Schlagwort: Eureka

  • Aus dem Tagebuch eines Serienjunkies Teil I.

    Der Herbst hat Einzug gehalten und somit ist’s mal wieder an der Zeit, meine Serienkritiken zur aktuellen Season los zu werden. Da ich mittlerweile richtig viele Serien in meinem Programm habe, dachte ich mir, meine Meinung gleich in mehrere Blogeinträge aufzuteilen. Deshalb auch das „Teil I“ im Titel. Los geht’s sozusagen mit dem unteren Ende der Fahnenstange, nämlich drei Serien, die ich nicht weiter verfolgen werde. Warum? Nun, das könnt ihr in den folgenden Absätzen lesen.

    Eureka.Opfer Nummer Eins ist Eureka. Nach zwei Staffeln muss ich sagen, dass ich selten etwas gesehen habe, was so viel Potential so gekonnt verspielt hat. Das seh‘ übrigens nicht nur ich so. Meiner Meinung nach hätte man mit Eureka eine Serie schaffen können, die intellektuellen Humor auf hohem Niveau bietet, verknüpft mit vielen netten Anspielungen auf vergangene und aktuelle wissenschaftliche Ereignisse und Errungenschaften. Stattdessen wird Klischeeeinheitsbrei am laufenden Band serviert mit Geschichten, die wir schon hundert mal gehört haben und die so vorhersehbar sind wie der nächste Sonnenaufgang. Darüber hinaus ist das Ganze auch noch so dermaßen unrealistisch und stupide verpackt, dass man sich den wissenschaftlichen Hintergrund gleich hätte sparen können. Stattdessen wäre es sinnvoller gewesen, den stereotypen Charakteren mit ihren (Liebes-) Geschichten etwas mehr Farbe und Charakterentwicklung zu spendieren. Die hätten bessere Drehbuchautoren durchaus vertragen können, genau so wie die staffelübergreifenden Storybögen, die in Zeiten von Lost und Heroes einfach nur noch lächerlich wirken.
    Bleibt eigentlich nur ein gutes Haar an Eureka, nämlich der Hinweis auf raue Mengen des Transurans Ununseptium in einer der Episoden, das ironischer Weise noch nicht erzeugt werden konnte, im Gegensatz zu seinem Nachfolger im Periodensystem der Elemente, dem Ununoctium. Mehr solche wissenschaftlichen Schmunzler wären wünschenswert gewesen. Da gibt’s bessere Serien vom SciFi Channel, zu denen ich aber in einem späteren Eintrag kommen werde.

    Desperate Housewives.Opfer Nummer Zwei ist Desperate Housewives. Da war ja schon nach der zweiten Staffel klar, wie so eine Season der verzweifelten Hausfrauen aussieht: Der Haupthandlungsstrang wird von einem neu in die Wisteria Lane gezogenen Nachbarn getragen, der ein irgendwie geartetes Geheimnis hat. Dazwischen gibt’s viele von den Hauptcharakteren und ihren Marotten motivierte Sketche und Minigeschichten. Das mag ein zwei Staffeln ganz unterhaltsam sein, spätestens nach der vierten ist das dann aber zum Gähnen langweilig.
    Dachten sich wohl auch die Produzenten, als sie zwischen der vierten und der fünften Staffel einen Zeitsprung von fünf Jahren ansetzten. Das sollte für genügend neues Material sorgen. Denkste! Die aktuelle Staffel geht genau so weiter, wie die vorherige aufgehört hat. Ausnutzen des Zeitsprungs? Praktisch Fehlanzeige! So wenig wie der Neues in die Serie gebracht hat, hätte man ihn auch gleich weglassen können. Somit hat die Serie leider so gut wie nichts Innovatives mehr zu bieten, weshalb auch sie ad acta gelegt wird.

    Eli Stone.Opfer Nummer Drei ist Eli Stone. Im Gegensatz zu Eureka und Desperate Housewives gibt’s hier keine ellenlange Liste mit Argumenten, warum mir die Serie nicht gefällt. Das Szenario des Anwalts mit Gehirnaneurysma und (göttlichen ?) Visionen, die ihn vom Saulus zum Paulus wandeln, ist eigentlich ganz nett, gefällt mir persönlich aber schlussendlich dann doch nicht so gut, wie ich das beim ersten hören vermutete. Schlussendlich muss ich sagen, dass es bei dieser guten Idee blieb, die Serie aber sonst nicht all zu viel Neues zu bieten hat.
    Einfach nicht mein Genre, diese Dramedies. Da geht halt zu oft zu viel rund, auch wenn die Protagonisten noch so tief in der Sch…, ähh in der Zwickmühle stecken. Von irgendwoher kommt dann doch meist die unverhoffte Rettung aus dem Nichts.

    Sodala, nun genug der Kritik. In meinen nächsten Blogeinträgen zur Winderseason wird’s mehr Lob geben, versprochen *gg*.