige Bestenliste des Nagus‘ all in! online stellen. Natürlich werde ich sie nach jedem Turnier aktualisieren und dann immer mit dem entsprechenden Blogeintrag veröffentlichen.

    gold silber bronze 4. 5. 6. 7. 8. 9. Teiln.
    new 1. Christoph R. 2x – – 1x 2x – – – – 5
    new 2. Michael N. 1x 1x – – – – – 1x – 3
    new 3. Stephanie S. 1x – 1x – – – 1x – – 3
    new 4. Fabian F. 1x – – – – 1x – – – 2
    new 5. Andreas S. – 2x 1x – – – – 1x 1x 5
    new 6. Dominik S. – 1x – 3x – – – 1x – 5
    new 7. Christoph E. – 1x – – – – – – – 1
    new 8. Florian N. – – 1x 1x 2x 1x – – – 5
    new 9. Matthias S. – – 1x – – 1x 1x – – 3
    new 10. Christoph W. – – 1x – – – – – – 1
    new 11. Nicole H. – – – – 1x – – – – 1
    new 12. Sabrina S. – – – – – 1x – – – 1
    new 13. Daniel H. – – – – – – 1x – – 1
    new Michael K. – – – – – – 1x – – 1
  • Durch Wind und Wetter.

    Mittwoch, 04.07.2007, 19.53 Uhr. Irgendwo zwischen Witzmannsberg und Tittling, Bayern, Deutschland, Europa, Erde (der dritte Planet von Innen in unserem Sonnensystem). Strömender Regen, Gewitter mit Blitz und Donner. Mittendrin, joggenderweise: Ich.

    Recht abenteuerlich war das gestern Abend beim Joggen. Die letzten vier Kilometer öffnet der Himmel seine Schleusen, und zwar so, dass sie nicht weiter aufgehen. Der Donau-Ilz-Radweg (was früher die Bahnstrecke Deggendorf-Kalteneck war) nimmt sumpfige Strukturen an, vor lauter Regen sieht man keine 50 Meter weit. Kein trockener Quadratmillimeter lässt sich mehr an mir finden, als ich zu Hause ankomme, im Gegenteil: Meine Klamotten lassen sich richtig kräftig auswringen. Immerhin hat’s der MP3-Player überlebt.

    Aber wer bis zum Herbst die Strecke Tittling-Kalteneck hin und zurück in einem Stück schaffen will, der muss halt trainieren. Insgesamt ist die Strecke 17 Kilometer lang, die erste Hälfte geht’s kontinuierlich 250 Höhenmeter bergab, dafür geht’s dann zurück kontinuierlich 250 Höhenmeter bergauf. Jeden Monat will ich zwei Kilometer mehr schaffen, im Moment steh ich bei vierzehn, hab also fast mein Ziel erreicht. Zwei mal die Woche geht’s raus auf den Donau-Ilz-Radweg zum trainieren.
    Optimal ist, dass auf der Hälfte der Strecke ’n Klärwerk steht, bei dem man auch parken kann. Da kann man dann gut ’n paar Wasservorräte im Auto deponieren, die bei so ’ner langen Joggingstrecke absolut von Nöten sind (vorausgesetzt, es regnet nicht so sintflurartig wie gestern, da musste man nur den Mund aufmachen). Deswegen park ich immer da, lauf erstmal je viereinhalb Kilometer hoch nach Tittling und wieder zurück, mach Trinkpause und will’s dann eben schaffen, je vier Kilometer runter nach Kalteneck und wieder zurück zun laufen.
    Auf der ganzen Strecke verbrutzelt man dann je nach Geschwindigkeit (will das Ganze in unter zwei Stunden schaffen) um die 2000 kcal, was immerhin dem Minimum entspricht, was eine erwachsenen Frau täglich zu sich nehmen soll.

  • Je schlechter das Wetter,…

    War heut Nachmittag beim Joggen. Eigentlich hab ich das mehr zur Besänftigung meines schlechten Gewissens gemacht, denn mit meinem Hauptseminar geht’s nicht so zügig voran, wie ich das eigentlich vorhatte. Also dann ab zur Leibesertüchtigung, immerhin für den Körper was Sinnvolles tun.

    Dabei jogge ich im Moment immer acht bis zehn Kilometer auf dem neuen Donau-Ilz-Radweg, der praktisch vor meiner Haustür vorbei läuft. Früher was das die bayerwäldliche Bahnverbindung von Passau nach Deggendorf, die aber schon seit Jahrzehnten still gelegt ist.

    Auf jeden Fall ist mir heute aufgefallen, dass richtig viel los auf’m Radweg war: Ein paar Kinderwagen schiebende Mütter, ein paar andere Leute die beim Joggen fit bleiben wollen, ein paar Spaziergänger, der Förster und die weibliche tittlinger High-Society beim Nordic Walking.
    Und das bei 3°C und heftigem Schneegestöber. Dabei noch recht straffer Wind. Am Wochenende, als das Wetter noch wesentlich freundlicher war, war nicht so viel wie in den letzten beiden Tagen los. Hat die tittlinger Bevölkerung etwa noch Wintersehnsucht? Oder ist kaltes Wetter der neueste Wellness-Trend?
    Auf jeden Fall hab ich fest gestellt, dass man nahe dem Gefrierpunkt den Puls schön konstant über 150 Schlägen pro Minute halten sollte.

  • Finale, ohhohh, Finale, ohohohoh!!!

    War gestern samt meiner Meerjungfrau, ‚m Jojo und seiner Freundin und deren Schwester und’m Tom das erste mal in der passauer Eis-Arena. Da wollte ich schon lange mal hin, denn die passauer Black Hawks sind eigentlich ’ne ziemlich gute Eishockey Mannschaft und wenn man so ’nen Verein schon in der Stadt hat, dann muss man den sich schon auch mal anschau’n.

    Gestern war’s dann endlich soweit zum entscheidenden Halbfinalspiel gegen Schweinfurt um die Bayernligameisterschaft. Nach einem Sieg und einer Niederlage musste gestern Abend die Entscheidung fallen. Und das tat sie: Gleich 8:0 haben wir gewonnen. Das ist natürlich ein super Ergebnis für jemanden, der zum ersten mal live bei ’nem Eishockeyspiel dabei ist.

    Die Schweinfurter erwiesen sich dann auch als sehr gute Verlierer, als sie im letzten Drittel per Polonaise laut grölend durch die Halle zogen und für noch bessere Stimmung sorgten.

    Leider werd‘ ich mir das Finale (das dann in Deggendorf statt findet) ned anschau’n können, weil ich da in Thüringen sein werd, aber dazu wird’s wohl noch ’nen eigenen Blogeintrag geben.

    Fotos hab ich leider keine g’macht, weil ich nicht an meine Digicam gedacht hab. Aber dafür denk ich, dass ich in Zukunft öfters bei den Black Hawk Spielen dabei sein werde, vor allem weil fünf Euro Eintritt für Studenten pro Spiel wirklich ’n fairer Preis sind.

  • Deutschland, ein Wintermärchen.

    Was unsere Fußballer im vergangenen Sommer leider nicht erreicht haben, ist unseren Handballern gestern nach 29 Jahren wiedermal gelungen: Der Gewinn der Weltmeisterschaft.

    Zwar lief das Ganze nicht mit so großem medialen Interesse ab, spannend war’s aber allemal. Ich selbst bin leider nur dazu gekommen, mir das Finale gestern live anzusehen denn alle anderen wichtigen Spiele unserer Nationalwerfer- und blocker kollidierten leider bei mir mit der Uni. Dafür hab ich die Ergebnisse immer brav im Internet nachgeschlagen und die Freude über den Einzug ins Finale war deswegen nicht weniger groß.

    Das Finale gestern war dann über weite Strecken ’ne recht klare Sache: Kein einziges mal im Rückstand, zeitweise sieben Tore Vorsprung, das sind schon recht eindeutige Fakten.
    OK, man muss sagen, dass die Polen nicht gerade vom Glück verfolgt waren (zahlreiche Latten- und Pfostentreffer, (wiedermal) überragende deutsche Torwartleistung). Trotzdem hätte ich mir ein ein wenig spannenderes Finale gewünscht, vor allem nach dem Krimi im Halbfinale gegen Frankreich. Bis auf die Mitte der zweiten Halbzeit war die Sache aber recht klar und das Endergebnis von 29:25 spricht für sich.

    Trotzdem ist die Freude groß. Gratulation an die deutsche (Handball-) Nationalmannschaft. Ihr habt’s euch verdient. Wir sind Weltmeister.

  • Schädel-Hirn-Schleuder-Trauma.

    Letzten Mittwoch war ich zam mit’m Tom und seiner Schwester für’n paar Stunden am Vormittag ’s erste mal in diesem Winter beim Snowboarden. Dank der mittlerweile recht gut ausgebauten Strecken lässt sich der Hochficht mittlerweile in gut 40 Minuten von Tittling aus erreichen. Zwar war nur einer der beiden großen Lifte in Betrieb, aber da Mittwoch Vormittags tendentiell wenig los ist auf österreichischen Pisten, gab’s keine all zu langen Wartezeiten an den Lifen.

    Angenehme -5°C hatte es und der Schnee war einfach traumhaft. Bin glaub ich schon zeit zwei, drei Jahren auf keinem so guten, unvereisten Schnee mehr gefahren. War wirklich ein riesiges Wintersportvergnügen. Oben am Gipfel gab’s sogar strahlenden Sonnenschein. Eine traumhafte Winterkulisse.

    Leider gab’s ’ne einzige Stelle auf ’ner einzigen Piste, die leider etwas eisig war, was ich natürlich gleich unterschätzt hatte und es mich dort ’s einzige mal an dem Tag so richtig g’legt hat. Natürlich volle Pulle auf mein‘ Belle, was zu spektakulärem Sternchensehen geführt hat. In Folge darauf hab ich dann noch ’n paar Minuten danach bunte Flecken gesehen.
    Naja, all zu schlimm hat’s mich dann wohl doch ned erwischt: Zwar hatte ich am restlichen Mittwoch noch ’n bisschen Kopfschmerzen, die ließen sich aber mit einem Gramm Acetyl-Salicyl-Säure gut bekämpfen. Seit Donnerstag hab ich dann auch noch ’n bisschen Nackenschmerzen, aber das muss nicht unbedingt von dem Sturz kommen.
    Zum Arzt werd ich auf jeden Fall jetzt mal noch ned schaun, hab ned das Gefühl, dass mein Zustand bedenklich ist, vor allem, weil er sich zusehendes bessert.