Da ich (wie wohl die meisten Menschen dieses Planeten) oft das Gefühl habe, zu wenig Bares im Geldbeutel und zu wenig Digitales auf’m Girokonto zu haben hab ich mir gedacht, mal ’ne Art Haushaltsbuch zu führen um zu sehen, wo denn meine schwerst verdienten Kröten so hinhüpfen.
Das Ganze hat nicht den Sinn, irgendwann mal aufgrund des Haushaltsbuches an irgendwelchen Stellen Einsparungen vorzunehmen, wenn ich erkenn‘, dass ich für irgendwas überdurchschnittlich viel ausgebe sondern eben vielmehr festzustellen, in welchen Bereichen ich wieviel ausgebe.
Dazu ordne ich jede Ausgabe einer von neun Kathegorien zu:
- Einen nicht unerheblichen Teil machen wohl meine Furtgehkosten aus. Darunter fallen Eintritte, Getränke und halt die Sachen, die man bei Furtgeh so braucht.
- Da ich ja meistens in der Stadt und nicht zu Hause bin, muss ich dort natürlich auch für mein leibliches Wohl sorgen. Zu den Essenskosten zählen also Ausgaben für Mensa, Restaurants und so weiter.
- Ich will immer auf’m neuesten Stand in Sachen Filmen und PC-Spielen sein. Deshalb bin ich Stammgast in der örtlichen Videothek. Natürlich kostet das auch das ein oder andere Sümmchen.
- Daneben gibt es aber auch Spiele/Filme/Serien, die ich für mich im Original kaufe und die ich somit nicht aus der Videothek ausleichen muss, dafür aber den Händler bezahlen „darf“.
- Was bei Frauen Schuhe und Klamotten sind, sind bei Männern technische Utensilien. Hier mal ’ne neue Komponente für den PC, da mal ’n neues Schmuckstück für die Fernsehanlage. Aber natürlich sind solche Sachen nicht ganz billig. Zusätzlich fallen unter diese Kathegorie auch regelmäßige Kosten wie z.B. Handykosten oder die jährliche Gebühr für mein Webhostingpaket.
- Ganz egoistisch bin ich natürlich nicht, deswegen hab ich auch das ein oder andere Geschenk zu verteilen, ob Feier- oder Geburtstage. Und da ich ja so viele Freunde hab, bei denen ich auf Geburtstagsparties eingeladen werde, dürfte da einiges zusammen kommen *selbstironisch*.
- Dann gibt’s noch sonstige freizeitliche Aktivitäten wie z.B. der Urlaub oder ganz allgemein mal ’n Ausflug, z.B. mal zum Kegeln oder ins Thermalbad.
- Als Informatiker hockt man ja die meiste Zeit rum. Sportliche Abwechslung muss also sein. Unter diesen Punkt fallen z.B. Eintritt für’s Schwimmen, Kosten für Skipässe und dergleichen.
- Zu guter letzt gibt’s noch die Bedarfssachen wie beispielsweise Büromaterialien und CD-/DVD-Rohlinge, die halt einfach angeschafft werden müssen.
Man sieht schon, dass ich noch zu Hause bei Mama wohn denn Standardkosten wie Miete, Strom/Wasser, Nachrungsmittel im Allgemeinen, Auto, Klamotten usw. tauchen in meiner Kalkulation (noch) nicht auf.
Mitte September hab ich mit den Aufzeichnungen begonnen, nach ’nem halben Jahr will ich dann die ersten Auswertungen machen. Viel früher hat das glaub ich auch noch keinen Sinn denn so viele Einzelposten hab ich nun auch nicht und ansonsten würden einmalige, kostspielige Ausnahmen das Gesamtbild zu sehr verzerren.