Schlagwort: Maria Gern

  • Hoch hinaus.

    Eine der zahlreichen Erkenntnisse, die ich bisher in München gemacht habe ist, dass die Landeshauptstädter ein ganz schön wanderverrücktes Völkchen sind. Bei der Freizeitplanung für’s Wochenende landet die sportliche Betätigung zu Fuß immer auf den vorderen Plätzen. Jetzt weiß ich auch, warum’s auf B5aktuell ein Magazin für Bergsteiger gibt. Dass es dafür eine ausreichend große Hörerschaft gibt, davon bin ich nun überzeugt.

    Deshalb hatte ich mir auch im Hinterkopf vorgenommen, auch mal eine größere Wanderung zu unternehmen. Man will ja mitreden können. Da traf’s sich ganz gut, dass Steffen mich letzten Samstag spontan gefragt hat, Tags darauf eine Wanderung im Berchtesgadener Land zu unternehmen. Zwar hatte ich praktisch keine wandertauglichen Klamotten zur Verfügung, weil ich über’s Wochenende wieder mal in Tittling (und nicht in München) war, das Wichtigste, die Wanderschuhe, waren jedoch griffbereit. Außerdem konnte ich so den Fakt kompensieren, dass es dieses Jahr mal nicht zu einer Radtour gereicht hat.

    So starteten wir zu zweit letzten Sonntag in Allerherrgottsfrühe nach Maria Gern, um eines der letzten wirklich sonnigen und warmen Wochenenden des Jahres zu genießen. Dort angekommen wanderten wir den Stöhrweg hinauf zum Störhaus von wo aus es noch ein paar Höhenmeter hinauf zum Berchtesgadener Hochthron ging. Nach 3½ Stunden kraxeln über Stock und Stein wurden wir mit einem grandiosen Ausblick in die bayerischen Alpen einerseits und in die österreichischen Alpen und das Salzachtal andererseits belohnt. Knapp eine Stunde genossen wir das Panorama um uns von den Strapazen des etwa 1.400 Meter hohen Aufstiegs zu erholen bevor’s wieder hinunter nach Maria Gern ging. Zwei Blasen an den Fersen später erreichten wir dann am Nachmittag wieder unseren Start-/Zielort, hängten uns noch zwei Bier in den eiskalten Bergbach und ließen die Wanderung erschöpft ausklingen.

    Ein paar Bilder hab ich zwischendrin auch geschossen. Viel Spaß beim Anschauen.


    Rechts oben sieht man unser Ziel, den Berchtesgadener Hochthron. Noch sind wir unterhalb der Baumgrenze.


    Eine schweißtreibende Angelegenheit war das schon, dieser Aufstieg. Vor allem weil die Septembersonne nochmals alles gab.


    Fast am Ziel angekommen. Knapp unter dem Gipfel des Berchtesgadener Hochthron ein Blick zurück auf das Stöhrhaus und die bayerischen Alpen.


    Geschafft: Ich neben dem Gipfelkreuz.


    Da lässt sich gut Pause machen: Ein Blick ins Salzachtal und strahlender Sonnenschein. Bloß beim Blick direkt nach unten konnte einem schon Angst und Bange werden, wenn’s da auf einmal mehrere hundert Meter steil nach unten geht.


    Steffen beim Abstieg über die zahlreichen Serpentinen.


    Da war’s schon fast geschafft: Ein letzter Blick ins Bergpanorama, bevor’s wieder hinein in den Wald ging.