Schlagwort: Deutschland

  • Deutschland, ein Wintermärchen.

    Was unsere Fußballer im vergangenen Sommer leider nicht erreicht haben, ist unseren Handballern gestern nach 29 Jahren wiedermal gelungen: Der Gewinn der Weltmeisterschaft.

    Zwar lief das Ganze nicht mit so großem medialen Interesse ab, spannend war’s aber allemal. Ich selbst bin leider nur dazu gekommen, mir das Finale gestern live anzusehen denn alle anderen wichtigen Spiele unserer Nationalwerfer- und blocker kollidierten leider bei mir mit der Uni. Dafür hab ich die Ergebnisse immer brav im Internet nachgeschlagen und die Freude über den Einzug ins Finale war deswegen nicht weniger groß.

    Das Finale gestern war dann über weite Strecken ’ne recht klare Sache: Kein einziges mal im Rückstand, zeitweise sieben Tore Vorsprung, das sind schon recht eindeutige Fakten.
    OK, man muss sagen, dass die Polen nicht gerade vom Glück verfolgt waren (zahlreiche Latten- und Pfostentreffer, (wiedermal) überragende deutsche Torwartleistung). Trotzdem hätte ich mir ein ein wenig spannenderes Finale gewünscht, vor allem nach dem Krimi im Halbfinale gegen Frankreich. Bis auf die Mitte der zweiten Halbzeit war die Sache aber recht klar und das Endergebnis von 29:25 spricht für sich.

    Trotzdem ist die Freude groß. Gratulation an die deutsche (Handball-) Nationalmannschaft. Ihr habt’s euch verdient. Wir sind Weltmeister.

  • Go Angie, go!

    Im Moment hat Deutschland ja sozusagen eine Doppelführung inne: Ratsvorsitz in der EU und selbiges nochmal für die G8. Nun hat das beides wohl mehr symbolischen Charakter, denn mehr Entscheidungskompetenz wird uns dadurch in keinem der beiden Institutionen gewährt.

    Das alles ist wohl eher symbolisch zu sehen und von uns, zumindest wenn man die EU betrachtet, wird diesbezüglich ja einiges erwartet. Dass sich die EU in einer schweren Kriese befindet, dürfte mittlerweile durchgesickert sein. Europäische Verfassung heißt das ins Wasser gefallene Kind, ohne die sich ein vernünftiges und effizientes Regieren in Zukunft schwierig gestalten wird.

    Nun hat unsere Bundeskanzlerin als Oberrepräsentantin deutscher Ratspräsidentschaft vor wenigen Tagen ihre sehr emotionale Antrittsrede verlesen in der sie das Thema EU-Verfassung und deren voran treiben explizit erwähnt.

    Es bleibt abzuwarten, ob die Erwartungen, die momentan in Deutschland gesetzt werden, erfüllt werden können. Ich hab noch so dunkel im Hinterkopf, dass bei unserer letzten Ratspräsidentschaft weder besonders viel noch besonders wenig voran ging.

    Jedoch hoffe ich als Optimist und großer Befürworter der Europäischen Union, dass die nötigen Reformen durchgesetzt werden können und natürlich würde es mich nicht stören, wenn dies unter deutscher Ratspräsidentschaft geschehen würde, also: Go Angie, go!

  • Nur nicht den Kopf hängen lassen.

    Gestern Abend war ja das Deutschlandspiel gegen Zypern im Zuge der Europameisterschaftsqualifikation. War zusammen mit garnicht so wenigen Leuten drüben beim Tom, der wiedermal hervorragend für’s leibliche Wohl sorgte. Vielen Dank dafür nochmal.

    Leider war das Spiel nicht so berauschend, wie die Bewirtung, ein 1:1 gegen so ’ne (eigentlich) drittklassige Mannschaft sagt doch schon einges, noch dazu, dass das Ergebnis eigentlich für beide Seiten „verdient“ war.

    Hatte dann auch irgendwie das Gefühl, dass einige Leute aus allen Wolken gefallen sind. Gut, gegen Zypern erwartet man eigentlich ’nen Pflichtsieg, aber zum Glück wirkt ja noch die Siegeseuphorie der WM nach. Da ist man’s einfach nimma gewohnt, schlechten deutschen Fußball zu sehen, geschweige denn nicht zu gewinnen. Gab’s ja in letzter Zeit auch nur einmal gegen Italien und das hätte auch anders laufen können.
    So schlimm finde ich persönlich das Ganze garnicht: Zwar haben wir wirklich für ’ne EM-Qualifikation ’ne anspruchsvolle Gruppe, jedoch sind wir ja immer noch ungeschlagen. Außerdem muss man sagen, dass es halt Mitte November (sozusagen die Pampa der Fußballsaison) ist, die Mannschaft nun wirklich keine Sollstärke hatte und halt einfach das gemeinsame Training der WM nun keine spürbare Nachwirkung mehr hat.

    Viel wichtiger, als das Spiel unserer Jungs gestern zu analysieren ist meiner Meinung nach, nicht den vorbildlichen Optimismus und die Zuversicht der WM zu verlieren. Nur weil man einmal verliert, Moment mal, nicht gewinnt, geht die (Fußball-) Welt nicht unter. War dann auch positiv überrascht, dass sogar das ZDF einen ähnlichen Kommentar abgegeben hat, dass man ein Spiel jetzt nicht überbewerten sollte, vor allem nicht in der Fülle die Qualifikationsspiele.

    No need to worry: Ich bin mir absolut sicher, dass wir in zwei Jahren als Europameister auf’m Treppchen stehen werden und in vier Jahren die (garstigen *g*) Italiener an der Weltspitze ablösen werden.