Schlagwort: Kino

  • Déjà vu.

    8 Blickwinkel.Zweimal im Kino innerhalb von acht Tagen, das ist ja fast schon astronomisch für meine Verhältnisse. Grund dafür ist der Kinodiestag im passauer Cineplex, bei dem die Vorstellung gerade mal 4,50€, auch auf den besten Plätzen, kostet. Reguläre Vorstellungen können auch schon mal fast das Doppelte kosten.

    Gestern stand also der Film 8 Blickwinkel auf dem Programm, den ich unbedingt sehen wollte, da die Trailer vielversprechend waren und der Film unter anderem mit Vorjahresoskargewinner Forest Whitaker, Sigourney Weaver, Dennis Quaid und Lost-Schauspieler Matthew Fox hervorragend besetzt war. In dem Film geht es um ein Attentat auf den amerikanischen Präsidenten auf einer Sicherheitskonferenz in Spanien welches aus acht unterschiedlichen Blickwinkeln acht unterschiedlicher beteiligter Personen wie einem Bodyguard des Präsidenten, der Regiecheffin eines Fernsehsenders oder dem Drahtzieher des Anschlags erzählt wird.

    Was mir an dem Film gefallen hat:

    • Obwohl eigentlich sechs mal (einige Blickwinkel zweier Personen werden in einer Szene zusammen gefasst) die selbe Geschichte erzählt wird, nämlich die Minuten kurz vor als auch kurz nach dem Attentat sowie der Anschlag selbst, ist keiner der Blickwinkel langweilig: Jedes mal wird ein bisschen mehr der Geschichte erzählt und jeder Charakter hat soviel Charme, dass man jedes mal gefesselt ist, auch wenn man schon ahnen kann, was da gleich kommen wird.
    • Die zwischenzeitliche Verfolgungsjagd durch Salamanca ist richtig gut. Jede Zehntel Sekunde denkt man, dass es jetzt gleich kracht. Und das Gute: Das tut’s auch.

    Was mir an dem Film weniger gefallen hat:

    • Da ballern sich die Terroristen durch halb Salamanca und legen die Stadt in Schutt und Asche und durch was werden sie aufgehalten? *spoiler* Durch ein kleines unschuldiges Mädchen, das auf der Straße steht und dem die Terroristen ausweichen *spoiler*. Auf der einen Seite so skrupellos sein und auf der anderen dann sowas.
    • Typisch amerikanisch: *spoiler* Natürlich erledigt der Bodyguard des Präsidenten, der ihm schon mal das Leben gerettet hat, die Terroristen im Alleingang und deckt darüber hinaus einen Maulwurf beim Secret Service auf *spoiler*. Sorry, aber für einen Film dieses Formats ist das einfach zu primitiv.
    • Beim Opel gehen die Airbags ned auf *gg*.

    Zusammenfassend kann man sagen, dass der Film duraus sehenswert ist, auch wenn das nicht ganz neue Konzept der unterschiedlichen Blickwinkel nicht voll ausgeschöpft wurde und das Ende etwas zu amerikanisch (und vor allem mit Happy End) ausgefallen ist. Nichts desto trotz wird man 90 Minuten gut unterhalten und mein nicht ganz makelloser Kommentar hängt vielleicht auch damit zusammen, dass ich vielleicht etwas zu hohe Erwartungen an den Film hatte.

  • Vielleicht fressen Koyoten keine Mexikaner.

    No Country for old Men.Da da Hagi nach langer Zeit wieder mal hier in Passau war, war’s mir eigentlich relativ egal, welchen Film wir uns ansahen, als da Johannes am Dienstag vorschlug, wir könnten doch ins Kino schau’n. Denn normalerweise wäre „No Country for old Men“ nix für mich gewesen. Zumindest glaubte ich das. Da aber da Johannes seit langer Zeit wieder mal in Passau war und der Film nur 4,50€ kostete, brauchte es nicht viel Überredungskunst, mich in den Film zu bringen. Immerhin hat der Streifen vier Oscars abgeräumt, unter anderem den für den besten Film.

    Und ich hab’s nicht bereut mitzukommen. OK, der Soundtrack des Films ist jetzt nicht gerade der beste aller Zeiten (kurz gesagt, es gibt wohl auch gar keinen) und all zu laut durfte man auch nicht mit seiner Chipstüte rascheln, denn das bekam bei der Stille, die meistens im Film vorherrschte, jeder im Kino mit. Dafür schaffte es der Film ohne jeglichen Schnickschnack wie CGI-Effekte, bombastischen Explosionen oder eben epischer Musikuntermalung eine hervorragende Atmosphäre aufzubauen. Obwohl nicht viel Aktion im Film vorkommt sind zumindest die ersten beiden Drittel extrem spannend und Javier Bardem als Serienkiller Anton Chigurh hat seinen Oskar für die besten männliche Nebenrolle mehr als verdient, schon allein wegen seiner 70er Fönfrisur. Allerdings flacht der Film zum Schluss etwas ab: Nach Llewelyn’s Tod, über dessen Flucht mit gestohlenem Drogengeld der Film erzählt, der etwas zu unspektakulär ausfällt, fällt die Spannungsstütze Nummer Eins im Film weg und die letzte halbe Stunde plätschert der Film dann leider etwas dahin.

    Nichts desto trotz eine klare Empfehlung auch an diejenigen (wie mich), die eher das actiongeladene Jerry Bruckheimer Kino bevorzugen. Die Atmosphäre des Films ist überragend und (ohne Ausnahme) jede Figur im Film kommt so real rüber, dass man’s mit der Angst bekommt.

  • Kumpel?!

    Jagdsaison.War heute zum ersten mal im Cineplex von Passau, dem neuen, achtsääligen Kino. Muss sagen, dass es mir sehr gut gefällt: Ein großer Eingangsbereich, in dem selbst an den Stoßzeiten am Wochenende genügend Platz für jedermann ist. Eine freundliche Cafélandschaft ist ebenso vorhanden. Besonders bemerkenswert sind meiner Meinung nach die Vorführungssääle: Bin zwar jetzt erst in einem drin gesessen aber der war wirklich schön sauber und halt neu. Außerdem ist jetzt endlich ein ordentliches Maß an Beinfreiheit gegeben.

    Einen kleinen Kritikpunkt hab ich jedoch: Die Lampen, die die Notausgänge anzeigen sind viel zu hell, ja fast schon grell. Da wirft sogar der zurückgezogene Vorhang vor der Leinwand einen Schatten auf eben diese und in dunklen Szenen kommt keine Stimmung auf, da die Lampen den Saal zu stark erhellen. Aber vielleicht wurde diesmal ja nur vergessen, die Notausgangslampen zu dimmen.

    Angesehen hab ich mir „Open Season“ zu deutsch „Jagdfieber„. Ein Film, der wiedermal aus’m Computer stammt und in dem ein wildnisscheuer Bär zusammen mit ’nem Außenseiterhirsch in die Natur verschlagen wird. Der Bär will nur zurück in die Zivilisation, findet aber im Laufe des Films viele Freunde unter den wild lebenden Tieren mit denen er sich zum Schluss gegen die anrückende Jägermeute der Jagdsaison verteidigt.

    Zu Anfang war der Film recht flach und ’n bisschen zu kleinkindermäßig, was er jedoch in der zweiten Hälfte mehr als ausgleicht. Da ist er dann wirklich lustig mit ein paar neuen, erfrischenden Gags. Und ich hab’s eigentlich schon lieber, wenn das Pulver eines Films erst am Ende verschossen wird.