Schlagwort: o2

  • simyo = E-Plus -> o2 = o2 + T-Mobile

    Als ich mir im Mai diesen Jahres wohl als letzter Mensch dieses Planeten ein sogenanntes Mobiltelefon zugelegt habe, stellte sich auch für mich natürlich die Frage, welchen Netzbetreiber ich wähle. Da ich praktisch nie telefoniere (was sich auch bis jetzt nicht wirklich geändert hat) schieden Verträge mit Grundgebühr aus. Also eine Prepaidkarte und glücklicherweise war das genau die Zeit, in der sich die Billigprepaidkartenabieter ’ne regelrechte Preisschalcht lieferten. Da ich mir mein Handy (ein Motorola SLVR L7, mit dem ich wirklich mehr als zufrieden bin, nicht zuletzt wegen der guten Software und der USB-Schnittstelle) seperat gekauft hatte, hatte ich freie Auswahl. Ich entschied mich für simyo, denn die hatten wirklich faire und übersichtliche Preise und die Idee, sämtliche Transaktionen und Einstellungen online vorzunehmen, gefiel mir. Dass hinter simyo E-Plus steht war mir zum damaligen Zeitpunkt eigentlich egal, denn ich dachte mir, dass es im 21. Jahrhundert eigentlich keine Probleme mit Netzabdeckung mehr geben dürfte.

    Jedoch wurde ich schnell eines besseren belehrt. Bald stellte sich heraus, dass mein heimatlicher Bayerischer Wald eine echte Herausforderung an die Verfügbarkeit des E-Plus Handynetzes stellte. Selbst wenn ich mal Empfang hatte, war dieser so niedrig, dass vernünftiges telefonieren oft nicht möglich war. Also stand schnell fest, dass ein neuer Provider her musste.

    Das Netz von T-Mobile war nun erste Wahl, denn die Jungs bieten bei uns praktisch 100%ige Netzabdeckung, und das mit wirklich gutem Empfang. Alternativ kam noch o2 in Frage, denn die verwenden das Netz von T-Mobile als Fallbacknetz, sprich, sollte o2 mal nicht verfügbar sein, kann man ohne Mehrkosten über das Netz des magentafarbenen Riesen telefonieren.

    Nun galt es nurnoch den passenden Tarif zu finden. Hab ich mich vom Mani überreden lassen, eine Genion Card zu nehmen, denn ein Handy hatte ich ja schon. Zwar kostet die mich 4,95 € im Monat, jedoch bekomme ich dort auch jeden Monat 5,00 € Gesprächsguthaben und da ich ’nen Studentarif habe nochmals weitere 5,00 € Gesprächsguthaben jeden Monat. Mehr brauch ich auch in der Regel nicht. Außerdem gibt’s noch ein Kontigent an Frei-SMS, die ich wohl nie nutzen werde.
    Ein weiterer Vorteil bei o2 ist die Homezone, einem Bereich im Mobilfunknetz, in dem man zu Festnetzkonditionen telefonieren kann und in dem man sogar unter einer eigenen Festnetznummer samt passender Vorwahl erreichbar ist. Ich hab mir jetzt die Homezone auf die Uni gelegt, denn die Homezone mit ihren durchschnittlich 12 km² ist so groß, dass sie das ganze Stadtgebiet Passau abdeckt. Wenn ich in der Stadt bin, werd ich in Zukunft eine Rufumleitung von meinem tittlinger Festnetzanschluss zu meiner Homezonenummer schalten. So verpass ich niemehr ’nen Anruf und mich selbst kostet das gerade mal den einen ct/Min. VoIP-Gebühr von zu Hause. Ist ja shließlich dann ein Festnetztelefonat.

    Nun galt es nurnoch meine alte Handynummer mit zu o2 umzuziehen, was in einen o2-Vertrag kein Problem ist. Also ab am Montag zum Michi in ’n o2-Shop, neue SIM-Karte besorgt, bei simyo gekündigt und die Formalitäten für die Rufnummernmitnahme gefaxt. Lief alles wirklich fix und in dreißig Minuten war alles erledigt. Nun hieß es nurnoch warten, bis das mit der Rufnummer umgestellt war. Meine Homezonenummer und eine provisorische o2-Nummer liefen bereits. Am Dienstag bereits erhielt ich ’ne SMS, dass simyo meine Rufnummer nun freigibt und die gebühr dafür haben’s auch gleich abgebucht. Nun lag’s nurnoch an den Hanseln von o2, ihren Teil zu erledigen. Und siehe da, als ich heute Vormittag meine o2-Karte ins Handy einlege, erhalt ich gleich ’ne SMS, dass mit der Nummer alles hingehaun hat. Hätte wohl auch schon gestern oder vielleicht sogar am Mittwoch so hingehaun.

    Ich hab jetzt zwar ’nen neuen Mobilfunkanbieter, von der Nummer her hat sich aber nichts geändert, dafür in Sachen Erreichbarkeit. Für den, der meine neue Homezonefestnetznummer haben möchte, sollte es kein Problem sein, diese privat bei mir zu erfragen.